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Rodeneck

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.7896°N, 11.7186°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Rodeneck Startplatz

Start
Höhe1494m ü. M.
Koord.46.7896, 11.7186
WindOSO-WSW
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Rodeneck Landeplatz

Landung
Höhe982m ü. M.
Koord.46.7858, 11.6957
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Definitive Fluggebietsführer: Rodeneck und die Rodenecker-Lüsner Alm Eine umfassende Monographie über Aerodynamik, Topographie und Flugkultur im Herzen Südtirols Executive Summary: Strategische Bewertung des Fluggebiets

Für den versierten Piloten stellt sich bei der Wahl des Fluggebiets stets die Frage nach dem Verhältnis von Aufwand, Ertrag und Risikoprofil. Rodeneck, gelegen an der orographisch bedeutsamen Schnittstelle zwischen Eisacktal und Pustertal, bietet in dieser Hinsicht ein Profil, das in der Alpenregion seinesgleichen sucht. Es ist weit mehr als das reine Schulungsgelände, als das es in manchen Kurzbeschreibungen tituliert wird. Vielmehr handelt es sich um ein komplexes aerodynamisches System, das durch seine südseitige Exposition und die geschützte Lage auf einem Hochplateau besticht.

Die Eignung dieses Geländes lässt sich differenziert betrachten: Für Einsteiger und Genussflieger bietet der Startplatz Fröllerberg eine psychologisch wertvolle Umgebung. Die Startbahn ist fehlerverzeihend, die Hindernisfreiheit exemplarisch und die thermischen Bedingungen am Vormittag laminar und berechenbar. Die Infrastruktur mit dem Almbus-Shuttle eliminiert logistischen Stress nahezu vollständig. Für Streckenflug-Aspiranten (XC) dient Rodeneck als strategisches Sprungbrett. Zwar fehlt die brachiale Starthöhe eines Grente-Starts, doch die technische Herausforderung, sich aus der Inversionsschicht des Eisacktals herauszuarbeiten und den Anschluss an die Rennstrecken der Plose oder des Gitschbergs zu finden, schult das taktische Verständnis immens. Für Hike & Fly-Enthusiasten und Winterflieger ist das Gebiet durch die ganzjährige Erreichbarkeit und die sanften Topographien der Rodenecker Alm ein Paradies, das auch bei geschlossenen Bergbahnen anderer Gebiete zugänglich bleibt.

Kritisch zu bewerten ist hingegen die Anfälligkeit für den Pustertaler Talwind. Dieser starke Ostwind kann ab den frühen Nachmittagsstunden in die unteren Schichten des Flugsektors eindringen und für turbulente Landebedingungen in Gifen sorgen. Piloten, die diese lokale Windsystematik ignorieren, begeben sich in unnötige Gefahr. Ebenso ist das Gebiet bei ausgeprägten Nordlagen aufgrund der Leewirkung des Alpenhauptkamms strikt zu meiden. Dieser Report wird im Folgenden jede dieser Facetten – von der Mikrometeorologie bis zur detaillierten Anflugplanung – tiefgreifend analysieren, um dem Piloten einen Wissensvorsprung zu verschaffen, der weit über die Standardinformationen der Geländedatenbanken hinausgeht.

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Die Orographie der Konvergenzzone

Um Rodeneck fliegerisch zu verstehen, muss man die Karte weiträumig betrachten. Wir befinden uns in Südtirol, exakt dort, wo das von West nach Ost verlaufende Pustertal in das von Nord nach Süd verlaufende Eisacktal mündet. Diese T-Kreuzung der Täler ist der entscheidende Faktor für die Aerodynamik des Gebiets. Die Rodenecker Alm selbst ist ein mächtiges Hochplateau aus Quarzphyllit und Brixner Granit, das sich sanft gewellt auf einer Höhe von 1.500 bis 2.200 Metern erstreckt.

Im Gegensatz zu den schroffen, vertikalen Wänden der benachbarten Dolomiten (wie der Geislergruppe im Süden), präsentiert sich Rodeneck mit sanften Kuppen und ausgedehnten Almen. Diese Topographie hat zwei fliegerische Konsequenzen: Zum einen erzeugt sie bei Sonneneinstrahlung großflächige, homogene Warmluftpakete, die weniger zerrissen sind als die enge Thermik an Felswänden. Zum anderen fehlt der harte Prallhang, der bei schwachem Wind dynamisches Soaring einfach macht; hier ist thermisches Gespür gefragt.

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Das Talwindsystem Pustertal

Der "Elefant im Raum" bei jedem Flug in Rodeneck ist der Pustertaler Talwind. Dieser Wind entsteht durch das thermische Saugens der Zentralalpen und der Dolomitenmasse im Osten. Er strömt tagsüber als Ostwind vom Pustertal in Richtung Eisacktal/Brixen – also genau entgegen der allgemeinen Wetterwestwinddrift und oft auch entgegen der Startrichtung in Rodeneck (Süd).

Die topographische Engstelle der "Mühlbacher Klause" wirkt hierbei wie eine Düse. Während man am Startplatz Fröllerberg auf ca. 1.500 m MSL oft noch in einer ruhigen, oder leicht südlich angeströmten Luftmasse steht, kann der Talwind in den Schichten darunter (besonders im Bereich des Landeplatzes Gifen auf 890 m MSL und im Talgrund bei Mühlbach) bereits mit 20 bis 30 km/h aus Osten "durchblasen". Diese Schichtung der Luftmassen führt zu einer Windscherung, die Turbulenzen verursachen kann. Ein Pilot muss verstehen, dass die Windstille am Startplatz trügerisch sein kann und nicht zwingend Rückschlüsse auf die Situation am Landeplatz zulässt.

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Der Startplatz Fröllerberg (Oberhaus)

Der Startplatz, lokal oft als "Oberhaus" oder "Fröllerberg" bezeichnet, ist das Herzstück des Fluggebiets. Er besticht durch seine Einfachheit, birgt aber bei genauerem Hinsehen taktische Nuancen, die über einen erfolgreichen Einstieg in die Thermik entscheiden.

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Technische Spezifikationen und Infrastruktur

Der Startplatz liegt auf einer Höhe von 1.494 m MSL. Es handelt sich um eine naturbelassene Wiese, die regelmäßig gemäht wird und frei von gröberen Steinen oder Hindernissen ist. Die Neigung ist im oberen Bereich moderat und geht im unteren Drittel in steileres Gelände über, was einen progressiven Beschleunigungsverlauf begünstigt.  

Parameter Daten & Details GPS Koordinaten N 46° 46' 57'', E 11° 42' 12'' (ca.) Höhe 1.494 m MSL Ausrichtung

Süd (160° - 200°)

Startart Vorwärts- und Rückwärtsstart problemlos möglich Frequenz 143.975 MHz (Südtiroler Flugfunk, PMR oft Kanal 8) Infrastruktur Windsack, Sitzbank, Vorbereitungsfläche

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Startvorbereitung und Raumaufteilung

Eine Besonderheit am Fröllerberg ist die klare räumliche Trennung, die von lokalen Piloten strikt eingehalten wird, um Konflikte zu vermeiden. Der obere Bereich der Wiese, nahe dem Waldweg, dient als Vorbereitungsraum. Hier werden Gurtzeuge gecheckt, Leinen sortiert und die mentale Flugvorbereitung getroffen. Erst wenn der Pilot vollständig startklar ist ("eingehängt und geprüft"), betritt er den eigentlichen Startkorridor.

Dies ist besonders an Wochenenden wichtig, wenn Flugschulen aktiv sind. Das Gelände ist ein beliebtes Schulungsgebiet für Höhenflüge. Als Gastpilot zeugt es von Professionalität und Respekt, den Schulungsbetrieb nicht zu behindern und zügig zu starten, sobald man die Position eingenommen hat. Längeres "Groundhandeln" im Startkorridor ist bei Hochbetrieb verpönt.

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Die "West-Option": Mythos und Realität

In diversen Foren und Gesprächen taucht immer wieder das Gerücht über einen neuen West-Startplatz auf. Faktisch ist der Hauptstartplatz Fröllerberg so breit und offen, dass bei einer leichten Westkomponente (SW) noch sicher gestartet werden kann. Ein dedizierter, offizieller Weststartplatz ist in der lokalen Infrastruktur (Stand der Recherche) jedoch noch nicht als vollständig erschlossenes Gelände mit gleicher Infrastruktur wie das Oberhaus etabliert. Piloten, die bei reinem Westwind starten wollen, nutzen oft höhergelegene Almwiesen im Bereich des Astjochs (Hike & Fly), müssen dort aber extrem auf die Leewirkung der umliegenden Waldrücken achten. Bei Westwindlagen in Rodeneck ist zudem Vorsicht geboten: Da das Eisacktal (Nord-Süd-Verlauf) bei überregionalem Westwind oft eine kanalysierte Südströmung entwickelt, kann es am Fröllerberg zu einer komplexen Interaktion zwischen dem überregionalen Westwind und der lokalen Talwindzirkulation kommen.

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Zugang, Logistik und die "Letzte Meile"

Die Erreichbarkeit von Rodeneck ist ein Musterbeispiel für sanfte Mobilität im Alpentourismus. Die Integration von öffentlichem Nahverkehr und Flugsport ist hier so nahtlos, dass der Verzicht auf das eigene Auto nicht nur möglich, sondern empfehlenswert ist.

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Das Shuttle-System: Der Almbus 415

Der Almbus (Linie 415) fungiert faktisch als Shuttle für Gleitschirmflieger. Er verkehrt saisonal (in der Regel von Mitte Mai bis Anfang November) und verbindet den Bahnhof Mühlbach mit dem Hochplateau.  

Taktung: Der Bus fährt in der Hauptsaison stündlich. Dies ermöglicht eine hohe Frequenz an Flügen ("Repeats") ohne lange Wartezeiten.

Haltestelle Oberhaus: Der Busfahrer kennt die Piloten. Die Haltestelle "Oberhaus" liegt in einer Kurve der Panoramastraße, nur wenige Meter oberhalb des Startplatzes. Man fällt quasi aus dem Bus auf die Wiese.

Logistik-Tipp: Parken Sie ihr Auto am besten im Tal (Mühlbach) oder am Landeplatz in Gifen und nutzen Sie den Bus für die Auffahrt. Das spart Parkgebühren am Berg und schont die Umwelt. Zudem ist der Parkraum direkt am Startplatz (eine kleine Bucht für max. 3 Autos) extrem begrenzt und oft belegt.

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Anreise mit dem PKW und Parkraummanagement

Wer dennoch mit dem PKW auffahren muss (z.B. im Winter, wenn der Bus nicht fährt), sollte den großen Wanderparkplatz Zumis (1.725 m) ansteuern.  

Kosten: Der Parkplatz ist gebührenpflichtig (Tagestarif ca. 5-6 €).

Route zum Start: Von Zumis aus liegt der Startplatz Fröllerberg unterhalb. Man müsste also ein Stück die Straße zurücklaufen oder absteigen. Daher ist Zumis eher der Ausgangspunkt für Hike & Fly Touren zum Astjoch (siehe Kapitel 8) und nicht ideal für den Standard-Startplatz Fröllerberg.

Die Nische: Direkt am Startplatz Fröllerberg gibt es besagte kleine Parkbucht. Diese ist jedoch kein offizieller Großparkplatz. Das Parken auf den angrenzenden Wiesen oder in Feldwegen wird von den Landwirten und der Forstpolizei rigoros geahndet.

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Gebührenordnung und Geländeerhalt

Rodeneck ist ein pflichtbewusstes Fluggebiet. Die Pflege der Wiesen, Windsäcke und die Pacht an die Bauern werden durch eine Start- und Landegebühr finanziert.

Tageskarte: ca. 5,00 € (mit Gästekarte/Almencard) bzw. bis zu 15,00 € regulär.  

Erwerb: Die Zeiten, in denen man beim legendären Untergopprathof zahlte, sind vorbei. Tickets gibt es nun primär im Tourismusbüro Rodeneck. Es finden zudem regelmäßige Kontrollen durch den lokalen Club oder Geländehalter statt.

Philosophie: Betrachten Sie die Gebühr nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in den Erhalt dieses wunderbaren Geländes. Südtiroler Bauern sind mächtige Stakeholder; ein Konflikt wegen nicht gezahlter Pachten könnte zur sofortigen Schließung führen.

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Flugbedingungen: Die Kunst des Timings

Das Verständnis der Tages- und Jahreszeiten ist in Rodeneck der Schlüssel zum Erfolg. Das Gebiet transformiert sich im Tagesverlauf von einem Anfängerparadies zu einer thermisch anspruchsvollen Arena.

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Die vier Phasen des Flugtages

Die Ruhephase (bis 10:00 Uhr): Oft herrscht noch leichte Katabatik (Bergwind) oder Windstille. Ideal für "Abgleiter" (Sled-Rides) und absolute Anfänger. Die Luft ist laminar, der Talwind schläft noch.

Die Thermik-Entwicklung (11:00 - 13:00 Uhr): Die Ostflanken und die Rinne südlich des Starts beginnen zu "feuern". Dies ist die beste Zeit für den thermischen Einstieg. Der Talwind ist noch schwach genug, um nicht zu stören.

Die Talwind-Dominanz (14:00 - 16:00 Uhr): Im Sommer erreicht der Pustertaler Ostwind nun sein Maximum. Er kann bis auf 1.200m oder höher "aufschwappen". Am Startplatz kann es noch startbar sein, aber der Landeplatz Gifen liegt nun oft voll im Düsenbereich oder in der turbulenten Scherungsschicht. Für weniger erfahrene Piloten ist dies die "No-Fly Zone".

Das "Magic Light" (ab 17:00 Uhr): Wenn die Thermik nachlässt und der Talwind schwächer wird, gibt der aufgeheizte Wald unterhalb des Starts seine Wärme ab (Restitution). Dies ermöglicht oft butterweiches Soaring in den Sonnenuntergang hinein.

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Die Suche nach dem "Hausbart"

Erfahrene Rodeneck-Piloten haben ein festes Suchmuster nach dem Start. Wer einfach geradeaus fliegt, landet oft nach 10 Minuten.

Die Standard-Route: Nach dem Start hält man sich leicht links (östlich). Dort befindet sich eine Geländerinne, die wie ein Kamin wirkt.

Der Auslöser: Am Ende dieser Rinne, dort wo der Wald in die Almwiesen übergeht, reißt die Thermik oft zuverlässig ab.  

Der Indikator: Achten Sie auf die lokale Fauna. Greifvögel (Bussarde und Milane) nutzen diesen Bart exzessiv. Wo sie kreisen, geht es hoch.

Vermeidung: Fliegen Sie nicht zu weit nach rechts (Westen) in Richtung der großen, flachen Wiesenflächen, solange Sie noch unter Startplatzhöhe sind. Diese Flächen heizen sich zwar auf, lösen aber oft erst später oder diffus aus.

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Der Landeplatz Gifen: Die optische Täuschung

Der Landeplatz in der Fraktion Gifen (nahe der Spritzenhütte) ist technisch einfach, aber navigatorisch eine Falle für Erstbesucher.

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Das Problem der Sichtbarkeit

Vom Startplatz Fröllerberg aus ist der Landeplatz nicht sichtbar. Er wird durch einen vorgelagerten, bewaldeten Rücken verdeckt. Dies führt bei Gastpiloten oft zu Stress: Man startet ins "Blaue" hinein. Die Flugzeit vom Start bis zur Sichtbarkeit des Landeplatzes beträgt bei direktem Kurs etwa 30 bis 45 Sekunden. Man muss konsequent in Richtung Süd-West (SW) fliegen. Erst wenn man die Waldkuppe überflogen hat, öffnet sich der Blick auf das Plateau von Gifen und die riesige Landewiese.

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Anflugplanung und Volte

Landeveltheorie: Es wird standardmäßig eine Linksvolte geflogen. Bitte prüfen Sie am Startplatztafel, ob temporäre Änderungen (z.B. wegen landwirtschaftlicher Arbeiten) vorliegen.

Die Wiese: Die Landefläche ist großzügig dimensioniert und leicht geneigt.

Gefahren:

Hochspannungsleitungen: In der Nähe verlaufen Leitungen. Prägen Sie sich deren Verlauf vor dem Start (z.B. via Google Earth oder Begehung) ein.

Thermikblasen: Da der Landeplatz auf einem Plateau liegt und von Wald umgeben ist, lösen sich hier oft thermische Blasen ab. Rechnen Sie im Endanflug mit "Lupfern" oder plötzlichem Sinken. Ein aktiver Flugstil bis zum Aufsetzen ist Pflicht.

Der Talwind-Effekt: Wenn der Pustertaler Talwind stark ist, kann er über die Kante des Plateaus "schwappen". Dies führt zu einem Lee im landewiesennahen Bereich oder zu starkem Versatz. Beobachten Sie im Anflug strikt den Windsack!

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Cross-Country (XC) Potential: Taktikbuch für Streckenjäger

Rodeneck ist ein exzellenter Startplatz für "Technical XC". Das bedeutet: Man bekommt die Kilometer nicht geschenkt, sondern muss sich taktisch klug verhalten.

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Die Einstiegshürde

Das Hauptproblem beim Streckenflug von Rodeneck aus ist die Starthöhe. Mit knapp 1.500m startet man oft unterhalb der Inversion oder der Basis. Das erste Ziel muss also immer lauten: Höhe machen! Nutzen Sie den Hausbart, um mindestens 500 bis 800 Meter zu gewinnen (auf ca. 2.200m). Erst dann sollten Sie den Kessel verlassen.

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Route A: Die Plose-Querung (Süden)

Dies ist die populärste Option.

Aufdrehen am Fröllerberg/Hausbart.

Gleitflug Richtung Süden über das Lüsnertal hinweg zur Plose-Gruppe.

Anschluss finden: Die Nordhänge des Lüsnertals sind oft thermisch aktiv, aber Vorsicht vor Lee-Fallen bei Nordwind. Besser ist es, direkt an die sonnenbeschienenen Flanken der Plose zu queren.

Weiterflug: Von der Plose (2.500m) steht Ihnen die "Dolomiten-Autobahn" offen – Richtung Würzjoch, Peitlerkofel und weiter ins Gadertal.

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Route B: Gitschberg und Jochtal (Norden/Westen)

Aufdrehen.

Talquerung Richtung Nord-West: Sie queren hier das Einzugsgebiet des Pustertals. Achten Sie extrem auf den Talwind! Diese Querung sollte nur mit ausreichender Höhe (min. 2.000m) durchgeführt werden, um nicht in die Düse von Mühlbach zu geraten.

Anschluss Gitschberg: Der Gitschberg ist eine thermische Bank. Von hier aus können Sie Richtung Sterzing/Brenner oder entlang des Pustertaler Nordhangs (Sonnenseite) Richtung Bruneck fliegen.

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Die "Lüsen-Falle"

Ein klassischer Fehler von XC-Neulingen in Rodeneck ist es, zu tief in das Lüsnertal einzufliegen, ohne genügend Höhe zu haben. Das Tal ist eng, die Landemöglichkeiten sind spärlich und oft geneigt. Wenn Sie merken, dass Sie im Lüsnertal sinken, kehren Sie frühzeitig um oder steuern Sie die sicheren Landeflächen am Talausgang an. Versuchen Sie nicht, auf "Biegen und Brechen" im Talgrund Thermik zu finden – der Talwind dort ist oft zerrissen.

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Der "Walk & Fly" Astjoch-Trick

Wenn am Fröllerberg Hochbetrieb herrscht oder Sie einen Startplatz "über den Dingen" suchen, ist das Astjoch (2.194 m) die Antwort.  

Logistik: Fahren Sie bis zum Parkplatz Zumis.

Hike: Ein wunderbarer, technisch einfacher Wanderweg (Nr. 2) führt über die Alm. Gehzeit ca. 2 Stunden.

Der Lohn: Ein 360-Grad-Startplatz. Sie können hier in fast alle Richtungen starten (außer bei starkem Nordwind). Der Gleitflug vom Astjoch über die gesamte Rodenecker Alm bis nach Gifen oder Lüsen ist landschaftlich eines der Highlights in Südtirol.

Winter: Das Astjoch ist auch im Winter mit Schneeschuhen erreichbar und bietet traumhafte Abgleiter über die verschneite Alm.

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Webcams für den Profi-Check

Verlassen Sie sich nicht nur auf Wetterberichte. Nutzen Sie diese Webcams für den Live-Check :  

Rodenecker Lüsner Alm (1.936 m): Diese Webcam zeigt Ihnen die Wolkenbasis und Windbewegung auf der Hochebene. Wenn hier die Bäume biegen, brauchen Sie am Fröllerberg gar nicht erst auspacken.

Gitschberg (2.510 m): Perfekt für den überregionalen Windcheck (Föhnfahnen an den Gipfeln).

Talstation Meransen: Gibt Aufschluss über die Talwindsituation im Talboden.

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Die Bauern-Regel (Das Wichtigste!)

In Südtirol ist das Verhältnis zwischen Fliegern und Landwirten heilig. Ein einziger Pilot, der im hohen Gras landet oder quer über eine Mähwiese zum Start läuft, kann zur Sperrung des Geländes führen.  

Regel: Nutzen Sie ausschließlich die markierten Wege.

Landung: Packen Sie Ihren Schirm am Rand der Wiese zusammen (Abbauplatz), nicht mitten auf der Landefläche.

Außenlandung: Sollten Sie außenlanden müssen, suchen Sie sich eine gemähte Wiese. Wenn das Gras hoch steht, ist eine Außenlandung ein Tabu (außer im absoluten Notfall). Falten Sie den Schirm dann stehend zusammen ("Rosette") und tragen Sie ihn aus dem Feld, bevor Sie packen.

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Luftraum

Rodeneck liegt in der Nähe von kontrollierten Lufträumen (Flughafen Bozen, militärische Tieffluggebiete). Generell ist der Luftraum bis FL125 (Flight Level 125, ca. 3.800m) in diesem Sektor meist frei nutzbar (Klasse G/E), aber temporäre Beschränkungen (NOTAMs) müssen geprüft werden. Besonders bei Streckenflügen Richtung Brenner (Staatsgrenze) oder Dolomiten ist eine aktuelle ICAO-Karte Pflicht.

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Notfallnummern

Euronotruf: 112

Standortangabe: Geben Sie präzise an: "Startplatz Rodeneck Fröllerberg" oder "Landeplatz Gifen Spritzenhütte". Die Koordinaten im Handy oder GPS bereit zu haben, spart lebenswichtige Minuten.

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Fliegerfreundliche Unterkünfte

Hotel Schönblick (Gifen): Liegt strategisch perfekt in der Nähe des Landeplatzes. Man kann nach dem Flug fast bis auf die Hotelterrasse schweben (Vorsicht: Volte beachten!).

Ahner Berghof: Ein gehobeneres Erlebnis, "Urlaub auf dem Bauernhof" in Luxusausführung, sehr nah am Fluggebiet.  

Untergopprathof: Ein Klassiker in der Szene, tief verwurzelt mit der Geschichte des Fluggebiets.

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Après-Fly und Kulinarik

Auf der Rodenecker Alm selbst laden die Ronerhütte und die Starkenfeldhütte zur Einkehr ein. Beide bieten exzellente Südtiroler Küche (Knödeltris, Schlutzkrapfen) und sind ideale Ziele, wenn die Familie während Ihres Fluges gewandert ist. Man trifft sich dann oben.

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Alternativprogramm

Sollte der Wind nicht passen (z.B. starker Nordföhn), bietet die Region exzellente Alternativen:

Kultur: Besichtigung von Schloss Rodenegg mit den berühmten Iwein-Fresken.  

Wellness: Der Alpinpool in Meransen.

Biken: Die Rodenecker Alm ist ein Paradies für Mountainbiker – die Wege sind breit und technisch einfach, aber landschaftlich gewaltig.

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Fazit

Rodeneck ist ein Fluggebiet der leisen Töne, das aber bei genauerem Hinhören eine gewaltige Symphonie an Möglichkeiten bietet. Es ist kein Gebiet für Adrenalinjunkies, die den schnellen Kick an der Steilwand suchen. Es ist ein Gebiet für den denkenden Piloten, der Topographie und Windsysteme lesen will. Es ist ein Gebiet für den Genießer, der nach dem Flug in einer der besten Hütten Südtirols einkehren möchte. Und es ist vielleicht das beste Gebiet in den Alpen, um Flugsport und Familie stressfrei zu kombinieren.

Wer die Regeln respektiert, den Talwind im Auge behält und das Spiel mit der Thermik am Fröllerberg annimmt, wird hier Flugstunden sammeln, die qualitativ weit über dem Durchschnitt liegen.

Allzeit guten Flug und Happy Landings in Gifen!

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