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Markbachjoch Wildschönau

Startplätze:4
Landungen:2
Koord.:47.4320°N, 12.0940°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

4 Startplatzätze, 2 Landeplatzätze

Markbachjoch Startplatz 1

Start
Höhe1448m ü. M.
Koord.47.4320, 12.0940
WindN
Korrekt?

Markbachjoch Startplatz 2

Start
Höhe1448m ü. M.
Koord.47.4320, 12.0914
WindN
Korrekt?

Markbachjoch Landeplatz 1

Landung
Höhe856m ü. M.
Koord.47.4468, 12.1003
Korrekt?

Markbachjoch Landeplatz 2

Landung
Höhe842m ü. M.
Koord.47.4472, 12.0935
Korrekt?

Markbachjoch Startplatz 3

Start
Höhe1704m ü. M.
Koord.47.4258, 12.0704
WindN-NO
Korrekt?

Markbachjoch Startplatz 4

Start
Höhe1229m ü. M.
Koord.47.4381, 12.1088
WindNW-N
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Gleitschirm-Gebietsreport: Markbachjoch Wildschönau – Der definitive Experten-Guide Executive Summary: Strategische Bewertung des Fluggebiets

Für Piloten, die eine strategische Entscheidung über ihr nächstes Reiseziel in den Alpen treffen müssen, stellt das Markbachjoch in der Wildschönau (Tirol) eine spezifische Nische dar. Es handelt sich hierbei nicht um eine hochalpine Rennstrecke für Streckenflug-Rekorde, wie man sie im Pinzgau oder im Grente findet, noch um einen thermischen Hexenkessel wie das Zillertal. Das Markbachjoch definiert sich vielmehr als der „Gentle Giant“ der Kitzbüheler Alpen – ein Gebiet, das durch meteorologische Gunstlagen, Fehlerverzeihung und logistische Exzellenz besticht.

Zielgruppen-Analyse: Die Analyse der Geländestruktur und der aerologischen Daten legt nahe, dass dieses Gebiet ideal für drei spezifische Pilotenprofile ist:

Genuss- und Feierabendflieger: Piloten, die laminare Aufwinde („Magic Air“) und stressfreie Start- und Landebedingungen suchen.

Ausbildung und Wiedereinstieg: Durch die großen Startflächen und die hindernisarmen Anflugzonen (am Hauptlandeplatz) eignet sich das Terrain hervorragend zum Aufbau von Routine und für technisches Training.

Familien-Piloten: Die Integration von flugunabhängiger Infrastruktur (Bergbahn, Schwimmbad, Wanderwege) in unmittelbarer Nähe zu Start- und Landeplatz ermöglicht eine hohe "Time-Efficiency" für Piloten mit begleitender Familie.

Kontra-Indikatoren: Piloten mit dem primären Fokus auf High-Level Cross-Country (XC) werden durch die geografische Nordausrichtung, die stabile Schichtung und den restriktiven Luftraum (CTA Innsbruck) limitiert. Ebenso ist das Gebiet für Piloten, die auf dynamischen Talwind angewiesen sind, oft zu ruhig.

Strategisches Fazit: Das Markbachjoch ist ein 5-Sterne-Gebiet für "Soul Flying" und Technik-Training, jedoch ein Nischengebiet für ambitionierte Streckenjäger.

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Geografische und Topografische Einordnung

Die Wildschönau präsentiert sich als ein Hochtal in den Kitzbüheler Alpen, das topografisch eine Sonderstellung einnimmt. Es liegt südlich des Inntals, ist jedoch durch eine massive Bergkette von diesem getrennt. Diese geografische Barriere ist der Schlüssel zum Verständnis der lokalen Aerologie. Während das Inntal als eine der windreichsten Schneisen der Alpen gilt (der berühmte "Inntaler"), wirkt der Bergrücken vor der Wildschönau als aerologisches Schutzschild.

Das Fluggebiet selbst konzentriert sich um das Markbachjoch, das sich oberhalb der Ortschaft Niederau erhebt. Die Höhendifferenz zwischen Startplatz (ca. 1450 m MSL) und Landeplatz (ca. 850 m MSL) beträgt rund 600 Meter. Dies erscheint auf den ersten Blick moderat, ist jedoch aufgrund der thermischen Effizienz des Geländes oft ausreichend für ausgedehnte Flugzeiten.  

Die Topografie ist durch sanfte Grasberge geprägt, was die thermische Entwicklung im Vergleich zu felsigen Dolomiten-Formationen dämpft, aber verstetigt. Dies führt zu den oft zitierten "weichen" Bedingungen, die das Gebiet so beliebt machen.

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Startplatz-Analyse: Technische Details und Taktik

Das Markbachjoch bietet eine für Tiroler Verhältnisse ungewöhnlich luxuriöse Auswahl an Startmöglichkeiten. Anders als in vielen Gebieten, wo enge Waldschneisen den Start diktieren, finden Piloten hier weitläufige Almwiesen vor. Dennoch erfordert jeder der vier Startplätze eine spezifische Taktik.

Um eine präzise Orientierung zu gewährleisten, sind die geografischen Positionen der Startplätze essenziell für die Flugvorbereitung. Die Startplätze 1 und 2 liegen in unmittelbarer Nähe zur Bergstation, während Startplatz 3 (Rosskopf) einen Fußmarsch erfordert und Startplatz 4 als reines Schulungsgelände dient.

Tabellarische Übersicht der Startplätze Startplatz GPS-Koordinaten Höhe (MSL) Ausrichtung Schwierigkeit Charakteristik SP1 (Hütte) N 47°25'55.38" E 12°05'38.32" 1448 m Nord (N) Einfach

Weitläufige Wiese, direkt an der Hütte/Bahn. Hauptstartplatz.

SP2 (Weg) N 47°25'55.17" E 12°05'29.19" 1448 m N / NO Mittel

Ca. 200m westlich von SP1. Schmaler, steiler, gewellt.

SP3 (Rosskopf) N 47°25'33.00" E 12°04'13.59" 1704 m N / NO Einfach

Hike & Fly Option. Höher gelegen, besserer überregionaler Wind.

SP4 (Schulung) N 47°26'17.24" E 12°06'31.82" 1229 m NW / N Einfach

Reines Schulungsgelände. Nutzung nur nach Absprache!

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Startplatz 1: Der Klassiker ("Hütte")

Dieser Startplatz ist das Herzstück des Fluggebiets. Er befindet sich unmittelbar vor der Terrasse der Markbachjochhütte.

Topografie: Die Wiese ist breit genug für 3-4 Schirme nebeneinander. Die Neigung ist initial moderat und nimmt progressiv zu ("Konvexer Hang"). Dies erleichtert das Aufziehen des Schirms, da der Pilot nicht sofort an einer Abbruchkante steht, erfordert aber bei Nullwind einen entschiedenen Laufimpuls.  

Aerologie: Der Platz wird ideal von Nordwind angeströmt. Bei Nordost-Komponente kann es aufgrund der Hütte und der Topografie leicht böig werden.  

Sozialer Faktor: Durch die Nähe zur Hütte und zur Bergbahn ist dieser Startplatz oft stark frequentiert – sowohl von anderen Piloten als auch von Zuschauern. Dies erzeugt einen gewissen "Performance-Druck" beim Start.

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Startplatz 2: Der "Hinterausgang" ("Weg")

Dieser Platz wird oft als Ausweichoption genutzt, wenn am Hauptstartplatz Hochbetrieb herrscht oder Schulungsklassen üben.

Lage: Er liegt ca. 200 Meter westlich (hinter) der Hütte, etwas unterhalb des Wanderweges.

Technische Anforderung: Im Gegensatz zur "Autobahn" am SP1 ist dieser Startplatz technisch anspruchsvoller. Das Gelände wird als steiler, kürzer und schmaler beschrieben. Zudem ist der Untergrund leicht "gewellt", was eine präzise Schirmkontrolle beim Aufziehen erfordert. Ein Startabbruch wird hier schneller kritisch als auf der großen Wiese. Er ist daher primär Piloten zu empfehlen, die ihre Starttechnik sicher beherrschen.

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Startplatz 3: Rosskopf (Hike & Fly)

Für Piloten, die dem Trubel entfliehen wollen oder eine bessere Ausgangsposition für Thermik suchen, ist der Rosskopf die Option der Wahl.

Zugang: Ein Fußmarsch von ca. 40–50 Minuten von der Bergstation Markbachjoch.  

Strategischer Vorteil: Da dieser Startplatz fast 300 Meter höher liegt als die Hütte, greift hier der überregionale Wind oft früher und sauberer. An Tagen mit einer Inversion auf Höhe der Bergstation kann der Start am Rosskopf den entscheidenden Vorteil bringen, da man sich bereits oberhalb der Sperrschicht befindet.

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Startplatz 4: Der Schulungshang

Dieser Platz dient exklusiv der Ausbildung.

Restriktion: Die Nutzung ist nur nach expliziter Absprache mit der Flugschule Wildschönau gestattet. Gastpiloten sollten diesen Bereich meiden, um Konflikte mit dem Schulungsbetrieb zu verhindern.

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Meteorologie und Aerologie: Die Wissenschaft der "Magic Air"

Das Verständnis der lokalen Meteorologie ist der Schlüssel zu sicheren und langen Flügen in der Wildschönau. Das Gebiet unterliegt spezifischen Gesetzen, die sich teils deutlich vom Rest Tirols unterscheiden.

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Die Abschirmung und das lokale Windsystem

Die Wildschönau ist ein klassisches Hochtal, das durch Bergketten vom Inntal abgeschirmt ist.

Inntalwind-Resistenz: Der starke Talwind im Inntal, der besonders an Sommernachmittagen in Gebieten wie dem Zillertal oder der Nordkette dominant wird, dringt oft nicht bis zum Markbachjoch durch.  

Lokaler Talwind: Stattdessen entwickelt sich ein moderates, lokales Talwindsystem. Die Luft strömt von Wörgl herauf durch das Aubachtal und versorgt den Startplatz mit einem laminaren Anströmung. Dies führt zu einer sehr konstanten Startwind-Situation.

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Thermik-Zyklus und "Magic Air"

Die Nordausrichtung des Hanges diktiert den thermischen Tagesverlauf.

Vormittag: Aufgrund der fehlenden direkten Sonneneinstrahlung am frühen Morgen ist die Luft oft ruhig und stabil. Dies ist die ideale Zeit für "Abgleiter" und Schulungsflüge.

Nachmittag/Abend: Hier zeigt das Markbachjoch seine wahre Stärke. Wenn die Sonne im Nordwesten steht, wird der Hang direkt angestrahlt. In Kombination mit dem sanften Talwind entsteht ein breites, laminares Aufwindband. Lokale Piloten bezeichnen dies als "Magic Air". Es ermöglicht stundenlanges Soaren und sanftes Thermikfliegen bis zum Sonnenuntergang ("Sunset Soaring"), oft ohne die Turbulenzen, die man von Südseiten kennt.

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Gefahrenanalyse: Der trügerische Südwind und die "Walze"

Trotz der gutmütigen Grundcharakteristik lauert am Markbachjoch eine spezifische meteorologische Gefahr, die in keinem Standard-Wetterbericht explizit für diesen Berg erwähnt wird: Die Lee-Situation bei Südwind.

Da der Startplatz nach Norden ausgerichtet ist, liegt er bei überregionalem Südwind (Föhn oder starker Gradientenwind aus Süd/Südost) im Lee.

Das Phänomen: Bei sonnigem Wetter kann der Südost-Wind über den Grat "schwappen". Am Startplatz (Nordseite) bildet sich dann eine Walze (Rotor).

Die Täuschung: Das Tückische daran ist, dass die Luft im unteren Teil des Rotors entgegen der Hauptwindrichtung strömt – also den Hang hinauf. Der Windsack am Startplatz zeigt dann oft fälschlicherweise perfekten "Nordwind" an, obwohl in der Höhe starker Südwind herrscht und man direkt in einen Rotor startet.

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Geheimtipps: Lokales Wissen für den entscheidenden Vorteil

Abseits der offiziellen Datenbanken existiert ein Korpus an lokalem Wissen, das oft den Unterschied zwischen einem kurzen Abgleiter und einem stundenlangen Flugerlebnis ausmacht.

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Der "Windsack-Trick" (Safety First)

In Anlehnung an die oben beschriebene Rotor-Gefahr haben Locals eine feste Regel: Verlassen Sie sich niemals ausschließlich auf den Windsack am Startplatz 1. Dieser liegt im Einflussbereich thermischer Ablösungen und der Hütte selbst.

Pro-Tipp: Der verlässliche Indikator ist die große Fahne auf dem Dach der Markbachjochalm oder der Windanzeiger am Sendemast. Diese liegen höher im freien Luftstrom. Wenn die Fahne Süd anzeigt, der Windsack aber Nord: Bleiben Sie am Boden! Sie befinden sich im Lee.

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Taktik: "Magic Air" statt "Hammer-Thermik"

Ein häufiger Fehler von Gastpiloten ist die falsche zeitliche Planung. Viele kommen um 12:00 Uhr mittags in der Erwartung starker Thermik.

Empfehlung: Verschieben Sie den Start auf 16:00 oder 17:00 Uhr (im Sommer). Zu dieser Zeit etabliert sich oft das "Magic Air"-System. Das großflächige, sanfte Steigen ermöglicht entspanntes "Rumgurken" über dem Tal. Es ist der perfekte Ort, um Manöver wie Wingover zu üben oder einfach die Aussicht zu genießen, ohne permanent den Schirm korrigieren zu müssen.

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Landevolte am Harfenwirt – Der "Baum-Magnet"

Am Landeplatz Harfenwirt steht ein einzelner Baum, der in der lokalen Szene berüchtigt ist. Es wird berichtet, dass dieser Baum Gleitschirme "magisch anzieht".  

Tipp: Halten Sie in der Landeeinteilung (Linksvolte parallel zur Straße) bewusst Abstand zu diesem Baum. Planen Sie Ihren Endanflug so, dass Sie in der Nähe der Windfahne landen, idealerweise auf dem Bereich, der bereits gemäht ist.

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Streckenflug (XC) Potenzial

Das Markbachjoch wird in der XC-Szene oft unterschätzt. Zwar limitieren die Nordausrichtung und der Luftraumdeckel (dazu später mehr) große FAI-Dreiecke, dennoch sind Streckenflüge möglich.

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Routen-Optionen

Der Sprung zur Hohen Salve: Dies ist die klassische kleine Strecke. Bei ausreichender Basishöhe ist der Sprung nach Osten zur Hohen Salve möglich (ca. 9 km Distanz). Der Weg führt über das "Halsgatterl" und den Rosskopf.  

One-Way Ticket: Da der Rückweg gegen den (wenn auch schwachen) Talwind mühsam sein kann, nutzen viele Piloten das Markbachjoch als Startpunkt für Flüge in den Pinzgau oder Richtung Kitzbühel. Wenn die Basis hoch genug ist, kann man über die Kitzbüheler Alpen "auswandern".

Limitierung: Man muss sich bewusst sein, dass die Thermik hier oft schwächer ist als an den reinen Südseiten. Wer große Strecken plant, startet oft eher an der Hohen Salve oder im Zillertal. Das Markbachjoch ist eher der Startplatz für "Genuss-Strecken".

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Landeplätze: Strategische Auswahl

Die Wildschönau bietet zwei offizielle Landeplätze, deren Charakteristik sich fundamental unterscheidet. Die Wahl des falschen Platzes kann – je nach Können – zu Stress oder gefährlichen Situationen führen.

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Landeplatz 1: "Harfenwirt" (Der Standard)

Dieser Platz ist die Standardempfehlung für alle Piloten, vom Schüler bis zum Profi.

GPS: N 47°26'48.31" E 12°06'01.09".  

Höhe: 856 m MSL.

Lage: Am östlichen Ortsausgang von Niederau, direkt oberhalb des Hotels Harfenwirt.

Charakteristik: Es handelt sich um eine große, leicht geneigte Wiese. Sie ist fehlerverzeihend und bietet viel Raum für Korrekturen im Endanflug.

Volte: Es wird eine Linksvolte geflogen, parallel zur Straße.  

Logistik: Nach der Landung sind es ca. 5-10 Minuten Fußweg zurück zur Talstation (ca. 400m). Alternativ bietet sich die Einkehr direkt beim Harfenwirt an.

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Landeplatz 2: "Talstation" (Der Anspruchsvolle)

Dieser Platz liegt verlockend nah am Auto, birgt aber signifikante Risiken.

GPS: N 47°26'49.93" E 12°05'36.76".  

Höhe: 842 m MSL.

Lage: Direkt neben der Talstation der Markbachjochbahn.

Gefahren: Der Platz ist im Vergleich zum Harfenwirt klein und schmal. Er ist begrenzt durch die Straße, die Bergbahn-Infrastruktur, Gebäude und eine Hochspannungsleitung! Zudem liegt er mitten im Dorf, was dazu führt, dass sich hier oft thermische Blasen ("Hausbart") lösen. Dies macht den Endanflug unberechenbar: Piloten berichten von plötzlichem Steigen oder Sinken im Final.  

Restriktion: Die Nutzung ist oft nur für Inhaber des A-Scheins (bzw. SOPI) und Tandempiloten erlaubt. Drachenflieger dürfen hier nicht landen.

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Zugang & Logistik: Effizienz am Boden

Ein wesentlicher Faktor für die Beliebtheit der Wildschönau ist die hervorragende Logistik ("Turnaround Time"). Der Weg vom Landeplatz zurück zum Start ist kurz und unkompliziert.

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Anreise und Parken

Ziel: Die Talstation der Markbachjochbahn in Niederau (Adresse für Navi: Dorf, Auffach 273 – Hinweis: Das Büro ist in Auffach, die Talstation Markbachjoch aber in Niederau! Nutzen Sie die Koordinaten N 47°26'49.93" E 12°05'36.76").

Parken: Es gibt Parkplätze direkt an der Bergbahn. Viele Piloten parken jedoch strategisch am "Fliegertreffpunkt Hotel Harfenwirt" (neben der Übungswiese/Landeplatz 1), da sie dort ohnehin landen.  

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Anreise ist auch ohne Auto möglich: Mit dem Zug bis Wörgl Hauptbahnhof, von dort mit dem Bus direkt in die Wildschönau (Haltestelle Niederau Bergbahn).

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Bergbahn: Markbachjochbahn

Typ: Gondelbahn (1 Sektion). Der Transport des Equipments in der Gondel ist unproblematisch und wettergeschützt (im Gegensatz zu Sesselliften).

Fahrtdauer: Die Auffahrt dauert ca. 9-10 Minuten.  

Saisonzeiten: Der Sommerbetrieb erstreckt sich in der Regel von Mitte Mai bis Mitte Oktober.  

Kosten und der "Wildschönau Card" Hack:

Ein Tagesticket für Gleitschirmflieger kostet regulär ca. 49 € (Stand August 2025).  

Insider-Tipp: Übernachtungsgäste in der Region erhalten oft die Wildschönau Premium Card. Mit dieser Karte ist die Bergbahnbenutzung im Sommer oft kostenlos inkludiert. Es wird dringend empfohlen, bei der Buchung der Unterkunft zu prüfen, ob der Vermieter Partner der Premium Card ist – dies stellt eine massive Kostenersparnis dar.

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Fußwege

Vom Ausstieg aus der Gondel sind es nur wenige Schritte (ca. 1-2 Minuten) bis zum Hauptstartplatz (SP1). Man fällt quasi aus der Gondel direkt auf die Startwiese. Wer zum Rosskopf (SP3) möchte, muss eine Wanderung von ca. 45-60 Minuten einplanen.

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Sicherheit & Luftraum: Kritische Regularien

Ein Aspekt, der bei der Flugplanung am Markbachjoch oft übersehen wird, ist die Luftraumstruktur. Das Gebiet unterliegt Beschränkungen, die unbedingt eingehalten werden müssen, um den IFR-Verkehr (Instrumentenflug) nach Innsbruck nicht zu gefährden.

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Luftraum CTA Innsbruck-Ost

Das Fluggebiet liegt vertikal unter dem Luftraum CTA Innsbruck-Ost.

Untergrenze: Die Untergrenze dieses kontrollierten Luftraums liegt historisch oft bei ca. 2.000m bis 2.150m (7.000 ft).  

Konsequenz: Piloten dürfen ohne Freigabe nicht beliebig hoch aufdrehen. Für den lokalen "Genussflug" und Soaring reicht die Höhe meist aus, aber an thermisch starken Tagen stößt man schnell an diesen "Deckel".

Segelflugsektor: Gelegentlich wird der Segelflugsektor "Kitzbüheler Alpen" aktiviert, was die Obergrenze temporär auf ca. 2.800m (9.500 ft) anheben kann.

Handlungsanweisung: Es ist obligatorisch, vor dem Flug die aktuellen ICAO-Karten zu konsultieren oder Apps wie Burnair oder Skytraxx zu nutzen, um die tagesaktuelle Situation und Sektor-Status zu prüfen. Ein Einflug in die CTA ohne Freigabe ist eine schwere Luftraumverletzung.

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Notfall-Infrastruktur

Euro-Notruf: 112

Alpin-Notruf Österreich: 140

Bergbahn (für Bergungshilfe im Bereich der Anlagen): +43 5339 5353

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Drumherum: Infrastruktur, Après-Flight & Alternativen

Nach der Landung bietet Niederau eine ausgezeichnete Infrastruktur für Piloten, die das Flugerlebnis abrunden wollen.

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Einkehr und Unterkunft

Hotel Harfenwirt: Dieses Hotel fungiert als inoffizielles "Clubheim" der Fliegerszene. Es liegt direkt am Landeplatz 1. Man kann hier nicht nur einkehren ("Lande-Bier"), sondern auch übernachten. Der Vorteil: Man fällt quasi vom Bett auf die Landewiese und die Flugschule befindet sich im Haus.  

Rübezahl Hütte: Für Pausen zwischen den Flügen bietet sich diese Hütte oben am Berg (Markbachjoch) an. Sie ist auch für nicht-fliegende Begleiter, die mit der Bahn hochfahren, ein idealer Treffpunkt.  

Unterkunfts-Tipp: Für Familien oder Gruppen bieten sich Apartments wie das Feriendorf Wildschönau oder die Alpine Collection an, die oft die Wildschönau Card inkludieren.

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Flugschulen & Shops

Das Gebiet ist die Heimat der Flugschule Wildschönau (Grafenweg 325, Niederau).

Angebot: Die Schule bietet Ausbildung (Grundkurs bis B-Schein), Tandemflüge und verfügt über einen Shop für Equipment. Mit über 10.000 unfallfreien Ausbildungen verfügt das Team über eine enorme lokale Expertise.  

Fly2 Tandemflights: Ein weiterer Anbieter für Tandemflüge, spezialisiert auf Flüge vom Markbachjoch und der Hohen Salve.

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Alternativen bei Nord-Untauglichkeit

Sollte der Wind am Markbachjoch nicht passen (z.B. Föhn oder reiner Südwind), bieten sich folgende Alternativen in der Umgebung an:

Westendorf: Nur wenige Kilometer entfernt, bietet ebenfalls schöne Flugmöglichkeiten.

Hohe Salve: Thermisch oft aktiver und anspruchsvoller. Startplätze in verschiedene Richtungen (Süd, Ost, Nord).  

Stubaital: Wird im Forum oft als Alternative für Genussflieger genannt, wenn man bereit ist, etwas weiter zu fahren.

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Zusammenfassendes Experten-Fazit

Das Markbachjoch in der Wildschönau ist ein Juwel für entschleunigtes Fliegen. Es besticht nicht durch Höhenrekorde oder aggressive Thermik, sondern durch Verlässlichkeit, Sicherheit und Komfort. Während im Zillertal die Piloten bei 6 m/s Steigen arbeiten müssen, gleiten Sie hier in der Abendsonne sanft über die Almen.

Meine finale Empfehlung: Planen Sie Ihren Besuch im Juni oder September. Nutzen Sie die "Premium Card" für kostenlose Auffahrten. Starten Sie an thermischen Tagen erst ab 15:00 Uhr, um die "Magic Air" voll auszukosten. Und für die Sicherheit: Ignorieren Sie niemals die Fahne auf der Hütte – auch wenn der Windsack etwas anderes behauptet.

Fliegen Sie sicher und always happy landings!

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