StartseiteFluggebieteItalienSüdtirolLa Lokomotiva

La Lokomotiva

Startplätze:1
Landungen:3
Koord.:46.5078°N, 11.7718°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 3 Landeplatzätze

La Lokomotiva Startplatz 1

Start
Höhe2312m ü. M.
Koord.46.5078, 11.7718
WindO-SO
Korrekt?

Col Rodella Landeplatz 1

Landung
Höhe1434m ü. M.
Koord.46.4783, 11.7561
Korrekt?

Col Rodella Landeplatz 2

Landung
Höhe1442m ü. M.
Koord.46.4753, 11.7484
Korrekt?

Belvedere Landeplatz

Landung
Höhe1470m ü. M.
Koord.46.4698, 11.7773
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Phantomschlot: Eine definitive Monografie zum Startplatz La Lokomotiva

Korrekt?

Einleitung: Jenseits der DHV-Datenbank

In der Welt des Gleitschirmfliegens gibt es Startplätze, die als gutmütige "Wiesenstarts" bekannt sind, und solche, die als Tore zu hochalpinen Abenteuern dienen, aber einen hohen Preis für Unachtsamkeit fordern. Der Startplatz La Lokomotiva (DHV-Eintrag 1240) gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Während die offizielle Datenbank des Deutschen Hängegleiterverbandes (DHV) diesen Ort in knappen, fast bürokratischen Sätzen als "kleinen und steilen Startplatz" mit einer "Dampflokomotiven-Felsformation" beschreibt, verschweigt sie die komplexen mikrometeorologischen Realitäten, die diesen Ort zu einem der faszinierendsten, aber auch trügerischsten Startpunkte in den Dolomiten machen.  

Dieser Bericht dient als Korrektiv und massive Erweiterung des offiziellen Eintrags. Er richtet sich an den autonomen Piloten, der nicht nur wissen will, wo der Startplatz liegt, sondern wie er funktioniert. Wir werden die aerodynamischen Fallen des Nordwinds analysieren, die soziologische Dynamik der "Navette-Ökonomie" untersuchen und die taktischen Vorteile dieses Startplatzes für weite Streckenflüge (XC) zur Marmolada beleuchten.

Zunächst muss jedoch ein geografisches Missverständnis, das in Ihrer Anfrage angedeutet wurde, definitiv geklärt werden: La Lokomotiva befindet sich weder in Deutschland noch in Österreich. Zwar gibt es an der Hohen Wand in Niederösterreich diverse Felsformationen und Kletterrouten, die ähnliche Namen tragen könnten (z.B. Klettersteige oder Sektoren), aber der in der Fliegerszene unter dem Namen "La Lokomotiva" bekannte Startplatz liegt unmissverständlich in den italienischen Dolomiten, genau an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino. Er ist untrennbar mit dem Massiv des Piz Ciavazes und der Sella-Gruppe verbunden. Jegliche Suche nach einem gleichnamigen Gleitschirmstartplatz an der Hohen Wand führt in die Irre, da die dortigen Startplätze profan als "Oststart", "Südstart" oder "Skywalk" bezeichnet werden. Dieser Bericht konzentriert sich daher exklusiv auf das italienische Original.

Korrekt?

Die strategische Position im Fassatal

La Lokomotiva liegt an einem kritischen Knotenpunkt des alpinen Flugnetzwerks. Mit den Koordinaten N 46°30'28.20" E 11°46'18.50" und einer Höhe von ca. 2.312 bis 2.370 Metern MSL fungiert dieser Startplatz als südöstlicher Balkon der Sella-Gruppe. Geologisch betrachtet startet man hier direkt unterhalb der senkrechten Wände des Piz Ciavazes, einer Bastion aus Dolomitgestein, die wie ein thermischer Kollektor wirkt.  

Die Lage ist aus fliegerischer Sicht brillant gewählt:

Westen: Der Blick fällt auf die monumentale Langkofel-Gruppe (Sassolungo), deren zerrissene Türme oft als erste Wende für lokale Aufgaben dienen.

Süden: Über das Fassatal hinweg thront die Marmolada, die "Königin der Dolomiten", deren Gletscherflächen ein starker Kontrast zu den felsigen Sella-Türmen bilden.  

Osten: Der Pordoi-Pass und der Belvedere-Kessel, die oft als thermische Rennstrecke genutzt werden.

Korrekt?

Der Zugang: Die Ökonomie der "Navette"

Eine der definierenden kulturellen Eigenschaften von La Lokomotiva ist sein Status als "Rebellen-Startplatz" oder zumindest als Filter für diejenigen, die den Massentourismus des Col Rodella meiden wollen. Der Hauptstartplatz der Region, der Col Rodella, ist bequem per Großkabinenbahn von Campitello aus erreichbar. Dies führt dort oben oft zu einem "Gleitschirm-Zoo", in dem Hunderte von Piloten gleichzeitig versuchen, ihre Schirme aufzulegen.

La Lokomotiva hingegen dient oft als Ausweichoption für eine spezifische Klientel:

Die Sparfüchse: Das DHV-Info merkt süffisant an: "Wer bei der Navette am falschen Ende gespart hat... muss jetzt mit einem erhöhten Pilotenaufkommen am Startplatz rechnen". Viele Piloten nutzen den Shuttlebus (Navette) von den Landeplätzen, kaufen aber kein Ticket bis ganz hinauf zum Rodella-Gipfel (Rifugio Des Alpes), sondern steigen am Sella-Joch aus.  

Die Individualisten: Piloten, die mit dem eigenen PKW zum Sella-Joch (Passo Sella) anreisen, finden hier den logischsten Startpunkt. Vom Parkplatz auf der Passhöhe (2.240 m) ist es nur ein kurzer Fußmarsch von 10 bis 15 Minuten in östlicher Richtung. Der Weg führt entlang der Basis der Felswände.  

Das visuelle Erkennungszeichen ist unverwechselbar: Eine Felsformation, die oberhalb des Startplatzes emporragt und aus der Ferne – besonders von der Straße aus Canazei kommend – wie der Schornstein und Kessel einer alten Dampflokomotive aussieht.

Korrekt?

Der Startplatz: Anatomie einer Entscheidung

Die physische Beschaffenheit des Startplatzes La Lokomotiva unterscheidet ihn scharf von den gepflegten Matten im Stubaital oder den weiten Wiesen in Bassano. Es ist ein Startplatz, der Entschlossenheit fordert und Zögern bestraft.

Korrekt?

Topografie und Untergrund

Der Bereich wird in den Quellen konsistent als "klein und steil" beschrieben. Er befindet sich auf einer alpinen Grasnarbe, die sehr schnell in Schotter (Scree) und das steile Geröllfeld am Fuß des Piz Ciavazes übergeht.  

Neigung: Der Hangwinkel ist signifikant. Im Gegensatz zu flachen Startplätzen, wo ein Pilot anlaufen, stoppen und korrigieren kann, zwingt die Neigung hier zu einer sofortigen Lastaufnahme. Sobald der Schirm über dem Piloten steht und die ersten zwei Schritte gemacht sind, übernimmt die Schwerkraft. Ein Abbruch ist nach den ersten Metern kaum mehr möglich, ohne ins Stolpern zu geraten.

Untergrund: Der Boden ist eine Mischung aus Gras und Felsbrocken. Im Spätsommer (September/Oktober), der Hauptsaison, kann das Gras morgens durch Tau rutschig sein.

Platzangebot: Das Areal bietet realistisch betrachtet nur Platz für 1 bis maximal 2 gleichzeitig ausgelegte Schirme. Dies erzeugt einen natürlichen Engpass. Vorflugchecks müssen zwingend abseits der Startfläche durchgeführt werden, um sozialen Druck und gefährliche Hektik zu vermeiden.

Korrekt?

Die "One Shot"-Regel

Der vielleicht wichtigste und zugleich beunruhigendste Hinweis aus dem Recherchematerial ist das "Ein-Versuch-Prinzip". Der DHV warnt eindringlich: "Wer hier startet sollte sich im Klaren sein, dass er entlang der Wand nur einen Versuch hat um Höhe zu gewinnen". Die Konsequenzen eines Fehlstarts oder eines Absaufens direkt nach dem Start sind drastisch:  

Gleitwinkel-Realität: Wenn der Pilot nach dem Start keinen thermischen Anschluss findet oder die Ridge-Soaring-Kante verpasst, reicht der Gleitwinkel oft nicht mehr aus, um die offiziellen Landeplätze in Canazei oder Campitello sicher zu erreichen. Die Höhendifferenz beträgt zwar theoretisch 878 Meter, aber die horizontale Distanz und mögliche Talwinde fressen diese Höhe schnell auf.

Die Strafe: Die Alternative ist eine "anspruchsvolle und abenteuerliche Außenlandung im Bachbett". Das Gelände unterhalb des Starts ist kein sanftes Almgelände, sondern ein chaotisches Gemisch aus Lawinenausläufern, Gebüsch und dem felsigen Bett des Baches, der vom Pass herabfließt. Eine Landung hier riskiert Materialschäden und Verletzungen, ganz zu schweigen von einem mühsamen Fußmarsch zurück zur Zivilisation.

Korrekt?

Aerologie: Das unsichtbare Labyrinth

Das Verständnis der unsichtbaren Luftmassen ist an der Lokomotiva weit wichtiger als die reine Starttechnik. Der Platz liegt im Schnittpunkt zweier mächtiger Windsysteme: dem überregionalen Meteowind (oft Nord) und dem lokalen Talwindsystem (die "Ora" aus dem Süden).

Korrekt?

Der "Lemming-Effekt" und die Leefalle

Ein wiederkehrendes Thema in Expertenkommentaren ist die Gefahr der "Herdenmentalität" oder des "Lemming-Effekts".  

Das Szenario: Ein klassischer Dolomiten-Tag mit leichtem bis mäßigem Nordwind in der Höhe.

Die Täuschung: Am Startplatz La Lokomotiva (Ausrichtung Ost/Südost) kann es dennoch so wirken, als herrsche ein perfekter Aufwind. Die Sonne heizt die Felswand des Piz Ciavazes auf, was eine lokale Thermik erzeugt, die den Hang hinaufströmt.

Die Gefahr: Bei Nordwind liegt der Startplatz faktisch im Lee des Sella-Massivs. Wenn Piloten in diese "ruhige" Luft starten und sich dann von der schützenden Wand entfernen, geraten sie in die turbulente Scherzone, wo der Nordwind über das Massiv drückt und sich mit der thermischen Luft mischt. Das Ergebnis sind heftiges Sinken und Rotoren.

Der Indikator: Ein lokaler Experte gibt im Snippet einen entscheidenden "Insider-Hack": Man solle unbedingt zuerst die Windbedingungen am Nordstartplatz des Col Rodella prüfen. Wenn dort Nordwind herrscht, ist ein Start an der Lokomotiva (Richtung Osten) ein Glücksspiel. Der Kommentar verspottet "Gastpiloten", die wie Lemminge starten, nur weil sie andere starten sehen, und dann hilflos in die turbulente Kuhle unterhalb der Seilbahnmasten absinken.  

Um dieses abstrakte aerologische Phänomen greifbar zu machen, analysieren wir die Luftströmung im Detail: Wenn der überregionale Wind aus Norden über das Sella-Plateau streicht, reißt die Strömung an der scharfen Kante der vertikalen Wände ab. Es bildet sich eine großräumige Lee-Walze. Der Startplatz La Lokomotiva liegt geometrisch tief genug, um oft in einer scheinbar ruhigen Rückströmungszone zu liegen. Startet man hier bei Südwind-Indikation (die eigentlich nur die Rückströmung des Rotors oder lokale Thermik ist), fliegt man nach wenigen hundert Metern direkt in die absteigende Luftmasse des Rotors. Dies erklärt die Berichte über Piloten, die "bis fast zum mittleren Seilbahnmast absinken" und den Anschluss an die Thermikseite im Westen verpassen.

Korrekt?

Das Goldene Fenster: 10:30 Uhr

Das Zeitmanagement ist der primäre Sicherheitsfilter an diesem Berg.

Vormittag (Vor 11:00 Uhr): Die Ost-/Südostwände der Sella-Gruppe werden von der Morgensonne zuerst angestrahlt. Dies generiert thermische Aktivität früher als am reinen Südhang des Col Rodella. La Lokomotiva ist daher der ideale Startplatz für "Early Birds" und XC-Piloten, die ihren Flugtag beginnen wollen, bevor die Masse sich am Hauptstartplatz versammelt.

Mittag (12:00 - 14:00 Uhr): Mit dem Wanderstand der Sonne beginnt der Talwind (Ora) aus dem Süden durchzubrechen. Dies kann am Sella-Joch zu einem Düseneffekt (Venturi) führen. Wenn die Ora stark wird, können die Windgeschwindigkeiten am Pass und Startplatz schnell das startbare Limit überschreiten.

Spätnachmittag: Der Startplatz fällt früher in den Schatten als die Westhänge (wie Belvedere oder Col Rodella West). Ein Start hier am späten Nachmittag ist für thermisches Fliegen oft sinnlos, es sei denn, man nutzt es als reinen Abgleiter.

Korrekt?

Die Startphase

Piloten sollten ihren Schirm sorgfältig auf dem steilen Schotter auslegen. Die "Cobra"-Starttechnik ist hier oft sicherer und materialschonender, um zu verhindern, dass der Schirm über scharfe Felskanten schleift oder in den Alpenrosen hängen bleibt. Nach dem Aufziehen muss der Schirm sofort kontrolliert werden. Ein Überschießen im steilen Gelände kann den Piloten aushebeln, bevor er bereit ist. Ein zu zögerliches Anlaufen führt zum Stolpern.

Korrekt?

Der Hausschlauch

Der "Hausschlauch" (thermisches Aufwindgebiet) für La Lokomotiva befindet sich laut lokalen Angaben ca. 30 bis 70 Meter vor dem Startplatz, oft markiert durch einen Windanzeiger oder Windsack in der Nähe des Seilbahnmasten.  

Die Strategie: Nach dem Start leicht rechts halten (Richtung Seilbahnlinie, aber mit sicherem Abstand!), und die Abrisskanten unterhalb des Piz Ciavazes absuchen.

Der Fehler: Wer zu früh geradeaus in die Talmitte fliegt, verliert. Man muss den Hangaufwind und die thermischen Blasen nutzen, die sich von den vertikalen Wänden lösen, um genügend Höhe zu gewinnen. Erst mit dieser Überhöhung ist der Sprung zum Hauptgipfel des Col Rodella oder die Querung zur Belvedere-Seite sicher möglich.

Korrekt?

XC-Verbindungen (Streckenflug)

La Lokomotiva ist ein Sprungbrett für die klassische "Dolomiten-Tour".

Nach Westen (Langkofel/Sassolungo): Mit ausreichender Höhe kann man zu den zerrissenen Türmen des Langkofels queren. Dies ist eine spektakuläre, aber technisch anspruchsvolle Passage, da zwischen Sella und Langkofel oft eine Düsenwirkung herrscht.

Nach Süden (Marmolada): Der "Heilige Gral" vieler Piloten. Von der Lokomotiva aus muss man über den Col Rodella aufdrehen (>2.800m), um dann über das Fassatal zur Marmolada zu gleiten. Ein Rückflug ist oft nur bei hoher Basis und schwachem Nordwind möglich.  

Sella Ronda: Ähnlich wie die Skirunde kann das Sella-Massiv umflogen werden.

Korrekt?

Landeplätze: Der kritische Abstieg

Im Gegensatz zum exklusiven Startplatz teilt sich La Lokomotiva die Landeoptionen mit dem restlichen Col-Rodella-System. Diese sind jedoch streng geregelt.

Korrekt?

Offizieller Landeplatz: Campitello (Ischia)

Lage: Nahe der Talstation der Col-Rodella-Seilbahn.

Koordinaten: Ca. 46°28'35"N 11°44'30"E.

Charakteristik: Eine große Wiese, die jedoch extrem frequentiert ist. In der Hochsaison (Sept/Okt) können Dutzende Schirme gleichzeitig im Anflug sein. Die Landevolte (meist Linksvolte, aber Info-Tafel beachten!) wird streng überwacht.

Gefahren: Der Talwind ("Ora") kann am Nachmittag mit 20-30 km/h das Tal heraufwehen. Turbulenzen durch Gebäude und die Seilbahnstation sind möglich.

Korrekt?

Offizieller Landeplatz: Canazei (Ciasates/Ciuk)

Lage: Am Ortseingang von Canazei. Wird oft genutzt, wenn Piloten zu weit nach Osten abgedriftet sind oder gegen den Talwind nicht mehr bis Campitello kommen.

Charakteristik: Weitläufige Wiesen. Achtung vor Hochspannungsleitungen, die das Tal in Längsrichtung durchziehen.  

Wichtige Anmerkung: Die Koordinaten im Snippet scheinen fehlerhaft (zu weit östlich bei Cortina). Verlassen Sie sich auf die visuelle Erkennung der Wiesen bei der Ortschaft "Ciasates" oder "Ciuk".

Korrekt?

Das "Bachbett" (Notoption)

Wie bereits in den Warnhinweisen erwähnt, ist das Landen direkt unterhalb des Lokomotiva-Starts im Bachbett nur eine absolute Notlösung ("Safety Valve"), um eine Baumlandung zu vermeiden. Es ist kein offizieller Landeplatz und birgt hohes Verletzungsrisiko.

Korrekt?

Der "Goldrausch" im Herbst

Während die Dolomiten im Sommer fliegbar sind, gelten September und Oktober als die unbestrittene "Prime Time".  

Sommer (Juni-August): Die Thermik ist "atomar". Steigwerte von +8 bis +10 m/s sind keine Seltenheit. Gewitter (Cb) bilden sich oft schon am frühen Nachmittag explosionsartig. Der Talwind ist auf seinem Maximum. La Lokomotiva, als felsiger Startplatz, wird dann zu einem "thermischen Ofen", der für Genusspiloten gefährlich sein kann.

Herbst (Sept-Okt): Der Sonnenstand ist niedriger, was die Thermik auf angenehme +3 bis +5 m/s dämpft. Der Talwind ist schwächer. Inversionsschichten, die in den Nordalpen oft das Fliegen verhindern, liegen hier meist unterhalb der 2.300m Startplatzhöhe, sodass man in glasklarer Luft über dem Dunst fliegt.

Korrekt?

Winterpotenzial

Überraschenderweise hat das Gebiet auch im Winter ein Eigenleben. Snippets und erwähnen, dass die Nordseite des Sella-Jochs (gegenüber der Lokomotiva) bei starkem Nordwind zu einer Art "Dune de Pyla auf Schnee" wird. Dies ermöglicht Groundhandling und Soaring im Schnee. Dies betrifft jedoch nicht den Lokomotiva-Startplatz selbst (Süd/Ost), sondern die gegenüberliegenden Hänge am Pass.  

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die Flugphasen eines typischen Tages im Herbst, um Ihr Risiko zu minimieren.

Korrekt?

Parken und Gebühren

Die Anfahrt zum Passo Sella unterliegt zunehmend strengeren Regeln, um den Overtourism zu managen.

Kosten: Parken am Pass ist gebührenpflichtig. Die Tarife variieren saisonal (ca. €4,00/Stunde im Sommer, im Winter günstiger).  

Verfügbarkeit: Der Parkplatz am Pass ist begrenzt (199 Plätze). In der Hochsaison (Juli/August) ist er oft schon um 09:00 Uhr voll.

Strategie: Für den Start an der Lokomotiva ist das Parken am Pass ideal. Plant man jedoch einen weiten XC-Flug mit Landung in Canazei oder Campitello, wird das Rückholen des Autos zur logistischen Herausforderung (Busfahrt oder Trampen erforderlich).

Korrekt?

Der "Navette" Shuttle

Für Piloten, die in Campitello landen, ist der Shuttlebus die Lebensader.

Betrieb: Er verkehrt während der Saison vom Landeplatz zur Talstation der Seilbahn und gelegentlich bis zum Pass hinauf, falls die Bahn geschlossen ist oder Revisionsarbeiten stattfinden.  

Fahrplan: Die Frequenz liegt in der Hauptsaison (Ende Juni bis Ende August) bei 5-10 Minuten, in der Nebensaison (Juni/September) bei 15-20 Minuten.

Korrekt?

Apres-Flight & Soziales

Die Kultur des Fassatals ist tief mit dem freien Fliegen verwoben.

Treffpunkt: Der Landeplatz in Campitello (Ischia) ist das soziale Zentrum.

Bars: Bar International und Kaiserkeller in Canazei sind bekannte Anlaufstellen für Piloten. Für eine ausgelassenere Atmosphäre bietet das Apres Ski Paradis die klassische "österreichische" Party-Stimmung.  

Lokales Wissen: Das "Icarus Flying Team" und die Flugschule "Fassa Fly" sind die lokalen Autoritäten. Ihre Fluglehrer (wie Jimmy Pacher) sind Legenden des Sports. Ein kurzer Besuch in ihrem Büro nahe der Seilbahn für das neueste Meteo-Update wird dringend empfohlen.

Korrekt?

Die Risikomatrix

Um die Sicherheit auf einen Blick zu gewährleisten, fasst die folgende Tabelle die Hauptgefahren und ihre Gegenmaßnahmen zusammen:

Gefahrenquelle Risikostufe Gegenmaßnahme (Mitigation) Nordwind-Rotor Hoch Wind am Col Rodella Nordstart prüfen! Bei Nordwind > 10 km/h NIEMALS an der Lokomotiva (Ost) starten. Kurze Startbahn Mittel Entschlossen anlaufen. Cobra-Starttechnik beherrschen. Frühzeitig abbrechen, wenn der Schirm nicht sauber steht. Talwind (Ora) Mittel/Hoch Im Hochsommer vor 14:00 Uhr landen. Schaumkronen auf den Seen (falls sichtbar) oder Staubteufel beobachten. Seilbahnkabel Hoch Mindestens 50m vertikalen und horizontalen Abstand halten. Die Kabel verlaufen gefährlich nah an der optimalen Thermiklinie. Export to Sheets

Korrekt?

Schlusswort

La Lokomotiva ist nicht bloß ein "Überlaufbecken" für den Col Rodella; es ist ein spezialisiertes Werkzeug im Arsenal des Dolomiten-Piloten. Der Startplatz bietet eine Lösung für frühe Starts und filtert durch seine anspruchsvolle Natur unerfahrene Piloten aus. Er verlangt jedoch Respekt. Die Nähe zu den vertikalen Wänden der Sella-Gruppe bedeutet, dass aerologische Fehler schnell und hart bestraft werden. Es ist ein Ort für den autonomen Piloten – jemanden, der den Wind ohne Startleiter beurteilen kann, ohne Teppich startet und im Notfall auch in engen Verhältnissen sicher landet.

Für den Piloten, der dem "Zoo" entfliehen und den rohen Geist des Dolomiten-Kalksteins spüren will, wartet die Dampflokomotive. Sorgen Sie nur dafür, dass Sie genug Dampf haben, um beim ersten Versuch abzuheben.

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Sellapass
Südtirol
Col Rodella
Südtirol
Belvedere
Südtirol
Seceda
Südtirol
Col Alto
Südtirol
Mehr in Südtirol
Bergrettung
112