StartseiteFluggebieteÖsterreichTirolVirgen

Virgen

Startplätze:2
Landungen:1
Koord.:47.0247°N, 12.4264°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 1 Landeplatz

Virgen Startplatz 1

Start
Höhe2098m ü. M.
Koord.47.0247, 12.4264
WindO-S
Korrekt?

Virgen Startplatz 2

Start
Höhe1548m ü. M.
Koord.47.0090, 12.4251
WindO-S
Korrekt?

Virgen Landeplatz

Landung
Höhe1110m ü. M.
Koord.46.9988, 12.4315
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Gleitschirm-Revierguide: Virgen & das Virgental – Eine tiefgehende Analyse für Piloten Executive Summary: Ein alpines Juwel mit Charakter

Das Virgental in Osttirol, eingebettet zwischen der majestätischen Venedigergruppe im Norden und den Ausläufern der Lasörlinggruppe im Süden, repräsentiert eine Facette des Gleitschirmsports, die in den hochfrequentierten Mode-Fluggebieten der Alpen zunehmend selten wird: Es ist ein Refugium für den denkenden Piloten, ein Startplatz für den Alpinisten und ein komplexes Schachbrett für den Streckenflieger. Wer hierher kommt, sucht nicht den schnellen "Drive-and-Fly"-Konsum, wie er an kommerziell voll erschlossenen Bergen mit Gondelbahnzufahrt üblich ist. Virgen fordert den Piloten – logistisch, meteorologisch und fliegerisch – und belohnt ihn im Gegenzug mit einer der spektakulärsten Kulissen des österreichischen Alpenraums.

Für den eiligen Piloten, der am Landeplatz steht und eine schnelle Entscheidungshilfe benötigt, sei vorab zusammengefasst: Virgen ist kein Anfängergebiet im klassischen Sinne, obwohl die Startplätze technisch einfach sind. Die Komplexität liegt in der Aerologie eines Ost-West-Tals und der Nähe zum Nationalpark Hohe Tauern.

Die Kern-Fakten für die Entscheidung:

Das Profil: Ideal für Streckenflieger (XC) mit Ambitionen Richtung Pustertal und Drautal sowie für Hike & Fly-Enthusiasten.

Die Warnung: Bei überregionalem Westwind verwandelt sich das Tal in eine Falle aus Rotoren und Leewalzen. Dies ist das absolut kritische Ausschlusskriterium für jeden Flugtag.  

Die Saison: Ganzjährig beflogen, wobei das Frühjahr (März bis Mai) die aggressivsten Thermikbedingungen für XC bietet, während der Herbst (September/Oktober) mit sanfterer Luft und traumhaften Hike & Fly-Bedingungen besticht.  

Die Infrastruktur: Es gibt keine Bergbahn direkt zum Start. Die Logistik erfordert Planung (Taxi, Shuttle oder Fußaufstieg).

Korrekt?

Geomorphologie und Aerologie: Das Verständnis der Arena

Um Virgen sicher zu befliegen, muss man zuerst die Geographie verstehen, die dieses Mikroklima erzeugt. Das Virgental ist ein klassisches Trogtal, das sich von Matrei in Osttirol strikt nach Westen in Richtung des Großvenedigers zieht.

Korrekt?

Die Tal-Orientierung und ihre Konsequenzen

Die strikte Ost-West-Ausrichtung ist der dominierende Faktor für jeden Flugplan. Im Gegensatz zu nord-süd-ausgerichteten Tälern (wie dem Wipptal), die oft als Föhnschneisen fungieren, ist das Virgental primär durch zwei Windsysteme geprägt: den lokalen Talwind und den überregionalen Gradientenwind.

Die Nordseite des Tals, an der Virgen und die Startplätze liegen, ist ein reiner Südhang. Diese Exposition sorgt für eine extrem frühe und intensive Sonneneinstrahlung. Während in anderen Osttiroler Tälern die Thermik oft erst gegen Mittag nutzbar wird, beginnt der thermische Motor in Virgen oft schon am späten Vormittag zu arbeiten. Der Boden, oft dunkler Almwiesenboden oder Nadelwald, heizt sich effizient auf und generiert Ablösungen, die direkt an den Startplätzen hochziehen.

Korrekt?

Die Düsenwirkung und der "Burg"-Effekt

Das Tal verengt sich an gewissen Stellen, was zu einer Beschleunigung des Talwindes führt. Eine geologische Besonderheit ist der Hügel der Ruine Rabenstein, lokal als "Die Burg" bekannt. Er liegt wie ein Riegel im Tal und zwingt den anströmenden Ostwind (Talwind) zum Aufsteigen. Dies erzeugt eine der verlässlichsten Soaring-Möglichkeiten der Region, auf die in einem späteren Kapitel detailliert eingegangen wird.

Korrekt?

Die Startplätze: Eine detaillierte technische Analyse

Das Fluggebiet verfügt über zwei offiziell beim DHV gelistete Startplätze sowie mehrere inoffizielle Möglichkeiten für Alpinisten. Die Wahl des Startplatzes ist oft eine taktische Entscheidung, die von der Basis, der Windstärke und der Logistik abhängt.

Korrekt?

Startplatz 1: Goldplan – Die alpine Wiese

Der Goldplan ist das Aushängeschild des Gebiets. Er repräsentiert den idealen Gleitschirmstartplatz: hoch gelegen, frei angeströmt und fehlerverzeihend.

Geographische Daten:

Höhe: 2.098 m NN bis ca. 2.200 m (je nach genauem Auslegepunkt).  

Koordinaten: N 47°01'28.92", E 12°25'35.20".  

Startrichtung: Ost (O), Südost (SO), Süd (S).  

Terrain-Analyse: Der Goldplan ist eine ausgedehnte Hochalm. Die Dimensionen sind für alpine Verhältnisse gigantisch; Berichte sprechen davon, dass hier "200 Gleitschirme gleichzeitig ausgelegt werden könnten". Das Gelände ist sanft geneigt und weist keine abrupten Abbruchkanten auf. Der Bewuchs besteht aus festem Almgras, das in der Regel kurz gehalten wird, was das Leinensortieren erheblich erleichtert. Es gibt kaum Steine oder Wurzeln, die Leinen verhaken könnten.  

Startverhalten: Aufgrund der Höhe von über 2.000 Metern ist die Luftdichte hier spürbar geringer als im Tal. Piloten müssen sich auf eine etwas längere Laufphase einstellen, bis der Schirm trägt. Der Startplatz liegt oft oberhalb lokaler Inversionen, die sich im Tal halten können. Dies bedeutet, dass man hier oft in kristallklarer Luft und strahlendem Sonnenschein steht, während das Tal noch dunstig ist.

Thermik-Einstieg: Der "Hausbart" steht meist direkt vor dem Startplatz oder leicht westlich davon über den Felskanten. Da der Goldplan weit oben liegt, ist der Weg zur Basis oft kurz.

Korrekt?

Startplatz 2: Budam – Die taktische Alternative

Der Startplatz Budam, oft als "Mittelstation" betrachtet, ist keineswegs nur eine Notlösung, sondern an manchen Tagen die bessere Wahl.

Geographische Daten:

Höhe: 1.548 m NN bis 1.640 m.  

Koordinaten: N 47°00'32.32", E 12°25'30.32".  

Startrichtung: Ost (O), Südost (SO), Süd (S).

Terrain-Analyse & Risikofaktoren: Im Gegensatz zur Weitläufigkeit des Goldplans ist der Budam technisch anspruchsvoller und birgt spezifische Gefahren, die jeder Pilot kennen muss.

Die Leitplanken-Gefahr: Das Gelände am Budam ist flacher als am Goldplan. Unmittelbar unterhalb der Startwiese verläuft eine Querstraße, die talseitig mit einer Leitschiene (Leitplanke) gesichert ist. Dies ist das größte objektive Risiko dieses Startplatzes. Ein Pilot, der den Startlauf unterschätzt, zu spät abhebt oder bei Nullwind versucht, den Schirm "rauszukämpfen", läuft Gefahr, in diese Leitschiene zu geraten oder sie mit den Beinen zu touchieren.  

Abbruch-Disziplin: Hier gilt die eiserne Regel: Wenn der Schirm nicht deutlich vor der Straße trägt und sauber stabilisiert ist, muss der Start sofort und rigoros abgebrochen werden. Es gibt keinen Raum für "Das geht sich schon noch aus".

Hindernisse: Westlich des Startbereichs befindet sich ein Sendemast/Antenne. Bei starkem Seitenwind von Ost oder bei einem asymmetrischen Startlauf kann dieser Mast zum Faktor werden.  

Thermische Besonderheit: Im Frühjahr, wenn der Goldplan noch schneebedeckt oder der Weg dorthin mühsam ist, ist der Budam oft schon schneefrei. Da er näher an den dunklen Wäldern und aperen Wiesen liegt, löst die Thermik hier im März und April oft zuverlässiger und aggressiver ab als ganz oben. Es ist ein klassischer Fall von "tiefer starten, schneller steigen".

Korrekt?

Hike & Fly Spezial: Die Sajathütte

Für Piloten, die den sportlichen Aufstieg suchen, bietet die Sajathütte ein Startgelände der Extraklasse.

Höhe: ca. 2.600 m.  

Charakter: Hochalpin. Der Start erfolgt direkt vor oder leicht östlich der Hütte ("Schloss in den Bergen").

Startrichtung: SW bis SO.  

Besonderheit: Man startet hier im Angesicht der Gletscherriesen. Der Flug führt über hochalpines Gelände, bevor man ins Virgental gleitet. Dies erfordert Erfahrung in der Einschätzung von Gletscherwinden und hochalpiner Aerologie.

Korrekt?

Meteorologie: Das Windsystem verstehen

Die Beherrschung des lokalen Windsystems ist der Schlüssel zur Sicherheit im Virgental. Es gibt zwei Hauptakteure: Den guten Ostwind (Talwind) und den bösen Westwind (Überregional).

Korrekt?

Der Talwind (Ostwind): Der Motor

Das Virgental "atmet" im tageszeitlichen Verlauf. Wenn die Sonne die Hänge aufheizt, entsteht ein Unterdruck im Gebirge, der Luftmassen aus dem Vorland (Lienzer Becken) ansaugt.

Mechanik: Dieser Wind strömt von Matrei kommend das Tal hinauf (von Ost nach West).

Timing: Er setzt meist gegen Mittag ein und erreicht seine größte Stärke am Nachmittag (14:00 - 16:00 Uhr).

Vorteil: Er ermöglicht verlässliche Landungen gegen Osten und sorgt an den richtigen Geländekanten (siehe "Die Burg") für fantastisches Soaring.

Gefahr: An Engstellen im Tal kann er Düseneffekte entwickeln. Wenn der überregionale Wind ebenfalls aus Ost kommt, kann der Talwind gefährlich stark werden (>30 km/h).

Korrekt?

Die Westwind-Falle: Das No-Go Kriterium

Hier liegt die größte Gefahr für unwissende Piloten. Das Virgental reagiert extrem empfindlich auf überregionale West- oder Nordwestströmungen.

Die Physik des Lee: Wenn der Wind über die hohen Kämme der Venedigergruppe (3.600m+) oder durch die Pässe im Westen drückt, fällt er auf der Virgener Seite turbulent ab. Da das Tal selbst Ost-West verläuft, kanalisiert sich dieser Wind oft nicht laminar, sondern schlägt in Form von Rotoren und Leewalzen bis auf den Talboden durch.

Das trügerische Signal: Am Startplatz Goldplan kann es bei Westlage kurzzeitig so wirken, als käme der Wind von vorne (Ost), weil man sich im Rückstrom eines Rotors befindet. Startet man in diese "falsche" Brise, fliegt man wenige Sekunden später in die turbulente Scherungsschicht.

Warnzeichen: Beobachten Sie die Wolken über dem Großvenediger. Ziehen diese schnell von West nach Ost oder bilden sich Lenticularis-Wolken (Föhnfische), ist das Fluggebiet absolut tabu. Auch wenn es am Boden ruhig scheint: In der Höhe herrscht Krieg.

Korrekt?

Streckenflug (XC) Potential: Strategien und Routen

Virgen ist ein exzellentes Sprungbrett für große FAI-Dreiecke, erfordert aber eine andere Taktik als die "Rennbahn" Greifenburg.

Korrekt?

Die Pustertal-Route (Der Klassiker)

Die häufigste Route führt vom Goldplan nach Osten hinaus bis Matrei und dann quer über das Tal in die Lienzer Dolomiten oder Richtung Sillian.

Der Schlüsselmoment: Die Querung bei Matrei ist der Knackpunkt. Man muss genügend Höhe am Goldplan oder am Zunig machen, um das Tal sicher zu queren. Kommt man zu tief an, saugt einen der Talwind Richtung Lienz und die Reise endet oft vorzeitig.

Die "Autobahn": Sobald man den Anschluss an die Südseite des Pustertals (Thurntaler, Sillian) geschafft hat, fliegt man auf der sogenannten "Pustertal-Autobahn". Hier reihen sich thermische Hotspots aneinander, die weite Flüge bis nach Südtirol oder Kärnten ermöglichen.

Korrekt?

Die Pinzgau-Connection (Für Experten)

An Tagen mit hoher Basis ist es möglich, nördlich in die Venedigergruppe zu fliegen und Richtung Pinzgau zu queren. Dies ist jedoch landschaftlich extrem anspruchsvoll (Gletscher, keine Notlandeplätze) und nur für sehr erfahrene Piloten ratsam. Zudem tangiert man hier schnell die Kernzonen des Nationalparks (siehe Kapitel 7).

Korrekt?

Das Virgental-Dreieck

Ein schönes, lokales Dreieck lässt sich fliegen, indem man vom Goldplan Richtung Westen bis Prägraten fliegt (gegen den Talwind), dort quert (Vorsicht Lee!) und auf der Südseite des Tals (Lasörling-Gruppe) zurück nach Matrei fliegt. Diese Südseite ist am späten Nachmittag oft noch thermisch aktiv, wenn die Nordseite schon im Schatten liegt.

Korrekt?

Insider-Wissen: Die Geheimtipps der Locals

Was in keinem offiziellen Handbuch steht, aber das Fliegen in Virgen erst besonders macht, ist das lokale Wissen, das meist nur am Stammtisch weitergegeben wird.

Korrekt?

Das Soaring-Phänomen an der "Burg"

Wenn die Thermik am späten Nachmittag (ca. 16:00 - 17:00 Uhr) einschläft, ist der Flugtag in Virgen oft noch lange nicht vorbei.

Der Spot: Die Ruine Rabenstein ("Burg") liegt östlich vor dem Startplatz Budam auf einem vorgelagerten Hügel.  

Die Mechanik: Der Talwind aus Ost prallt laminar auf diesen Hügel. Es entsteht ein wunderbar weiches, konstantes Aufwindband.

Taktik: Man startet am Budam oder Goldplan, gleitet ab und "parkt" sich vor der Burg ein. Hier kann man oft bis zum Sonnenuntergang soaren ("Magic Light").

Vorsicht: Wenn der Ostwind zu stark wird (>20-25 km/h), kann der Bereich hinter der Burg und der Vorplatz turbulent werden. Tasten Sie sich vorsichtig heran.

Korrekt?

Der "versteckte" Auslöser am Budam

Viele Piloten glauben, sie müssten am Budam direkt über der Wiese aufdrehen. Der bessere Auslöser ("Trigger") liegt oft etwas westlich der Schneise über dem dunklen Nadelwald. Dieser speichert die Hitze besser als die offene Wiese und gibt zuverlässigere Bärte ab.

Korrekt?

Fehleranalyse: Warum Neulinge absaufen

Der häufigste Fehler in Virgen ist die Ungeduld beim Talqueren. Viele Piloten fliegen vom Goldplan mit zu wenig Höhe Richtung Süden (Lasörling) ab. Da der Talwind im Talgrund stark sein kann, werden sie "gespült" und schaffen den Anschluss an die Gegenseite nicht. Tipp: Machen Sie am Goldplan oder den umliegenden Graten maximale Höhe, bevor Sie die Talseite wechseln. Rechnen Sie mit starkem Sinken in der Talmitte.

Korrekt?

Zugang & Logistik: Ein Hauch von Abenteuer

Die Logistik in Virgen ist die größte Hürde – und gleichzeitig der Schutzfilter gegen Massentourismus.

Korrekt?

Die Auffahrts-Problematik

Es gibt keine öffentliche Straße, die frei bis zum Startplatz befahrbar ist. Die Wege sind Forststraßen oder Privatwege der Almgemeinschaften.

PKW-Verbot: Die Auffahrt mit dem privaten PKW ist oft durch Schranken oder Fahrverbote reglementiert.

Die Konsequenz: Wer einfach "wild" hochfährt, riskiert nicht nur empfindliche Strafen, sondern gefährdet die Pachtverträge des lokalen Vereins. Die Bauern und Jäger verstehen hier keinen Spaß. Kontaktieren Sie zwingend vor einer privaten Auffahrt den Verein (Para-Team Virgen) oder fragen Sie im Cafe Schwoaga nach dem aktuellen Status.

Korrekt?

Die Lösung: Hüttentaxis

Da es keine Bergbahn gibt, haben sich lokale Taxiunternehmen auf den Transport von Wanderern und Fliegern spezialisiert.

Venediger Taxi (Kratzer): Dieses Unternehmen in Prägraten ist die Institution für Transporte im Tal. Sie verfügen oft über Sondergenehmigungen für die Forstwege.

Kontakt: +43 4877 5369.  

Organisation: Es gibt keinen festen "Gleitschirm-Fahrplan". Man muss sich organisieren. Der beste Weg: Finden Sie sich morgens am Landeplatz/Cafe Schwoaga ein, schließen Sie sich mit anderen Piloten zusammen und bestellen Sie das Taxi gemeinsam. Das teilt die Kosten und schont die Umwelt.

Korrekt?

Die sportliche Variante: Walk & Fly

Virgen ist ein Paradies für Piloten, die sich ihren Startplatz erarbeiten wollen.

Route zur Niljochhütte (Goldplan): Vom Parkplatz Budam oder Obermauern führt ein wunderschöner Wanderweg zur Niljochhütte (1.990m).

Dauer: ca. 1,5 bis 2 Stunden.

Erlebnis: Der Weg führt durch verschiedene Vegetationszonen, vom dichten Wald bis zu den offenen Almmatten. Die Einkehr auf der Niljochhütte vor dem Start ist fast obligatorisch.  

Route zur Sajathütte: Deutlich alpiner und steiler. Dauer ca. 2,5 - 3 Stunden. Belohnt wird man mit einer Architektur, die an ein Schloss erinnert, und einem Startplatz im Hochgebirge.

Korrekt?

Rechtliches, Naturschutz & Nationalpark: Existentiell Wichtig!

Das Fluggebiet Virgen grenzt direkt an den Nationalpark Hohe Tauern und überschneidet sich teilweise mit diesem. Die Einhaltung der Regeln ist nicht optional, sondern existentiell für den Erhalt des Fluggebiets.

Korrekt?

Kernzonen und Flugverbote

Der Nationalpark ist in Außen- und Kernzonen unterteilt.

Start- und Landeverbot: In den Kernzonen (Core Zones) herrscht ein absolutes, gesetzlich verankertes Start- und Landeverbot. Diese Zonen umfassen oft die unberührten Gletscher- und Gipfelregionen nördlich von Virgen.  

Konsequenz: Eine Außenlandung in der Kernzone (z.B. nach einem missglückten XC-Versuch Richtung Venediger) ist eine Straftat und wird von den Nationalpark-Rangern zur Anzeige gebracht.

Korrekt?

Zeitliche Beschränkungen

Zum Schutz der Tierwelt (insbesondere Steinadler, Bartgeier und Gänsegeier) gelten saisonale und tageszeitliche Flugbeschränkungen.

Saison: Überflüge sind in sensiblen Bereichen oft nur zwischen 1. April und 30. September gestattet.  

Tageszeit: Fliegen ist in der Regel auf den Zeitraum von 09:00 Uhr bis Sonnenuntergang beschränkt, um die Dämmerungsaktivitäten der Wildtiere nicht zu stören.

Korrekt?

Verhaltensregeln gegenüber der Fauna

Horste von Greifvögeln müssen weiträumig umflogen werden (Empfehlung: 1.000 Meter Radius). Ein überraschendes Auftauchen über Graten ("Ridge Soaring" an sensiblen Felskanten) kann Gämsen in Panik versetzen und zu tödlichen Abstürzen der Tiere führen. Fliegen Sie defensiv und mit Respekt vor der Natur.

Korrekt?

Sicherheit & Notfallmanagement

Trotz der einfachen Startplätze ist Virgen ein hochalpines Gelände.

Korrekt?

Notfallnummern

Alpin-Notruf (Bergrettung): 140 (ohne Vorwahl in Österreich).

Euro-Notruf: 112.

Korrekt?

Unfallschwerpunkte vermeiden

Landeplatz: Achten Sie beim Landeanflug am Sandner Boden auf den Talwind. Fliegen Sie eine saubere Volte. Ein "Reinbasteln" gegen den Wind in niedriger Höhe führt oft zu Kappenklappern durch Turbulenzen der Baumreihen oder Gebäude.

Leitplanke Budam: Wie erwähnt – der Startabbruch muss hier reflexartig sitzen.

Korrekt?

Unterkunft & Après-Fly: Das Virgener Lebensgefühl

Nach dem Flug bietet das Virgental eine entspannte, urige Atmosphäre.

Korrekt?

Der Treffpunkt: Cafe Schwoaga

Es gibt in Virgen nur eine wahre Adresse für Gleitschirmflieger: Das Cafe Schwoaga direkt am Landeplatz Sandner Boden (über die Isel-Brücke).  

Warum hier? Hier treffen sich die Piloten des Para-Team Virgen. Hier erfährt man, ob das Shuttle fährt, wie der Wind oben ist und wo die Bärte stehen.

Angebot: Große Sonnenterrasse mit Blick auf den Landeplatz. Ideal für das Landebier ("Lande-Halbe") und kleine Snacks.

Korrekt?

Unterkunftsempfehlungen

Es gibt keine spezialisierte "Paragliding-Lodge", aber das Tal ist touristisch bestens erschlossen.

Virgen & Prägraten: Suchen Sie Unterkünfte in diesen beiden Orten, um nah an den Startplätzen zu sein. Nutzen Sie die Sammelanfrage auf virgental.at, um effizient freie Zimmer zu finden.  

Typ: Vom luxuriösen Hotel bis zum "Urlaub am Bauernhof" ist alles verfügbar. Viele Vermieter sind an Sportler gewöhnt und bieten Trockenräume oder flexible Frühstückszeiten.

Korrekt?

Fazit und Ausblick

Virgen ist kein Fast-Food-Fluggebiet. Es ist ein 5-Gänge-Menü, das Zeit und Genuss erfordert. Wer bereit ist, sich auf die Logistik einzulassen, den Wetterbericht genau zu studieren und die Natur des Nationalparks zu respektieren, findet hier eines der lohnendsten Reviere der Alpen. Die Kombination aus hochalpinem Panorama, anspruchsvollem Streckenflugpotential und familiärer Club-Atmosphäre macht Virgen zu einem "Secret Spot", der seinen Charme hoffentlich noch lange bewahren wird.

Der letzte Tipp des Autors: Planen Sie Ihren Trip für den Herbst. Wenn die Lärchen im Oktober goldgelb werden, die Thermik sanft ist und man nach einem Hike & Fly von der Niljochhütte im Cafe Schwoaga in der Sonne sitzt – dann ist Gleitschirmfliegen in Virgen am schönsten.

Allzeit gute Landungen!

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Prägraten
Tirol
Hollersbach
Tirol
Thurntaler
Tirol
Stalpe
Tirol
Petersberg
Tirol
Mehr in Tirol
Bergrettung
112