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Riesner Alm

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:47.3683°N, 14.0918°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Riesner Alm Startplatz

Start
Höhe1788m ü. M.
Koord.47.3683, 14.0918
WindSO
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Riesner Alm Landeplatz

Landung
Höhe975m ü. M.
Koord.47.3747, 14.1206
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebiet-Monographie: Die Riesner Alm – Ein strategischer Leitfaden für Piloten Aerologische Analyse, Logistik und XC-Potenzial in den Niederen Tauern

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Einleitung: Das verborgene Juwel im Schatten des Dachsteins

Im Herzen der österreichischen Alpen, genauer gesagt in der Steiermark, liegt ein Fluggebiet, das in der breiten Masse der Gleitschirmflieger oft zu Unrecht übersehen wird: die Riesner Alm. Während der Blick der internationalen Fliegerszene meist starr auf das berühmte Ennstal mit seinen prestigeträchtigen Startplätzen wie dem Stoderzinken oder der Planai gerichtet ist, fristet die Riesner Alm in Donnersbachwald ein Dasein als „Geheimtipp“ für Kenner. Doch genau dieser Status macht sie zu einem strategisch wertvollen Ziel für Piloten, die abseits des Massenbetriebs fliegen wollen und die spezifischen meteorologischen Bedingungen dieses Seitentals zu nutzen wissen.

Dieser Bericht dient nicht nur als bloße Geländebeschreibung, sondern als umfassende operative Monographie. Er richtet sich an den sicherheitsbewussten Genussflieger ebenso wie an den ambitionierten Streckenpiloten (XC), der alternative Einstiegspunkte in die "Ennstal-Rennstrecke" sucht. Basierend auf einer tiefgehenden Analyse der verfügbaren Datenquellen, topographischen Karten und meteorologischen Modelle wird hier ein Bild gezeichnet, das weit über die spartanischen Einträge der DHV-Geländedatenbank hinausgeht. Wir analysieren die komplexen Windsysteme des Donnersbachwalds, die thermischen Triggerpunkte der "Krispen"-Flanke und die logistischen Fallen, die den unvorbereiteten Piloten am Boden halten können.

Die Riesner Alm ist kein "Einfach-so"-Flugberg. Sie verlangt Respekt vor ihrer Exposition und ein genaues Verständnis der "Lee-Falle", die bei falscher Windrichtung zuschnappt. Doch wer die Regeln dieses Berges beherrscht, wird mit thermisch starken, landschaftlich atemberaubenden und vor allem stressfreien Flügen belohnt.

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Geographische und Topographische Einordnung

Um die Aerologie der Riesner Alm zu verstehen, muss man zunächst ihre geographische Lage im Kontext der Niederen Tauern begreifen. Das Fluggebiet befindet sich am Talschluss des Donnersbachtals, einem südlichen Seitental des großen Ennstals.

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Die Talgeometrie und ihre aerodynamischen Konsequenzen

Das Donnersbachtal erstreckt sich grob von Irdning im Norden nach Donnersbachwald im Süden. Diese Nord-Süd-Ausrichtung ist der entscheidende Faktor für das lokale Windsystem. Während das Ennstal als klassisches Ost-West-Tal fungiert und oft von einem kräftigen Ostwind (dem "Ennstal-Wind") dominiert wird, schafft das Donnersbachtal ein eigenes Mikroklima.  

Die Riesner Alm selbst flankiert dieses Tal im Westen und bietet Startmöglichkeiten in Richtung Süd-Ost (SO) bis Ost (O). Topographisch gesehen handelt es sich um einen Ausläufer, der im Riesner Krispen (1922 m) gipfelt und in einem weiten Kessel endet. Dieser Kessel wirkt bei Sonneneinstrahlung wie ein Parabolspiegel. Die Sonnenstrahlen treffen am Vormittag fast senkrecht auf die Südost-Flanken, was zu einer extrem effizienten Aufheizung der Luftmassen führt. Im Gegensatz zu nordseitigen Geländen, die erst spät aktiv werden, oder reinen Südhängen, die oft vom überregionalen Wind überspült werden, bietet die Kesselform der Riesner Alm einen geschützten Raum für die Entwicklung früher Thermikblasen.

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Der Höhenunterschied als taktischer Vorteil

Mit einer Startplatzhöhe von ca. 1.788 m bis 1.820 m und einem Landeplatz auf 976 m bietet das Gelände eine Höhendifferenz von rund 824 Metern. Diese "Arbeitshöhe" ist signifikant. Sie erlaubt es dem Piloten, auch an Tagen mit niedrigerer Basis oder schwächerer Thermik genügend Zeit zu haben, um die verschiedenen Abrisskanten (Trigger) abzufliegen. Im Vergleich zu kleineren Hügeln im Alpenvorland ist dies ein echtes Hochgebirgsfluggebiet, das jedoch durch die komfortable Erschließung (Seilbahn) den Charakter eines "Park & Fly"-Geländes bewahrt.

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Meteorologische Analyse: Das Spiel der Winde

Das Verständnis der unsichtbaren Luftströmungen ist an der Riesner Alm überlebenswichtig. Das Gelände ist extrem sensibel gegenüber der überregionalen Windrichtung, weit mehr als beispielsweise der rundum startbare Stoderzinken.

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Das "Süd-Ost"-Gesetz

Die DHV-Datenbank und lokale Quellen betonen unermüdlich: Der Startplatz ist für Süd-Ost (SO) ausgerichtet. Warum ist diese Einschränkung so strikt?  

Exposition: Der Hang fällt steil nach Südosten ab. Ein Wind aus Nordwest (NW) oder West (W) kommt "von hinten" über den Grat. Da der Startplatz direkt unterhalb des Grates liegt, befindet er sich bei diesen Windrichtungen im toten Winkel, dem Lee.

Die trügerische Ruhe: Das Gefährliche an dieser Situation ist, dass am Startplatz selbst oft Windstille oder sogar ein leichter "Anströmungs-Effekt" (Rotor) herrscht, der fälschlicherweise als thermischer Aufwind interpretiert werden kann. Sobald der Pilot jedoch abhebt und die schützende Reibungsschicht des Bodens verlässt, trifft er auf die turbulente Leewalze, die vom Grat herabdrückt.

Diese aerodynamische Falle ist der Hauptgrund für die Klassifizierung des Geländes als anspruchsvoll bei nicht idealen Bedingungen. Es ist kein Fehler, hier übervorsichtig zu sein. Ein Blick auf die Windfahnen am "Hochsitz" (der Bergstation) ist obligatorisch. Zeigen diese stramm nach Osten (Richtung Tal), ist alles grün. Zeigen sie jedoch Richtung Berg (Westen/Norden), ist das Fluggerät im Packsack zu lassen.

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Das Talwindsystem Donnersbachwald

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Talwind. Donnersbachwald ist ein Talschluss.

Tagesgang: Vormittags erwärmt sich das Tal, und die Luft beginnt aufzusteigen (anabatisch). Gegen Mittag setzt meist der Talwind ein, der vom Ennstal her in das Donnersbachtal hineinsaugt.

Richtung: Am Landeplatz weht dieser Wind also meist aus Nord bis Nord-Ost.

Stärke: Da das Tal relativ eng ist, kann sich hier ein Düseneffekt (Venturi) bilden. An thermisch starken Tagen kann der Talwind am Landeplatz Geschwindigkeiten von 20-25 km/h erreichen. Für den Landeanflug bedeutet das: Immer weit genug vorhalten und nicht zu weit nach Süden (talweinwärts) abtreiben lassen, da der Wind dort zulegen kann und der Rückweg zum Landeplatz gegen den Wind mühsam wird.

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Thermische Charakteristik: "Magic Air"

Pilotenberichten zufolge bietet die Riesner Alm eine interessante thermische Anomalie. Während viele Ost-Startplätze ab 14:00 Uhr "einschlafen", weil die Sonne weiter in den Westen wandert, bildet sich im Donnersbachwald oft am späten Nachmittag (gegen 17:00 Uhr) ein ruhiges, großflächiges Heben aus, das von lokalen Piloten als "Magic Air" bezeichnet wird. Dieses Phänomen entsteht vermutlich durch das Zusammenspiel von Restwärme in den Felswänden des Riesner Krispen und der Konvergenz (Zusammenfließen) von abfließender Kaltluft aus den Hochkaren und dem noch warmen Talwind. Für Genussflieger ist dies die "Golden Hour" – butterweiches Steigen, keine aggressiven Bärte mehr, einfach pures Gleiten bis zum Sonnenuntergang.

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Operative Logistik und Infrastruktur

Ein Flugtag an der Riesner Alm scheitert oft nicht am Wetter, sondern an der Logistik. Im Gegensatz zu Ganzjahresgebieten hat die Riesner Alm einen sehr spezifischen operativen Rhythmus.

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Die "Freitag-bis-Montag"-Regel

Dies ist die wichtigste Information für jeden Reiseplaner: Der Sommerbetrieb der Riesneralm Bergbahnen beschränkt sich strikt auf die Tage Freitag, Samstag, Sonntag und Montag. Wer an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag anreist, steht vor verschlossenen Toren. Zwar ist der Berg nicht gesperrt – "Walk & Fly" ist jederzeit möglich – aber für den klassischen Liftflieger sind diese Tage tabu. Diese Einschränkung macht das Gebiet an den Betriebstagen angenehm leer, erfordert aber eine präzise Kalenderplanung. Die Betriebszeiten sind an diesen Tagen standardmäßig von 09:00 bis 18:00 Uhr.

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Auffahrt und Kostenstruktur

Die Auffahrt erfolgt in zwei Sektionen:

Riesnerbahn: Ein 4er-Sessellift von der Talstation (ca. 980 m) zur Mittelstation (ca. 1600 m).

Krispenbahn: Weiterführung von der Mittelstation zum Hochsitz/Gipfelbereich (ca. 1900 m).

Für Piloten ist die Preisgestaltung attraktiv, insbesondere im Vergleich zu den teuren Gebieten in Tirol oder Salzburg. Eine Einzelfahrt (Gipfelerlebnis) kostet regulär für Erwachsene ca. 25,00 €. Es ist jedoch ratsam, an der Kasse explizit nach Pilotentarifen oder Punktekarten zu fragen, da diese oft günstiger sind als die touristischen "Erlebnistickets". Ein massiver Vorteil für Urlauber in der Region Schladming-Dachstein: Die Sommercard inkludiert oft eine Berg- und Talfahrt pro Tag. Für einen Piloten, der einen Flug pro Tag plant, bedeutet dies faktisch "kostenloses" Fliegen.

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Parken und Basis

Ein Detail, das den Stresspegel erheblich senkt: Die Parkplätze an der Talstation sind gratis, asphaltiert und in ausreichender Zahl vorhanden. Dies ist keine Selbstverständlichkeit mehr in den Alpen. Die Basisstation bietet zudem moderne sanitäre Anlagen und WLAN, was für das Checken der letzten Wetterdaten vor dem Start nützlich ist.

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Der Startplatz "Hochsitz"

Der offizielle Startplatz befindet sich unweit der Bergstation "Hochsitz".

Charakteristik: Es handelt sich um eine naturbelassene Almwiese. Der Untergrund ist in der Regel griffig, kann aber durch Weidevieh uneben sein (Kuhfladen-Alarm!).

Koexistenz: Der Startplatz liegt direkt an einem Wanderweg. Hier ist Diplomatie gefragt. Wanderer haben Vorrang. Es ist strikt zu vermeiden, Schirme quer über den Weg auszulegen. Oft bleiben Wanderer stehen, um zuzusehen – nutzen Sie dies für positive Öffentlichkeitsarbeit, erklären Sie kurz, was Sie tun, und bitten Sie höflich um Platz, falls nötig.  

Starttechnik: Aufgrund der Neigung ist ein Vorwärtsstart oft die einfachste Methode. Bei gutem thermischen Anströmen ist jedoch der Rückwärtsaufzug (Reverse Launch) aus Sicherheitsgründen vorzuziehen, um Leinenverhänger vor dem Abheben zu erkennen.

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Flugtaktik und Gefahrenvermeidung

Nach dem Abheben gilt die goldene Regel: Erst geradeaus, dann links weg.  

Warum links? Der Bergrücken, der den Startplatz nach Westen hin begrenzt, kann bei Nordwest-Überströmung Leewirbel erzeugen. Ein Abdrehen nach rechts (Richtung Westen) würde den Piloten direkt in diese Gefahrenzone führen. Ein Abdrehen nach links (Richtung Osten/Süden) führt in den offenen Kessel und weg von der Gratlinie.

Thermiksuchen: Die besten Bärte stehen oft über den Latschenfeldern unterhalb des Gipfels oder an den Felskanten des "Riesner Krispen". Die Thermik ist hier zerrissen, aber kräftig. Es empfiehlt sich, aktiv zu fliegen und den Schirm stetig zu stabilisieren.

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Der Landeanflug

Der Landeplatz in Donnersbachwald ist großzügig dimensioniert und liegt rechts vom Parkplatz der Seilbahn (aus der Luft gesehen).  

Windanzeiger: Achten Sie auf den Windsack am Heustadel oder die Fahnen beim "Café Hermann" / Talstation.

Einteilung: Eine klassische Landevolte (Positionskreis, Gegenanflug, Queranflug, Endanflug) ist hier gut möglich.

Die Falle: Lassen Sie sich im Gegenanflug nicht zu weit nach Süden treiben. Das Tal verengt sich dort leicht, und der Talwind nimmt zu. Wer zu weit hinten ist, kommt unter Umständen nicht mehr gegen den Wind zum Landepunkt vor. Planen Sie den Landepunkt lieber etwas weiter in die Mitte der Wiese, um Reserve zu haben. Ein "Rückwärts-Herabachtern" (Abbau von Höhe durch S-Kurven gegen den Wind) ist auf der breiten Wiese problemlos möglich und oft sicherer als enge Kreise in Bodennähe.

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Cross-Country (XC) Potenzial und Luftraumstruktur

Die Riesner Alm wird im XC-Server (DHV-XC, XContest) oft von den spektakulären Flügen am Stoderzinken in den Schatten gestellt. Dennoch bietet sie Potenzial, vor allem für geschlossene Dreiecksflüge.

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Die "Riesner-Runde" (Das kleine FAI)

Für Einsteiger in das Streckenfliegen bietet sich ein lokales Dreieck an:

Schenkel 1: Start am Hochsitz, Aufdrehen am Riesner Krispen. Gleiten nach Osten zur Mörsbachalm. Hier stehen oft zuverlässige Bärte über den Almen.

Schenkel 2: Talsprung über das Donnersbachtal auf die Westseite (Richtung Planneralm). Dies ist der kritische Punkt. Man benötigt eine Basishöhe von mindestens 2.200 m, um sicher über die Talmitte zu kommen und auf der Gegenseite Anschluss zu finden.

Schenkel 3: Rückflug entlang der Westflanken zurück zum Landeplatz in Donnersbachwald.

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Anbindung an die "Ennstal-Rennstrecke"

Für ambitionierte Piloten ist die Riesner Alm ein schwierigerer Startplatz als der Stoderzinken, um auf die "Main Line" (Pinzgau-Ennstal-Korridor) zu kommen.  

Das Problem: Man startet tief im Seitental. Um zur Hauptrennstrecke am Grimming oder Dachstein zu kommen, muss man nach Norden fliegen – gegen den einfließenden Talwind.

Die Lösung: Man muss am Riesner Krispen sehr hoch aufdrehen (nahe der Basis, oft 2.800 m+), um mit genügend Vorhaltewinkel gegen den Nordwind zum Grimming zu gleiten. Schafft man diesen Sprung, steht einem das Tor zu 200-km-Flügen offen. Scheitert man, landet man in Irdning oder Aich im Tal und muss trampen.

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Luftraumstruktur

Österreich ist luftraumtechnisch komplex. Im Bereich Donnersbachwald befinden wir uns generell im Luftraum G (uncontrolliert) bis 7.500 ft (ca. 2.300 m) oder höher, je nach Sektor.  

CTA S: Besondere Vorsicht ist bei extremen Höhenflügen geboten. Der Luftraum C (Alpen) oder CTA S (Control Area South) kann je nach aktueller ICAO-Karte Einschränkungen auferlegen. Ein aktueller Blick auf die ICAO-Karte Österreich (z.B. via Austro Control) ist Pflicht.

Wildschutz: Beachten Sie die Ruhezonen für Wildtiere. Gerade im Herbst ("Hirschlos'n" Zeit) reagieren Jäger und Förster empfindlich auf tief fliegende Gleitschirme über den Brunftplätzen. Halten Sie Abstand zu Waldrändern, wenn keine Thermiksuche dies zwingend erfordert.

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Strategischer Vergleich und Alternativen

Ein guter Pilot hat immer einen Plan B. Die Entscheidung, ob man zur Riesner Alm fährt oder doch zum Stoderzinken, hängt von wenigen Variablen ab.

Merkmal Riesner Alm (Donnersbachwald)

Stoderzinken (Gröbming)

Beste Windrichtung Süd-Ost (strikt) Süd, Ost, Nord (vielseitig) Startplätze Einer (SO) Mehrere (Süd, Ost, Nord) XC-Einstieg Schwierig (Seitental) Weltklasse (Direkt an der Linie) Infrastruktur Lift (Fr-Mo) Mautstraße (Täglich) Crowd-Faktor Niedrig / Entspannt Hoch / Wettbewerbsorientiert Familienfaktor Sehr hoch (Gipfelbad, Schatzsuche) Mittel (Wandern, Zipline)  

Analyse:

Wann Riesner Alm? Wenn der überregionale Wind schwach ist oder leicht aus Süd/Südost kommt. Wenn Sie Familie dabei haben, die nicht nur am Startplatz warten will. Wenn Sie "Soul-Flying" ohne Ellbogenmentalität suchen.

Wann Stoderzinken? Wenn Sie Rekorde jagen. Wenn der Wind aus Norden kommt (Nordstart möglich). Wenn es Dienstag bis Donnerstag ist.

Die Nord-Alternative: Sollte am Startplatz Riesner Alm plötzlich Nordwind einfallen (Lee!), ist der Tag nicht verloren. Fahren Sie zurück ins Ennstal. Die Planai oder die Hochwurzen in Schladming bieten hervorragende Startplätze für Nordlagen.

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Unterkunft, Gastronomie und das "Gipfelerlebnis"

Die Riesner Alm punktet dort, wo viele reine Sportflugberge versagen: bei der Integration von Nicht-Fliegern.

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Warten mit Stil: Das Gipfelbad

Sollte der Wind am Startplatz noch nicht passen ("Parawaiting"), bietet die Riesner Alm ein Alleinstellungsmerkmal: Das Gipfelbad. Ein beheizter Infinity-Pool auf 1.900 m Seehöhe, direkt im Gipfelbereich. Es gibt kaum einen Ort in den Alpen, an dem man im Badehose den Wolkenzyklus beobachten kann, um dann direkt in den Fluganzug zu schlüpfen. Für begleitende Familienmitglieder ist dies, zusammen mit dem "Hochsitz" (Panoramaterrasse), ein Grund, gerne mitzukommen.

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Pilotenfreundliche Unterkunft

Für Piloten empfiehlt sich das Ertlschweigerhaus in Donnersbach (ca. 1000 m Seehöhe).  

Warum? Es bietet "Aussichtscamping". Man kann morgens aus dem Zelt oder Camper direkt ins Tal schauen und die Wolkenbildung am Riesner Krispen beurteilen, noch bevor man den ersten Kaffee getrunken hat.

Ausstattung: Strom, Duschen und Brötchenservice sind vorhanden.

Alternativen: Im Talort Donnersbachwald gibt es zahlreiche Ferienwohnungen und Gasthöfe, die über die Website der Riesneralm oder lokale Tourismusverbände buchbar sind.

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Après-Fly

Nach der Landung trifft man sich oft im Talbereich.

Oxenalm: Eine urige Hütte am Berg (auch zu Fuß erreichbar), bekannt für gute steirische Küche.  

Talstation: In der Nähe der Talstation gibt es Gastronomie, wo man das Landebier genießen und den anderen beim Landen zusehen kann.

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Sicherheit und Notfallmanagement

Trotz aller Schönheit ist Gleitschirmfliegen ein Risikosport. Die Abgelegenheit des Donnersbachtals bedeutet, dass professionelle Hilfe (Notarzthubschrauber) etwas länger brauchen kann als im Zentralraum.

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Wichtige Telefonnummern und Frequenzen

Euro-Notruf: 112

Bergrettung Österreich: 140

Seilbahn (Notfall): +43 3680 606  

Ärzte/Spital: Das nächste Krankenhaus befindet sich in Rottenmann oder Schladming (Diakonissen-Krankenhaus).

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Selbst-Check vor dem Start

Führen Sie vor jedem Start an der Riesner Alm den "LEE-Check" durch:

Lage: Wo stehe ich? (Südost-Hang).

Einschätzung: Woher kommt der Höhenwind? (Blick auf Wolkenzug, Wetterbericht).

Entscheidung: Passt der Höhenwind zur Hangausrichtung? (Nur bei SO/S/Schwachwind starten!).

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Fazit: Für wen ist die Riesner Alm?

Die Riesner Alm ist kein Berg für Piloten, die "Kilometer fressen" müssen um jeden Preis. Sie ist ein Berg für den Connaisseur. Sie belohnt Geduld, meteorologisches Verständnis und eine entspannte Grundeinstellung.

Der ideale Pilot: Ein erfahrener Genussflieger mit B-Schein, der sicher starten und landen kann, das Wetter lesen kann und vielleicht mit Familie unterwegs ist. Er schätzt es, nicht in einem "Pulk" von 50 Schirmen zu kurbeln, sondern den Bart mit einem Steinadler zu teilen.

Das Verdikt: Wer die "Freitag-bis-Montag"-Regel beachtet und die Lee-Gefahr respektiert, findet hier eines der schönsten, entspanntesten und landschaftlich reizvollsten Fluggebiete der Steiermark. Es ist der Gegenentwurf zum hektischen Flugzirkus – ein Stück ursprüngliches Fliegen.

Haftungsausschluss: Gleitschirmfliegen erfolgt auf eigenes Risiko. Die hier dargestellten Informationen dienen der Planungshilfe, ersetzen aber keinesfalls die eigene Beurteilung der Bedingungen vor Ort. Meteorologische Situationen können sich in den Alpen binnen Minuten ändern.

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