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Liezen

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:47.5820°N, 14.2321°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Liezen Startplatz

Start
Höhe1069m ü. M.
Koord.47.5820, 14.2321
WindSO
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Liezen Landeplatz

Landung
Höhe649m ü. M.
Koord.47.5662, 14.2312
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Ultimative Fluggebietsführer: Liezen - Hinterberg & Schmiedalm Einführung und Geographische Einordnung

Das Ennstal in der Steiermark zählt zweifellos zu den faszinierendsten, aber auch komplexesten Fluglandschaften der Ostalpen. Während die großen Namen wie der Stoderzinken, der Dachstein oder der Hauser Kaibling in jedem internationalen Flugführer prominent vertreten sind, existiert im östlichen Teil des Tals ein Startplatz, der oft zu Unrecht im Schatten dieser Giganten steht: Liezen, spezifisch das Gelände am Hinterberg bzw. der Schmiedalm. Dieser Bericht zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen und eine erschöpfende, professionelle Analyse dieses Fluggebiets zu liefern, die weit über die Basisinformationen der DHV-Datenbank hinausgeht.

Geographisch betrachtet liegt Liezen an einer meteorologisch hochbrisanten Schnittstelle. Hier mündet die vom Pyhrnpass kommende Nord-Süd-Verbindung in das ost-westlich verlaufende Ennstal. Diese T-Kreuzung der Täler sorgt für einzigartige aerologische Bedingungen, die den Startplatz Liezen zu einem Juwel für kundige Piloten machen, aber auch signifikante Gefahren für Unwissende bergen. Der Hausberg von Liezen, an dessen Flanke sich der Startplatz befindet, gehört geologisch zu den Nördlichen Kalkalpen, was ihm thermisch andere Eigenschaften verleiht als den südlich gegenüberliegenden Niederen Tauern.

Für den ambitionierten Gleitschirmpiloten bietet Liezen eine seltene Kombination: Es ist einer der wenigen Startplätze im Ennstal, die eine zuverlässige Süd-Ost-Ausrichtung aufweisen. Dies ermöglicht Flüge zu Tageszeiten, an denen andere Berge noch im thermischen Schlaf liegen. Doch diese Exklusivität hat ihren Preis in Form von komplexen Windsystemen, insbesondere dem berüchtigten Ennstal-Talwind und der Interaktion mit dem militärischen Luftraum des Fliegerhorstes Fiala Fernbrugg (Aigen im Ennstal). Dieser Guide seziert diese Faktoren im Detail, um eine sichere und genussvolle Flugplanung zu ermöglichen.

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Topographie und Startplatz-Analyse

Die topographische Beschaffenheit eines Fluggeländes diktiert dessen Charakter. Im Falle von Liezen ist der Startplatz nicht auf einem spitzen Gipfel lokalisiert, sondern auf einer sanft geneigten Wiesenflanke, dem Hinterberg, oberhalb der Bezirkshauptstadt.

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Der Startplatz: Schmiedalm / Hinterberg

Der Startplatz, lokal oft als "Schmiedalm" referenziert, besticht durch seine Einfachheit, die jedoch nicht über die meteorologischen Anforderungen hinwegtäuschen darf. Es handelt sich um eine weitläufige Wiese, die durch landwirtschaftliche Nutzung (Heuwirtschaft) geprägt ist. Ein markanter Orientierungspunkt ist der dort befindliche Heustadel, der Piloten schon bei der Auffahrt signalisiert, dass sie das Ziel erreicht haben.  

Die genauen geodätischen Daten sind für die präzise Anreise und Flugplanung essenziell: Die Startplatzkoordinaten liegen bei N 47°34'55.09", E 14°13'55.57". Die Höhe beträgt 1.069 Meter über dem Meeresspiegel (MSL).  

Diese Höhenlage platziert den Startplatz rund 420 Meter über dem Talboden von Liezen. Dies ist ein moderater Höhenunterschied, der für reine Abgleiter kurz erscheinen mag, für thermisch aktive Tage jedoch vollkommen ausreicht, um Anschluss an die Hausbärte zu finden. Die Startrichtung ist primär Süd-Ost (SO), wobei auch südliche Komponenten gut toleriert werden. Diese Ausrichtung ist der entscheidende USP (Unique Selling Proposition) dieses Geländes: Während die klassischen Südhänge oft erst ab 11:00 oder 12:00 Uhr verlässlich "ziehen", steht die Sonne hier bereits am frühen Vormittag frontal auf dem Hang.  

Der Untergrund ist Wiese, was materialschonende Starts ermöglicht. Es gibt keine schroffen Felsen oder verblocktes Gelände direkt am Start, was den Platz technisch in die Kategorie "Einfach" einstuft – vorausgesetzt, die Windbedingungen stimmen. Die Neigung ist gleichmäßig, was sowohl Vorwärtsstarts bei schwachem Wind als auch Rückwärtsaufziehen bei einsetzendem Talwind oder Thermikablösungen begünstigt.

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Der Landeplatz: Liezen Stadt

Die Landung in Liezen erfordert taktisches Verständnis. Der offizielle Landeplatz befindet sich am südwestlichen Rand der Stadt Liezen. Die Koordinaten lauten: N 47°33'58.39", E 14°13'52.17". Die Höhe des Landeplatzes liegt bei 649 Meter MSL.  

Piloten müssen sich bewusst sein, dass sie in einem urbanen Randbereich landen. Dies bedeutet, dass thermische Ablösungen über den Dächern der Stadt, Industriegebäuden und Straßen (wie der B320) zu Turbulenzen im Endanflug führen können. Der Landeplatz selbst ist eine Wiese, die im Normalfall gut anfliegbar ist. Eine essenzielle Warnung, die in fast allen Quellen betont wird, betrifft den Gleitwinkel: Bei stärkerem Gegenwind (Talwind) kann der Weg vom Hinterberg über die Stadt bis zum Landeplatz sehr lang werden. Das Unterschätzen des Vorhaltewinkels und der Penetration gegen den Wind ist der häufigste Fehler von Gastpiloten an diesem Standort.

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Zugang, Logistik und Infrastruktur

Im Gegensatz zu den hochfrequentierten Flugbergen der Region, die oft durch Seilbahnen erschlossen sind (Planai, Hochwurzen), hat sich Liezen seinen Charakter als Individualisten-Berg bewahrt. Es gibt keine Bergbahn, die Piloten direkt zum Startplatz befördert. Dies filtert das Publikum auf natürliche Weise und sorgt dafür, dass am Startplatz selten Gedränge herrscht.

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Anreise mit dem PKW

Die primäre Erschließung erfolgt über das Straßennetz. Von Liezen aus führt eine Bergstraße in Richtung Hinterberg. Die Straße ist größtenteils asphaltiert, geht jedoch im letzten Abschnitt zur Schmiedalm in einen befestigten Güterweg über.

Navigation: Die Anfahrt ist nicht explizit als "Startplatz" ausgeschildert. Ortsunkundige sollten sich Richtung "Hinterberg" orientieren.

Parkplatzsituation: Es existiert kein offizieller Großparkplatz für Gleitschirmflieger. Geparkt wird am Straßenrand oder in kleinen Nischen in der Nähe der Alm. Hier gilt der ungeschriebene, aber eiserne Kodex des Ennstals: Keine landwirtschaftlichen Einfahrten blockieren. Der Heustadel am Startplatz wird aktiv bewirtschaftet. Ein einziges falsch geparktes Fahrzeug, das einen Traktor behindert, kann zur sofortigen Sperrung des Geländes durch den Grundstückseigentümer führen. Piloten sind angehalten, platzsparend zu parken und im Zweifel lieber ein paar Meter weiter zu laufen.

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Hike & Fly Optionen

Für die wachsende Gemeinschaft der Hike & Fly Piloten ist Liezen ein attraktives Ziel. Der Aufstieg vom Talboden (ca. 650m) zum Startplatz (1069m) bewältigt rund 420 Höhenmeter.

Dauer: Für durchschnittlich trainierte Wanderer ist der Aufstieg in 45 bis 60 Minuten machbar.

Route: Es führen mehrere Wanderwege und Forststraßen durch den Waldgürtel oberhalb von Liezen hinauf. Der Vorteil des Aufstiegs zu Fuß liegt nicht nur im sportlichen Wert, sondern auch in der meteorologischen Beurteilung: Bereits im Wald kann durch das Rauschen der Blätter die Stärke des überregionalen Windes oder des einsetzenden Talwinds besser eingeschätzt werden als im isolierten Auto.

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Shuttle-Dienste

Ein organisierter Shuttle-Betrieb, wie er beispielsweise am Stoderzinken durch den Sky Club Austria mit Bussen angeboten wird , existiert für den Startplatz Liezen-Hinterberg nicht explizit. Der Transport erfolgt in der Regel privat (Fahrgemeinschaften). An guten Flugtagen finden sich oft lokale Piloten am Landeplatz, bei denen eine Mitfahrt möglich ist. Die Kommunikation erfolgt oft spontan vor Ort oder über lokale WhatsApp-Gruppen, zu denen man als Gastpilot durch höfliches Fragen am Landeplatz Zugang finden kann.

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Meteorologische Komplexität: Das Ennstal-System

Wer im Ennstal fliegt, muss Meteorologie nicht nur verstehen, sondern "fühlen". Das Tal ist berühmt-berüchtigt für sein ausgeprägtes Talwindsystem, das über Fliegbar- und Unfliegbarkeit entscheidet. Der Startplatz Liezen nimmt hierbei eine Sonderstellung ein.

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Das Zeitfenster der Thermik

Bedingt durch die Süd-Ost-Ausrichtung ist Liezen ein "Vormittagsberg".  

Thermikbeginn: An guten Tagen setzt die Thermik bereits zwischen 10:00 und 11:00 Uhr ein. Die Sonne erwärmt die Flanken des Hinterbergs, während die Haupttalmitte noch stabil liegt.

Die "Goldene Stunde": Zwischen 11:00 und 13:00 Uhr herrschen oft die besten Bedingungen für den Start und den Einstieg in die Thermik. In dieser Phase ist der Talwind meist noch moderat, und die Ablösungen am Startplatz sind definiert, aber noch nicht zerrissen.

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Der Ennstal-Talwind: Motor und Bremse

Das Ennstal zieht Luftmassen magisch an. An thermischen Tagen entsteht ein massiver Sog vom Alpenvorland in die inneralpinen Bereiche.

Richtung: Der Talwind weht im Bereich Liezen fast immer aus Ost. Er strömt vom Gesäuse kommend talaufwärts Richtung Schladming/Radstadt.  

Intensität: Liezen liegt an einer topographischen Engstelle, bevor sich das Tal Richtung Stainach wieder weitet. Dies führt zu einem Düseneffekt. Windgeschwindigkeiten von 30 bis 40 km/h im Tal sind an Sommertagen ab 14:00 Uhr keine Seltenheit.

Gefahr: Für den Piloten in Liezen bedeutet dies eine Zweiteilung der Welt. Am Startplatz (1069m) kann noch schwacher Wind herrschen, während unten im Tal (650m) der "Boarische" (wie der Ostwind lokal auch genannt wird) bereits Bäume biegt. Ein Abstieg in diese Scherungsschicht ist turbulent und gefährlich. Wer zu spät startet, riskiert, "rückwärts" einzuparken oder den Landeplatz nicht mehr zu erreichen.

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Die Pyhrn-Düse: Die lokale Anomalie

Eine Besonderheit, die Liezen von anderen Ennstal-Fluggebieten unterscheidet, ist die Nähe zum Pyhrnpass.

Mechanismus: Nördlich des Pyhrnpass liegt das Becken von Windischgarsten. Bei einer nordseitigen Stau-Wetterlage (Nordüberdruck) fließt die kalte, schwere Luft über den Pass wie Wasser über ein Wehr und stürzt in das Ennstal hinab.

Auswirkung: Liezen liegt direkt in der Ausflussbahn dieser "Pyhrn-Düse". Selbst wenn überregionale Wetterkarten nur schwachen Nordwind zeigen, kann dieser lokal in Liezen massiv verstärkt werden.

Lee-Situation: Da der Hinterberg nördlich von Liezen liegt, würde man bei Nordwind im Lee starten. Das ist absolut lebensgefährlich. Die Rotoren, die sich hinter den Haller Mauern und dem Warscheneck bilden, reichen bis tief ins Tal.

Warnzeichen: Piloten sollten unbedingt den Blick Richtung Pyhrn/Wurzeralm richten. Wenn dort Wolkenfetzen über den Grat "schwappen" oder eine Föhnmauer sichtbar ist, herrscht absolutes Startverbot in Liezen, auch wenn am geschützten Startplatz Windstille herrscht.

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Beste Jahreszeit

Während die großen Skiberge im Winter oft von Skifahrern dominiert werden, ist Liezen im Frühling (März bis Mai) und im Herbst (September bis Oktober) am attraktivsten.

Frühling: Die labilen Luftmassen sorgen für hohe Basishöhen, aber der Talwind ist oft noch kalt und ruppig.

Herbst: Dies ist die Genusszeit. Der Talwind ist schwächer, die Inversionen sorgen für ruhige Luft am Morgen, und die Fernsicht über das Ennstal zum Grimming ist spektakulär.

Winter: Flüge sind möglich (Hike & Fly), oft aber nur als reine Abgleiter, da die Thermik fehlt.

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Geheimtipps: Lokales Wissen für den Vorsprung

Die folgenden Informationen entstammen nicht dem offiziellen Handbuch, sondern der aggregierten Erfahrung lokaler Piloten und Beobachtungen vor Ort.

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Der "Hausbart" - Wo es wirklich hochgeht

Neulinge suchen oft direkt vor dem Startplatz nach Thermik. Lokale Piloten wissen jedoch: Die verlässlichste Abreißkante liegt, in Flugrichtung gesehen, rechts vom Startplatz. Dort, wo der Waldgürtel eine Kante bildet und in die steilere Flanke übergeht, löst sich die Warmluft am besten ab.

Taktik: Nach dem Start nicht sofort in die Talmitte fliegen! Halten Sie sich rechts, suchen Sie den Waldrand ab. Aber Vorsicht: Lassen Sie sich nicht zu tief treiben. Wer unter Grathöhe in den Einflussbereich des Talwinds gerät, wird gnadenlos "abgespült" und muss landen.

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Webcams zur präzisen Analyse

Verlassen Sie sich nicht auf die App-Symbole. Echte Piloten schauen sich das Live-Bild an.

Webcam Liezen-Pyhrn : Diese Kamera ist entscheidend, um die Talsohle zu beurteilen. Achten Sie auf Rauchfahnen von Schornsteinen oder Fahnenmasten im Bild. Zeigen diese starken Ostwind an, während am Startplatz noch Ruhe herrscht? Dann ist der Talwind schon durchgebrochen.  

Wurzeralm / Spital am Pyhrn : Diese Kameras blicken von Norden Richtung Liezen. Sie sind der Indikator für die Pyhrn-Düse. Sehen Sie hier Nebel, der über den Pass drückt, oder aggressive Wolkenbewegungen? Bleiben Sie am Boden.

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Fehlerquellen für Gastpiloten

Der "Talwind-Optimismus": Viele unterschätzen, wie schnell der Talwind im Ennstal zulegt. Ein Start um 14:00 Uhr im Hochsommer ist meist ein Kampf ums Überleben, kein Genuss.

Die Lee-Falle bei Westwind: Überregionaler Westwind streicht über den Rücken des Hinterbergs. Der Startplatz (SO) liegt dann im Lee. Es kann am Startplatz windstill sein oder sogar thermisch leicht von vorne anströmen (Anlaugeffekt). Sobald der Pilot abhebt und 50 Meter hinausfliegt, trifft ihn der Rotor des Westwinds. Regel: Wenn die Baumwipfel am Grat oben tanzen, aber am Startplatz Stille herrscht -> Alarmstufe Rot.

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Alternative Landemöglichkeiten für XC

Wer auf Strecke geht (Richtung Westen zum Grimming) und merkt, dass die Höhe nicht reicht, sollte nicht versuchen, auf Biegen und Brechen den offiziellen Landeplatz Liezen zu erreichen.

Wörschach: Weiter westlich gibt es große Wiesen bei Wörschach. Diese sind oft einfacher anzufliegen als der städtische Landeplatz Liezen, wenn der Talwind schon stark ist. Aber: Immer auf ungemähte Wiesen achten! Landen im hohen Gras (Futterwiese) ist ein Tabu und schädigt den Ruf der Fliegergemeinschaft nachhaltig.

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Luftraum und Legalität: Die Zone Aigen (LOXT)

Das Thema Luftraum ist in Liezen nicht nur eine theoretische Prüfungskomponente, sondern eine reale, ständige Präsenz. Nur wenige Kilometer westlich liegt der Militärflugplatz Aigen im Ennstal (LOXT).

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Die Militärische Kontrollzone (MCTR)

Der Flugplatz Aigen ist die Heimat der Hubschrauberstaffeln des Bundesheeres (Alouette III, und in Einführung die Leonardo AW-169 "Lion").

Status: Der Flugplatz verfügt über eine Militärische Kontrollzone (MCTR). Das Einfliegen in diesen Luftraum ist ohne explizite Freigabe durch den Turm (Tower) strengstens verboten.

Ausdehnung: Die Zone erstreckt sich vom Boden bis in beträchtliche Höhen und deckt einen großen Teil des Talbodens westlich von Liezen ab.

Praxis für Gleitschirmflieger: Oft gibt es lokale Vereinbarungen oder Sektoren, die bei inaktivem militärischen Flugbetrieb genutzt werden dürfen, oder Toleranzbereiche an den Hängen ("Hangflugsektoren"). Diese sind jedoch nicht statisch!

Informationspflicht: Vor jedem Streckenflug, der von Liezen Richtung Westen führt, ist es unabdingbar, sich über den aktuellen Status der MCTR Aigen zu informieren.

Ansprechpartner: Die Flugschule Sky Club Austria in Gröbming ist die zentrale Instanz für zivile Gleitschirmpiloten im Ennstal. Sie pflegt den direkten Draht zur militärischen Flugleitung. Ein Anruf dort oder der Check der dortigen Aushänge/Infos ist der sicherste Weg.

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Hubschrauber-Tieffluggebiete

Das gesamte Ennstal und die angrenzenden Seitentäler sind Übungsgebiete für militärische Tiefflüge.

Begegnungen: Piloten müssen jederzeit damit rechnen, dass Hubschrauber auch außerhalb der MCTR tief fliegen, insbesondere entlang von Talmitten oder Graten (Gebirgsflugtraining).

Verhalten: Machen Sie sich groß und sichtbar. Fliegen Sie berechenbare Kurse. Weichen Sie Hubschraubern aktiv aus. Bedenken Sie auch die Wirbelschleppen (Wake Turbulence) von schweren Hubschraubern, die sich lange in der Luft halten können.

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Flugpraxis: Streckenflug (XC) Potential

Liezen ist oft der Startpunkt oder ein strategischer Wendepunkt für Flüge im Ennstal.

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Die Ennstal-Rennstrecke (Route West)

Dies ist die klassische Route. Nach dem Start in Liezen und dem erfolgreichen Aufdrehen am Hausbart fliegt man entlang der Nordkette Richtung Westen.

Wegpunkte: Hinterberg -> Wörschach -> Grimming.

Herausforderung: Die Querung des Niederung bei Wörschach/Stainach zum mächtigen Grimming-Massiv. Hier muss genügend Höhe mitgebracht werden, um nicht im Talwind zu versinken. Der Grimming selbst ist ein gigantischer Thermikofen, aber auch Respekt einflößend.

Weiterflug: Vom Grimming aus ist der Sprung zum Stoderzinken und weiter zum Dachstein möglich. Dies ist Teil der klassischen FAI-Dreiecke, die im Ennstal geflogen werden.

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Route Ost: Das Gesäuse

Der Flug Richtung Osten führt in den Nationalpark Gesäuse.

Landschaft: Spektakuläre Felswände (Admonter Reichenstein, Hochtor).

Limitierung: Hier wird das Tal enger, die Landemöglichkeiten spärlicher und der Talwind oft stärker düsenartig beschleunigt. Zudem greifen hier strenge Naturschutzauflagen des Nationalparks (Überflughöhen beachten!). Diese Route ist eher erfahrenen Piloten vorbehalten.

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Flugstil: Der Delfin

Erfolgreiches Fliegen im Ennstal erfordert oft den sogenannten "Delfinstil". Anstatt in jedem Bart bis zur Basis zu kurbeln (was oft Zeit kostet und durch Inversionen limitiert sein kann), gleiten Piloten zügig von einer aktiven Rippe zur nächsten, nehmen im Vorbeiflug Steigen mit und nutzen die tragenden Linien entlang der Sonnenhänge.

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Drumherum: Nach der Landung

Liezen ist als Bezirkshauptstadt das urbane Zentrum der Region. Dies bietet logistische Vorteile gegenüber abgelegenen Bergbauern-Startplätzen.

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Einkehr und Unterkunft

Es gibt keine klassische "Fliegerbar" direkt am Landeplatz, aber die Stadt bietet volle Infrastruktur.

Gastronomie: Vom schnellen Imbiss bis zum gediegenen Gasthof ist alles vorhanden. Ein Tipp für die Atmosphäre: Fahren Sie nach dem Flug ein paar Kilometer weiter nach Pürgg. Dieser Ort wird oft als das "Kripperl der Steiermark" bezeichnet und bietet exzellente Gasthäuser mit Blick auf den Grimming – perfekt für das Debriefing.

Unterkunft: Neben Hotels in der Stadt (z.B. Hotel Lindner etc., basierend auf der allgemeinen Infrastruktur einer Bezirkshauptstadt) gibt es zahlreiche Campingplätze in der Umgebung (z.B. am Putterersee in Aigen, ca. 10 Min Fahrt).

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Alternativprogramme

Wenn es nicht fliegt:

Shopping: Liezen ist bekannt für seine hohe Dichte an Einkaufszentren (ELI, Arkade).

Kultur: Stift Admont mit der größten Klosterbibliothek der Welt ist nur 15 Minuten entfernt – ein weltklasse Schlechtwetterprogramm.

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Alternative Startplätze

Sollte Liezen aufgrund der Windrichtung nicht passen:

Bei Nordwind: Ausweichen ins Garstnertal (Windischgarsten/Hinterstoder) nördlich des Pyhrnpass. Dort staut sich der Wind und bietet oft Soaring-Bedingungen, während in Liezen der Föhn tobt.

Bei starkem Westwind: Der Stoderzinken bietet Startplätze in fast alle Richtungen und liegt höher, ist aber bei Sturm auch keine Option. Oft ist es besser, am Boden zu bleiben.

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Sicherheit, Regeln & Notfallmanagement

Abschließend die wichtigste Komponente: Die Sicherheit.

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Notfallnummern und Kontakte

Speichern Sie diese Nummern vor dem Start in Ihr Handy. Im Stressfall sucht niemand gerne im Internet.

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Baumlandungen

Das Gelände unterhalb des Startplatzes ist teils bewaldet. Sollte es zu einer Baumlandung kommen:

Ruhe bewahren. Sichern Sie sich gegen Absturz.

Hilfe rufen (140 oder 112).

Nicht selbst absteigen! Die meisten Verletzungen passieren nicht beim Absturz in den Baum, sondern beim Versuch der Piloten, ohne Sicherung aus 20 Metern Höhe herunterzuklettern. Warten Sie auf die Bergrettung.

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Fazit

Liezen-Hinterberg ist ein Fluggebiet für den denkenden Piloten. Es belohnt jene, die Wetterkarten lesen können, die früh aufstehen und die Respekt vor der Kraft des Ennstal-Talwinds haben. Wer diese Regeln befolgt, findet hier einen ruhigen, stressfreien Gegenentwurf zum Massentourismus der großen Flugzentren – mit einem Panorama auf den Grimming, das seinesgleichen sucht.

Always Happy Landings!

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