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Mulfingen

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:49.3342°N, 9.8123°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Mulfingen Startplatz

Start
Höhe406m ü. M.
Koord.49.3342, 9.8123
WindSW
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Mulfingen Landeplatz

Landung
Höhe261m ü. M.
Koord.49.3312, 9.8075
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Handbuch für Piloten: Fluggebiet Mulfingen-Gaisberg & das Jagsttal – Eine tiefgehende Analyse

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Präambel und Einführung in die Region Hohenlohe

Das Fliegen in den deutschen Mittelgebirgen und Flusstälern stellt eine ganz eigene Disziplin innerhalb des Gleitschirm- und Drachensports dar. Während alpine Fluggebiete oft durch schiere Größe und massive Höhendifferenzen bestechen, verlangt das Fliegen im Hohenloher Land, speziell im Jagsttal bei Mulfingen, eine filigrane Beherrschung der Mikrometeorologie, präzise Starttechniken und ein geschultes Auge für das Gelände.

Dieser Bericht dient nicht nur als bloße Datensammlung, sondern als umfassendes Kompendium für den Piloten, der das Maximum aus einem Flugtag in Mulfingen herausholen möchte. Er ersetzt und erweitert die standardisierten Datenbankeinträge des DHV und anderer Portale durch kontextbezogene Analysen, taktische Hinweise und detaillierte logistische Informationen. Das Ziel ist es, dem Piloten ein mentales Modell des Geländes zu vermitteln, bevor er den Packsack überhaupt aus dem Auto lädt.

Das Fluggelände Mulfingen, spezifisch der Startplatz am Gaisberg, ist ein Paradebeispiel für die effiziente Nutzung topografischer Besonderheiten. Eingebettet in die Muschelkalkformationen der Hohenloher Ebene, bietet es trotz moderater Höhendifferenz komplexe aerologische Möglichkeiten, die vom entspannten Abend-Soaring bis zum anspruchsvollen Streckenflug reichen.

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Die Architektur des Jagsttals

Um das Flugverhalten am Gaisberg zu verstehen, muss man zunächst die geologische Entstehung der Region betrachten. Die Jagst hat sich über Jahrtausende tief in die Hohenloher Ebene eingegraben. Das Resultat ist kein freistehender Bergkegel, sondern eine Hochebene, die abrupt in ein Flusstal abfällt. Diese Struktur ist für die Aerodynamik entscheidend:

Das Plateau (Laminarer Zufluss): Der Startplatz liegt auf ca. 406 m NN am Rande einer weiten, landwirtschaftlich genutzten Hochebene. Anders als bei spitzen Gipfeln, wo der Wind oft umströmt wird, trifft die Luftmasse hier laminar und ungebremst auf die Hangkante. Dies sorgt für ein sehr "ehrliches" Windprofil beim Start, bedeutet aber auch, dass Windgeschwindigkeiten ungedämpft auf den Piloten treffen.  

Der Prallhang (Dynamischer Heber): Der Gaisberg fungiert als klassischer Prallhang für südwestliche Strömungen. Die Kante ist ausgeprägt genug, um den Wind zuverlässig nach oben zu lenken. Der Hang selbst ist bewaldet, durchzogen von Buschwerk und Hecken, was thermische Ablösungen begünstigt, aber auch Turbulenzen in Bodennähe verursachen kann.  

Die Talsohle (Kanalisierung): Das Jagsttal ist vergleichsweise eng und gewunden. Dies führt zu Venturi-Effekten (Düseneffekte), die die Windrichtung und -stärke am Landeplatz (261 m NN) signifikant von den Verhältnissen am Startplatz unterscheiden können.

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Höhenprofil und Gleitwinkel-Management

Mit einer Höhendifferenz von lediglich ca. 145 Metern (variiert je nach genauem Start- und Landepunkt zwischen 140 m und 168 m) gehört Mulfingen zu den Geländen mit geringer Arbeitshöhe.  

Implikation für Piloten: Es gibt keine "Sicherheitszone" zum Testen der Bedingungen. Nach dem Start befindet sich der Pilot fast unmittelbar im Entscheidungskorridor: Suchen des Aufwindes oder Einleiten der Landevolte. Moderne Gleitschirme mit Gleitzahlen von 8-10 erreichen den Landeplatz problemlos, doch Drachenpiloten oder Piloten von Schulungsschirmen müssen den Talwindversatz einkalkulieren.

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Mikrometeorologie und Aerologie

Die meteorologische Beurteilung ist der kritischste Faktor für einen sicheren Flugbetrieb in Mulfingen. Aufgrund der Kessellage des Tals und der Exponiertheit des Plateaus entstehen spezifische Phänomene.

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Das Windfenster: Südwest bis West-Südwest

Die ideale Anströmrichtung ist Südwest (SW, ca. 225°).

Toleranzbereich: Der fliegbare Sektor erstreckt sich von ca. 210° (SSW) bis 260° (W).

Süd-Einschlag (<210°): Bei starker Südkomponente strömt der Wind fast parallel zum Talverlauf. Dies reduziert den dynamischen Auftrieb am Prallhang massiv und erhöht die Gefahr von leeseitigen Verwirbelungen durch vorgelagerte Bergnasen.

West-Einschlag (>260°): Dreht der Wind zu stark auf West oder Nordwest, wird er durch orografische Hindernisse im Vorfeld der Jagstschleife gebrochen. Der Aufwind wird "zerrissen" und unzuverlässig.

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Windgeschwindigkeiten und Grenzwerte

Die Analyse der lokalen Holfuy-Wetterstationen und Prognosen zeigt typische Muster:

Ideal: 10 bis 15 km/h Grundwind am Startplatz. Dies reicht aus, um im dynamischen Aufwindband ("Soaring") Höhe zu halten, ohne dass der Start riskant wird.

Grenzbereich: Ab 20 km/h wird der Start am Gaisberg anspruchsvoll. Da der Wind laminar über das Plateau beschleunigt, fehlt oft der "Puffer" durch Bewuchs direkt an der Kante. Rückwärtsaufziehen ist hier zwingende Voraussetzung.

Böigkeit: Wetterstationsdaten zeigen oft Böenspitzen von 25-30 km/h bei Grundwinden von 12 km/h. Diese Diskrepanz ("Gust Factor") ist typisch für thermisch durchsetzte Tage im Jagsttal und erfordert aktives Schirmhandling.

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Die Gefahr der Ostlagen (Leewirkung)

Ein Kardinalfehler, den Gastpiloten vermeiden müssen, ist der Start bei überregionaler Ostströmung.

Das Trugbild: Bei Ostwind liegt der Startplatz im aerodynamischen Schatten (Lee) der Hochebene. Es kann vorkommen, dass am Startplatz scheinbare Windstille herrscht oder sogar ein leichter thermischer Wind "von vorne" (aus dem Tal den Hang hinauf) weht.

Die Realität: Sobald der Pilot abhebt und die schützende bodennahe Schicht verlässt oder weiter ins Tal hinausfliegt, gerät er in die turbulente Leewalze, die von der Hochebene in das Jagsttal abfällt. Dies führt zu massivem Höhenverlust und Kappenstörungen.

Regel: Bei Prognosen mit Ostkomponente (NO, O, SO) ist der Gaisberg tabu. Hier greift das Ausweichgelände Saubühl (siehe Abschnitt 8).

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Technische Charakteristik

Der Startplatz (N 49°20'03.24" E 9°48'44.45") ist eine gepflegte Wiesenfläche, die aus einer Waldschneise heraus in das Tal führt.

Neigung: Das Gelände beginnt flach auf dem Plateau und neigt sich dann progressiv zur Hangkante hin. Dies ist ideal für kontrollierte Startläufe, da der Pilot nicht sofort an einem steilen Abgrund steht.

Hindernisse: Die Startschneise ist seitlich von Vegetation (Büschen und Bäumen) begrenzt. Bei sauberem Gegenwind wirkt dies kanalisierend und hilfreich. Bei Seitenwind entstehen jedoch Leewirbel (Rotoren) an den Rändern der Schneise. Ein Blick auf die Windspione in den seitlichen Baumwipfeln ist daher obligatorisch, nicht nur auf den Windsack direkt am Boden.

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Startablauf und "Point of No Return"

Aufgrund der geringen Höhe ist Entschlossenheit gefragt:

Aufziehphase: Nutzen Sie den flachen oberen Teil. Hier ist der Wind meist laminar.

Beschleunigung: Sobald der Schirm oben ist, muss zügig in den steileren Teil gelaufen werden. Zögern führt oft dazu, dass der Pilot mit zu wenig Fahrt abhebt und unter die Hangkante sackt.

Abflug: Nach dem Abheben muss sofort die Entscheidung fallen: Trägt der Hang? Wenn das Vario nicht unmittelbar Steigen anzeigt oder der Pilot merkt, dass er unter Baumwipfelhöhe sinkt, muss der Plan sofort auf "Landevolte" umgestellt werden. Ein "Heraushungern" unterhalb der Hangkante endet oft in den Bäumen, da der Hangfuß dicht bewachsen ist.

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Das Soaring-Band

Bei konstantem Wind zwischen 15 und 20 km/h aus SW bildet sich vor dem Gaisberg ein stabiles Aufwindband. Dieses ist oft breit genug für mehrere Schirme, erfordert aber Disziplin in den Wenderegeln (Hangflugregeln: Hang zur Rechten hat Vorfahrt; wer den Hang links hat, weicht nach rechts aus).

Sweet Spot: Der beste Auftrieb findet sich oft nicht direkt über der Kante, sondern leicht vorgelagert, dort wo der Wind durch die Prallwirkung der unteren Hanghälfte nach oben komprimiert wird.

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Thermikquellen und "Magic Life"

Obwohl Mulfingen kein Hochgebirge ist, bietet es exzellente thermische Qualitäten:

Der Trigger: Die Hangkante selbst und die Waldgrenze fungieren als Abrisskanten für Warmluftpakete, die sich auf den Feldern im Tal und am Südwest-Hang bilden.

Abendthermik: Ein besonderes Highlight im Jagsttal ist das sogenannte "Magic Life" (Restitution). Wenn die Sonne am späten Nachmittag tief im Westen steht, strahlt sie direkt in den Hang und den Wald. Der Wald gibt die über den Tag gespeicherte Wärme ab. Dies führt oft zu großflächigem, sanftem Steigen, das Flüge bis zum Sonnenuntergang ("Sunset Soaring") ermöglicht, selbst wenn der überregionale Wind bereits nachlässt.

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Streckenflug (Cross Country - XC)

Für ambitionierte Piloten ist Mulfingen ein Starttor zur Hohenloher Ebene und darüber hinaus.

Rekorde: Dass das Potenzial enorm ist, beweisen Flüge wie der von Rainer Rössler (DGF Hohenlohe) über 138 km freie Strecke oder Flüge nach Rodachshof.  

Taktik: Der Schlüssel zum Streckenflug in Mulfingen ist der "Low Save". Oft muss der erste Bart in geringer Höhe (100-200m über Grund) zentriert werden. Gelingt der Anschluss an die Wolkenbasis (oft bei 1500-2000m MSL), steht der Weg nach Osten (Richtung Frankenhöhe) oder Nordosten offen.

Wettbewerbe: Der Verein richtet regelmäßig den "Hohenlohe-Pokal" aus, bei dem Piloten ihre XC-Leistungen messen. Die Wertung begünstigt FAI-Dreiecke (Faktor 2,0) und flache Dreiecke (Faktor 1,75) gegenüber der freien Strecke, was taktisches Fliegen fördert.

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Der Landeplatz: Strategie und Gefahren

Der Landeplatz (N 49°19'52.33" E 9°48'26.88", 261 m NN) befindet sich auf einer Wiese im Tal, nahe dem Flussufer der Jagst.

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Anflugplanung und Volte

Aufgrund des begrenzten Raumes im Tal ist eine saubere Landeeinteilung (Volte) überlebenswichtig. "Wildes Abkreisen" gefährdet andere Piloten.

Sichtbarkeit: Ein großer Vorteil des Geländes ist, dass der Landeplatz vom Start aus meist sichtbar ist ("in Sichtweite").  

Position: Die Position wird in der Regel seitlich versetzt zum Landepunkt eingenommen, um Höhe abzubauen.

Quer- und Endanflug: Der Endanflug erfolgt gegen den Wind. Hierbei ist zu beachten, dass der Wind im Tal durch den Flusslauf kanalisiert sein kann und leicht von der Richtung am Startplatz abweicht (Talwindsystem). Windanzeiger am Landeplatz sind strikt zu beachten.

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Turbulenzquellen im Landebereich

Fluss-Effekt: Die Jagst führt oft kühleres Wasser. Besonders im Frühjahr kann über dem Wasser eine Kaltluftschicht liegen, die zu plötzlichem Sinken ("Durchsacken") im Endanflug führt, wenn man zu weit über den Fluss ausholt.

Baumreihen: Das Ufer der Jagst ist gesäumt von Bäumen. Bei Wind, der schräg über diese Baumreihen streicht, entstehen im Lee (also genau im Landebereich) Turbulenzen. Ein Anflug mit Geschwindigkeitsreserve (Hände hoch, Trimmgeschwindigkeit oder leicht beschleunigt) ist ratsam, um Kappendruck zu behalten.

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Außenlandungen

Sollte die Höhe nicht bis zum offiziellen Landeplatz reichen, bieten die Wiesen im Tal theoretische Notlandeoptionen.

Warnung: Viele Wiesen sind landwirtschaftliche Nutzflächen (hohes Gras, Futterwiesen). Eine Landung im hohen Gras verursacht Flurschaden und Ärger mit den Landwirten. Dies ist die häufigste Ursache für den Verlust von Fluggeländen! Vermeiden Sie Außenlandungen, wenn irgend möglich. Sollte es dennoch passieren: Schirm sofort zusammenraffen, Wiese auf kürzestem Weg verlassen (in die Traktorspur treten) und den Landwirt proaktiv ansprechen, falls anwesend.

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Die Alternative: Windenschlepp am Saubühl

Ein entscheidender Vorteil der Region Mulfingen ist die Redundanz. Wenn der Wind am Gaisberg nicht passt (z.B. Ostwind), steht mit dem Gelände "Saubühl" eine leistungsfähige Alternative bereit.

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Daten und Fakten Saubühl

Art: Schleppgelände für Drachen und Gleitschirme.

Lage: Ca. 2 km vom Gaisberg entfernt auf der Hochebene.

Ausrichtung: ONO (Ost-Nordost).  

Schleppstrecke: 1040 Meter. Diese beachtliche Länge ermöglicht bei guten Bedingungen Ausklinkhöhen von 400 bis 600 Metern und mehr – deutlich höher als der Hangstart am Gaisberg.

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Betriebszeiten und Organisation

Während am Gaisberg theoretisch jederzeit geflogen werden kann (unter Beachtung der Gastregeln), ist der Schleppbetrieb organisiert:

Zeiten: Überwiegend an Sonn- und Feiertagen.

Kommunikation: Der Betrieb wird über interne Messenger-Gruppen (Signal) organisiert. Gäste müssen sich zwingend vorab beim Verein melden, um Kapazitäten zu klären.

Vorteil: Durch die Kombination Gaisberg (SW) und Saubühl (NO/O) deckt der DGF Hohenlohe fast alle Windrichtungen ab.

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Logistik und Anreise: Der Weg zum Ziel

Die Anfahrt zum Startplatz ist in Navigationsgeräten oft nicht präzise hinterlegt. Hier ist die bewährte Anfahrtsbeschreibung basierend auf den lokalen Gegebenheiten.

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Anfahrt zum Startplatz (Gaisberg)

Start: Ortskern Mulfingen.

Route: Fahren Sie auf der L1025 (Hauptstraße) nach Südosten.

Abzweig 1: Ca. 250 m nach dem Ortsausgangsschild links abbiegen auf die L1022 (Richtung Simprechtshausen).

Abzweig 2 (Der Aufstieg): Nach nur 150 m auf der L1022 wieder links abbiegen, den Berg hinauf. Achten Sie auf das Schild "Drachenflug" (klein, leicht zu übersehen).

Zielanfahrt: Folgen Sie der Straße ca. 800 m bergauf ohne abzubiegen. Nach einer langen Geraden auf der Hochebene sehen Sie rechts die Parkflächen und den Starthügel.

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Anfahrt zum Landeplatz (Tal)

Zum Abstellen des Landeplatz-Fahrzeugs oder zur Besichtigung:

Abfahrt: Vom Startplatz den Berg wieder hinunter zur L1022.

Richtung: Rechts abbiegen Richtung Mulfingen.

Kreuzung: Nach 150 m (an der Kreuzung zur L1025) links abbiegen Richtung Heimhausen.

Der Feldweg: Nach ca. 600 m sehen Sie rechts einen Aussiedlerhof. Biegen Sie rechts zur Hofzufahrt ab und unmittelbar danach (50 m) wieder rechts auf den Feldweg.

Parken: Folgen Sie dem Weg ca. 500 m bis zum Ende. Parken Sie platzsparend nahe dem großen Baum. Wichtig: Keine landwirtschaftlichen Ein- und Ausfahrten blockieren!

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"Hike & Fly" Option

Aufgrund der geringen Höhendifferenz und der kurzen Distanz bietet sich Mulfingen perfekt für "Hike & Fly"-Training an. Der Fußmarsch vom Landeplatz zurück zum Startplatz dauert für sportliche Piloten nur etwa 15–20 Minuten. Dies ermöglicht hohe Frequenzen an Starts und Landungen ohne aufwendige Shuttle-Logistik.

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Infrastruktur: Übernachtung und Gastronomie

Mulfingen und das Jagsttal bieten eine hervorragende touristische Infrastruktur, die den Flugtag abrundet.

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Camping

Offizielles Camping ("Wildcampen") direkt am Startplatz ist aus Naturschutzgründen in der Regel nicht gestattet.

Empfehlung: Der Campingplatz am Hollenbacher See (Waldcamping Hollenbacher See) liegt in unmittelbarer Nähe. Er wird von Campern positiv bewertet und bietet eine idyllische Lage, die gut zur "Naturverbundenheit" des Flugsports passt.

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Hotels und Gasthöfe

Gasthof Jagstmühle: Eine gehobene Option direkt im Tal. Ideal für das "Lande-Bier" oder ein gutes Abendessen in historischem Ambiente. Die Nähe zum Landeplatz macht ihn zum inoffiziellen Treffpunkt.  

Weitere Optionen: Das Hotel Garni Superior und Hotel Renner bieten solide Übernachtungsmöglichkeiten für Piloten, die ein festes Dach über dem Kopf bevorzugen.

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Rechtliches, Regeln und der Verein

Das Fluggebiet wird vom Drachen- und Gleitschirmflieger Hohenlohe e.V. (DGF Hohenlohe) in ehrenamtlicher Arbeit gepflegt. Die Einhaltung der Regeln sichert den Fortbestand des Geländes.

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Gastregelung

Offiziell sind die Flächen für den vereinsinternen Übungsbetrieb bestimmt. Die Praxis zeigt jedoch, dass Gäste willkommen sind, wenn sie sich an die Regeln halten:

Anmeldung: Kontaktieren Sie den Verein vor Ihrem Besuch (Email: dg.hohenlohe@googlemail.com oder über die Website sites.google.com/site/dgfhohenlohe). Unangemeldetes Erscheinen wird nicht gern gesehen.  

Gebühren: Rechnen Sie mit einer Tagesmitgliedschaftsgebühr. Dies dient dem Erhalt der Pachtflächen.

Scheinpflicht: Gültige Fluglizenz (A-Schein/B-Schein) und Versicherungsnachweis sind obligatorisch.

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Naturschutzauflagen

Die Intensivierung des Flugbetriebs oder Wettbewerbe bedürfen einer Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. Das bedeutet für den Einzelpiloten:

Kein Müll hinterlassen.

Keine unnötigen Fahrten auf Feldwegen.

Kein Lärm (keine laute Musik am Startplatz).

Respektieren von Brutzeiten (achten Sie auf Aushänge am Startplatz).

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Ausrüstungsempfehlungen für Mulfingen

Basierend auf den topografischen und meteorologischen Bedingungen empfehlen sich folgende Ausrüstungskonfigurationen:

Schirm:

Klasse: A bis High-B Schirme sind ideal. Die Dämpfung hilft bei thermischen Turbulenzen im Tal. High-Performance Schirme (C/D) können ihr Gleitpotenzial bei der geringen Höhe oft nicht voll ausspielen, es sei denn, man geht auf Strecke.

Startverhalten: Schirme mit einfachem Füllverhalten sind von Vorteil, da der Startplatz (Schneise) keine Fehler beim Aufziehen verzeiht (Gefahr des Hängenbleibens in Büschen).

Gurtzeug: Ein Gurtzeug mit gutem Protektor (Schaumstoff oder Airbag) ist Pflicht, da Landungen im Tal auch mal härter ausfallen können (Durchsacker über der Jagst).

Vario: Ein hochempfindliches Vario ist nützlich, um auch schwaches "Abendsteigen" (0,5 m/s) effizient zu nutzen.

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Fazit

Der Gaisberg in Mulfingen ist ein Kleinod für Flugsportler in Süddeutschland. Er beweist, dass man keine 2000-Meter-Gipfel benötigt, um faszinierende Flüge zu erleben. Die Kombination aus technischem Anspruch beim Start, der taktischen Tiefe des Jagsttals (Soaring vs. Thermik) und der exzellenten Infrastruktur des DGF Hohenlohe macht es zu einem erstklassigen Ziel – sowohl für den Feierabendflug als auch als Ausgangspunkt für Streckenflüge.

Wer die Regeln respektiert, die Meteorologie (besonders die Ostwind-Falle) beachtet und sich gastfreundlich zeigt, wird hier mit Flügen belohnt, die in Erinnerung bleiben.

Fly safe & happy landings!

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