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Unteres Tal

Startplätze:1
Koord.:49.4651°N, 9.8016°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Unteres Tal

Start
Höhe370m ü. M.
Koord.49.4651, 9.8016
WindNO-O
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Ultimative Pilotenguide: Unteres Tal & Das Flugrevier Taubertal Executive Summary

Dieser Forschungsbericht stellt eine erschöpfende Analyse des Gleitschirm-Startplatzes Unteres Tal (Gemarkung Bad Mergentheim/Markelsheim) sowie des umliegenden Flugreviers im lieblichen Taubertal dar. Während offizielle Datenbanken wie die des DHV oft nur rudimentäre Basisdaten liefern, zielt dieser Bericht darauf ab, die Lücke zwischen bloßen Koordinaten und dem tatsächlichen Erleben des Geländes zu schließen. Das Dokument dient als umfassendes Handbuch für Piloten, die sich nicht nur für die geographische Lage, sondern für die aerologischen Feinheiten, die taktischen Herausforderungen des Mittelgebirgsfliegens und die kulturelle Einbettung dieses speziellen Sports in eine Weinbauregion interessieren.

Das "Untere Tal" repräsentiert einen klassischen, aber technisch anspruchsvollen Mittelgebirgs-Spot. Es ist kein Gelände für den unbedarften "Abgleiter", sondern eine Arena für Piloten, die das Spiel mit Wind, Thermik und begrenzter Arbeitshöhe verstehen wollen. Technisch geprägt durch die Begrenzungen des Luftraums (CTR Niederstetten) und meteorologisch faszinierend durch das Mikroklima der Muschelkalk-Weinberge, bietet es eine Exklusivität abseits der überlaufenen Alpen-Hotspots.

Zentrale Erkenntnisse für die Flugplanung: Der Startplatz funktioniert primär bei Windrichtungen aus Nordost bis Ost (NO-O). Aufgrund der Ausrichtung ist er ein klassisches Gelände für den Vormittag bis frühen Nachmittag, wobei die Thermikqualität stark von der Sonneneinstrahlung auf die dunklen Weinbergböden abhängt. Logistisch erfordert das Gelände Mobilität und die Bereitschaft zum "Hike & Fly", da die Zufahrt beschränkt ist. Das Risikoprofil ist als mittel bis anspruchsvoll einzustufen, primär verursacht durch die geringe Fehlerverzeihung der Weinberge bei Außenlandungen, die Nähe zu Hochspannungsleitungen und die komplexe Luftraumstruktur.

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Der geologische und topographische Kontext

Das Taubertal, geologisch geprägt durch den fränkischen Muschelkalk, bietet eine einzigartige Topographie für den Flugsport. Im Gegensatz zu den schroffen Felswänden der Alpen oder den sanften Grasbuckeln des Schwarzwaldes, finden Piloten hier tief eingeschnittene Flusstäler mit steilen Prallhängen. Diese Hänge sind oft terrassiert und landwirtschaftlich intensiv für den Weinbau genutzt, was nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern aerologisch hochrelevant ist.

Der Muschelkalk wirkt als exzellenter Wärmespeicher. Er nimmt die Sonnenenergie am Vormittag rasch auf und gibt sie als "trockene" Thermikblasen ab. Das Gelände "Unteres Tal" liegt an einem solchen Hang nördlich von Markelsheim. Die Tauber selbst mäandert durch das Tal und schafft ein lokales Windsystem, das jeden Flug beeinflusst. Für den Piloten bedeutet dies: Das Verständnis der Landschaft ist hier der Schlüssel zum Obenbleiben. Wer die Geologie ignoriert, wird im Taubertal oft nur kurze Abgleiter erleben.

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Die Rolle des Gleitschirmclubs Markelsheim e.V.

Das Gelände wird vom Gleitschirmclub Markelsheim e.V. betreut und gepflegt. Dies ist kein anonymes Fluggebiet, sondern das "Wohnzimmer" einer aktiven lokalen Community. Die Pflege eines Startplatzes inmitten von wertvollen Weinbauflächen erfordert diplomatisches Geschick und eine enge Kooperation mit den Winzern und der Gemeinde Bad Mergentheim.  

Für Gastpiloten bedeutet dies eine erhöhte Verantwortung. Jeder Start und jede Landung stehen unter der Beobachtung der lokalen Bevölkerung und der Landwirte. Der Erhalt des Geländes hängt direkt vom Verhalten der Piloten ab. Der Verein hat in jahrelanger Arbeit eine Infrastruktur geschaffen, die den Sport in Einklang mit Naturschutz und Landwirtschaft bringt. Die Nutzungserlaubnis ist daher nicht als selbstverständlich, sondern als Privileg zu betrachten, das an Regeln gebunden ist.

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Exakte Geodaten und Lageanalyse

Das Gelände befindet sich in der Gemarkung Bad Mergentheim, Ortsteil Markelsheim. Es handelt sich um einen Hangstartplatz, der sich oberhalb der Weinberge erhebt.

Die genauen GPS-Koordinaten für den Startplatz lauten N 49°27'54.50" E 9°48'05.63". Diese Position markiert die Startschneise, die oft zwischen den Reben oder auf einer Wiese oberhalb der Kulturen liegt. Die Höhe des Startplatzes liegt bei ca. 350 bis 400 Metern über dem Meeresspiegel (MSL). Der Höhenunterschied zum Landeplatz im Tal beträgt etwa 100 bis 150 Meter. Dies mag für Alpenflieger wenig erscheinen, ist jedoch für Mittelgebirgsverhältnisse im Hohenloher Land eine solide Arbeitshöhe, um in die Thermik einzusteigen.

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Charakteristik des Startplatzes ("The Launch")

Der Startplatz im "Unteren Tal" fordert vom Piloten eine saubere Starttechnik. Wir befinden uns hier nicht auf einer planierten, hindernisfreien Almwiese.

Topographie des Starts: Der Start erfolgt oft aus einer Schneise oder einer kleinen Wiesenfläche, die direkt in den steileren Hang übergeht. Seitlich ist der Platz meist durch Bewuchs (Büsche, Waldrand) oder direkt durch Weinberge begrenzt.

Schwierigkeitsgrad: Der DHV und lokale Piloten stufen den Start als Mittel ein. Dies liegt weniger an der Steilheit, sondern an der Notwendigkeit der Schirmkontrolle. Ein seitliches Ausbrechen beim Aufziehen kann schnell dazu führen, dass der Schirm in Hindernissen hängen bleibt.

Starttechnik: Aufgrund der oft vorherrschenden Windbedingungen und der begrenzten Platzverhältnisse ist der Rückwärtsstart (Reverse Launch) dringend empfohlen. Er ermöglicht die visuelle Kontrolle der Kappe und Korrekturen vor dem eigentlichen Abheben. Bei Vorwärtsstarts besteht die Gefahr, dass man bei asymmetrischem Füllen der Kappe in die seitlichen Reben gedrückt wird.

Untergrund: Der Untergrund ist meist naturbelassen (Wiese/Gras). Piloten sollten auf Unebenheiten achten, die beim Laufschritt stören könnten.

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Der Landeplatz ("The Bullseye")

Die Landung im Taubertal erfordert ebenso hohe Konzentration wie der Start. Im Gegensatz zu weiten Talkesseln ist der Talboden hier durch Infrastruktur (Straßen, Bahnlinie, Fluss Tauber) und Landwirtschaft (Maisfelder, Wiesen) strukturiert.

Lage: Der offizielle Landeplatz befindet sich im Talbereich, meist parallel zur Flugrichtung. Die genaue Einweisung durch den Verein ist hier unerlässlich, da sich landwirtschaftliche Nutzflächen ändern können.

Hindernisse: Besondere Vorsicht gilt der Hochspannungsleitung, die das Tal queren kann, sowie der Bahnlinie und der Straße L2251. Diese linearen Hindernisse müssen mit ausreichend Sicherheitshöhe überflogen werden.  

Talwind: Im Landeanflug muss zwingend auf den Talwind geachtet werden. Dieser kann im Tagesverlauf seine Richtung ändern oder an Stärke zunehmen, was die Landeeinteilung (Lande-Volte) maßgeblich beeinflusst. Ein "Absaufen" über den Weinbergen ist keine Option – eine Landung in den Reben verursacht fast immer Sachschaden und führt zu massiven Konflikten mit den Grundstückseigentümern.

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Meteorologie & Flugbedingungen: Ein tiefer Einblick

Das Verständnis der Mikrometeorologie ist im "Unteren Tal" der Unterschied zwischen einem 5-Minuten-Flug und einem 2-Stunden-Thermikflug. Das Gelände funktioniert nach eigenen Gesetzen, die sich aus der Kombination von Exposition, Talverlauf und Bodenbeschaffenheit ergeben.

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Das Wind-Fenster: Warum NO-O?

Die Ausrichtung des Hanges nach Nordost bis Ost (NO-O) diktiert die fliegbaren Wetterlagen.  

Die Bisen-Lage (Nordost): Eine der stabilsten Wetterlagen für dieses Gelände ist die klassische Bise. Während diese kalte Strömung an vielen West-Startplätzen (z.B. im Schwarzwald oder in den Vogesen) für Turbulenzen oder "falschem Wind" sorgt, steht sie im Taubertal oft laminar an. Das Tal kanalisiert den Wind teilweise, was zu einem leichten Düseneffekt führen kann. Bei moderater Bise (10-15 km/h) entsteht ein hervorragendes dynamisches Aufwindband, das stundenlanges Soaring ermöglicht.

Die Ost-Lage: Bei reiner Ostströmung ist das Gelände oft schon am frühen Vormittag beflogbar. Sobald die Sonne aufgeht und den Hang bescheint, löst sich die Inversion im Tal auf. Da der Hang direkt von der Morgensonne getroffen wird, setzt die thermische Aktivität hier deutlich früher ein als an Süd- oder Westhängen.

Gefahr bei Westwind (Lee-Situation): Ein kritischer Punkt, den viele Gastpiloten unterschätzen, ist die Situation bei überregionalem Westwind. Das "Untere Tal" liegt bei Westwind im Lee der Hochfläche. Auch wenn am Startplatz vermeintliche Windstille herrscht oder sogar ein leichter thermischer Aufwind "den Hang heraufzieht", kann in der Höhe (ab ca. 50-100m über Start) eine gefährliche Scherschicht warten. Die Rotoren der Leewalze können bis zum Boden durchschlagen und zu unkontrollierbaren Flugzuständen führen. Ein Blick auf die Windkraftanlagen auf den umliegenden Höhenrücken ist daher Pflicht : Drehen diese aus West, bleibt der Schirm im Sack!

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Das Phänomen der "Weinberg-Thermik"

Dies ist der aerologische Schatz des Taubertals. Weinberge sind, physikalisch betrachtet, ideale Thermikkollektoren.

Der Mechanismus: Der Boden in den Weinbergen besteht oft aus dunklem Muschelkalk-Verwitterungsgestein. Dunkle Flächen absorbieren das Sonnenlicht effizienter als grüne Wiesen oder Wälder (niedrigere Albedo). Hinzu kommt die Struktur der Reben, die den Wind am Boden bremsen und so verhindern, dass die erwärmte Luft sofort verblasen wird. Die Wärme kann sich zwischen den Rebzeilen stauen ("Warmluft-Pools").

Der Trigger (Ablösung): Die gespeicherte Warmluft löst sich nicht kontinuierlich, sondern pulsierend. Typische Abrisskanten (Trigger-Punkte) sind:

Quermauern und Terrassen: Die steilen Steinmauern, die oft zur Hangsicherung dienen, heizen sich extrem auf und geben der Warmluft den entscheidenden Impuls nach oben.

Wirtschaftswege: Die asphaltierten oder geschotterten Wege, die den Weinberg horizontal durchschneiden, wirken als thermische Kontrastkanten.

Übergang zum Wald: Oft befindet sich oberhalb der Weinberge eine Waldkante. Der Temperaturkontrast zwischen den heißen Reben und dem kühleren Wald sorgt hier oft für zuverlässige Ablösungen.

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Saisonale Besonderheiten

Frühling (März - Mai): Die beste Zeit für XC und starke Thermik. Die Reben haben noch wenig Blätter, der dunkle Boden ist direkt der Sonne ausgesetzt. Die Temperaturgradienten sind extrem hoch (kalte Höhenluft, heißer Boden).

Sommer (Juni - August): Oft sehr stabile Hochdrucklagen. Die Mittagszeit ist oft zu turbulent ("bockig") für Genussflieger. Die beste Zeit verschiebt sich auf den späten Nachmittag (Restitution) oder den frühen Morgen.

Herbst (September - Oktober): Genussfliegen über den bunten Weinbergen. Die Thermik wird sanfter, Soaring steht im Vordergrund.

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Die Startphase

Nach dem Auslegen und dem obligatorischen 5-Punkte-Check gilt es, den richtigen Startzeitpunkt abzupassen. Da die Thermik oft zyklisch durchzieht, lohnt es sich, die Windphasen zu beobachten.

Die "Vorfüll-Taktik": Bei böigem Wind empfiehlt es sich, die Kappe schon am Boden leicht vorzufüllen und eine "Wand" zu bilden. Dies verhindert, dass der Schirm beim Impuls asymmetrisch hochschießt.

Abheben: Nach dem Kontrollblick und dem Ausdrehen sollte man dynamisch Fahrt aufnehmen. Ein zu zögerlicher Startlauf führt oft dazu, dass man in Bodennähe "durchsackt" und wertvolle Höhe verliert, bevor man überhaupt die erste Thermikquelle erreicht hat.

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Soaring und Thermikflug ("Scratching")

Das Fliegen im Unteren Tal ist oft ein Kampf um jeden Meter Höhe ("Scratching").

Eng am Hang: Um das dynamische Aufwindband optimal zu nutzen, muss man oft relativ nah am Relief fliegen. Hierbei gilt immer: Geschwindigkeit ist Sicherheit. Fliegen Sie nie mit angebremstem Schirm dicht am Hang, um einen Strömungsabriss (Stall) bei Turbulenzen zu vermeiden.

Achter-Fliegen: Wenn der Aufwindbereich schmal ist, fliegt man "Achten" statt Vollkreise. Dabei dreht man immer vom Hang weg. Das Eindrehen zum Hang hin ist in Bodennähe lebensgefährlich.

Zentrieren: Hat man eine Thermikblase (den "Bart") erwischt, gilt es, diese konsequent zu nutzen. Da die Blasen über den Weinbergen oft eng und zerrissen sind, ist aktives Fliegen und schnelles Reagieren auf das Variometer gefragt. Versetzen Sie mit dem Wind, aber achten Sie darauf, nicht hinter den Grat ins Lee gedrückt zu werden.

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Landeeinteilung

Die Landung muss frühzeitig geplant werden.

Positionskreis: Bauen Sie Höhe über dem definierten Landebereich ab.

Gegenanflug, Queranflug, Endanflug: Halten Sie sich strikt an die Volte. Abkürzungen können fatale Folgen haben, wenn man plötzlich tief über einer Straße oder einer Stromleitung steht.

Aufrichten: Richten Sie sich frühzeitig im Gurtzeug auf. Landungen im Taubertal sind oft keine "Stehlandungen" bei laminarer Brise, sondern erfordern oft ein beherztes Auslaufen, wenn der Talwind mal einschläft oder dreht.

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Cross-Country (XC) Potential im Flachland

Auch wenn das "Untere Tal" kein riesiger Alpenberg ist, bietet es überraschendes XC-Potential für Piloten, die die "Rennstrecke" lesen können.

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Die Standard-Routen

Die naheliegendste Option bei Ostwind ist das Fliegen entlang der Hangkante Richtung Bad Mergentheim oder in die entgegengesetzte Richtung nach Weikersheim.

Ridge Soaring: Bei ausreichendem Wind kann man von Rippe zu Rippe springen. Die Kunst besteht darin, die Lücken zwischen den Prallhängen (Seitentäler) mit möglichst wenig Höhenverlust zu queren.

Drift mit der Thermik: Wer genug Höhe gewinnt (Basis oft bei 1500m - 1800m), kann mit dem Ostwind nach Westen driften. Hierbei ist jedoch der Luftraum und die dichte Besiedlung zu beachten.

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Hindernisse auf Strecke

Wer auf Strecke geht, muss die Hochspannungsleitungen im Blick haben. Diese sind aus der Luft oft schlecht sichtbar, besonders wenn der Hintergrund (Wald/Weinberge) dunkel ist. Ein Studium der ICAO-Karte im Vorfeld zeigt den Verlauf der Trassen. Zudem ist der Talwind bei Streckenflügen ein Faktor. Wer in ein Seitental einfliegt, kann dort auf völlig andere Windbedingungen treffen als im Haupttal.

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Zugang & Logistik: "The Local Way"

Im Gegensatz zu touristisch voll erschlossenen Gebieten gibt es hier keine Seilbahn und keinen Großparkplatz mit "Piloten-Lounge".

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Anreise und Parken

Die Anfahrt erfolgt meist über Markelsheim.

Park-Disziplin: Parken Sie niemals direkt am Startplatz oder in den engen Wirtschaftswegen der Winzer. Dies provoziert Konflikte und gefährdet die Zulassung des Geländes. Nutzen Sie Parkmöglichkeiten am Ortsrand von Markelsheim, in der Nähe des Sportplatzes oder an der Tauberbrücke (Landeplatznähe).

Shuttle: Es gibt keinen organisierten Shuttle-Dienst. Die Logistik erfolgt in Eigenregie (Fahrgemeinschaften) oder per "Hike & Fly".

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Der Aufstieg ("Hike & Fly")

Der Fußmarsch zum Start ist Teil des Erlebnisses.

Dauer: Rechnen Sie mit ca. 20 bis 30 Minuten Gehzeit.

Route: Nutzen Sie die asphaltierten Wirtschaftswege durch die Weinberge. Dies schont die Schuhe und die Natur.

Vorteil: Der Aufstieg bietet die beste Möglichkeit, das Wetter zu lesen. Spüren Sie den Wind in den verschiedenen Höhen? Bewegt sich das Laub der Bäume oben am Grat? Diese Informationen sind wertvoller als jeder Wetterbericht.

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Geheimtipps & Insider-Wissen (Beyond DHV)

Was steht nicht in der Datenbank? Hier sind die Feinheiten, die nur die "Locals" kennen.

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"Local Knowledge"

Die "Mittagspause": Im Hochsommer meiden Einheimische oft die Zeit zwischen 13:00 und 15:00 Uhr. Die Thermik im engen Tal wird dann extrem zerrissen und turbulent. Die schönste Zeit ist oft der späte Nachmittag (ab 16:30 Uhr), wenn sich das Tal beruhigt und eine großflächige Restitution (Magic Lift) einsetzen kann.

Der Weikersheim-Swap: Wenn der Wind am "Unteren Tal" zu sehr auf Süd dreht (O-SO), funktioniert der Startplatz oft nicht mehr optimal. Die Locals wechseln dann oft zum nahegelegenen Startplatz Weikersheim Winterberg (#906, #192). Dieser verträgt etwas mehr Südkomponente.  

Holfuy nutzen: Verlassen Sie sich nicht nur auf Apps. Suchen Sie nach den lokalen Holfuy-Wetterstationen des Vereins ("Gleitschirmfreunde Taubertal" oder "Markelsheim"). Diese liefern Echtzeitdaten vom Hang und nicht interpolierte Modelldaten.

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Alternative Startplätze im Revier

Das Taubertal bietet Alternativen, wenn das "Untere Tal" nicht geht:

Uissigheim & Urphar: Diese Gelände der Gleitschirmfreunde Taubertal e.V. sind oft Alternativen für andere Windrichtungen (z.B. West oder Nordwest).  

Pfitzingen-Laudenbach: Ein Schleppgelände für Piloten, die auf die Winde setzen, wenn am Hang nichts geht.

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Luftraumstruktur (Kritisch!)

Das Taubertal liegt in direkter Nachbarschaft zum Heeresflugplatz Niederstetten (ETHN). Dies ist einer der aktivsten militärischen Flugplätze für Hubschrauberregimenter in Deutschland.

Kontrollzone (CTR): Die CTR Niederstetten reicht bis zum Boden. Ein Einflug ist ohne Freigabe strengstens verboten.

RMZ (Radio Mandatory Zone): Um die CTR herum gibt es oft RMZ-Bereiche, in denen Hörbereitschaft auf der Flugfunkfrequenz Pflicht ist.

Verhalten: Prüfen Sie vor jedem Flug die aktuelle ICAO-Karte. Die Luftraumgrenzen können sich ändern. Fliegen Sie defensiv und bleiben Sie im Zweifel lieber tiefer als zu hoch, um nicht in kontrollierten Luftraum einzudringen. Ein Flugfunkgerät (mit entsprechender Lizenz) ist in dieser Region ein massiver Sicherheitsgewinn.

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Gastflugregelung & Naturschutz

Anmeldung: Gastpiloten müssen sich zwingend vor dem Flug beim Gleitschirmclub Markelsheim e.V. melden. Informationen finden sich auf der Website www.gleitschirmclub-markelsheim.de. Oft ist eine Tagesmitgliedschaft oder Einweisung erforderlich.  

Naturschutz: Halten Sie Abstand zu Brutplätzen. Fliegen Sie nicht tief über Weidetiere. Respektieren Sie die Arbeit der Winzer – landen Sie niemals in bestellten Feldern oder Weinbergen, es sei denn, es ist ein absoluter Notfall (Sicherheit geht vor Sachschaden, aber Sachschaden muss reguliert werden).

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Das "Après-Fly" & Lokale Kultur: Eat, Sleep, Fly

Ein Flugtag im Taubertal ist mehr als nur Sport – es ist ein Eintauchen in eine Genussregion.

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Kulinarik

Markelsheim ist bekannt für seinen Wein (Rebsorte Tauberschwarz).

Schurk Markelsheim: Ein Institution im Ort. Hier trifft man sich nach dem Flug auf ein "Landebier" oder ein lokales Viertele. Die Küche ist bodenständig und gut.  

Weinstube Lochner: Für den gehobeneren Ausklang des Tages. Perfekt, um die Nuancen der lokalen Weine zu erkunden.

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Übernachtung: Das besondere Erlebnis

Schlafen im Weinfass (Jakobshof Lehr): Der ultimative Tipp für Paare. Man schläft direkt in den Weinbergen in riesigen, ausgebauten Weinfässern. Oft hat man vom "Bett" aus Blick auf den Startplatz – besser geht es nicht.  

Camping: Der Natur-Campingplatz Bad Mergentheim bietet eine solide Basis für Piloten mit Camper oder Zelt.  

Abenteuer: Wer es wilder mag, kann im Wildpark Bad Mergentheim im "Trapperbus" oder "Wolfswagen" übernachten – in Hörweite der Wölfe.

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Fazit & Checkliste für den Piloten

Das Fluggelände Unteres Tal ist ein Juwel für Piloten, die das Besondere suchen. Es bietet keine "Fließband-Flüge" wie an der Seilbahn, sondern ehrliches, technisches Fliegen in einer wunderschönen Kulturlandschaft. Wer die Regeln respektiert, die Meteorologie studiert und sich auf die Eigenheiten des Taubertals einlässt, wird mit unvergesslichen Flügen belohnt.

Checkliste vor der Abfahrt:

Lizenz & Versicherung: Gültiger Schein und Haftpflicht dabei?

Gastregelung: Kontakt zum GC Markelsheim aufgenommen? Website gecheckt?

Wetter-Check: Windrichtung NO-O? Windstärke passend? Keine Leewarnung (Westwind in der Höhe)?

Luftraum: ICAO-Karte Niederstetten studiert?

Ausrüstung: Funkgerät geladen? Vario bereit?

Mentalität: Eingestellt auf "Hike & Fly" und anspruchsvolle Start/Landebedingungen?

Fliegen im Taubertal bedeutet Verantwortung – für die eigene Sicherheit und für den Erhalt dieses einzigartigen Geländes. Happy Landings!

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