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Loser

Startplätze:5
Landungen:1
Koord.:47.6630°N, 13.7778°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

5 Startplatzätze, 1 Landeplatz

Loser Startplatz 1

Start
Höhe1837m ü. M.
Koord.47.6630, 13.7778
WindO-S
Korrekt?

Loser Startplatz 2

Start
Höhe1700m ü. M.
Koord.47.6629, 13.7888
WindSO-SW
Korrekt?

Loser Startplatz 3

Start
Höhe1770m ü. M.
Koord.47.6672, 13.7878
WindSO-S
Korrekt?

Loser Startplatz 4

Start
Höhe1525m ü. M.
Koord.47.6569, 13.7830
WindSO-SW
Korrekt?

Loser Startplatz 5

Start
Höhe1600m ü. M.
Koord.47.6608, 13.7857
WindSO-SW
Korrekt?

Loser Landeplatz

Landung
Höhe723m ü. M.
Koord.47.6405, 13.7667
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Ultimative Pilotenguide: Loser – Altaussee Das Tor zum Toten Gebirge: Eine Einführung in die Hochalpine Aerologie

Der Loser in Altaussee ist weit mehr als nur ein markanter Kalkmonolith im steirischen Salzkammergut. Für die flugsportliche Gemeinschaft Österreichs und Deutschlands repräsentiert dieser Berg eine komplexe Schnittstelle zwischen hochalpiner Herausforderung, atemberaubender Ästhetik und mikroklimatischer Brisanz. Während offizielle Datenbanken wie der DHV-Geländekatalog oft nur die nackten Fakten listen – Startrichtung Süd, Höhendifferenz 1100 Meter, Schwierigkeitsgrad Mittel – offenbart sich dem Piloten vor Ort eine Realität, die differenzierter betrachtet werden muss. Dieser Bericht zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen. Er ist kein bloßes Verzeichnis, sondern eine tiefenanalytische Auseinandersetzung mit der Aerologie, der Taktik und der Logistik eines der faszinierendsten Fluggebiete der Ostalpen.  

Wir befinden uns in einer Ära des Wandels am Loser. Mit der Inbetriebnahme der neuen Panoramabahn (2024/2025) haben sich die logistischen Parameter für Piloten grundlegend verschoben. Gleichzeitig bleiben die aerologischen Konstanten – der berüchtigte Talwind, die Föhnanfälligkeit und die thermischen Rennstrecken Richtung Grimming – unverändert herausfordernd. Dieser Guide richtet sich an den mündigen Piloten, der nicht nur konsumieren, sondern verstehen will: Warum trägt der "Hausbart" hier so zuverlässig? Wieso ist der scheinbar sanfte Westwind am Startplatz Augstsee eine Falle? Und wie nutzt man die Infrastruktur maximal effizient für Streckenflüge (XC) oder entspannte Genussflüge?  

Die folgenden Kapitel basieren auf einer Synthese aus lokalen Insider-Informationen des Hänge- und Paragleiterclubs Ausseerland, meteorologischen Analysen der komplexen Topografie des Ausseerlandes und taktischen Auswertungen unzähliger Flugspuren. Wir werden die Geheimnisse der "Loser-Thermik" dechiffrieren, die No-Go-Zones am Seeufer kartieren und die ungeschriebenen Gesetze des örtlichen Landeplatzes beleuchten. Willkommen im definitiven Kompendium für den Loser.

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Topografie und Mikroklima: Die Bühne des Fliegens

Das Fluggebiet Loser wird maßgeblich durch seine geografische Lage am Nordrand des Toten Gebirges geprägt. Mit einer Gipfelhöhe von 1.837 Metern ragt der Berg als massiver Kalkstock direkt über dem Altausseer See (712 m) auf. Diese Höhendifferenz von über 1.100 Metern auf extrem kurzer horizontaler Distanz schafft ein Mikroklima, das sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

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Die Thermik-Maschine "Kalkstein"

Der Loser besteht, wie der Großteil des Toten Gebirges, aus Dachsteinkalk. Dieses Gestein besitzt spezifische thermische Eigenschaften, die für das Verständnis der Flugbedingungen essenziell sind. Kalk heizt sich unter Sonneneinstrahlung schnell auf, speichert die Wärme jedoch schlechter als dunkles Urgestein wie Gneis oder Granit. Dies führt zu einem sehr frühen Beginn der Thermik, oft schon am Vormittag. Die steilen Südflanken wirken wie riesige Sonnenkollektoren, die die Luftmassen schnell labilisieren.  

Ein entscheidender Faktor ist die Exposition. Die Hauptflanken sind nach Süden und Südosten ausgerichtet. Dies schützt das Fluggebiet oft vor den im Salzkammergut vorherrschenden nordwestlichen Wetterlagen, macht es aber gleichzeitig anfällig für Südföhn. Piloten berichten oft von "bockigen" Bedingungen, insbesondere an Tagen mit labiler Schichtung und Föhn-Tendenz. Dies ist kein Zufall, sondern eine direkte Konsequenz der Interaktion zwischen der aufgeheizten Luft, die an den vertikalen Felswänden aufsteigt, und den kühleren Luftmassen, die vom Plateau des Toten Gebirges (einem riesigen Kaltluftsee) herabfließen können.

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Das Talwind-System: Der Venturi von Altaussee

Das Ausseerland ist bekannt für seine komplexen Talwindsysteme. Der Talwind strömt in der Regel aus dem Trauntal (Bad Ischl/Bad Goisern) in das Ausseer Becken ein. Für den Piloten am Loser manifestiert sich dies in einem Phänomen, das oft unterschätzt wird.

Der West-Einfluss: Am Nachmittag verstärkt sich oft der regionale Wind aus Westen. Für den Loser bedeutet dies, dass der Wind "um die Ecke" der Trisselwand greift.  

Die Düsenwirkung: Zwischen der Trisselwand und dem Loser entsteht eine Art Düsenwirkung. Während am Startplatz in 1.600 Metern Höhe noch schwacher Startwind herrschen kann, kann der Talwind am Landeplatz und über dem See bereits Stärken erreichen, die ein Vorwärtskommen erschweren.  

Die Lee-Falle: Ein überregionaler Westwind ist am Loser extrem tückisch. Da die Startplätze Augstsee und Hochanger topografisch leicht abgeschirmt liegen, kann dort Windstille oder sogar ein leichter Aufwind (Rotor) herrschen, während wenige hundert Meter weiter draußen oder höher turbulente Leewalzen stehen.  

Experten-Einsicht: Unterschätzen Sie niemals den "See-Effekt". Die große Wasserfläche des Altausseer Sees stabilisiert die Luftschichten in den untersten 200 Metern oft. Das bedeutet, dass thermische Ablösungen oft erst oberhalb dieser Inversionsschicht nutzbar werden und der Endanflug in ruhiger, aber zügiger laminarer Strömung erfolgt.

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Infrastruktur 2.0: Die Neue Ära der Panoramabahn

Bis zum Jahr 2024 war die Auffahrt zum Loser im Sommer fast ausschließlich durch die mautpflichtige Panoramastraße geprägt, die entweder mit dem eigenen PKW oder dem Clubbus genutzt wurde. Mit dem Bau und der Inbetriebnahme der neuen 10er-Kabinenbahn "Loser Panoramabahn" hat sich die Logistik revolutioniert. Diese Infrastrukturmaßnahme verändert nicht nur den Touristenstrom, sondern auch den Rhythmus des Flugtages.

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Panoramabahn vs. Panoramastraße: Eine strategische Entscheidung

Für Gleitschirmpiloten ergeben sich nun zwei primäre Zugangswege, deren Vor- und Nachteile taktisch abgewogen werden müssen. Die Wahl des Transportmittels hängt stark von der Gruppengröße, dem Gepäck (Drachen vs. Gleitschirm) und der geplanten Flugfrequenz ab.

Feature Loser Panoramabahn (Neu) Loser Panoramastraße (Mautstraße) Betriebszeiten

Sommer (Mai-Okt) & Winter (täglich 9:00-16:00/16:30)

Mai bis Oktober (Schneelage); Winter gesperrt

Kosten (Stand 2026)

~30 € (Berg- & Tal), ~22 € (Einzelfahrt)

~26 € pro PKW (Maut)

Komfort

Hoch (Wetterschutz, schnell in 10 Min)

Hoch (eigener PKW, Materialtransport bis zum Start) Flexibilität Gebunden an Betriebszeiten (9:00-16:30)

24h offen (außer bei Bahnbetrieb: Ampelregelung!)

Zielpunkt

Loser Alm (1.600 m)

Loser Alm Parkplatz (1.600 m)

Pilotenfaktor Ideal für Solo-Piloten & schnelle Wiederholungen Ideal für Gruppen & Drachenflieger (schweres Gepäck)  

Wichtiger Hinweis zur Mautstraße: Wenn die Seilbahn in Betrieb ist, ist die Schranke der Panoramastraße oft tagsüber (8:00 - 16:00 Uhr) für die Auffahrt gesperrt (Ampel Rot), um den Individualverkehr zu reduzieren. Die Abfahrt ist jederzeit möglich. Piloten, die mit dem Auto hochfahren wollen, müssen dies also oft vor Betriebsbeginn der Bahn tun oder an Tagen fliegen, an denen die Bahn nicht fährt (Nebensaison). Dies macht die Seilbahn zur primären Option für Tagesflieger während der Hauptsaison.

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Ticket-Optionen für Vielflieger

Es gibt keine dedizierte "Single Flight"-Karte für Paragleiter, die extrem günstig wäre, aber die Saisonkarten (z.B. "Sport Aktiv") oder die 5er/10er-Blöcke sind für Locals und Urlauber attraktiv. Ein 5er-Block für Einzelfahrten kostet ca. 88 €, was den Preis pro Auffahrt auf unter 18 € drückt – ein fairer Preis für 900 Höhenmeter und die Geschwindigkeit der neuen Bahn.

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Die Startplätze: Von der Wiese zum Fels

Der Loser bietet eine Varianz an Startplätzen, die je nach Windrichtung, Können und Jahreszeit gewählt werden müssen. Alle Hauptstartplätze sind vom Parkplatz bzw. der Bergstation Loser Alm fußläufig erreichbar. Die Vielfalt reicht von einfachen Wiesen bis hin zu alpinen Schrofenstarts.

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Augstsee (1.680 m) – Der Standard

Koordinaten: 47°39‘45.1“N 13°47‘20.0“E  

Ausrichtung: SO bis SW  

Erreichbarkeit: Ca. 5-10 Minuten Gehzeit vom Parkplatz. Man folgt dem Wanderweg Richtung Augstsee.

Charakteristik: Eine steile, teils steinige Almwiese in einer Mulde.

Insider-Wissen: Dies ist der am häufigsten frequentierte Startplatz. Er liegt topografisch in einer leichten Senke, was ihn windtechnisch sensibel macht. Vorsicht bei Westwind: Hier bildet sich oft ein Lee-Rotor. Der Wind kann am Startplatz perfekt von vorne anstehen (durch den Rotor), während oben drüber eine starke Scherung herrscht. Beobachten Sie unbedingt die Wolkenzugbahn und den Wind am Gipfelkreuz oder Hochanger, nicht nur den Windsack vor Ort! Ein Start bei vermeintlich gutem Wind, der sich als Rotor entpuppt, kann zu gefährlichen Klappern unmittelbar nach dem Abheben führen.

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Hochanger (1.838 m) – Der Alpine

Koordinaten: 47°39‘46.0“N 13°46‘40.6“E  

Ausrichtung: S bis SO  

Erreichbarkeit: Ca. 30-40 Minuten Aufstieg über Weg Nr. 256.

Charakteristik: Ein klassischer, flacherer Almboden am Gipfelplateau.

Insider-Wissen: Der Start hier oben ist oft laminarer als unten am Augstsee, da man weniger durch vorgelagertes Gelände beeinflusst wird. Man startet direkt in die freie Anströmung.

Warnung: Absolutes Startverbot Richtung Norden! Auch wenn der Wind perfekt anstehen würde, ist der Abflug Richtung Norden über die Gschwandtalm aus Naturschutzgründen (Wildschutzgebiete, insbesondere Gamswild) strengstens untersagt. Verstöße gefährden die Zulassung des gesamten Fluggebietes und werden vom Club und der Jägerschaft sanktioniert.

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Loserfenster (1.820 m) – Die Kulisse

Ausrichtung: S bis SO  

Erreichbarkeit: Nahe der Bergstation des Loserfenster-Lifts (nur Winterbetrieb relevant) bzw. 30 min Wanderung im Sommer.

Charakteristik: Einfacher Wiesenstartplatz neben dem Sender.

Besonderheit: Dieser Startplatz ist perfekt für Soaring im Winter oder späten Herbst geeignet, wenn die Thermik schwächelt, aber der dynamische Aufwind am Grat steht. Der Blick durch das berühmte Felsentor "Loserfenster" ist ein Highlight für Hike & Fly Piloten.

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Drachenrampen

Für Drachenflieger (und mutige Gleitschirmpiloten, die Rampen mögen) gibt es spezifische Infrastruktur, die den Loser auch für die HG-Community attraktiv macht:

Kehre 13 (Solarkraftwerk): 1.565 m. Eine solide Startrampe direkt an der Straße. Ideal, da kein mühsames Tragen notwendig ist.  

Loser Alm: Direkt beim Restaurant auf 1.600 m. Diese Rampe ist publikumswirksam, aber bei vollem Terrassenbetrieb psychologisch anspruchsvoll. Zuschauer sind garantiert, was den Druck beim Startcheck erhöhen kann.

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Flugtaktik und Gefahrenmanagement

Wer am Loser fliegt, muss drei aerologische Szenarien beherrschen: Thermisches Fliegen, Talwind-Management und Lee-Situationen. Die Schönheit der Landschaft täuscht oft über die Härte der Bedingungen hinweg.

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Die "Sink-Falle" Loser Alm

Ein klassisches Szenario für Neulinge: Man startet am Augstsee, findet keinen Anschluss an die Thermik und "säuft ab". Wenn man sich auf Höhe der Loser Alm (1.600 m) befindet und starkes Sinken hat, darf man nicht zögern.

Die goldene Regel: Sofort nach Südwesten abdrehen! Fliegen Sie entlang der Straße Richtung Loserhütte und Mautstelle.  

Warum? Das Gelände fällt Richtung Südwesten kontinuierlich ab und bietet Fluchtmöglichkeiten ins Tal. Wer versucht, östlich über den Augstsee oder direkt über die Kante zum See zu gleiten, riskiert, in die turbulente Zone oder (noch schlimmer) ohne ausreichende Höhe über dem See anzukommen.

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Die Todeszone See

Der Altausseer See ist landschaftlich ein Juwel, aber für Gleitschirmpiloten eine Todeszone.

Keine Notlandemöglichkeiten: Die Ufer sind steil, verbaut oder bewaldet. Es gibt keinen schmalen Kiesstreifen, der einen Notausgang bieten würde.  

Wassertemperatur: Auch im Sommer ist der See kalt. Eine Wasserlandung ohne Schwimmweste und Boot-Support endet oft fatal aufgrund von Kälteschock und Unterkühlung.

Taktik: Überfliegen Sie den See niemals mit weniger als 200-300 Metern Sicherheitshöhe über Grund. Der Höhenabbau (Abspiralen, Ohren anlegen) muss zwingend über den Wiesen im Ortsgebiet von Altaussee erfolgen, nicht über dem Wasser.

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Westwind und Rotoren

Das Ausseerland ist anfällig für Westwind. Wenn der überregionale Wind auf West dreht oder der Talwind zu stark durchbricht:

Erkennungszeichen: Schaumkronen am See (dunkle Wasserflächen), zerrissene Thermikblasen und Windsäcke am Landeplatz, die strammen Westwind anzeigen.  

Die Gefahr: Die Startplätze liegen im Lee der westlichen Bergflanken (Trisselwand-Massiv und vorgelagerte Grate). Der Wind kann am Startplatz "Süd" vorgaukeln (Rotorrückströmung), während 50 Meter höher brutale Turbulenz wartet.  

Gegenmaßnahme: Bei Westwindprognose >10-15 km/h ist der Loser für Gleitschirme meist unfliegbar oder extrem gefährlich. Drachenflieger haben hier etwas mehr Spielraum, aber auch für sie gilt Vorsicht. Prüfen Sie immer die Windwerte der Stationen Feuerkogel oder Krippenstein, um ein überregionales Bild zu erhalten.

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Streckenflug (XC): Das Sprungbrett in die Alpen

Der Loser ist ein klassisches "Sprungbrett". Wer hier Höhe macht, bleibt selten lokal, sondern nutzt die Rennstrecken des Salzkammerguts. Die thermische Aktivität setzt oft früh ein, was lange Flugtage ermöglicht.

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Route 1: Der Klassiker (Südost)

Ziel: Grimming / Bad Mitterndorf.

Wegführung: Vom Loser nach Osten zur Trisselwand -> Tressenstein -> Querung zum Grimming.  

Schlüsselstelle: Die Querung vom Loser-Massiv zur Trisselwand. Hier muss man oft gegen den einströmenden Talwind ankämpfen. Hat man die Trisselwand überhöht, ist der Weiterflug meist ein Genuss entlang der Kanten.

Rückflug: Der Rückweg gegen den Talwind kann mühsam sein. Viele Piloten landen in Bad Mitterndorf (große Wiesen, aber Achtung auf Landegebote) und nutzen die Bahn/Bus für den Rückweg, anstatt sich gegen den Wind aufzureiben.

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Route 2: Ins Herz des Dachsteins (Südwest)

Ziel: Krippenstein / Hallstätter See.

Wegführung: Vom Loser Richtung Südwest über den Sandling zum Sarstein und weiter zum Krippenstein.  

Schwierigkeit: Die Querung des Tals zwischen Loser und Sarstein ist weit. Man benötigt eine gute Arbeitshöhe (mind. 2.200 m), um den Sarstein sicher zu erreichen und nicht im "Niemandsland" zu landen.

Belohnung: Der Blick auf den Dachstein-Gletscher und den Hallstätter See ist Weltklasse und entschädigt für jede Anstrengung.

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Das "Kleine Dreieck" (Feierabend-XC)

Für Piloten, die 1-2 Stunden fliegen wollen: Start Loser -> Trisselwand (tanken) -> rüber zum Grundlsee (Backenstein) -> zurück zum Loser -> Landung Altaussee. Dies ist landschaftlich die reizvollste Route, da man zwei Seen (Altausseer See und Grundlsee) aus der Vogelperspektive hat. Es ist ein perfekter Einstieg in das alpine Streckenfliegen.

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Der Landeplatz: Etikette und Präzision

Der offizielle Landeplatz in Altaussee liegt auf 710 m (Koordinaten: 47°38‘25.5“N 13°45‘58.8“E). Er befindet sich zentral im Ort, direkt gegenüber dem Kur- und Amtshaus und neben einem großen Asphaltparkplatz (Fischerer Parkplatz).

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Anflug und Einteilung

Wind: Meist Talwind aus West oder Ost. Achten Sie zwingend auf den Windsack an der Hütte, da der Wind im Tal oft anders weht als am Berg.  

Die Volte: Standard ist oft eine Linksvolte, aber bitte prüfen Sie die aktuellen Aushänge am Startplatz oder Info-Tafeln, da sich dies je nach Bewirtschaftung der Wiesen und lokalen Hindernissen ändern kann.

Hindernisse: Achten Sie auf die Häuserreihen, Stromleitungen am Rand und die Seilbahninfrastruktur in der Ferne (Abstand halten!). Der Asphaltparkplatz selbst strahlt thermisch ab, was im Endanflug zu Hebungen ("Lupfer") führen kann. Planen Sie den Endanflug nicht zu kurz!

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Die "Heilige Wiese" (Ground Handling Verbot)

Der Landeplatz ist Pachtgrund von lokalen Landwirten. Um das gute Verhältnis nicht zu gefährden, gelten strenge Regeln, deren Einhaltung vom Club überwacht wird:

Packen: Nur auf der gemähten Fläche direkt am Parkplatzrand ("Packplatz").

Hohes Gras: Ist tabu! Wer im hohen Gras landet (was passieren kann), rafft seinen Schirm sofort zusammen und trägt ihn auf dem schnellsten Weg zum Packplatz. Falten Sie den Schirm keinesfalls mitten in der Wiese im hohen Gras.  

Ground Handling: Ist auf der Landewiese verboten. Wer spielen will, muss dies woanders tun (z.B. Winterwiesen nach Absprache). Dieses Verbot wird streng kontrolliert, da Flurschaden ein ständiges Konfliktthema mit den Grundbesitzern ist.

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Lokalkolorit und "Après-Fly"

Der "Loserflieger"-Club (Hänge- und Paragleiterclub Ausseerland) ist das Herz der Szene und sorgt für die Erhaltung des Fluggebietes.

Gastfreundschaft: Gastpiloten sind herzlich willkommen, werden aber gebeten, die Tagesgebühr von 5 € zu entrichten. Dies ist keine "Abzocke", sondern finanziert die Pacht der Start- und Landeplätze, die Windsäcke und die Erhaltung der Wetterstationen. Die Zahlung erfolgt oft per Vertrauenskasse am Landeplatz oder bequem online über die Website der Loserflieger.  

Treffpunkt: Nach dem Flug trifft man sich oft am Kiosk am Landeplatz oder in den umliegenden Cafés im Ortskern von Altaussee, um "Fliegerlatein" auszutauschen.

Kulinarik am Berg:

Loser Alm: Große Sonnenterrasse, klassische Hüttenkost. Ideal, wenn man mit nicht-fliegender Begleitung unterwegs ist, da diese mit der Bahn bequem hochkommt.

Loserhütte: Etwas uriger, liegt weiter unten an der Straße. Oft der Treffpunkt für Drachenflieger nach dem Aufbau an der Kehre 13.

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Fazit und Piloten-Checkliste

Der Loser ist ein Juwel, das Respekt einfordert. Er belohnt präzise Planung mit unvergesslichen Panoramen über dunkelblauen Seen und weißem Kalkfels. Er bestraft Nachlässigkeit (besonders bei Westwind und Seequerungen) härter als viele andere Gebiete.

Checkliste für Ihren Flugtag:

Wetter-Check: Föhnprognose? Überregionaler Westwind? (Patscherkofel/Feuerkogel/Krippenstein Daten prüfen).

Infrastruktur: Fährt die Panoramabahn? Wenn nein: Habe ich Kleingeld/Karte für die Maut?

Startplatz: Nordstart vermeiden (Naturschutz).

Flugplan: Habe ich eine "Exit-Strategie", wenn ich an der Loser Alm absaufe? (Antwort: Sofort nach SW).

Landung: Kenne ich die Pack-Zone? (Nicht im hohen Gras packen).

Beitrag: Habe ich die 5 € Clubgebühr bereit?

Fliegen am Loser bedeutet Fliegen in einer Arena der Naturgewalten. Wer sich an die Regeln der Natur und des Clubs hält, wird hier Flüge erleben, die in keinem Logbuch fehlen dürfen.

Haftungsausschluss: Gleitschirmfliegen ist ein Risikosport. Alle Angaben in diesem Report wurden nach bestem Wissen recherchiert (Stand Februar 2026), ersetzen aber keine gründliche Flugvorbereitung, Wetterbriefing und Vor-Ort-Beurteilung. Die Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und der Clubregeln ist obligatorisch.

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