
1 Startplatz, 2 Landeplatzätze
Ausführliche Recherche und lokales Wissen
Das Fluggebiet Dachstein-Krippenstein: Ein umfassendes operatives Handbuch für Gleitschirmpiloten
Der Krippenstein, gelegen im oberösterreichischen Salzkammergut, nimmt in der Hierarchie der alpinen Fluggebiete eine Sonderstellung ein. Er ist nicht bloß ein Startplatz mit signifikanter Höhendifferenz, sondern ein komplexes aerologisches System, das durch die Interaktion zwischen dem Dachstein-Massiv (2.995 m), dem Hochplateau „Am Stein“ und dem tief eingeschnittenen Hallstätter See (508 m) definiert wird. Mit einer Höhendifferenz von über 1.500 Metern zwischen dem Startplatz an der Bergstation und dem Landeplatz in Obertraun bietet das Gelände eine der größten vertikalen Flugspannen der Ostalpen.
Für den Piloten präsentiert sich der Krippenstein als zweischneidiges Schwert: Einerseits ermöglicht die Topografie spektakuläre Streckenflüge entlang massiver Felswände und über Gletscherflächen. Andererseits erfordert die exponierte Lage am Nordrand der Alpen eine fundierte meteorologische Bewertung und eine strikte Einhaltung der lokalen Flugreglements. Das Gebiet ist weltweit bekannt als Zentrum für Sicherheitstrainings (SIV), was eine einzigartige Koexistenz von freiem Flugbetrieb und organisiertem Trainingsbetrieb bedingt. Dieses Handbuch analysiert die operativen, meteorologischen und regulatorischen Aspekte des Fluggebiets im Detail und dient als fundierte Entscheidungsgrundlage für Piloten, die den Krippenstein sicher befliegen möchten.
Die Topografie des Krippensteins gleicht einer gigantischen Arena, die sich nach Norden hin öffnet. Die fast senkrecht abfallenden Wände der Schönbergalm und der Hirlatz-Massive wirken als effektive Thermik-Kollektoren. Sobald die Sonne in den Talkessel scheint, entsteht ein massives Aufwindsystem, das oft auch an stabilen Tagen zuverlässige Thermik produziert. Gleichzeitig kanalisiert diese Trichterform den Talwind, was insbesondere im Landebereich zu anspruchsvollen Bedingungen führen kann. Der See selbst fungiert als thermischer Dämpfer im Talboden, während die Felsflanken als "Hitzepumpen" agieren. Dieses Temperaturgefälle treibt das lokale Windsystem an, das Piloten verstehen müssen, um nicht in Lee-Fallen zu geraten.
Das Fluggebiet Krippenstein unterscheidet sich rechtlich fundamental von vielen anderen alpinen Startplätzen. Es handelt sich nicht um ein frei zugängliches Gelände im klassischen Sinne, sondern um einen bewirtschafteten "FlyPark", der unter der Verwaltung der Flugschule Sky Club Austria (SCA) steht. Diese Struktur wurde geschaffen, um die Koexistenz von professionellem Sicherheitstraining, Tourismus und freiem Fliegen zu ordnen.
Der Sky Club Austria hält die exklusiven Pachtrechte an den Startplätzen am Krippenstein sowie an den Landeplätzen in Obertraun. Daraus leitet sich eine klare Zugangsregelung ab, die für jeden Gastpiloten bindend ist. Eine Missachtung dieser Regeln wird nicht als Kavaliersdelikt behandelt, sondern kann Flugverbote nach sich ziehen, da die Flugschule gegenüber den Grundeigentümern und der Seilbahngesellschaft (Dachstein Tourismus AG) haftbar ist.
Das Registrierungssystem
Jeder Pilot, der nicht Mitglied im Sky Club Austria ist, muss sich vor dem ersten Flug registrieren. Dies dient der rechtlichen Absicherung (Kenntnisnahme der Geländeregeln) und der statistischen Erfassung.
Verfahren: Die Registrierung erfolgt vorzugsweise online über das Webformular des SCA oder im Flugschulbüro.
Gebührenstruktur:
Tag 1 (Schnuppertag): Der erste Flugtag nach der Registrierung ist in der Regel gebührenfrei. Dies soll Piloten ermöglichen, das Gebiet kennenzulernen.
Ab Tag 2: Für weitere Flüge ist der Erwerb einer Berechtigungskarte erforderlich.
Jahreskarte (FlyPark Card): Die Kosten belaufen sich auf ca. 30,00 € für die Gesamtzonenkarte (inklusive Stoderzinken, Hauser Kaibling etc.) oder 20,00 € für ein Einzelgebiet.
Alternative Clubmitgliedschaft: Eine Mitgliedschaft im Sky Club Austria kostet ebenfalls 30,00 € pro Jahr. Diese Option ist für regelmäßige Besucher wirtschaftlich sinnvoller, da sie neben der FlyPark-Berechtigung auch Zugang zu vergünstigten Seilbahntickets ("Pilotenkarten") gewährt.
Ein kritischer Punkt, der oft zu Missverständnissen führt, ist die Nutzung des Luftraums über dem Hallstätter See für Flugmanöver. Der See ist das primäre Trainingsgebiet für SIV-Kurse (Sicherheitstrainings).
Die Grundregel lautet: Eigenständiges Trainieren von Acro- oder SIV-Manövern über dem See ist für Gastpiloten ohne "Safety-Card" streng verboten.
Rationale der Restriktion
Unkontrollierte Wasserlandungen von Freizeitpiloten lösen in dieser Region fast immer einen Großalarm der Rettungskräfte aus (Wasserrettung, Feuerwehr, Notarzthubschrauber). Solche Einsätze verursachen:
Massive Kosten (oft im fünfstelligen Bereich).
Störung des öffentlichen Bade- und Schiffsbetriebs.
Eine Unterbrechung des organisierten SIV-Trainingsbetriebs der Flugschule.
Anforderungen für die Safety-Card
Um die Berechtigung für eigenständiges Training über Wasser zu erhalten, müssen Piloten extrem hohe Hürden nehmen, die sicherstellen sollen, dass nur qualifizierte Piloten mit professioneller Ausrüstung trainieren:
Ausbildung: Nachweis eines absolvierten SIV-Trainings beim Sky Club Austria.
Ausrüstung: Zwei Rettungsschirme (davon einer steuerbar, z.B. Rogallo, idealerweise mit Quick-Out-Karabinern) und eine ohnmachtssichere Automatik-Schwimmweste.
Versicherung: Nachweis einer Haftpflichtversicherung mit min. 1,5 Mio. € Deckung sowie einer Bergekostenversicherung (inkl. Wasserbergung) von min. 10.000 €.
Prozedere: Einhaltung strikter Startintervalle (3 Minuten), Funkbereitschaft und Nutzung des definierten Luftraums ("Box").
Für den "normalen" Strecken- oder Genusspiloten bedeutet dies: Der Luftraum über dem See dient dem Transit zum Landeplatz. Akrobatik ist zu unterlassen.
Der Zugang zum Startplatz erfolgt fast ausschließlich über die Dachstein-Krippenstein-Seilbahn. Ein Aufstieg zu Fuß ("Hike & Fly") ist theoretisch über die Skipisten oder Wanderwege möglich, aufgrund der 1.500 Höhenmeter und der Distanz jedoch eine hochalpine Unternehmung, die nur für sehr fitte Piloten mit Leichtausrüstung in Frage kommt.
Die Seilbahn ist in drei Teilstrecken gegliedert, wobei für Paragleiter nur die Teilstrecken 1 und 2 (bis zur Bergstation Krippenstein) relevant sind.
Saisonzeiten:
Winter: 20.12.2025 bis 06.04.2026.
Sommer: Ab 01.05.2026 (mit Wochenendbetrieb im Spätherbst).
Taktung: Die Bahn verkehrt im 15-Minuten-Takt.
Fahrzeiten für Piloten:
Erste Bergfahrt: In der Regel 08:30 Uhr oder 08:40 Uhr. Dies ist für Piloten, die vor dem Einsetzen der thermischen Turbulenzen oder des Talwindes starten wollen, die wichtigste Zeit ("Early Bird").
Letzte Talfahrt: Ca. 16:30 Uhr (saisonabhängig bis 17:00 Uhr).
Die regulären Touristentarife sind am Dachstein hochpreisig (ca. 50,20 € für Berg- und Talfahrt Teilstrecke 1-3). Für Piloten gibt es jedoch Sonderregelungen, die den Sport finanzierbar halten.
Wichtiger Hinweis zur Tabelle: Die Preise für Einzelfahrten variieren saisonal. Historisch lagen Pilotenkarten (Einzelfahrten) deutlich unter den Touristenpreisen (z.B. ca. 29,30 € für Bergfahrt Teilstrecke 1+2). Die Clubmitgliedschaft im Sky Club Austria amortisiert sich oft schon ab dem zweiten Flugtag, da sie Zugang zu diesen ermäßigten Tarifen gewährt und die FlyPark-Gebühr inkludiert.
Das Fluggebiet ist weitläufig. Eine Außenlandung (z.B. in Gosau oder Bad Aussee) erfordert logistische Planung für den Rückweg.
Öffentlicher Verkehr: Die Postbus-Linie 543 verbindet die Talstation der Seilbahn mit dem Ort Obertraun und dem Bahnhof. Dies ist die primäre Verbindung vom Landeplatz zur Bahn.
Salzkammergut Shuttle: Ein Ruf-Sammeltaxi-Service (+43 50 422 422), der täglich von 07:00 bis 22:00 Uhr operiert. Dies ist oft die einzige Option, um aus abgelegenen Seitentälern zurückzukommen, wenn man keine organisierte Rückholung durch die Flugschule (bei Safaris) hat.
Die Startplätze am Krippenstein sind hochalpin. Dies bedeutet steiniges Gelände, dünne Luft (schnelleres Starten erforderlich) und direkte Exposition gegenüber Wetteränderungen.
Der klassische Startplatz befindet sich etwas oberhalb der Bergstation der 2. Teilstrecke. Um ihn zu erreichen, folgt man dem Weg vorbei an der Lodge in Richtung "Pionierkreuz" oder "5 Fingers".
Charakteristik im Sommer: Eine steile, mit Felsbrocken und Latschen durchsetzte Wiese. Das Auslegen des Schirms erfordert Sorgfalt ("Leinenfresser"-Gelände). Der Startlauf ist relativ kurz und geht rasch in steil abfallendes Gelände über. Ein abgebrochener Start kann hier unangenehm werden.
Charakteristik im Winter: Im Winter verwandelt sich das Gelände in eine Schneefläche. Oft wird eine Piste präpariert.
Gefahr: Auf hartem Harsch oder Eis besteht akute Rutschgefahr. Ein Ausrutschen beim Startlauf kann dazu führen, dass der Pilot unter den Schirm rutscht und die Kontrolle verliert. Empfehlung: Die Verwendung von Grödeln (Leichtsteigeisen) ist im Winter dringend angeraten, um Traktion beim Startlauf zu gewährleisten.
In der Nähe der touristischen Aussichtsplattformen gibt es weitere Startmöglichkeiten. Diese sind jedoch oft exponierter und durch den regen Touristenverkehr (Zuschauer) stressiger. Starts hier sollten nur von routinierten Piloten durchgeführt werden, die sich durch Publikum nicht ablenken lassen.
Ideale Windrichtung: West bis Nordwest.
Kritische Richtungen:
Nord: Bei reinem Nordwind liegt der Startplatz teils im Stau, was zu unruhiger Luft führen kann.
Süd/Ost: Bei Südwind (Föhn) oder Ostwind liegt der Startplatz im massiven Lee des Dachstein-Gletschers bzw. des Koppensteins. Startverbot! Die Rotoren hier sind extrem gefährlich.
Das Verständnis der lokalen Aerologie ist der Schlüssel zur Sicherheit am Krippenstein. Das Gebiet unterliegt einem komplexen Zusammenspiel aus überregionalem Wind und lokalen thermischen Systemen.
Der Talwind ist der dominierende Faktor für die Landung und den Flug im unteren Stockwerk.
Mechanismus: Das Tal heizt sich tagsüber auf, während die umliegenden Hochflächen (Dachstein) als Hitzepumpen wirken. Luft strömt vom Alpenvorland in das Trauntal und wird am Hallstätter See kanalisiert.
Der "Bayerische Wind": Eine Besonderheit der Region. Bei westlichen Lagen strömt Luftmassen über den Pass Lueg und das Lammertal in das Salzkammergut. Dieser Wind kann im Talboden sehr stark werden, während in der Höhe noch moderate Bedingungen herrschen.
Die 14:00-Uhr-Gefahr: An thermisch aktiven Tagen (besonders Mai bis August) setzt oft pünktlich am frühen Nachmittag ein sehr starker Talwind ein ("brutal" in Pilotensprache). Windgeschwindigkeiten von 30-40 km/h sind am Landeplatz keine Seltenheit. Piloten müssen ihre Flugplanung so anlegen, dass sie entweder vor diesem Zeitpunkt landen oder über souveräne Starkwind-Landetechniken (Ohren anlegen, Beschleuniger im Endanflug) verfügen.
Der Krippenstein bietet verlässliche Thermikquellen, die jedoch technisch anspruchsvoll sein können.
Hirlatz: Das Massiv südlich des Startplatzes ist der klassische "Hausbart". Die steilen Flanken heizen sich gut auf. Der Einstieg erfolgt oft über den Felswänden. Vorsicht: Die Thermik kann hier sehr eng und turbulent sein, da sie sich von den Felskanten ablöst.
Seewand: Die mächtige, ostseitige Wand unterhalb des Krippensteins funktioniert besonders gut am Vormittag bis Mittag. Sie ermöglicht oft das "Aufsoaren", wenn man nach dem Start zu viel Höhe verloren hat.
Die Landung ist am Krippenstein oft der anspruchsvollste Teil des Fluges, nicht wegen der Größe des Landeplatzes, sondern wegen der Aerologie.
Dieser Landeplatz ist für Gastpiloten vorgesehen.
Lage: Nahe dem Bundes-Sport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Obertraun.
Koordinaten: N 47°33'13.41" E 13°41'47.89" (Höhe: ca. 518 m).
Charakter: Große Wiese, umgeben von Infrastruktur (Zäune, Lichtmasten, Gebäude).
Gefahren:
Talwind-Lee: Bei dem vorherrschenden Talwind (vom See kommend, also Nord/Nordwest) liegt der Landeplatz hinter einer Baumreihe und Gebäuden am Seeufer. Dies erzeugt eine turbulente Lee-Zone ("Rotor") im Endanflug.
Strategie: Nicht zu tief in das Lee der Bäume einfliegen. Den Endanflug so legen, dass man möglichst lange im freien Wind bleibt oder mit genügend Fahrtreserve durch die Turbulenzzone gleitet. Aktiv fliegen bis zum Boden!.
Lage: Direkt am Seeufer beim Strandbad.
Status: Sperrzone! Dieser Platz ist exklusiv für Teilnehmer der Sicherheitstrainings reserviert. Gastpiloten haben hier Landeverbot, um Kollisionen mit Wasserungspiloten und Rettungsbooten zu vermeiden. Ausnahmen gelten nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Flugschule.
Trotz aller Vorsicht kann es zu Wasserlandungen kommen (z.B. nach missglücktem Manöver oder extremem Sinken).
Prozedur: Ruhe bewahren. Nicht im Gurtzeug aufstehen/ausklinken, solange man noch fliegt (Gefahr des Rausfallens). Nach Eintauchen sofort vom Schirm und den Leinen befreien.
Kostenfalle: Eine Wasserlandung ohne Safety-Card und ohne Teilnahme am SIV-Kurs wird teuer. Die Rettungskette (Feuerwehrboot, Wasserrettung) stellt den Einsatz in Rechnung. Eine Bergekostenversicherung ist daher essenziell.
Der Krippenstein ist ein exzellenter Ausgangspunkt für Streckenflüge ("Cross Country"), erfordert jedoch aufgrund der Topografie (unlandbare Plateaus) eine defensive Flugweise ("High is safe").
Diese Route eignet sich gut, um das Gebiet kennenzulernen, ohne den Gleitwinkelbereich zum sicheren Talboden komplett zu verlassen.
Route: Start Krippenstein -> Querung zum Hirlatz -> weiter zum Plassen (der markante Gipfel über dem Hallstätter Salzbergwerk) -> Sarstein -> Obertraun.
Highlights: Der Blick senkrecht hinunter auf den Weltkulturerbe-Ort Hallstatt ist einmalig.
Schlüsselstelle: Der Sprung vom Hirlatz zum Plassen erfordert genügend Höhe, um das Echerntal sicher zu queren.
Verlauf: Vom Krippenstein über die Zwieselalm zum Gosaukamm.
Charakter: Landschaftlich extrem reizvoll durch den Anblick der Bischofsmütze und des Dachstein-Gletschers von Westen.
Herausforderung: Der Rückweg gegen den meist vorherrschenden Westwind und den lokalen Talwind kann zäh werden. Oft ist es besser, diese Route als "One-Way" zu planen und sich abholen zu lassen oder in Gosau zu landen (offizielle Landeplätze beachten!).
Die Verbindung zum Loser (Altaussee) ist ein Klassiker, birgt aber das größte Risiko.
Gefahr: Zwischen Krippenstein und Loser liegt das riesige Karstplateau "Am Stein". Es ist eine Mondlandschaft aus Fels, Dolinen und Latschen. Es gibt hier keine Landemöglichkeiten.
Strategie: Diese Querung darf nur mit absolut sicherer Arbeitshöhe (min. 2.500m+) begonnen werden. Ein "Absaufer" über dem Plateau endet fast zwingend in einer alpinen Notlage oder Baumlandung in unzugänglichem Gelände.
Wenn am Krippenstein der Föhn bläst, der Nebel hängt oder der Wind zu stark ist, bieten sich in der Umgebung Ausweichmöglichkeiten an, die oft andere mikroklimatische Bedingungen aufweisen.
Der Loser ist oft fliegbar, wenn am Krippenstein der Wind nicht passt (z.B. bei Süd-Tendenzen, die am Krippenstein Föhn bedeuten können, am Loser aber als Aufwind funktionieren).
Logistik: Eine Panoramastraße (mautpflichtig) führt fast bis zum Startplatz auf 1.600m (Loser-Alm) bzw. 1.837m (Hochanger).
Startrichtung: Süd bis Südost.
Vorteil: Sehr gute Infrastruktur, Restaurant direkt am Start, abends oft laminares Soaring ("Magic Air").
Erreichbarkeit: Mit der Gosaukammbahn.
Startplatz: Wiesenstartplatz in ca. 1.400m - 1.500m Höhe.
Wind: Nord bis Nordost.
Besonderheit: Ideal für Hike & Fly Touren, da landschaftlich wunderschön gelegen am Fuße des Gosaukamms.
Die Wahl der Unterkunft kann das Flugerlebnis maßgeblich beeinflussen, insbesondere im Hinblick auf die Logistik ("Early Bird").
Lodge am Krippenstein:
Lage: Direkt am Berg, nur wenige Gehminuten vom Startplatz entfernt.
Vorteil: Man wacht am Berg auf, spart sich die morgendliche Auffahrt und Stress an der Kasse. Ideal, um die Morgenstimmung und ruhige Luft zu nutzen.
Ausstattung: Bergsteiger-Flair mit Komfort.
Landhaus Osborne (Obertraun):
Charakter: Eine englisch geführte Frühstückspension, die in der Gleitschirm-Community einen legendären Ruf genießt.
Service: Die Gastgeber kennen die Bedürfnisse von Piloten (Wetterinfos, frühes Frühstück).
Lage: Ruhig in Obertraun gelegen, gut erreichbar.
Camping:
Camping am See (Obertraun): Direkt am Wasser, nahe dem Landeplatz.
Stellplatz Winkl: Einfacher Stellplatz für Wohnmobile, in der Nähe des SIV-Landeplatzes.
Nach dem Flug trifft man sich oft direkt am Landeplatzkiosk (wenn geöffnet) oder in den Restaurants in Obertraun. Hallstatt bietet zwar eine immense Dichte an Restaurants, ist aber tagsüber extrem überlaufen. Ein Abendessen in Hallstatt lohnt sich erst, wenn die Tagestouristenbusse abgereist sind (ab ca. 18:00 Uhr).
Der Krippenstein ist kein "Walk-in-and-Fly"-Gebiet. Er verlangt Respekt, Vorbereitung und Disziplin. Wer die Regeln des FlyPark Dachstein akzeptiert und sich meteorologisch vorbereitet, wird mit Flügen belohnt, die in Europa ihresgleichen suchen. Die Kombination aus hochalpinem Ambiente, Gletscherblick und der tiefblauen See-Kulisse ist magisch.
Finale Checkliste für den Piloten:
[ ] Dokumente: B-Schein (empfohlen), Versicherungsnachweis (Haftpflicht & Bergung).
[ ] Registrierung: FlyPark-Anmeldung online erledigt?
[ ] Wetter: Talwindprognose geprüft? (Gefahr ab 14:00 Uhr!)
[ ] Ausrüstung: Helm, Handschuhe (kalt in 2100m!), ggf. Grödel im Winter.
[ ] Notfall: Telefonnummern von Sky Club Austria (+43 3685 22333) und Bergrettung (140) gespeichert?
Ein Flug vom Krippenstein ist mehr als ein Gleitflug – es ist eine alpinistische Unternehmung. Fly safe.
Live-Kameras in der Nähe