StartseiteFluggebieteDeutschlandBayernHexenkessel - Kreuzeck

Hexenkessel - Kreuzeck

Startplätze:3
Landungen:1
Koord.:47.4525°N, 11.0683°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

3 Startplatzätze, 1 Landeplatz

Hexenkessel - Kreuzeck Startplatz

Start
Höhe1640m ü. M.
Koord.47.4525, 11.0683
WindONO
Korrekt?

Hexenkessel Landeplatz (LP Osterfelder)

Landung
Höhe760m ü. M.
Koord.47.4743, 11.0599
Korrekt?

Tröglhang Startplatz

Start
Höhe1540m ü. M.
Koord.47.4557, 11.0813
WindNNW
Korrekt?

Kandahar-Express - Kreuzjoch Startplatz

Start
Höhe1690m ü. M.
Koord.47.4528, 11.0799
WindNNW
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Gleitschirm-Kompendium: Hexenkessel - Kreuzeck (Garmisch-Partenkirchen) Executive Summary

Das Fluggebiet Garmisch-Partenkirchen, oft dominiert durch die prominente Zugspitze und den thermisch zuverlässigen Wank, birgt mit dem Startplatz Hexenkessel - Kreuzeck eine Facette, die sowohl strategische Brillanz als auch taktische Tücken in sich vereint. Dieser Bericht bietet eine erschöpfende Analyse dieses spezifischen Startplatzes, der im Schatten der Alpspitze liegt und als alpines Sprungbrett in das massive Wettersteingebirge fungiert. Während der Wank als "Schulungsberg" und "Thermikgarant" bekannt ist, repräsentiert das Kreuzeck das anspruchsvollere, alpinere Fliegen, das ein tiefes Verständnis für mikrometeorologische Prozesse und orografische Besonderheiten voraussetzt.

Für Piloten, die über das reine Abgleiten hinauswachsen wollen, bietet der Hexenkessel im Winter exzellente Ski-&-Fly-Möglichkeiten und im Sommer – bei spezifischen Nordost-Lagen – einen thermischen Einstieg, der oft weniger überlaufen ist als die Standardberge. Die Analyse zeigt jedoch deutlich: Das Kreuzeck ist kein Anfängerberg. Die Nähe zu Seilbahnanlagen, komplexe Talwindsysteme am Landeplatz Osterfelder und die strikte Abhängigkeit von Liftbetriebszeiten erfordern eine professionelle Flugvorbereitung.

Kernaussagen der Analyse:

Strategische Position: Das Kreuzeck dient als perfekter Ausgangspunkt für Flüge Richtung Zugspitze oder für anspruchsvolle Talquerungen zum Wank, erfordert jedoch präzises Timing aufgrund der Verschattung durch die Alpspitze am Nachmittag.

Sicherheitskritische Faktoren: Die "Sessellift-Falle" (Startverbot bei Betrieb der Hexenkesselbahn) und die "Erdwall-Falle" am Landeplatz (Lee-Turbulenzen) sind die Hauptursachen für kritische Situationen.

Logistische Exzellenz: Trotz der alpinen Lage ist der Zugang durch die Kreuzeckbahn und die Bayerische Zugspitzbahn logistisch hervorragend erschlossen, wenngleich der finale Fußweg zur Startrampe physische Fitness verlangt.

Insider-Status: Es handelt sich um ein Gelände für Kenner, die die Massen am Osterfelderkopf meiden und die Herausforderung suchen.

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Die Arena: Geomorphologie und Orographie des Wettersteins

Um das Flugverhalten am Kreuzeck zu verstehen, muss man zunächst die Bühne betrachten, auf der sich das Spiel der Luftmassen abspielt. Garmisch-Partenkirchen liegt in einem tiefen Talkessel, der durch den Zusammenfluss von Loisach und Partnach gebildet wird. Dieser Kessel wird im Süden von der massiven Wand des Wettersteingebirges begrenzt, dessen prominente Gipfel – Alpspitze (2.628 m) und Zugspitze (2.962 m) – wie eine Barriere wirken.

Das Kreuzeck selbst ist kein freistehender Gipfel, sondern ein vorgelagerter Schulterberg auf ca. 1.651 m Höhe, der den Übergang vom hochalpinen Felsgelände der Alpspitze zu den bewaldeten Flanken des Tals markiert. Diese Position ist aerologisch von entscheidender Bedeutung. Anders als am Wank, der als isolierter Kegel im Tal steht und thermisch rundum angeströmt werden kann, ist das Kreuzeck Teil eines komplexen Kesselsystems. Der "Hexenkessel" ist, wie der Name suggeriert, eine topografische Einbuchtung östlich des Kreuzeck-Gipfels.

Diese Kesselform hat zwei wesentliche Auswirkungen auf die Fliegerei:

Kanalisierung: Winde werden in der Senke kanalisiert und können lokal verstärkt werden.

Thermik-Abriss: Die Thermik entwickelt sich nicht gleichmäßig an einer glatten Flanke, sondern muss an spezifischen Abrisskanten (Rippen, Waldschneisen) gesucht werden.

Die Exposition des Startgeländes nach Nordost (NO) bis Ost-Nordost (ONO) bedeutet, dass dieser Berg ein klassisches Vormittagsfluggebiet ist. Sobald die Sonne im Tagesverlauf über den Zenit wandert, werfen die massiven Felswände der Alpspitze und des Waxensteins lange Schatten auf das Kreuzeck. Dies führt dazu, dass die thermische Aktivität hier oft früher endet als auf der gegenüberliegenden Talseite am Wank. Piloten müssen dieses Zeitfenster verstehen, um nicht "abzusaufen" oder in den kühlen Katabaten (Abwinden) zu landen, die sich im Schatten der Wände bilden.

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Der Startplatz "Hexenkessel": Anatomie und Technik

Der Startplatz am Kreuzeck ist Gegenstand vieler Diskussionen und Verwirrungen, da die Nomenklatur in Karten und Apps oft ungenau ist. Wir differenzieren hier präzise zwischen den verschiedenen Sektoren, die je nach Saison und Betriebszustand genutzt werden.

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Technische Spezifikationen und Lage

Der primäre Startbereich, der als "Hexenkessel" bekannt ist, befindet sich nicht direkt an der Bergstation der Kreuzeckbahn, sondern erfordert einen Zustieg.

Geografische Koordinaten (Startplatz): Der Startbereich liegt bei ca. N 47° 26' 17" E 11° 03' 59". Es ist essenziell, diese Koordinaten nicht mit dem Landeplatz oder der Bergstation zu verwechseln.  

Höhe über Meeresspiegel: Der Start erfolgt auf einer Höhe zwischen 1.640 m und 1.690 m NN. Diese Varianz ergibt sich daraus, dass je nach Schneelage und Windbedingungen weiter oben oder unten in der Schneise gestartet wird.  

Ausrichtung: Die Startrichtung ist strikt Nordost (NO) bis Ost-Nordost (ONO). Ein Start bei Südwind (Föhn) oder starkem Westwind ist aufgrund der Lee-Situation lebensgefährlich.

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Charakteristik und Schwierigkeitsgrad

Obwohl der DHV und einige Geländedatenbanken den Startplatz als "Mittel" einstufen , ist er für unerfahrene Piloten tückisch. Die Startfläche selbst ist eine Skipiste bzw. eine Almwiese, die im oberen Bereich relativ flach ist. Das bedeutet, der Pilot erhält keine "Gratis-Beschleunigung" durch ein steiles Gefälle.  

Die Herausforderung liegt in der Startentscheidung (Go/No-Go) und der Starttechnik:

Der flache Anlauf: Bei Nullwind muss der Pilot extrem dynamisch anlaufen, um Abhebegeschwindigkeit zu erreichen, bevor das Gelände in die steilere Senke oder in die Baumreihe übergeht.

Die Schneise: Der Startplatz ist keine offene Wiese, sondern wird seitlich durch Wald und Liftanlagen begrenzt. Dies erfordert einen absolut geradlinigen Startlauf. Ein Ausbrechen des Schirms zur Seite kann sofort in einem Hindernis enden.  

Die Baumreihe: Frontal vor dem Startplatz befindet sich eine Baumreihe, die mit ausreichend Sicherheitshöhe überflogen werden muss. Wer den Startlauf verpatzt oder zu früh in den Gurt steigt, riskiert, in den Wipfeln zu hängen.

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Die Betriebsregelung: Das "Killer-Kriterium"

Ein einzigartiges Merkmal dieses Startplatzes ist die strikte Kopplung an den Betriebszustand der Sesselbahn "Hexenkessel". Die Flugbetriebsordnung besagt unmissverständlich: "Wenn der Sessellift in Betrieb ist, darf aus Sicherheitsgründen kein Flugbetrieb durchgeführt werden.".  

Diese Regelung hat massive Auswirkungen auf die Nutzbarkeit:

Winter: Während der Hauptskisaison läuft der Hexenkessel-Lift fast täglich. Ein Start ist dann offiziell verboten, um Kollisionen mit den Sesseln oder Seilen zu vermeiden und Skifahrer nicht zu gefährden. Ausnahme: Randzeiten (vor/nach Liftbetrieb) oder Tage mit Teilbetrieb, sofern vom Geländehalter (Drachen- und Gleitschirmflieger Werdenfels e.V.) freigegeben.

Sommer/Nebensaison: Dies ist die "Golden Hour" für den Hexenkessel. Wenn der Skibetrieb eingestellt ist, die Kreuzeckbahn (Zubringer) aber läuft (für Wanderer), ist der Startplatz oft frei nutzbar.

Pilotentipp: Prüfen Sie vor der Auffahrt an der Talstation oder online den Status der "Hexenkesselbahn" (nicht nur der Kreuzeckbahn!). Wenn der 4er-Sessel läuft, können Sie sich den Weg sparen oder müssen auf den (schwierigeren) Kreuzjoch-Start ausweichen, sofern dieser freigegeben ist.

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Logistik und Zugang: Der Weg zum Himmel

Die Erreichbarkeit des Kreuzecks ist dank der touristischen Infrastruktur Garmisch-Partenkirchens exzellent, erfordert aber Detailwissen, um Zeit und Geld zu sparen.

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Anreise zum Basislager

Der zentrale Anlaufpunkt ist der Parkplatz der Kreuzeckbahn / Alpspitzbahn im Tal (ca. 750 m NN).

GPS Parkplatz: N 47.474, E 11.060.

Parkgebühren: Der Parkplatz ist kostenpflichtig. Es empfiehlt sich, Kleingeld bereit zu halten oder Apps zu nutzen (sofern verfügbar). Oft gibt es bei Kauf eines Bergbahntickets eine Rückvergütung oder ein Kombi-Ticket, fragen Sie explizit an der Kasse danach.  

Öffentliche Verkehrsmittel (Die entspannte Option): Die Bayerische Zugspitzbahn (Zahnradbahn) bedient die Haltestelle "Kreuzeckbahn/Alpspitzbahn" direkt vom Bahnhof Garmisch aus. Ebenso verkehrt der Ortsbus (Eibsee-Bus, blaue Busse) regelmäßig. Dies ermöglicht es Piloten, auch bei einer Außenlandung (z.B. am Wank oder im Moos) bequem zurück zum Auto zu kommen.

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Die Auffahrt

Für den Aufstieg nutzen Gleitschirmflieger in der Regel die Kreuzeckbahn.

Bahntyp: Eine moderne Zweiseil-Umlaufbahn mit Gondeln.

Kapazität: Hoch, Wartezeiten sind selten, außer an absoluten Spitzentagen im Skibetrieb.

Tickets: Es gibt spezielle Bergfahrten für Gleitschirmflieger oder das "Garmisch-Classic"-Wanderticket. Prüfen Sie die aktuellen Tarife, da diese saisonal schwanken. Ein "One-Way"-Ticket ist meist günstiger als Touristentickets.

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Der Fußweg: Die letzte Meile (Hike to Fly)

Der Startplatz liegt nicht direkt an der Bergstation. Viele Neulinge steigen aus der Gondel und suchen vergeblich die Startrampe.

Startpunkt: Bergstation Kreuzeck (1.650 m).

Ziel: Startplatz Hexenkessel / Kreuzjoch.

Wegbeschreibung: Man verlässt die Station und orientiert sich Richtung Südwesten/Westen, den Schildern "Kreuzjoch" oder "Hexenkessel" folgend.

Dauer: Der Fußmarsch dauert je nach Kondition und Gepäckgewicht ca. 15 bis 20 Minuten.  

Schwierigkeit:

Sommer: Der Weg führt über Schotterstraßen und Wanderwege. Er ist technisch einfach, beinhaltet aber leichte Gegenanstiege ("Wellen"), die mit einer 20kg-Ausrüstung schweißtreibend sein können.

Winter: Man bewegt sich im aktiven Skigebiet. Das Laufen auf der Piste ist oft untersagt. Man muss den ausgewiesenen Winterwanderwegen folgen oder am äußersten Pistenrand gehen. Vorsicht vor Skifahrern!

Alternative: Wer sehr sportlich ist, kann auch vom Tal aus zu Fuß aufsteigen ("Hike & Fly"). Über den "Jägersteig" oder die Forststraßen via Tröglhütte sind es ca. 900 Höhenmeter. Dauer: ca. 2,5 Stunden für trainierte Geher.

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Meteorologie des Garmischer Beckens: Der unsichtbare Gegner

Das Verständnis der komplexen Windsysteme in Garmisch ist der Schlüssel für sicheres Fliegen am Kreuzeck. Wer hier ohne meteo-logisches Wissen startet, begibt sich in Gefahr.

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Der "Bayerische Wind" (Talwindsystem)

Das dominierende Element ist der Talwind, lokal ehrfürchtig "Der Bayerische" genannt. Er entsteht durch das thermische Saugens der massiven Alpenmassive, die Luft aus dem flachen Voralpenland anziehen.

Mechanismus: Die Luft strömt vom Starnberger See / Murnau durch das Loisachtal in den Kessel von Garmisch.

Zeitplan (Chronologie):

Vormittag (bis ca. 11:00 Uhr): Meist noch ruhig oder leichter Bergwind (Abfluss aus dem Tal). Dies ist die sicherste Zeit für Anfänger.

Mittag (ab ca. 11:30 - 12:00 Uhr): Der "Bayerische" bricht durch. Er setzt oft abrupt ein und erreicht schnell Geschwindigkeiten von 20-30 km/h, in Spitzen bis 40 km/h.  

Auswirkung auf das Kreuzeck:

Startplatz: Da der Startplatz auf ca. 1.650 m liegt, befindet man sich oft über der Talwindschicht. Das ist trügerisch! Oben herrscht sanfter Wind, unten am Landeplatz "kocht" die Luft.

Landeplatz: Der Landeplatz Osterfelder liegt genau in der Düse dieses Windsystems. Eine Landung am Nachmittag im Sommer gleicht oft einer Starkwindlandung oder einem Rückwärtsflug, wenn man nicht vorbereitet ist.

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Thermikprofil und Jahreszeiten

Beste Jahreszeit: Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (September/Oktober). Im Hochsommer ist die Luft oft stabiler oder gewitteranfällig, und der Talwind ist extrem stark.

Thermik-Qualität am Hexenkessel: Aufgrund der zerklüfteten Topografie (Wald, Fels, Rippen) ist die Thermik hier oft "zerrissen" und eng. Anders als die großflächigen Bärte am Wank, muss man hier präzise zentrieren.

Tageszeit: Wie bereits erwähnt, ist das Kreuzeck ein Vormittagsberg. Die Sonne bescheint den Starthang ab dem frühen Morgen. Ab 13:00/14:00 Uhr wandert die Sonne so weit nach Westen, dass die Grate der Alpspitze beginnen, Schatten auf die Startzone und die darunterliegenden Thermikquellen zu werfen. Dies führt zu einem schnellen "Abschalten" der Thermik direkt vor dem Start.

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Die Föhn-Gefahr

Garmisch liegt direkt an der Nordseite der Alpenhauptkamm-Überströmung.

Südföhn: Bei Föhnlage stürzt die Luft über das Wettersteingebirge (Zugspitze/Alpspitze) ins Tal.

Die Falle: Das Kreuzeck liegt nördlich dieses Massivs, also im Lee. Bei Föhn bilden sich hier gigantische Rotoren. Selbst wenn im Tal noch Windstille herrscht (Föhn noch nicht durchgebrochen), kann es in der Höhe am Kreuzeck extrem turbulent sein.

Indikator: Linsenförmige Wolken (Lenticularis), Föhnmauer auf den Graten, extrem klare Sicht ("Föhnfenster") und Druckdifferenz Bozen-Innsbruck (> 4 hPa ist kritisch).

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Flugtaktik und Die "Perfekte Linie"

Um vom Kreuzeck erfolgreich wegzufliegen und nicht nach 10 Minuten am Landeplatz zu stehen, bedarf es einer klaren Taktik.

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Der Start und die erste Thermik

Nach dem Abheben (Achtung: Baumreihe überfliegen!) darf man nicht den Fehler machen, einfach geradeaus ins Tal zu fliegen. Die Sinkrate würde einen schnell unter die Inversion oder in den Talwind drücken.

Taktik "Rechts halten": Die erfahrene Strategie besteht darin, sich nach dem Start leicht rechts (östlich) zu orientieren. Dort, unterhalb der Trasse der Alpspitzbahn und im Bereich der Felsrippen ("Längenfelder"), stehen oft die ersten, zuverlässigen Bärte.  

Die "Hausbart"-Suche: Man muss nah am Relief bleiben, um die Ablösungen zu finden, die sich an den Latschenfeldern und Felskanten bilden.

Vermeidung: Der Bereich direkt westlich (links) unterhalb des Kreuzeckhauses ist oft abwindig, da hier die Kaltluft aus dem Kessel abfließt. Fliegen Sie nicht tief in diese Senke ein!

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Der "Rettungsanker" Rießerkopf

Sollte der Einstieg direkt am Startplatz misslingen und man verliert Höhe, gibt es eine zweite Chance vor dem Talboden: den Rießerkopf.

Lage: Ein bewaldeter Hügel auf ca. 1.100 - 1.200 m, etwa auf halber Strecke zum Landeplatz.  

Funktion: Ab Mittag prallt der Talwind ("Der Bayerische") frontal auf diesen Hügel. Dies erzeugt einen dynamischen Aufwindgürtel, oft vermischt mit Thermikblasen.

Manöver: Man kann hier oft "soaren" und wieder Höhe tanken, um den Flug zu verlängern oder doch noch Anschluss an höhere Schichten zu finden.

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Cross-Country (XC) Potential: Routen und Träume

Das Kreuzeck ist der Startpunkt für die "Kleine Wetterstein-Reise" oder ambitionierte Talquerungen.

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Die Talquerung zum Wank

Dies ist die klassische Route für Piloten, die am Kreuzeck starten, aber die legendäre Thermik des Wanks nutzen wollen.

Voraussetzung: Basishöhe von mindestens 1.800 m, besser 2.000 m über dem Kreuzeck.

Die Route: Man fliegt vom Kreuzeck über das Tal von Garmisch hinweg Richtung Osten/Nordosten.

Ziel: Die Südflanken des Wanks oder der "Ross-Wank".

Gefahr: Man muss das Tal mit genügend Höhe überqueren, um nicht in den starken Talwind am Boden zu geraten. Kommt man am Wank zu tief an, landet man im Lee des Talwindes oder findet keinen Anschluss mehr.

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Richtung Zugspitze (Höllental) – Nur für Experten!

Der Flug nach Westen, hinein ins Höllental Richtung Zugspitze, ist landschaftlich atemberaubend, aber fliegerisch eine Sackgasse mit hohem Risiko.

Topografie: Das Höllental ist eine tiefe, enge Schlucht.

Gefahr: Es gibt im Höllental keine Landemöglichkeiten. Wer hier absäuft, landet im Fels, im Wald oder in der Klamm. Zudem wirkt das Tal wie eine Düse.

Regel: Ein Einflug ist nur bei extrem hoher Basis und sicheren thermischen Bedingungen ratsam. Ein "Reinschnuppern" ohne Höhenreserve ist lebensgefährlich.

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Der Landeplatz Osterfelder: Die kritische Phase

Der offizielle Landeplatz (LP) für das Kreuzeck-Gebiet befindet sich nahe der Talstation der Alpspitzbahn. Hier passieren die meisten Unfälle, oft aufgrund von Unkenntnis der lokalen Mikro-Topografie.

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Lage und Kennzeichnung

Ort: Wiese östlich der Talstation Alpspitzbahn, an der Straße zum Parkplatz.

Erkennungszeichen: Großer Windsack auf einem Heustadel.  

Koordinaten: Ca. N 47.474, E 11.060.

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Die "Erdwall-Falle" (Rotor-Gefahr)

Westlich des Landeplatzes verläuft ein Bachbett, das von einem ca. 1,5 Meter hohen Damm bzw. Erdwall begrenzt wird.  

Das Szenario: Der starke Talwind (Nordwind) strömt über diesen Damm.

Die Aerodynamik: Hinter dem Damm (auf der Leeseite, also genau dort, wo man landet, wenn man zu kurz kommt) reißt die Strömung ab. Es bildet sich eine stationäre Rotorkeule oder eine Zone extrem turbulenter Luft.

Warnung: In Foren und Berichten wird dieser Bereich oft als "Dreckstall" oder Turbulenzfalle beschrieben. Wer hier zu tief anfliegt, wird vom Schirmklapper bis zum harten Aufprall alles erleben können.  

Lösung: Fliegen Sie den Landeplatz immer mit ausreichend Höhe an. Überfliegen Sie den Damm deutlich (mind. 10-20m Sicherheit) und bauen Sie die Höhe erst über der freien, hindernisfreien Wiesenfläche ab. Versuchen Sie niemals, "kurz" hinter dem Damm aufzusetzen.

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Alternative Landeplätze

Wenn der Talwind am Osterfelder LP zu stark ist (Windsack steht waagrecht, Böen sichtbar), ist eine Landung dort riskant.

Hausberg Landeplatz: Liegt weiter östlich, näher am Ort. Er ist oft etwas geschützter oder bietet mehr Raum für einen langen Endanflug. Allerdings ist er im Winter oft durch Skibetrieb blockiert oder eingeschränkt.

Notlandung: Bevor Sie eine Rückwärtslandung oder einen Baumflug riskieren, suchen Sie sich eine freie Wiese vor den Hindernissen (weiter draußen im Tal, Richtung Garmisch), sofern diese nicht landwirtschaftlich kritisch ist (hohes Gras meiden!). Sicherheit geht vor Flurschaden, aber Respekt vor den Bauern ist essenziell für den Erhalt des Fluggebiets.

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Luftraum und Naturschutz

Lufträume: Der Luftraum um Garmisch ist relativ frei von komplexen Beschränkungen (keine Kontrollzone direkt am Berg), aber der Segelflugverkehr und Hubschrauberverkehr ist rege.

Hubschrauber: Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist ein primäres Anflugziel für Rettungshubschrauber (Christoph 1, Christoph Murnau). Zudem finden im Wettersteingebirge (Alpspitze, Höllental) häufig Bergrettungseinsätze statt. Achten Sie auf Fluggeräusche und halten Sie stets Abstand zu gelben/roten Hubschraubern.

Naturschutz: Beachten Sie die "Freiwillige Vereinbarung" zum Schutz von Wildtieren. Insbesondere im Winter und Frühjahr (Setzzeit) sollten Waldränder und Felszonen, in denen Gämsen oder Steinadler horsten, nicht tief überflogen werden.

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Entscheidungshilfe für den Start

Um die Sicherheit am Startplatz zu erhöhen, bietet sich folgende Entscheidungsmatrix an:

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Saisonale Nuancen: Ein Ganzjahres-Guide

Das Kreuzeck verändert sein Gesicht mit den Jahreszeiten drastisch. Was im Sommer gilt, kann im Winter falsch sein.

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Winter (Dezember - März)

Ski & Fly: Im Winter ist das Kreuzeck primär ein Skigebiet. Fußstarts sind auf der präparierten Piste (Hexenkessel) oft problematisch, da man tiefe Löcher in die Piste tritt oder mit Skifahrern kollidieren kann. Die meisten Piloten starten hier mit Skiern. Dies erleichtert den Start auf der flachen Piste enorm.

Liftbetrieb: Wie erwähnt, läuft der Hexenkessel-Sessellift im Winter fast immer. Das bedeutet: Startverbot am Hauptstartplatz! Man muss auf Nischenzeiten ausweichen oder den (schwierigeren) Kreuzjoch-Start nutzen, wenn freigegeben.

Thermik: Keine. Es ist ein reiner Abgleiter. Genießen Sie das Panorama der verschneiten Alpspitze.

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Frühjahr (März - Mai)

Die wilde Zeit: Die Temperaturdifferenz zwischen schneebedeckten Gipfeln und ausgeapertem Tal sorgt für brutale Thermik und extremen Talwind.

Vorteil: Man kommt extrem hoch (Basis oft über 3.000m).

Nachteil: Der Talwind am Landeplatz kann schon um 12:00 Uhr unfliegbar stark sein. Nur für sehr erfahrene Piloten.

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Sommer & Herbst (Juni - Oktober)

Genuss: Der Talwind schwächt sich im Herbst ab. Die Farben der Wälder sind spektakulär.

Logistik: Der Sessellift steht oft still (Sommerpause oder nur Wochenendbetrieb), was den Startplatz Hexenkessel voll verfügbar macht. Dies ist die beste Zeit für diesen Startplatz.

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Infrastruktur und Après-Fly

Nach dem Flug bietet Garmisch eine Fülle an Möglichkeiten, den Tag ausklingen zu lassen oder sich zu erholen.

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Hütten und Gastronomie

Wer den letzten Flug verpasst oder einfach die Bergluft genießen will, findet direkt am Berg exzellente Optionen:

Kreuzeckhaus: Direkt an der Bergstation (1.652 m). Eine klassische DAV-Hütte mit großer Panoramaterrasse. Hier gibt es deftige bayerische Küche. Ein Highlight ist die Übernachtungsmöglichkeit: Wer hier schläft, kann am nächsten Morgen den ersten Sonnenaufgangs-Flug machen, noch bevor die erste Bahn Gäste hochbringt.  

Kreuzalm: Etwas unterhalb des Startplatzes (ca. 1.600 m). Uriger und gemütlicher als das große Kreuzeckhaus. Ein beliebter Treffpunkt für Wanderer und Piloten.  

Toni Alm: Im Tal, nahe der Riessersee-Bahn. Bekannt für rustikalen Charme und gute Wildgerichte.

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Flugschulen und Shops

Vor Ort gibt es kompetente Ansprechpartner für Guiding, Ausrüstung oder Tandemflüge:

Gleitschirmschule Garmisch-Partenkirchen: Die lokale Institution. Sie nutzen den Hexenkessel auch teilweise für Schulungen (unter Aufsicht). Kontaktieren Sie die Schule für aktuelle Gebietsinfos oder Einweisungen.  

Aerotaxi: Anbieter für Tandemflüge, oft am Wank oder Osterfelder anzutreffen.

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Webcams zur Flugvorbereitung

Verlassen Sie sich nicht nur auf Wetter-Apps. Der Blick durch die "digitalen Augen" vor Ort ist unersetzlich:

Kreuzeck Bergstation Webcam: Der Blick Richtung Alpspitze und Zugspitze verrät sofort, ob die Gipfel in Wolken sind oder ob Föhnlinsen am Himmel stehen.  

Wank-Webcam: Zeigt die gegenüberliegende Talseite. Wenn der Wank "zu" ist, ist die Basis im ganzen Tal meist niedrig.

Windwerte Alpspitzbahn (Osterfelderkopf): Diese Station liegt etwas höher (ca. 2.050 m). Wenn hier der Wind mit über 25-30 km/h bläst, ist es am darunterliegenden Kreuzeck meist schon sehr turbulent.

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Notfall und Kontakt

Notruf: 112 (Euro-Notruf). Geben Sie "Gleitschirmunfall am Kreuzeck/Hexenkessel" an.

Geländehalter: Drachen- und Gleitschirmflieger Werdenfels e.V.. Die Website des Vereins ist eine Goldgrube für aktuelle Regelungen, Sperrungen oder Veranstaltungen.  

Bergbahn: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG. Telefon: +49 (0)8821 797-0.

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Fazit

Der Startplatz Hexenkessel - Kreuzeck ist weit mehr als nur eine Alternative zum Wank. Er ist ein Startplatz mit Charakter – fordernd, manchmal zickig, aber bei den richtigen Bedingungen (NO-Wind, Vormittag, kein Liftbetrieb) belohnend wie kaum ein anderer. Er bietet den direkten Zugang zur Felsarena des Wettersteins und erlaubt Flüge in einer Kulisse, die in Deutschland ihresgleichen sucht.

Doch dieser Genuss muss erarbeitet werden: Durch einen Fußmarsch, durch akribisches Studium des Windes und durch Disziplin bei der Startentscheidung. Wer die Regeln des "Bayerischen Windes" achtet, die "Erdwall-Falle" am Landeplatz meidet und den Sessellift respektiert, wird hier unvergessliche Flüge erleben. Für den unbedarften Anfänger bleibt der Wank die bessere Wahl – für den angehenden Alpin-Piloten ist das Kreuzeck die nächste Stufe der Evolution.

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