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Fluggebiet Bernau im Schwarzwald: Der Ultimative Piloten-Guide für Spießhorn und Lehenköpfle
Das Bernauer Hochtal, gelegen im Herzen des Naturparks Südschwarzwald südlich des Feldbergmassivs, repräsentiert eines der landschaftlich reizvollsten und fliegerisch anspruchsvollsten Areale für Gleitschirm- und Drachenflieger in Deutschland. Fernab vom Massenbetrieb der alpinen Hotspots bietet Bernau eine seltene Kombination aus hochalpiner Anmutung und mittelgebirgstypischer technischer Herausforderung. Es ist ein Gebiet der Kontraste: Während der Übungshang am Lehenköpfle sanfte Schulungsbedingungen bietet, verlangt der Hauptstartplatz am Spießhorn (Krunkelbachhütte) dem Piloten ein fundiertes meteorologisches Verständnis und diszipliniertes Risikomanagement ab.
Für den ambitionierten Streckenflieger (XC-Piloten) fungiert Bernau als thermisches Sprungbrett zum Feldberg und Herzogenhorn, während Genussflieger die berühmte "Magic Air" der späten Nachmittagsstunden schätzen. Doch das Gebiet hat seine Tücken: Die aerodynamischen Fallen bei Westwind, strikte Naturschutzauflagen zum Schutz des Auerhuhns und die Sensibilität der lokalen Landwirtschaft erfordern eine penible Vorbereitung. Dieser Bericht, erstellt aus der Perspektive erfahrener Gebietskenner, dient als umfassende Referenz, um das Potenzial dieses "Hidden Gems" sicher und konfliktfrei auszuschöpfen. Er ersetzt und erweitert die offiziellen Datenbankeinträge um kritisches Insiderwissen, meteorologische Feinanalysen und logistische Detailstrategien.
Entscheidungsmatrix für Piloten:
Geeignet für: Thermik-Einsteiger (mit Vorsicht), erfahrene XC-Piloten, Hike & Fly Enthusiasten.
Nicht geeignet für: Piloten ohne Rückwärtsstart-Beherrschung (am Spießhorn bei Wind), Piloten ohne Verständnis für Lee-Situationen.
Kritische Warnung: Absolute Startverbote bei Westwind am Spießhorn (Lebensgefahr durch Lee-Rotoren der Zimmerhalde) und strikte Landeverbote auf ungemähten Wiesen während der Vegetationsperiode.
Das Fluggebiet Bernau definiert sich nicht durch einen einzelnen Berg, sondern durch die komplexe Topografie eines nach Süden geöffneten Hochtals, das von markanten Erhebungen wie dem Herzogenhorn (1.415 m), dem Spießhorn (1.349 m) und dem Blößling (1.309 m) flankiert wird. Diese Kessellage schafft ein mikroklimatisches System, das sowohl thermisch begünstigt als auch windtechnisch sensibel ist.
Das Spießhorn ist das operative Zentrum für alle Lizenzpiloten und Streckenjäger. Geografisch markiert es einen Ausläufer des Herzogenhorn-Massivs und bietet durch seine freie Anströmung aus südlichen Richtungen ideale Startbedingungen.
Technische Spezifikation:
Höhe: 1.315 m NN.
Höhendifferenz: Ca. 395 m bis zum Landeplatz Goldbach.
Exposition: Süd-West (SW) bis Süd (S).
Koordinaten: N 47°49'36.84" E 8°02'01.82".
Charakteristik: Es handelt sich um eine Naturbahn, die im oberen Bereich eine moderate Neigung aufweist, welche für einen sicheren Abhebenimpuls ausreicht, jedoch nach wenigen Metern in flacheres Gelände übergeht. Dies erfordert bei schwachem Wind eine beherzte Laufarbeit. Der Untergrund ist Wiese, durchsetzt mit Heidelbeersträuchern in den Randbereichen, was eine saubere Leinenlayoutierung verlangt.
Infrastrukturelle Besonderheit: Der Startplatz liegt in unmittelbarer Nähe zur Krunkelbachhütte, einer bewirtschafteten Berggaststätte, die als logistischer Dreh- und Angelpunkt fungiert. Es ist essenziell zu beachten, dass der Startplatz selbst oft als "Krunkelbach" referenziert wird, obwohl der geografische Gipfel das Spießhorn ist.
Im Kontrast zum anspruchsvollen Spießhorn steht das Lehenköpfle. Dieser Startplatz ist das klassische Schulungsgelände und dient der Flugschule Skymaster sowie Genussfliegern als stressfreie Alternative.
Technische Spezifikation:
Höhe: 1.140 m NN.
Höhendifferenz: Ca. 190 m bis zum Landeplatz Beim Brückle.
Exposition: Süd-Ost (SO).
Koordinaten: N 47°47'54.64" E 8°01'31.85".
Charakteristik: Ein einfacher Wiesenstartplatz, der fehlerverzeihend ist und sich ideal für die ersten Höhenflüge oder das Groundhandling eignet. Aufgrund der südöstlichen Ausrichtung ist dieser Hang oft bereits am Vormittag thermisch aktiv, wenn das Spießhorn noch auf die Sonneneinstrahlung wartet.
Weniger bekannt, aber in den Vereinsunterlagen erwähnt, ist der Startplatz "Rank / Modellflieger".
Höhe: 1.150 m NN.
Exposition: SW.
Höhendifferenz: Ca. 230 m.
Nutzung: Dieser Platz wird oft in Koexistenz mit Modellfliegern genutzt, was eine strikte Absprache und Funkdisziplin erfordert. Er bietet eine Alternative, wenn am Spießhorn der Betrieb zu dicht ist oder spezifische Windbedingungen herrschen.
Das Verständnis der lokalen Luftströmungen ist der Schlüssel zur Sicherheit in Bernau. Das Talwindsystem und die Interaktion mit überregionalen Winden erzeugen Muster, die sich signifikant von anderen Schwarzwald-Geländen unterscheiden.
Die geografische Ausrichtung nach Süd-West suggeriert eine Eignung für Westwindlagen. Dies ist jedoch ein gefährlicher Trugschluss.
Die "Zimmerhalde-Falle" (Rote Flagge): Westlich des Startplatzes Spießhorn erhebt sich der Bergrücken der Zimmerhalde. Bei reinem Westwind (W) oder starkem Nordwestwind (NW) liegt der Startplatz Spießhorn im aerodynamischen Lee dieses Bergrückens.
Das Phänomen: Der Windsack am Startplatz kann trügerische Sicherheit suggerieren. Er zeigt oft schwachen Wind oder sogar "perfekten" Vorwind an, der jedoch durch Rezirkulationseffekte (Rotoren) entsteht.
Die Gefahr: Sobald der Pilot abhebt und die schützende bodennahe Schicht verlässt, trifft er auf die turbulente Scherungsschicht der überströmenden Luftmassen. Dies hat in der Vergangenheit zu Kappenklappern, Höhenverlust und Baumlandungen geführt.
Die goldene Regel: Starten Sie niemals am Spießhorn, wenn der überregionale Wind eine deutliche Westkomponente (> 15-20 km/h) aufweist. Ideal sind Süd (S) bis Süd-West (SW).
Bernau ist bekannt für seine zuverlässige Thermik, die durch den Kesseleffekt des Hochtals begünstigt wird.
Thermik-Trigger: Die verlässlichsten Ablösungen finden sich oft direkt vor dem Startplatz über den schneefreien Wiesenflächen sowie an den Waldkanten, die sich in Richtung Talmitte ziehen. Ein weiterer Hotspot ist der Bereich um den "Scheibenfelsen", wo der Felsuntergrund Wärme speichert.
Tagesgang:
Vormittag: Das Lehenköpfle (SO) beginnt zuerst zu arbeiten.
Mittag: Die Thermik am Spießhorn setzt ein, kann jedoch im Frühjahr und Hochsommer bockig und eng sein.
Spätnachmittag (Magic Air): Ab ca. 16:30 Uhr beruhigt sich die Luftmasse. Die Westflanken geben die gespeicherte Tageswärme ab und erzeugen ein großflächiges, laminares Steigen ("Restitution"), das stundenlanges Soaren in den Sonnenuntergang ermöglicht. Dies ist die Zeit für Genussflieger.
Lokale Piloten verlassen sich nicht nur auf Apps, sondern nutzen die vorhandene Infrastruktur zur Live-Validierung der Prognosen.
Wetterstation Holfuy 1063 (Spiesshorn): Diese Station ist essenziell. Prüfen Sie nicht nur den Durchschnittswind, sondern zwingend die Böenspitzen (Gusts). Eine Differenz von > 15 km/h zwischen Mittelwind und Böen deutet auf zerrissene Thermik oder Lee-Effekte hin. Die Station liefert zudem Temperaturdaten, die Rückschlüsse auf die Labilität der Luftmasse zulassen.
Webcams:
Krunkelbachhütte: Bietet den direkten Blick auf die Startplatzbedingungen (Nebel, Basis, Windsack).
Skilift Hofeck / Köpfle: Zeigt die Situation im Tal und hilft, Inversionen oder aufliegenden Nebel im unteren Bereich zu erkennen.
Obwohl Bernau oft als Genussfluggebiet wahrgenommen wird, bietet es erhebliches Potenzial für Streckenflüge (Cross Country), insbesondere in Richtung des Feldberg-Massivs.
Dies ist die Königsdisziplin ab Bernau. Ziel ist es, vom Spießhorn (1.315 m) zum Herzogenhorn (1.415 m) und weiter zum Feldberg (1.493 m) zu fliegen.
Taktik: Nach dem Start am Spießhorn muss zwingend Höhe gewonnen werden ("Aufdrehen"). Eine Basishöhe von mindestens 1.600 m, besser 1.800 m, ist notwendig, um den Talsprung zum Herzogenhorn sicher zu gestalten.
Schlüsselstelle: Der Übergang vom Spießhorn zum Herzogenhorn führt über bewaldetes Gebiet ohne Landemöglichkeiten. Hier darf nicht spekuliert werden. Piloten berichten, dass man oft gegen einen leichten Talwind ankämpfen muss, der vom Feldbergpass herabströmt.
Rückkehr: Der Rückweg ist oft einfacher, da man mit dem überregionalen Wind (meist SW/W) zurück nach Bernau geschoben wird. Vorsicht ist jedoch geboten, nicht zu tief ins Tal zu kommen, da der Talwind dort stark kanalisiert sein kann.
Eine Alternative ist das Abreiten der Krete in Richtung Osten zum Blößling (1.309 m).
Charakteristik: Diese Route führt entlang der südlichen Flanken des Bernauer Hochtals. Sie ist landschaftlich reizvoll, erfordert aber ständige Wachsamkeit bezüglich der Landewiesen im Tal, da das Tal nach Osten hin enger wird und die Außenlandemöglichkeiten rarer sind.
Piloten dokumentieren auf Plattformen wie XContest regelmäßig Flüge, die das Potenzial belegen. Ein "200 km FAI Dreieck" (wie in einem allgemeinen Snippet erwähnt) ist ab Bernau extrem selten und den absoluten Profis vorbehalten, aber geschlossene Aufgaben von 20–50 km sind an guten Tagen für Fortgeschrittene machbar.
Die Logistik in Bernau ist strikt reglementiert. Verstöße gegen die Zufahrtsbeschränkungen gefährden den Fortbestand des Fluggeländes massiv.
Grundregel: Die Zufahrt zur Krunkelbachhütte ist für den privaten PKW-Verkehr gesperrt. Es gibt temporäre Fahrverbote, die unbedingt beachtet werden müssen.
Parken für Spießhorn-Piloten:
Es muss der Wanderparkplatz unterhalb der Krunkelbachhütte genutzt werden.
GPS: N 47°49'02.30" E 8°02'05.83" (Parkplatz auf halbem Weg).
Von hier aus erfolgt der restliche Aufstieg zu Fuß oder per Shuttle.
Das Parken direkt an der Hütte ist nur mit Sondergenehmigung (z.B. für Drachenflieger zum Abladen, siehe Regeln) gestattet.
Parken für Lehenköpfle-Piloten:
Hier dient der Friedhofsparkplatz in Bernau-Innerlehen als Basis.
Vom Friedhof sind es ca. 15–20 Minuten Fußmarsch zum Startplatz.
Da der Aufstieg mit schwerem Gleitschirmgepäck mühsam sein kann, gibt es etablierte Transportoptionen.
Hüttentaxi Krunkelbach: Die Wirtsleute der Krunkelbachhütte bieten oft einen Shuttle-Service an, insbesondere an Wochenenden oder auf Anfrage.
Kontakt: Tel. 07675 / 338.
Winter-Spezial: Ein absolutes Highlight ist der Transport mit dem Pistenbully im Winter. Das "Pistenbully-Taxi" bringt Gäste und Piloten (für Hike & Fly oder Abgleiter) vom Tal (Ortsteil Hof) zur Hütte.
Taxi Schlageter: Ein lokaler Anbieter, der Fahrten im Hochschwarzwald und zu den Wanderparkplätzen durchführt.
Kontakt: +49 (0) 7671 222 9837.
Flugschul-Bus: Die Flugschule Skymaster betreibt für ihre Schüler und Clubmitglieder oft einen eigenen Kleinbus-Shuttle, insbesondere zwischen Landeplatz und den Übungshängen.
Bernau ist ein Paradies für Hike & Fly. Der Aufstieg vom Tal (z.B. Bernau-Hof) über den Scheibenfelsen zur Krunkelbachhütte dauert je nach Kondition 1 bis 1,5 Stunden. Der Weg führt durch dichte Wälder und über offene Weiden, die bereits beim Aufstieg Rückschlüsse auf die Windbedingungen zulassen.
Das Fluggebiet wird vom Gleitschirmclub Spießhornfalken Bernau e.V. in Kooperation mit der Flugschule Skymaster betreut. Die Einhaltung der Regeln ist essenziell für das gute Verhältnis zu Landwirten und Jägern.
In Bernau gilt: Kein Start ohne Einweisung.
Vorschrift: Gastpiloten müssen sich vor dem ersten Flug bei einem Clubmitglied oder einer autorisierten Person melden. Dies ist keine Schikane, sondern dient der Sicherheit (Lee-Gefahr) und dem Naturschutz.
Kontakte: Die Website der Spießhornfalken listet Ansprechpartner wie Uwe Klein oder Hartmut Schulze. Eine kurze Kontaktaufnahme vorab wird erwartet.
Gebühren: Es wird eine moderate Tagesgebühr von 3,– € erhoben. Jahreskarten sind für 30,– € erhältlich. Die Bezahlung erfolgt meist bar und unkompliziert vor Ort.
Dies ist der häufigste Konfliktpunkt in Schwarzwald-Fluggebieten.
Die Saison: Von Mai bis September ist Vegetationszeit.
Das Verbot: Landen auf ungemähten Wiesen (hohes Gras) ist strikt verboten. Dies gilt sowohl für den offiziellen Landeplatz (außerhalb der markierten Zone) als auch für Außenlandungen.
Konsequenz: Ein Verstoß ("Grasplätten") führt zu Schadensersatzforderungen der Bauern und gefährdet die Pachtverträge des Vereins. Im Zweifel muss auf gemähte Nachbarflächen ausgewichen werden, auch wenn der Rückweg weiter ist.
Der Südschwarzwald ist Habitat des streng geschützten Auerhuhns.
Sensible Zonen: Waldränder und Unterholzbereiche sind Ruhezonen. Insbesondere in der Balzzeit (Frühjahr) und im Winter (Energie sparen) müssen Piloten ausreichenden Abstand zu Waldrändern halten und Lärm vermeiden.
Überflug: Ausreichend Sicherheitshöhe über Waldgebieten ist nicht nur fliegerisch klug (Turbulenz), sondern auch naturschutzrechtlich geboten.
Neben der bereits erwähnten Lee-Gefahr am Spießhorn gibt es weitere Risiken, die Piloten kennen müssen.
Am Landeplatz Goldbach kann der Talwind, besonders an thermischen Tagen, kanalisiert auftreten.
Einteilung: Eine saubere Landeeinteilung (Links- oder Rechtsvolte gemäß Aushang vor Ort) ist obligatorisch. Piloten sollten sich auf einen zügigen Endanflug einstellen und nicht "aushungern", da der Bodenwindgradient stark sein kann.
Hindernisse: Achten Sie auf Zäune und Weidevieh, die oft flexibel umgesteckt werden. "Kein Start bei Kühen im Startbereich" ist eine ernstgemeinte Regel – Kühe können aggressiv auf die großen Schirme reagieren oder sich in den Leinen verfangen.
Das Top-Landen am Spießhorn ist technisch möglich und beliebt, um sich den erneuten Aufstieg zu sparen.
Risiko: Durch die thermische Aktivität direkt vor dem Startplatz kann der Anflug turbulent sein. Top-Landungen sollten nur von routinierten Piloten durchgeführt werden, die das punktgenaue Landen auch bei thermischen Ablösungen beherrschen.
Bernau bietet eine exzellente Infrastruktur für die Zeit nach der Landung. Die Region hat sich dem sanften Tourismus verschrieben ("Biosphärengebiet Schwarzwald").
Krunkelbachhütte: Der soziale Mittelpunkt des Fluggebiets. Auf 1.294 m gelegen, ist sie Treffpunkt für Piloten, Wanderer und Biker. Die Hütte ist bekannt für ihre deftige Küche (Erbsensuppe, Bratwurst) und die urige Atmosphäre.
Landgasthof Bergblick: Für den gehobeneren Abschluss des Tages im Tal. Hier wird regionale Schwarzwälder Küche serviert.
Kurhaus Bernau: Bietet sich für größere Gruppen oder Events an.
Camping: Der Wintercampingplatz Spitzenberg (Sportplatzstraße 5, Ortsteil Innerlehen) ist eine Top-Option für Camper. Er liegt strategisch günstig zwischen den Fluggebieten und bietet auch im Winter Stellplätze.
Krunkelbachhütte: Bietet Übernachtungsmöglichkeiten im Matratzenlager oder in Zimmern an. Ideal für Piloten, die den Sonnenaufgang am Berg erleben wollen ("Early Bird" Flüge).
Hotels: Das "Schwarzwaldhaus Naturparkhotel" und das "Hotel Rössle" sind komfortable Optionen im Tal.
Sollte das Wetter nicht mitspielen, bietet Bernau Alternativen:
Wandern: Der "Bernauer Hochtal Steig" ist ein Premiumwanderweg, der viele fliegerisch interessante Punkte (Spießhorn, Herzogenhorn) verbindet.
Skifahren: Im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein Skizentrum (Skilift Hofeck, Spitzenberg), was die Region auch für "Ski & Fly" interessant macht.
Wenn in Bernau der Wind nicht passt (z.B. Nordwind oder starker Westwind), liegen Ausweichmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe.
Menzenschwand (Möslehang): Nur wenige Kilometer östlich.
Ausrichtung: Nord-Ost (NO).
Eignung: Ideal, wenn Bernau (S/SW) im Lee liegt oder Rückenwind hat. Auch hier betreibt die Flugschule (AirPower) oft Schulungsbetrieb.
Todtnau (Silberberg/Hasenhorn): Westlich von Bernau.
Ausrichtung: SW-W.
Eignung: Ein anspruchsvolles Gelände, das bei Westlagen oft besser angeströmt wird als das leeanfällige Spießhorn, aber ebenfalls Erfahrung erfordert.
Feldberg (Kapellenkopf): Nördlich gelegen. Ein hochalpines Gelände, das jedoch oft starken Winden ausgesetzt ist.
Fazit
Das Fluggebiet Bernau im Schwarzwald ist weit mehr als nur ein lokaler Übungshang. Es ist ein mikroklimatisches Gesamtkunstwerk, das dem Piloten Demut vor der Natur abverlangt und ihn im Gegenzug mit Flügen belohnt, die in Erinnerung bleiben. Wer die "Zimmerhalde-Falle" respektiert, die Einweisung ernst nimmt und sich in die Gemeinschaft der Spießhornfalken integriert, findet hier eine fliegerische Heimat mit hohem Suchtfaktor.
Die drei Gebote von Bernau:
Respektiere das Lee: Kein Start am Spießhorn bei Westwind.
Respektiere das Gras: Keine Landung in ungemähten Wiesen.
Respektiere die Locals: Keine Flüge ohne vorherige Einweisung und Tageskarte.