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Antenna Costalunga

Startplätze:1
Landungen:2
Koord.:45.8117°N, 11.7451°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 2 Landeplatzätze

Antenna Castalunga Startplatz

Start
Höhe741m ü. M.
Koord.45.8117, 11.7451
WindO-S
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Bassano Landeplatz 1

Landung
Höhe184m ü. M.
Koord.45.8081, 11.7701
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Bassano Landeplatz 2

Landung
Höhe160m ü. M.
Koord.45.8067, 11.7853
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Das Ultimative Kompendium: Antenna Costalunga (Monte Grappa)

Exklusiver Forschungsbericht, Topografische Analyse & Strategischer XC-Leitfaden für Gleitschirmpiloten

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Die geografische Richtigstellung: Wo liegt "Antenna" wirklich?

In der globalen Datenbank der Gleitschirmfliegerei existieren wenige Orte, die mit einer solch persistenten geografischen Verwirrung behaftet sind wie der Startplatz Antenna Costalunga. Es ist eine faszinierende Anomalie in der Piloten-Community, dass dieser Startplatz in diversen Foren, veralteten Datenbanken oder im "Hangar-Talk" immer wieder mit Standorten in Deutschland oder Österreich assoziiert wird. Diese Fehlverortung erfordert eine präzise Aufklärung, bevor eine fliegerische Analyse erfolgen kann.

Die Verwirrung rührt primär von einer namentlichen Dopplung her. Es existiert in den Dolomiten, genauer im Rosengarten-Latemar-Gebiet an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino, der Passo di Costalunga (Karerpass). Dieser Pass ist ein bekanntes touristisches Ziel, aber kein primärer Gleitschirm-Hotspot vergleichbar mit Bassano. Der Startplatz, den ambitionierte Piloten suchen, wenn sie von "Antenna" oder "Costalunga" sprechen, befindet sich zweifelsfrei in der Region Venetien, Italien, an den südlichen Ausläufern des Monte-Grappa-Massivs.

Der Startplatz Antenna Costalunga (oft im Pilotenjargon nur "die Antenne" genannt) ist ein integraler Bestandteil des Fluggebietes von Bassano del Grappa. Er liegt auf dem Territorium der Gemeinde Romano d'Ezzelino und ist einer der taktisch wichtigsten Startplätze für den Einstieg in thermische Flüge, insbesondere in den Vormittagsstunden. Die irrige Annahme einer Lage in Deutschland oder Österreich könnte auch soziokulturelle Wurzeln haben: In der Hochsaison zwischen Februar und April ist die Dichte an deutschsprachigen Piloten (Kennzeichen aus Bayern, Baden-Württemberg, Österreich) am Monte Grappa so extrem hoch, dass die akustische Kulisse am Startplatz eher an das Allgäu erinnert als an Venetien. Doch die Thermikqualität und die orografische Struktur sind unverkennbar die der Südalpen.

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Die Defizite existierender Datenbanken

Warum ist ein neuer, umfassender Guide notwendig? Der klassische Eintrag im Gelände-Atlas des DHV (Deutscher Hängegleiterverband) oder ähnlicher Portale wie ParaglidingMap liefert zwar solide Basisdaten – Koordinaten, Startrichtung und eine grobe Eignungseinstufung ("einfach"). Was diesen Einträgen jedoch systembedingt fehlt, ist die kontextuelle Intelligenz.  

Ein Datenbankeintrag sagt Ihnen: "Startrichtung Ost". Er erklärt Ihnen jedoch nicht, dass eine Startentscheidung bei reinem Ostwind um 14:00 Uhr fatal sein kann, weil das Talwindsystem der Brenta zu diesem Zeitpunkt oft schon auf West gedreht hat und der Startplatz damit im Lee einer subtilen Geländerippe liegt. Er sagt Ihnen, dass der Startplatz "einfach" ist, erwähnt aber nicht die psychologische und physische Barriere der stark befahrenen Straße SP148, die unmittelbar unterhalb der Abflugkante verläuft und eine kompromisslose Starttechnik erfordert.

Dieser Bericht transzendiert die reine Datensammlung. Er basiert auf der Synthese von meteorologischen Langzeitbeobachtungen, Unfallanalysen, lokalen Reglements (Stand 2025/2026) und dem impliziten Erfahrungswissen lokaler "Voliberisti" und XC-Cracks. Ziel ist es, nicht nur zu informieren, sondern Handlungskompetenz für komplexe Situationen zu vermitteln. Wir werden die Mikro-Meteorologie der "Antenne" sezieren, die unsichtbaren thermischen Trigger-Punkte kartieren, die sichere Integration in den oft überfüllten Luftraum planen und die logistischen Hürden (FlyCard, Shuttle, Parkplatznot) strategisch überwinden.

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Topografische Detailanalyse: Die "Schulter" des Grappa

Der Monte Grappa ist kein einzelner Gipfel, sondern ein massiver Block, der wie ein Bollwerk gegen die Po-Ebene steht. Diese geografische Exponiertheit macht ihn zum ersten Hindernis für Luftmassen aus der Ebene, was seine legendäre Zuverlässigkeit begründet. Der Startplatz Antenna Costalunga liegt nicht auf dem Hauptgipfel, sondern auf einer vorgelagerten Schulter auf ca. 740 bis 750 Metern MSL.  

Geokoordinaten: 45.81195° N, 11.74501° O.  

Exposition: Ost (E) bis Süd-Ost (SE). Diese Ausrichtung ist das definierende Merkmal des Startplatzes und unterscheidet ihn fundamental von den südlich ausgerichteten Plätzen "Tappeti" oder "Stella" sowie dem westlich ausgerichteten "Casette".

Die Morphologie des Geländes ist trügerisch. Der Startplatz selbst ist eine Wiese, die in den oberen Bereichen relativ flach ist und ideales Aufziehen ermöglicht. Nach wenigen Metern geht das Gelände jedoch in eine signifikante Steigung über, die in einem fast abrupten Abbruch zur darunterliegenden Straße mündet. Diese Topografie diktiert die Starttechnik: Ein "Laufenlassen" des Schirms im flachen Teil führt oft dazu, dass der Pilot im steilen Stück abgehoben wird, ohne genügend Fahrtüberschuss für die dynamische Reserve zu haben, die für das Überqueren der Straße und der darunterliegenden Vegetation notwendig ist.

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Die Infrastruktur-Barriere: Strada Provinciale 148

Ein kritisches Merkmal, das in Standard-Guides oft nur als Randnotiz erscheint, ist die Straße SP148 (Strada Generale Giardino). Sie schneidet den Hang direkt unterhalb des Startplatzes.  

Risiko-Szenario: Bei schwachem Wind oder leichtem Rückenwind (was am Antenna morgens vorkommen kann, bevor die Thermik durchzieht) besteht die Gefahr, dass Piloten nach dem Abheben "absacken". Ein Hängenbleiben an der Leitplanke, in den geparkten Autos am Straßenrand oder in den Büschen direkt unter der Straße ist ein klassisches Unfallszenario an diesem Startplatz.

Taktische Konsequenz: Der "Point of No Return" (Entscheidungslinie) liegt deutlich vor der Hangkante. Wenn der Schirm bis zu dieser imaginären Linie nicht trägt und sauber fliegt, muss der Start rigoros abgebrochen werden. Ein "Heraushungern" über die Straße ist russisches Roulette.

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Bodenbeschaffenheit und Logistik

Der Untergrund ist natürlich gewachsen, durchsetzt mit Steinen und im Spätsommer oft trockenem, rutschigem Gras. Im Gegensatz zum "Tappeti", wo Kunstrasen Fehler verzeiht und Linien schont, ist hier sauberes Sortieren Pflicht. Verhänger durch Wurzeln oder Steine sind häufig.

Windsäcke: Es gibt mehrere Windsäcke , die strategisch platziert sind. Ein Windsack steht meist direkt am Start, ein weiterer oft etwas tiefer oder seitlich. Profitipp: Achten Sie nicht nur auf den Windsack am Start, sondern auch auf die Vegetation unterhalb der Straße. Wenn sich die Büsche dort stark bewegen, während am Start Ruhe herrscht, zieht thermische Ablösung durch – ein perfekter Startmoment, wenn man ihn zu lesen weiß.  

Parkplatz-Situation: Die Parkmöglichkeiten sind extrem limitiert. Es gibt nur eine kleine Bucht in der Kehre der SP148. Das wilde Parken entlang der Straße wird von der lokalen Polizei (Polizia Locale) rigoros geahndet, besonders an Wochenenden. Zudem ist die Diebstahlgefahr ("Autoaufbrüche") an diesen abgelegenen Bergstraßen ein dokumentiertes Problem in der Region. Daher ist die Nutzung des organisierten Shuttle-Systems nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch sicherheitstechnisch ratsam.

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Meteorologische Komplexität: Das "Bassano-System"

Um Antenna Costalunga sicher und effizient zu nutzen, muss man das mikroklimatische Zusammenspiel verstehen, das diesen Startplatz von den anderen Optionen am Monte Grappa unterscheidet. Bassano liegt am meteorologischen Scharnier zwischen den Alpen und der Adria.

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Die thermische Uhr: Warum "Antenna" der Morgen-Startplatz ist

Die Ausrichtung nach Osten bis Südosten macht Antenna zum ersten Startplatz am Massiv, der von der Sonne bestrahlt wird.  

Das Zeitfenster: Während die Südstartplätze (Tappeti, Stella) oft erst gegen 11:30 Uhr oder 12:30 Uhr thermisch aktiv werden, beginnt der Zyklus am Antenna oft schon um 09:30 Uhr oder 10:00 Uhr.  

Die Physik dahinter: Die Morgensonne erwärmt die östlichen Flanken des Grappa-Massivs, während das Tal noch im Schatten oder Dunst liegt. Dies erzeugt eine frühe anabatische Strömung (Hangaufwind). Dieser Aufwind ist oft sanfter und großflächiger als die punktuelle, aggressive Thermik, die sich mittags über den Felsformationen bildet.

Strategischer Vorteil: Wer hier früh startet, kann sich "oben halten", während die Kollegen am Tappeti noch auf den Wind warten. Dies ist entscheidend für große Streckenflüge (XC), da man so wertvolle Zeit gewinnt, um vor dem Einsetzen der starken Talwinde Strecke Richtung Osten zu machen.

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Die Nordföhn-Diagnostik

Der Monte Grappa bietet einen gewissen Schutz gegen Nordwind, da er am südlichen Rand der Alpen liegt. Doch dieser Schutz ist trügerisch und hat Grenzen.

Der kritische Grenzwert: Erfahrene Piloten wissen, dass eine Druckdifferenz von ca. 4 hPa (Nordüberdruck) zwischen Innsbruck und Bozen/Verona die kritische Marke darstellt. Ab diesem Wert bricht der Föhn in die Täler durch.  

Die spezifische Gefahr am Antenna: Da der Startplatz topografisch etwas "eingebettet" wirkt, fühlen sich Piloten hier oft sicher vor dem Nordwind. Das ist ein fataler Irrtum. Der Nordföhn kann als Fallwind über das Massiv schwappen oder – noch tückischer – als turbulenter Rotor genau in der Startschneise stehen.

Symptome vor Ort:

Glasklare Sicht (typisch für Föhn).

Lenticularis-Wolken ("Föhnfische") über den Dolomiten im Norden.

Ein scheinbar "perfekter" Startwind, der jedoch böig ist und zyklisch abrupt pausiert (Rotor-Pulsieren).

Wenn in der Höhe (ab 1000m) die Bäume biegen, aber am Startplatz Stille herrscht: Nicht starten. Sie befinden sich im windgeschützten, aber hochgradig turbulenten Lee des Rotors.

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Die Westwind-Falle am Nachmittag

Ein Phänomen, das in Standard-Guides oft fehlt, ist der Einfluss des überregionalen Westwinds und der Talwindsysteme am Nachmittag.

Der Mechanismus: Im Laufe des Tages erwärmt sich das Hinterland. Oft setzt am Nachmittag ein überregionaler Wind aus West bis Südwest ein (verstärkt durch den Einfluss vom Gardasee und dem Brentatal).

Das Antenna-Lee: Wenn der Wind auf West dreht, liegt der Startplatz Antenna Costalunga, der nach Osten ausgerichtet ist, im Lee der Bergrippe, die ihn vom Tappeti trennt.  

Gefahrenbild: Der Wind strömt über die Kante hinter dem Startplatz. Dies erzeugt Wirbel (Rotoren) direkt auf der Startwiese. Ein Start ist dann unmöglich oder extrem gefährlich (Klapper in Bodennähe).

Indikator: Beobachten Sie die Windsäcke genau. Wenn sie "nervös" sind, ihre Richtung schnell um 180 Grad wechseln (von "leicht von vorne" auf "Rückenwind") oder schlaff herunterhängen, während am Tappeti (nur 1-2 km Luftlinie entfernt) guter Flugbetrieb herrscht, ist dies ein klares Zeichen für Lee-Situation. Die Lösung ist dann zwingend ein Wechsel zum Startplatz Casette (West-Ausrichtung) oder Tappeti (Süd).

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Flugtaktik & Geheimtipps ("Local Knowledge")

Das Wissen um die reine Flugphysik reicht in Bassano oft nicht aus, um sich gegen die hunderten anderen Piloten durchzusetzen. Hier entscheiden Taktik und Gebietskenntnis über "Absaufen" oder "Überhöhen".

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Der "Hausbart" am Antenna: Trigger-Analyse

Viele Gastpiloten machen den Fehler, nach dem Start einfach geradeaus ins Tal zu gleiten in der Hoffnung, irgendwo auf Steigen zu treffen. Das ist ineffizient.

Der primäre Trigger: Der zuverlässigste thermische Abreißpunkt befindet sich oft nicht direkt in der Falllinie des Starts, sondern leicht links (nördlich) davon. Dort gibt es Geländestrukturen (kleine Felskanten, Lichtungen im Buschwerk), die die aufgeheizte Luft zum Ablösen zwingen.  

Die Straße als Heizplatte: Die Asphaltfläche der SP148 unterhalb des Starts wirkt als Kollektor. Oft steht ein zuverlässiger Bart genau über der Kehre der Straße.

Taktik: Nach dem Start gilt es, Fahrt aufzunehmen, die Straße sicher zu überqueren und dann sofort aktiv nach Hebern zu suchen. Halten Sie sich tendenziell eher links am Hang (unter strikter Beachtung der Ausweichregeln – Hang rechts hat Vorfahrt!). Ein enges "Achten" über den Büschen unterhalb der Straße kann oft den rettenden Einstieg in den Bart bringen.

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Die "Low Save" Optionen: Wenn nichts geht

Es kommt vor, dass man den Hausbart verpasst oder der Zyklus gerade "aus" ist. Was tun, wenn man Höhe verliert?

Die Busch-Thermik: Unterhalb der Straße erstreckt sich ein Gebiet mit dichtem Buschwerk und Gestrüpp. Diese Zone speichert Wärme exzellent. Selbst wenn es oben am Startplatz gerade ruhig ist, kann sich hier unten eine Blase lösen. Ein geduldiges, flaches Kreisen (sofern kein Verkehr) über diesen Büschen hat schon manchen Flug gerettet.  

Die Querung zum Tappeti (Das "Tal des Todes"): Viele Piloten versuchen, wenn es am Antenna nicht geht, nach rechts (Westen) zum Startplatz Tappeti zu queren, weil sie dort Schirme steigen sehen. Vorsicht: Zwischen Antenna und Tappeti liegt eine topografische Senke (eine Art Rinne).

Die Falle: Wenn Sie am Antenna bereits tief sind (auf Höhe der Straße oder tiefer), werden Sie in dieser Senke durch den Düseneffekt oft noch stärkeres Sinken erleben. Sie kommen dann am Tappeti so tief an, dass Sie unterhalb des dortigen Lande-Plateaus sind.

Konsequenz: Der Weg zum offiziellen Landeplatz Garden Relais ist dann versperrt oder riskant weit. Sie müssen dann zwingend auf den Landeplatz Paradiso ausweichen (siehe Sektion 6).

Faustregel: Queren Sie nur zum Tappeti, wenn Sie am Antenna mindestens 100-150 Meter Überhöhung über Startniveau gemacht haben.

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XC-Strategie: Das Bassano-Dreieck

Antenna Costalunga ist der strategische Startpunkt für das "Bassano Classico", ein FAI-Dreieck von ca. 100 bis 130 km, das zum Standard-Repertoire ambitionierter Piloten gehört.  

Schenkel 1 (Der Ost-Run): Vom Antenna fliegt man nach Osten. Da man bereits östlich der Hauptstartplätze startet, spart man sich die mühsame Querung am Anfang. Man folgt der Kante über Romano d'Ezzelino, vorbei am Monte Tomba bis zum Piave-Tal. Diese Kante trägt bei Südost-Lagen oft laminar und zuverlässig.

Schenkel 2 (Die West-Querung): Nach der Wende am Piave fliegt man zurück Richtung Bassano. Die Schlüsselstelle ist hier die Querung des Brenta-Tals bei Bassano. Man muss genügend Höhe machen (mindestens 1200-1500m), um das Tal sicher zu queren und den Anschluss am westlichen Hochplateau (Richtung Marostica/Thiene/Astico) zu finden.

Schenkel 3 (Heimkehr): Der Rückweg vom Westen (z.B. Monte Summano) wird oft durch den am Nachmittag einsetzenden Westwind erleichtert, der einen förmlich zurück zum Garden Relais schiebt.

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Logistik, Regeln und Bürokratie (Update 2025/2026)

Der Flugbetrieb am Monte Grappa ist hochgradig reguliert. Die Zeiten des "wilden Fliegens" sind vorbei. Das Consorzio Turistico Vivere il Grappa verwaltet das Gebiet professionell.

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Die FlyCard: Obligatorisch und Kontrolliert

Ohne FlyCard ist das Starten und Landen an den offiziellen Plätzen (inklusive Antenna) untersagt.

Zweck: Die Einnahmen finanzieren die Pacht der Wiesen, die Instandhaltung der Infrastruktur (Windsäcke, Webcams, Wege) und die Shuttle-Koordination.  

Preisentwicklung (Prognose basierend auf 2025/2026 Daten):

Tageskarte: Ca. 8,00 € bis 10,00 €.

Wochenkarte (bis 8 Tage): Ca. 25,00 €.

Jahreskarte (365 Tage): Ca. 60,00 €.  

Erwerb: Die Karte kann (und sollte!) bequem online über flycard.vivereilgrappa.it gekauft werden. Alternativ gibt es Verkaufsstellen am Landeplatz Garden Relais (das "Flyhouse") oder im Büro am Piazza al Paradiso.

Kontrollen: Es finden stichprobenartige Kontrollen durch Personal des Konsortiums statt. Piloten ohne FlyCard riskieren nicht nur ein Nachlösen, sondern einen Platzverweis. Tragen Sie den Nachweis (digital oder Ausdruck) immer bei sich.

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Das Shuttle-System: Lebensader des Berges

Die Auffahrt mit dem privaten PKW zum Startplatz Antenna ist möglich, aber aus mehreren Gründen dringend abzuraten:

Parkplatzmangel: Am Startplatz gibt es kaum legale Stellplätze.

Diebstahlrisiko: Parkplätze an abgelegenen Bergstraßen sind Hotspots für Autoaufbrüche.  

Ökologie & Verkehr: Die schmalen Bergstraßen sind durch den Individualverkehr oft überlastet.

Die Lösung: Nutzen Sie die organisierten Shuttle-Dienste.

Hauptanlaufstelle: Der Parkplatz am Garden Relais in Semonzo. Hier fahren die Shuttles verschiedener Anbieter (z.B. Monte Grappa Air Park, private Dienste wie "Regis" oder "Fausto") ab.  

Insider-Tipp zur Buchung: An guten Tagen (Wochenenden im Frühjahr) sind die Shuttles oft überlastet. Es hat sich bewährt, sich in die WhatsApp-Gruppen der Shuttle-Fahrer aufnehmen zu lassen oder direkt nach der Landung den nächsten Slot zu buchen. Verlassen Sie sich nicht darauf, "einfach so" einen Platz zu bekommen, wenn 50 Piloten warten.

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Die "Grüne Rauchbombe" (Green Smoke Flare)

Eine Regelung, die spezifisch für den Monte Grappa gilt und für ausländische Piloten oft überraschend ist, ist die Empfehlung (teils de-facto Pflicht durch sozialen Druck und Vernunft) zum Mitführen einer grünen Rauchfackel.  

Der Hintergrund: Aufgrund der enormen Pilotendichte werden Baumlandungen oft von Dritten (Wanderern, Autofahrern, anderen Piloten) beobachtet, die sofort den Notruf (118) wählen. Dies löst teure Rettungsketten aus (Hubschrauber "Suem 118").

Die Funktion: Wer im Baum landet und unverletzt ist, zündet sofort den grünen Rauch. Dies signalisiert dem anfliegenden Rettungshubschrauber unmissverständlich: "Pilot okay, keine medizinische Hilfe nötig."

Kostenrisiko: Wenn Sie keine Fackel zünden und der Heli kommt, obwohl Sie unverletzt sind, kann Ihnen der Einsatz in Rechnung gestellt werden (oft >500 € bis hin zu den vollen Einsatzkosten).

Bezugsquelle: Die Fackeln sind für wenige Euro im Shop am Garden Relais oder im Flyhouse erhältlich. Kaufen Sie eine. Es ist die günstigste Versicherung, die Sie haben können.

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Landeplätze: Strategische Auswahl

Vom Startplatz Antenna Costalunga stehen primär zwei offizielle Landeplätze zur Verfügung. Die Wahl ist keine reine Geschmackssache, sondern oft eine Frage der verbleibenden Höhe und der Windsituation.

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Landeplatz Garden Relais (Semonzetto) - Der "Hub"

Status: Der Hauptlandeplatz. Hier pulsiert das Leben..  

Lage: Direkt beim Hotel Garden Relais. Koordinaten: 45.80653, 11.78532.

Charakter: Eine riesige Wiese, die jedoch durch die hohe Anzahl an Piloten (Gleitschirme und Drachen!) oft chaotisch wirkt.

Gefahren:

Thermik im Endanflug: Durch die versiegelten Flächen (Parkplatz, Hotel) und die Gebäude löst sich hier oft thermische Aktivität ab. Rechnen Sie im Endanflug mit plötzlichem Steigen oder Turbulenzen.

Mischverkehr: Achten Sie extrem auf Drachenflieger. Diese haben einen flacheren, schnelleren Gleitwinkel und sind weniger wendig. Schneiden Sie ihnen niemals den Weg ab.

Hindernisse: Achten Sie auf die Weinberge und Zäune am Rand.

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Landeplatz Paradiso (Semonzo) - Der "Sicherheits-Landeplatz"

Status: Die sicherere, ruhigere Alternative.

Lage: Etwas weiter westlich und – ganz wichtig – topografisch etwas höher und näher am Hangfuß gelegen als Garden Relais. Koordinaten: 45.80818, 11.7699.  

Strategische Bedeutung: Wenn Sie vom Antenna Richtung Westen (Tappeti) geflogen sind und "abgesoffen" sind, ist der Weg zum Garden Relais oft zu weit, besonders bei Gegenwind (Ostwind im Tal). Der Landeplatz Paradiso liegt früher auf dem Weg.

Insider-Regel: Wenn Sie merken, dass Sie tief sind und Zweifel haben, ob es bis zum Garden Relais reicht – entscheiden Sie sich sofort für Paradiso. Ein "Dahinschleichen" über die Häuser von Semonzo in niedriger Höhe ist gefährlich und verboten.

Infrastruktur: Auch hier gibt es Parkplätze und Packwiesen, und der Weg zu den Bars ist kurz.

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Lokale Infrastruktur & "Insider-Spots"

Ein Guide für Bassano ist nicht komplett ohne die logistischen Ankerpunkte am Boden. Da die Visualisierung dieser Punkte als Karte im Bericht nicht möglich ist, folgt hier die detaillierte textliche Beschreibung der "Points of Interest", die jeden Pilotenurlaub entspannter machen.

Hotel & Restaurant Garden Relais: Das Epizentrum. Direkt am Hauptlandeplatz. Hier gibt es nicht nur Pizza und das berühmte "Lande-Bier", sondern auch den Wellness-Bereich, der für Begleitpersonen oder an unfliegbaren Tagen Gold wert ist. Das "Flyhouse" (Ticketbüro) befindet sich direkt am Rand der Wiese.  

Antica Abbazia: Ein kulinarischer Geheimtipp. Gelegen am Campingplatz Santa Felicita (etwas weiter östlich im Tal, Richtung Borso). Das Ambiente ist uriger, oft etwas ruhiger als im Garden Relais, und die Küche wird von vielen Locals bevorzugt.  

Tilly's: Eine Institution in Semonzo. Diese Bar/Restaurant/B&B ist seit Jahrzehnten der Treffpunkt der internationalen (vor allem englischsprachigen) Szene. Wer Informationen über das Wetter, Shuttle-Plätze oder einfach Anschluss sucht, wird hier fündig. Es liegt fußläufig zwischen den beiden Landeplätzen.  

Blue Bar (nahe Paradiso): Oft der Treffpunkt für die "Voliberisti" (italienische Piloten). Hier bekommt man den Espresso noch zum lokalen Preis und erfährt oft die besten Wetter-Updates aus erster Hand.

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Sicherheit: Das unverzichtbare Risikomanagement

Bassano ist statistisch gesehen eines der sichersten Fluggebiete (einfache Start-/Landeplätze), aber aufgrund der Masse an Piloten passieren viele Unfälle.

Kollisionsvermeidung: Dies ist das Risiko Nummer 1. Fliegen Sie defensiv. Beharren Sie nicht auf Ihrem Vorflugrecht (Hang rechts vor links), wenn der entgegenkommende Pilot Sie offensichtlich nicht sieht oder überfordert ist. Nutzen Sie helle Kleidung und Schirmfarben.

Lufträume:

Westen: Achten Sie auf die ATZ (Aerodrome Traffic Zone) des Flughafens Thiene.

Osten: Der Militärflugplatz Aviano betreibt eine strikte CTR (Kontrollzone). Ein Einflug ist streng verboten und wird militärisch überwacht. Informieren Sie sich vor weiten Streckenflügen über den aktuellen Status (aktiv/inaktiv) der militärischen Übungsgebiete.  

Baumlandungen: Sollten Sie im dichten Wald unterhalb des Starts landen (was meist glimpflich ausgeht, da das Laub den Sturz bremst):

Ruhe bewahren.

Sichern Sie sich gegen Absturz.

Zünden Sie den grünen Rauch, wenn Sie okay sind.

Versuchen Sie nicht, den Schirm selbst mit Gewalt zu bergen, wenn er hoch hängt. Es gibt lokale Bergedienste (oft Kletterer), die gegen Gebühr helfen, ohne das Material zu zerstören.

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Fazit: Das Profil des Antenna-Piloten

Der Startplatz Antenna Costalunga ist mehr als nur eine Alternative zum Tappeti. Er ist ein taktisches Werkzeug.

Nutzen Sie Antenna, wenn:

Sie ein "Morgenmensch" sind und die erste sanfte Thermik ab 10:00 Uhr genießen wollen.

Sie dem "Zirkus" und dem Gedränge am Tappeti entgehen wollen (zumindest bis Sie in der Luft sind).

Sie einen Streckenflug nach Osten planen und sich den "Schenkel 1" erleichtern wollen.

Meiden Sie Antenna, wenn:

Es Nachmittag ist und der Westwind (Talwind) bereits spürbar durchgreift (Lee-Gefahr).

Sie unsicher beim Rückwärtsstart sind und der Wind von hinten kommt (Startabbruch vor der Straße!).

Sie Nordföhn-Anzeichen (Lentis, böige Stille) bemerken.

Mit diesem Wissen sind Sie besser gerüstet als 90% der Piloten, die sich nur auf veraltete Datenbanken verlassen. Respektieren Sie den Berg, die Regeln des Konsortiums und die anderen Piloten, und Antenna Costalunga wird Ihnen unvergessliche Flüge über der Ebene Venetiens schenken.

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