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Wanne

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:48.4461°N, 9.2275°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Wanne Startplatz

Start
Höhe695m ü. M.
Koord.48.4461, 9.2275
WindNO
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Wanne Landeplatz

Landung
Höhe508m ü. M.
Koord.48.4433, 9.2406
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Albtrauf-Report: Tiefenanalyse des Fluggebiets Wanne (Pfullingen)

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Einführung: Die aerodynamische Signatur des Albtraufs

Die Schwäbische Alb stellt für die aviatorische Gemeinschaft Süddeutschlands weit mehr dar als nur eine geologische Formation; sie ist eine meteorologische Barriere ersten Ranges, die den Luftraum südlich von Stuttgart in ein komplexes System aus Luv- und Lee-Situationen, Konvergenzen und thermischen Abrisskanten unterteilt. Innerhalb dieses Systems nimmt das Fluggebiet Wanne bei Pfullingen eine Sonderstellung ein. Während Nachbargebiete wie Neuffen oft den Ruhm der großen Streckenflüge für sich beanspruchen, gilt die Wanne unter Kennern als das technisch anspruchsvollere, selektivere und in seiner atmosphärischen Dichte intensivere Gelände.

Der offizielle Eintrag in der Geländedatenbank des DHV (Deutscher Hängegleiterverband) liefert die administrativen Basisdaten – Halter, Koordinaten, Schneisenbreite. Doch für den Piloten, der an der Abbruchkante steht, sind diese Daten nur die Hülle. Die wahre Natur der Wanne offenbart sich erst in der Analyse der Mikrometeorologie, der spezifischen Aerodynamik des Klippenstarts und der ungeschriebenen Gesetze der lokalen Fliegergemeinschaft. Dieser Report zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen. Er ist kein touristischer Führer, sondern eine operative Handlungsanweisung für Piloten, die das Gelände nicht nur befliegen, sondern beherrschen wollen. Wir ersetzen anekdotische Evidenz durch datengestützte Analyse und verbinden die Romantik des freien Fliegens mit der harten Realität des Risikomanagements an einer der schärfsten Kanten Württembergs.

Die Wanne ist ein Lehrmeister. Sie bestraft Ungeduld mit kurzen Abgleitern in einen thermisch toten Talkessel und Unachtsamkeit mit den turbulenten Rotoren des Albtraufs. Wer sie jedoch an einem jener kristallklaren Tage mit nordöstlicher Anströmung erwischt, dem öffnet sie das Tor zu einem der landschaftlich reizvollsten Streckenflugkorridore Deutschlands.

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Geomorphologie und Technische Infrastruktur

Das Verständnis der Wanne beginnt mit der Geologie. Wir befinden uns am Albtrauf, der nordwestlichen Abbruchkante der Schwäbischen Alb. Diese Formation ist das Resultat jahrmillionenlanger Erosion, bei der die weicheren Schichten abgetragen wurden und der harte Weißjura als Plateau stehen blieb. Für den Flugsport resultiert daraus ein Profil, das aerodynamisch wie eine gigantische Stufe wirkt. Der Wind wird hier nicht sanft angehoben, wie an einem runden Grasbuckel, sondern zum abrupten Aufsteigen gezwungen.

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Topografische Datenkonsolidierung

Die verfügbaren Datenquellen variieren in ihren Angaben leicht, was oft zu Verwirrung führt. Eine Konsolidierung der DHV-Datenbank, der ParaglidingMap und lokaler GPS-Messungen ergibt folgendes präzises Bild:

Parameter Wert Relevanz für den Piloten Startplatzhöhe 695 – 699 m MSL

Das Plateau liegt hoch genug, um über der Inversion des Neckartals zu sein, aber tief genug, um bei starker überregionaler Strömung im Einflussbereich des Talwindsystems zu liegen.

Landeplatzhöhe 508 – 510 m MSL

Der Talkessel Pfullingen. Thermisch oft passiv, "Sumpf"-Charakter an stabilen Tagen.

Höhendifferenz ca. 189 m Dies ist der kritische Wert. 189 Meter sind im alpinen Kontext vernachlässigbar, an der Wanne jedoch die gesamte "Arbeitshöhe". Man hat nach dem Start kaum 60 Sekunden Zeit, um den Anschluss an den Aufwind zu finden. Exposition Nord (N) bis Nordost (NO)

Das Gelände funktioniert ausschließlich in diesem Sektor. Jede Abweichung führt zu Turbulenzen oder Abwinden.

Startart Klippenstart / Rampe Kein Laufstart im klassischen Sinne. Der Übergang vom Boden zur Luft erfolgt abrupt an der Hangkante.

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Der Startplatz: Analyse der "Kante"

Der Startplatz auf der Wanne ist kein Ort für Experimente. Er ist charakterisiert durch eine flache Wiese auf dem Plateau, die jäh in einen steilen, bewaldeten Hang abbricht. Diese Topografie diktiert das Startprozedere.

Die Aerodynamik an der Kante ist komplex. Wenn der Wind (idealerweise aus Nordost) auf das Massiv trifft, wird er gestaut und nach oben abgelenkt. Direkt an der Kante entsteht eine Zone maximaler Beschleunigung (Venturi-Effekt) und vertikaler Komponente.

Sicherheitszonen und Distanzregeln: Basierend auf den Analysen von Sicherheitszonen beim Klippenstart und den lokalen Gegebenheiten ist das Startplateau in drei taktische Bereiche zu unterteilen, deren Missachtung regelmäßig zu kritischen Situationen führt:

Die Aufbauzone (Grüne Zone): Diese befindet sich weit zurückgesetzt auf der Wiese. Hier wird das Material sortiert. Der Wind ist hier oft schwächer als an der Kante, was Piloten in falscher Sicherheit wiegt.

Die Aufziehzone (Gelbe Zone): Gemäß den DHV-Richtlinien und der lokalen Flugordnung muss der Schirm mindestens vier Schirmlängen (ca. 30-40 Meter) vor der Kante ausgelegt werden. Dies ist kein bürokratischer Willkür-Wert, sondern reine Physik: Sollte der Pilot beim Aufziehen ausgehebelt werden oder stolpern, bietet diese Distanz den nötigen Rutschweg, um den Schirm zu stallen, bevor man den Abgrund erreicht.  

Die Entscheidungszone (Rote Zone): Etwa zwei Schirmlängen vor der Kante liegt der "Point of no Return". Hier muss der Schirm stabil, symmetrisch und tragfähig über dem Piloten stehen. Ist dies nicht der Fall, muss der Start abgebrochen werden. Ein Korrigieren des Schirms "im Laufen" über diese Linie hinaus führt fast zwangsläufig zum Absturz in den Wald unterhalb der Kante, da der Pilot ohne Tragkraft in das Lee der Kante fällt – ein Szenario, das sich im April 2021 bei einem schweren Unfall exakt so abspielte.

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Die Rampe und Drachen-Spezifika

Für Hängegleiter (Drachen) existiert eine mobile Rampe. Diese Konstruktion ist mit ca. 3 Metern Länge extrem kurz. Sie dient dazu, den Anstellwinkel des Drachens beim Start über die Kante zu führen, ohne dass das Trapez den Boden berührt. Da diese Rampe nur bei aktivem Vereinsbetrieb aufgebaut wird, ist die Wanne für Drachenflieger faktisch ein reines Vereinsgelände ("Members Only" in der Praxis). Solo-Piloten ohne Rampe müssten einen extrem aggressiven Laufstart auf der Wiese wagen, was aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der Kante kaum praktiziert wird und oft untersagt ist.

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Meteorologische Komplexität: Das Windfenster

Die Wanne ist meteorologisch betrachtet ein Präzisionsinstrument. Während man an vielen Alpenstartplätzen auch bei leichtem Seitenwind oder schwachen Bedingungen starten kann, funktioniert die Wanne binär: Sie geht, oder sie ist gefährlich.

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Das N-NO Privileg

Die Ausrichtung des Albtraufs bei Pfullingen ist primär Nord bis Nordost. Dies ist der "Sweet Spot".

Nordost (NO): Die ideale Richtung. Der Wind streicht fast senkrecht auf die Kante. Die laminare Strömung erzeugt ein breites Aufwindband, das auch weit vor dem Hang trägt. Dies ermöglicht das berühmte "Soaring" in den Abendstunden.

Nord (N): Ebenfalls gut fliegbar, jedoch wird der Aufwindbereich etwas schmaler. Man muss näher an der Kante operieren.

Nordwest (NW): Kritisch. Durch die vorgelagerten Strukturen (z.B. Achalm, Georgenberg) wird der Nordwestwind oft turbulent verwirbelt, bevor er die Wanne erreicht. Starts sind möglich, aber der Flugweg ist "bockig".

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Die tödliche Südwest-Falle

Ein Blick auf die Windstatistik der Schwäbischen Alb zeigt, dass Südwestwind die vorherrschende Wetterlage ist (ca. 40-50% der Tage). Für die Wanne bedeutet dies: Flugverbot. Viele Piloten lassen sich täuschen. Wenn man auf dem Startplatz steht, kann es bei Südwestlage windstill sein. Dies ist jedoch kein Zeichen für schwachen Wind, sondern für ein massives Lee. Der Wind bläst von hinten über das Plateau hinweg und "fällt" vorne über die Kante herab.

Der Mechanismus: Die Strömung löst an der hinteren Kante des Plateaus ab und bildet im Startbereich einen stationären Wirbel (Rotor). Wer hier startet, fliegt direkt in eine Abwindzone, die den Schirm unkontrollierbar zusammenklappen lässt.

Indikatoren: Ein Blick auf die Bäume im Tal oder auf dem gegenüberliegenden Roßberg ist lebenswichtig. Wenn sich dort die Wipfel bewegen, aber am Startplatz Stille herrscht, ist die "SW-Falle" aktiv.

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Thermische Triggerpunkte

Aufgrund der geringen Höhendifferenz von ca. 190 Metern muss der Pilot sofort nach dem Start thermischen Anschluss finden. Es gibt kein "Suchen im Tal". Die Analyse von Flugspuren und lokalen Berichten identifiziert zwei Hauptquellen:

Der Kanten-Bart: Direkt an der Abbruchkante, dort wo der Wald am steilsten ist und Felsformationen sichtbar sind, heizt sich die Luft auf. Diese Thermik "klebt" oft am Hang. Piloten müssen hier eng am Relief fliegen (Kratzen), was Disziplin und Vorfahrtsregeln erfordert.

Der Wald-Abriss: Etwas östlich des Startplatzes gibt es Waldschneisen, die als thermische Abrisskanten fungieren. Hier löst sich die Warmluft, die im Talkessel produziert wurde und den Hang hinaufkriecht.

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Flugtaktik und Streckenflug (XC)

Die Wanne ist nicht nur ein Soaring-Hang, sondern der Einstieg in die "Rennstrecke Albtrauf". Wer die Basis erreicht (oft 1500 - 2000m MSL), dem liegt Süddeutschland zu Füßen.

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Soaring und lokales Fliegen

Bei reinem Wind ohne starke Thermik (z.B. später Nachmittag) bietet die Wanne exzellentes Soaring. Der dynamische Aufwind reicht oft 50-100 Meter über die Kante.

Tipp: Achten Sie auf den Verkehr. An guten Tagen teilen sich Gleitschirme und Drachen einen schmalen Streifen Aufwindband. Die Ausweichregeln (Hang rechts vor links) sind hier überlebenswichtig.

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Cross-Country (XC) Routen

Für Streckenjäger ist die Wanne ein strategischer Startpunkt, wenngleich Neuffen oft als "einfacher" gilt. Dennoch sind beeindruckende Flüge dokumentiert, wie der 119km Flug Richtung Freiburg.  

Route Charakteristik Schlüsselstellen Südwest-Route (Klassiker) Entlang des Albtraufs Richtung Roßberg, Dreifürstenstein bis zum Hohenzollern. Der Sprung über das Echaztal zum Roßberg ist die erste Hürde. Man benötigt deutliche Überhöhung, um den Talsprung zu schaffen, ohne im Lee des Roßbergs "abzusaufen". Nordost-Route Richtung Achalm, Urach und Teck. Oft schwieriger, da man gegen den (meist nordöstlichen) Wind anfliegen muss ("gegen den Wind hundet es"). Nur an Tagen mit schwachem Wind oder reiner Thermik empfehlenswert. Flachland-Ausflug Weg vom Albtrauf Richtung Norden (Stuttgart). Thermisch oft stark, aber luftrechtlich extrem komplex (siehe unten). Export to Sheets

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Luftraumstruktur: Die unsichtbare Decke

Ein kritischer Aspekt, der in Kurzbeschreibungen oft fehlt, ist die Luftraumstruktur. Die Wanne liegt im Einzugsbereich des Flughafens Stuttgart (EDDS).

Segelflugsektoren: Der Luftraum über der Alb ist in "Segelflugsektoren" unterteilt (hier spezifisch: Sektor Alb Nord).

Der Mechanismus: Normalerweise deckelt der Luftraum C (oder D) den Aufstieg ab einer gewissen Höhe (oft 3500-4500 ft MSL). Wenn die Thermik gut ist, können diese Sektoren durch die Flugsicherung (Langen Information / Stuttgart Tower) für den Segelflug und Hängegleiter freigegeben werden.  

Die Pflicht: Es liegt in der Hol-Schuld des Piloten, den Status der Sektoren abzufragen. Dies geschieht über ATIS (Frequenz 134.500 MHz) oder Flugfunk. Ein "Blindflug" in den Sektor ohne Freigabe ist eine schwere Luftraumverletzung, die nicht nur Bußgelder nach sich zieht, sondern das gesamte Fluggebiet gefährdet. Moderne Varios mit aktuellen Luftraumkarten sind hier unverzichtbar.

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Landung: Topografie und Technik

Die Landung an der Wanne ist der zweite große Filter nach dem Start. Der Landeplatz ist keine komfortable Landebahn, sondern eine topografische Notwendigkeit.

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Der Landeplatz im Tal

Der offizielle Landeplatz liegt ca. 1 km Luftlinie vom Start entfernt und rund 190 Meter tiefer.  

Beschaffenheit: Eine kleine Wiese, umgeben von Wald.

Gefälle: Die Wiese ist stark abschüssig. Dies ist der Kardinalfehler vieler Gastpiloten.

Aerodynamische Konsequenz: Man landet zwangsläufig hangaufwärts. Da der Wind meist vom Berg kommt (also den Hang hinab ins Tal strömt oder zumindest als Talwind ansteht), hat man oft eine Komponente Rückenwind oder zumindest keinen Gegenwind. In Kombination mit dem ansteigenden Gelände ergibt sich ein sehr langes Ausschweben (Flare).

Gefahr: Wer zu hoch anfliegt, schießt über die Wiese hinaus in den oberen Waldsaum oder den Begrenzungszaun. Ein "Durchstarten" ist aufgrund der Baumkulisse oft unmöglich.

Taktik: Der Landeanflug (Position, Gegenanflug, Queranflug) muss tiefer als gewohnt angesetzt werden. Es ist sicherer, im unteren Drittel der Wiese aufzusetzen und notfalls ein paar Meter zu laufen, als oben in die Bäume zu rauschen.

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Toplandung: Die Königsklasse

Das Landen oben am Startplatz (Toplandung) ist möglich und bei Vereinsmitgliedern beliebt, um den mühsamen Wiederaufstieg zu vermeiden.

Risiko: Hinter der Abbruchkante entstehen bei thermischen Bedingungen Leewirbel (Rotoren). Wer zu kurz landet (zu nah an der Kante), gerät in den Aufwind und wird wieder hochkatapultiert. Wer zu weit hinten landet, gerät in das Lee der Kante und sackt durch.

Vorschrift: Toplandungen sind strikt untersagt, wenn sich Passanten (Wanderer) im Landebereich aufhalten. Die Sicherheit unbeteiligter Dritter hat absolute Priorität.

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Zugang, Logistik und Vereinsregeln

Das Fluggebiet Wanne wird vom Drachenfliegerverein Pfullingen e.V. (DFV) betreut. Die Vereinsstruktur ist der Schlüssel zum Zugang.

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Zugangsbeschränkungen und Gastflugregelung

Es herrscht oft Unklarheit über die Zugänglichkeit. Die Regeln sind jedoch strikt, um das Gelände zu schützen:

B-Schein Pflicht: Ohne unbeschränkten Luftfahrerschein (B-Schein/Überlandberechtigung) ist kein Start erlaubt. Dies ist der anspruchsvollen Topografie geschuldet.  

Anwesenheitspflicht: Gastflüge sind nur in Anwesenheit von Clubmitgliedern gestattet. Es gibt keinen "Briefkasten" für Landegebühren. Ein Mitglied muss vor Ort sein, die Bedingungen prüfen und eine Einweisung geben.  

Kontakt-Dilemma: Die Website des Vereins ist oft offline oder bietet keine aktuellen Daten. Kontakt läuft primär über persönliche Netzwerke oder direkt am Startplatz ("Hinfahren und Fragen"). Eine bekannte Kontakt-Email ist klippenstart@wolke7.net , jedoch ist die Antwortrate variabel.  

Tandem und Schulung: Beides ist an der Wanne verboten. Das Gelände ist für Ausbildungszwecke zu gefährlich und für Tandemstarts ist die Startstrecke zu kurz bzw. das Abbruchrisiko zu hoch.

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Anfahrt und "Walk & Fly"

Parken: Das Auto muss am Wanderparkplatz Wanne abgestellt werden. Die Weiterfahrt zum Startplatz (ca. 500m) ist für Unbefugte verboten.  

Logistik: Da Toplanden nicht garantiert ist, muss man logistisch planen. Entweder man parkt ein zweites Auto am Landeplatz (Achtung: Parkmöglichkeiten dort sind sehr begrenzt und oft rechtliche Grauzone auf Feldwegen), oder man stellt sich mental auf den Wiederaufstieg ein.

Der Aufstieg: Vom Landeplatz führt ein steiler Wanderweg zurück zum Start. Ein fitter Pilot benötigt ca. 20-30 Minuten für die 190 Höhenmeter. Dies macht die Wanne auch zu einem beliebten Trainingsgelände für "Hike & Fly"-Enthusiasten, die den sportlichen Aspekt suchen.

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Infrastruktur und Aprés-Fly

Nach dem Flug bietet die Region Pfullingen eine exzellente Infrastruktur, die tief in der schwäbischen Kultur verwurzelt ist.

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Webcam und Wetter-Check

Vor der Anfahrt ist der digitale Blick Pflicht.

Holfuy Station 957: Die Station "Wanne Pfullingen" liefert Live-Winddaten. Achten Sie auf den Vektor. Nur N-NO (0° - 90°) ist grün. Alles andere ist rot.  

Webcams: Nutzen Sie Webcams der Umgebung (z.B. Roßberg oder Übersberg), um die Basis und die Bewölkung zu prüfen. Wenn der Roßbergturm in Wolken ist, ist auch die Wanne oft "zu".

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Kulinarik: Die "Pfullinger Onderhos"

Der Schönbergturm, aufgrund seiner charakteristischen Doppel-Turm-Bauweise im Volksmund "Pfullinger Onderhos" (Unterhose) genannt, liegt in Sichtweite.

Der Kiosk: Am Fuße des Turms befindet sich ein Kiosk, der an Wochenenden und Feiertagen bewirtschaftet ist (erkennbar an der gehissten Fahne des Schwäbischen Albvereins). Hier treffen sich Wanderer und Flieger zu Roter Wurst und Bier.  

Gasthof Südbahnhof: In Pfullingen selbst ist der "Südbahnhof" eine Institution. Bekannt für "ehrliche Küche" wie Wurstsalat und Maultaschen, bietet er genug Platz für größere Fliegergruppen zur Nachbesprechung.

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Sicherheitsanalyse und Risikomanagement

Die Unfallhistorie der Wanne ist lehrreich. Der Absturz im April 2021 verdeutlicht die unverzeihliche Natur des Klippenstarts.  

Szenario: Ein Pilot versuchte zu starten, der Schirm war an der Kante nicht stabil, er wurde ausgehebelt oder stolperte, und fiel unterhalb der Kante in den Steilhang.

Lehre: Die "2-Schirmlängen-Regel" (siehe Kapitel 2.2) ist keine Empfehlung, sondern eine Lebensversicherung. An der Wanne darf man nicht darauf hoffen, dass der Schirm "im Fallen" noch öffnet. Unterhalb der Kante herrschen oft Abwinde und Turbulenzen durch die Vegetation. Wer fällt, der fällt tief.

Baumlandungen: Aufgrund der geschlossenen Bewaldung rund um den Landeplatz und unterhalb des Starts enden viele missglückte Manöver im Baum. Ein Baumrettungsset und eine Trillerpfeife gehören hier zur Standardausrüstung jedes Piloten.

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Fazit: Für wen ist die Wanne?

Die Wanne ist kein "Jedermann"-Berg. Sie ist ungeeignet für Anfänger, Gelegenheitsflieger ohne Rückwärtsstart-Routine oder Piloten, die eine Infrastruktur wie in Kössen oder Andelsbuch erwarten.

Sie ist jedoch ein Juwel für den technisch versierten Piloten, der:

Den Rückwärtsstart blind beherrscht.

Meteorologische Zusammenhänge (Luv/Lee, Thermikentstehung) versteht und respektiert.

Die Disziplin besitzt, bei falschen Bedingungen (Südwest) den Schirm im Sack zu lassen.

Bereit ist, sich in die lokale Vereinsstruktur zu integrieren und Regeln zu akzeptieren.

Wer diese Kriterien erfüllt, wird mit Flügen belohnt, die an Intensität kaum zu überbieten sind – sei es das technische Soaring im Sonnenuntergang oder der Einstieg in einen epischen Streckenflug entlang der blauen Mauer der Schwäbischen Alb.

Haftungsausschluss: Gleitschirmfliegen ist ein Risikosport. Dieser Report basiert auf Recherchen und Datenanalyse zum Zeitpunkt der Erstellung (Februar 2026). Er ersetzt keinesfalls eine professionelle Flugplanung, Wetterberatung oder die obligatorische Geländeeinweisung vor Ort durch den Halter. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.

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