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Gangstetten (Meidelstetten)

Startplätze:1
Koord.:48.3627°N, 9.3078°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Gangstetten

Start
Höhe765m ü. M.
Koord.48.3627, 9.3078
WindWNW, OSO
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Overview

Fluggebietsdossier: Gangstetten (Meidelstetten) – Umfassender Piloten-Guide für die Schwäbische Alb

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Executive Summary: Der strategische Wert von Gangstetten

Das Fluggelände Gangstetten, verortet in der Gemarkung Hohenstein-Meidelstetten auf der Schwäbischen Alb, stellt innerhalb der süddeutschen Gleitschirm- und Drachenfliegerszene eine infrastrukturelle Besonderheit dar. Während die Schwäbische Alb primär für ihre spektakulären Hangstartplätze am Albtrauf (wie Neuffen oder Hohenneuffen) bekannt ist, repräsentiert Gangstetten den Typus des hochgelegenen Plateau-Schleppgeländes. Diese topographische Konfiguration verleiht dem Standort eine strategische Bedeutung: Er ermöglicht Flugbetrieb bei Windrichtungen, die an den klassischen Nordhängen des Albtraufs unfliegbar wären, und dient als exzellentes Sprungbrett für thermische Streckenflüge über das Hochplateau hinweg in Richtung Donautal und Oberschwaben.  

Das Gelände wird vom Verein Wolkenkratzer e.V. betrieben und zeichnet sich durch eine technisch hochwertige Windeninfrastruktur sowie eine enge Einbindung in das komplexe Luftraumgefüge des Flughafens Stuttgart aus. Für den versierten Piloten bietet Gangstetten weit mehr als nur einen Übungshang; es ist ein taktischer Ausgangspunkt, der jedoch ein tiefes Verständnis der lokalen Mikrometeorologie und der reglementierten Luftraumstrukturen erfordert.  

Die vorliegende Analyse zielt darauf ab, über die Basisdaten der Geländedatenbanken hinauszugehen. Sie synthetisiert meteorologische Erfahrungswerte, luftrechtliche Notwendigkeiten und taktische Insider-Informationen zu einem operativen Handbuch für Gastflieger und Streckenpiloten. Dabei wird deutlich, dass die scheinbare Einfachheit des Geländes ("leicht" klassifiziert) über die Komplexität der hier möglichen Streckenflüge hinwegtäuschen kann.

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Die Lage auf der Mittleren Kuppenalb

Das Fluggelände befindet sich auf einer Höhe von 765 m MSL (Mean Sea Level). Diese Höhenlage ist signifikant. Im Gegensatz zu Tiefland-Schleppgeländen startet der Pilot hier bereits auf einem thermisch aktiven Plateau. Die Schwäbische Alb ist in diesem Bereich als "Kuppenalb" ausgeprägt, eine Landschaftsform, die durch sanfte Hügel, Trockentäler und Wacholderheiden charakterisiert ist.  

Die GPS-Koordinaten des Startplatzes lauten N 48°21'45.59", E 9°18'28.08". Diese Verortung platziert das Gelände südlich der Ortschaft Bernloch und westlich von Meidelstetten. Topographisch relevant ist die Distanz zum Albtrauf im Norden. Da Gangstetten einige Kilometer vom steilen Abfall der Alb entfernt im Hinterland liegt, ist der Wind hier oft laminarer als direkt an der Kante, wo Leewirbel bei falscher Anströmung fatal sein können. Dennoch unterliegt auch das Plateau den großräumigen Umströmungseffekten des Mittelgebirges.

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Geländeprofil und Umgebung

Das Gelände selbst ist weitläufig und flach, was es für den Windenbetrieb prädestiniert. Es gibt keine nennenswerten Hindernisse im direkten Abflugsektor, was die Einstufung als "einfaches" Gelände rechtfertigt. Ein markantes Merkmal in der unmittelbaren Umgebung ist ein Bauernhof, der sich links der Schleppstrecke (bei Blickrichtung Ost-West) befindet. Dieser Hof dient nicht nur der visuellen Orientierung, sondern fungiert – wie in Abschnitt 7 detailliert erläutert wird – als primärer thermischer Auslöser ("Hausbart").  

Die Umgebung ist geprägt durch landwirtschaftliche Nutzung (Wiesen, Äcker) im Wechsel mit Waldstücken. Diese Heterogenität des Untergrunds ist für die Thermikentwicklung vorteilhaft, da die unterschiedlichen Albedos (Rückstrahlvermögen) der Oberflächen zu differenzierten Aufheizungen führen.

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Technische Infrastruktur und Startmethodik

Der Flugbetrieb in Gangstetten basiert ausschließlich auf dem Windenschlepp. Die Qualität der Windeninfrastruktur ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit und Effizienz des Flugbetriebs.

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Die Windenanlage: Koch-Doppeltrommelwinde

Der Verein Wolkenkratzer e.V. setzt auf bewährte Technologie: Eine Koch-Doppeltrommelwinde.

Doppeltrommel-System: Der entscheidende Vorteil einer Doppeltrommelwinde liegt in der Frequenz. Während ein Pilot geschleppt wird, kann das zweite Seil bereits ausgezogen oder vorbereitet werden. Dies minimiert die "Turnaround-Time" am Startplatz drastisch. An thermisch guten Tagen, an denen die Auslösezyklen der Thermik kurz sein können, ermöglicht dies mehr Piloten den Start im optimalen Zeitfenster.  

Antriebsaggregat: Die Winde wird von einem Golf-Motor angetrieben. In der Windenhistorie haben sich Automotoren (oft VW Golf oder ähnliche Aggregate) aufgrund ihres hohen Drehmoments und ihrer Zuverlässigkeit durchgesetzt. Ein leistungsstarker Motor ist essenziell, um auch bei Rückenwindkomponenten oder schweren Tandems genügend Zugkraft für eine sichere Steigrate zu gewährleisten.  

Seilmaterial: Es kommen moderne Kunststoffseile (oft Dyneema) zum Einsatz. Im Vergleich zu den früher üblichen Stahlseilen bieten Kunststoffseile signifikante Vorteile:  

Gewicht: Das geringere Eigengewicht reduziert den Durchhang des Seils (die "Kettenlinie"). Ein strafferes, leichteres Seil ermöglicht einen steileren Anstellwinkel und somit potenziell größere Ausklinkhöhen.

Sicherheit: Im Falle eines Seilrisses speichert ein Kunststoffseil weniger kinetische Energie und fällt schneller zu Boden, was die Verletzungsgefahr durch peitschende Seilenden reduziert ("Rückschlag-Effekt" ist geringer).

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Die Schleppstrecke und Startrichtungen

Die Schleppstrecke in Gangstetten verläuft entlang der Achse West-Nordwest (WNW) – Ost-Südost (OSO). Diese Ausrichtung ist kein Zufall, sondern deckt die zwei dominanten Strömungsmuster der Region ab:  

West-Nordwest (ca. 290°-300°): Dies entspricht der vorherrschenden Westwindzone in Mitteleuropa. Die meisten thermisch aktiven Rückseitenwetterlagen bringen Wind aus diesem Sektor.

Ost-Südost (ca. 110°-120°): Dies deckt die stabilen Hochdrucklagen mit Ostwind ("Bise") ab.

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Schlepphöhen und Effizienz

Die Datenbanken geben unterschiedliche Werte für die Schlepphöhe an. Während ein Snippet konservativ von "150 m" spricht, nennen andere Quellen im Kontext der Winde Höhen von bis zu 450 m oder Seilkapazitäten bis 1000 m.  

Realistische Einschätzung: Auf einem flachen Gelände mit einer 1000m langen Schleppstrecke sind bei guten Bedingungen (leichter Gegenwind) Ausklinkhöhen von 300 m bis 400 m über Grund der Standard.

Limitierende Faktoren: Die tatsächlich erreichbare Höhe wird oft weniger durch die Winde als durch den Luftraumdeckel begrenzt (siehe Kapitel 5). Wenn der Segelflugsektor inaktiv ist, darf eine bestimmte Höhe (ca. 600m über Grund) ohnehin nicht überschritten werden, was hohe Schlepps limitiert.

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Aerologie und Meteorologie des Standorts

Die Schwäbische Alb gilt als thermisch anspruchsvoll, aber ergiebig. Gangstetten profitiert von seiner Lage auf dem Plateau, hat aber spezifische "No-Go"-Bedingungen.

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Windsysteme und Gefahren

Die Interpretation der Winddaten ist für die Sicherheit entscheidend.

Westwind (WNW): Die "Schokoladenseite". Bei WNW-Wind strömt die Luft über das relativ flache Vorland auf die Alb. Da Gangstetten weit genug vom Albtrauf entfernt ist, haben sich Turbulenzen der Hangkante meist beruhigt, und der Wind ist laminar.

Ostwind (OSO): Ostlagen sind auf der Alb häufig sehr stabil. Der Wind kommt "von hinten" über das Plateau. In Gangstetten ist dies gut fliegbar. Vorsicht ist geboten, wenn die Ostwindstärke zunimmt (Bise), da dies zu zerrissener "Blauthermik" und starken Böen führen kann.

Südwind (S) - Das Tabu: Bei südlichen Winden herrscht in Gangstetten Startverbot oder zumindest akute Unfliegbarkeit. Südwind bedeutet Föhn oder zumindest Lee-Effekte von den Alpen oder den südlich vorgelagerten Hügelketten der Alb. Zudem liegt die Schleppstrecke quer zum Wind (Crosswind), was die Gefahr eines "Lockouts" (seitliches Ausbrechen am Seil) drastisch erhöht.  

Nordwind (N): Starker Nordwind ist ebenfalls kritisch, da er ebenfalls quer zur Schleppstrecke steht. Zudem kann Nordwind am Albtrauf (der nördlich liegt) zu Staueffekten führen, die bis nach Meidelstetten reichen.

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Thermikcharakteristik: Das "Plateau-Phänomen"

Anders als an Hängen, wo die Thermik oft definiert an einer Kante abreißt, funktioniert die Thermik in Gangstetten nach dem "Hotspot-Prinzip".

Auslöser: Die Thermik muss sich vom flachen Boden lösen. Dies geschieht oft über Kontrastflächen. Der bereits erwähnte Bauernhof und die umliegenden versiegelten Flächen oder dunklen Äcker sind die primären Abrisskanten ("Triggerpunkte").

Suchstrategie: Nach dem Ausklinken hat der Pilot oft nur wenige Minuten Zeit ("Suchkreise"), um den Anschluss zu finden. Es gibt keinen Hangaufwind, der das "Parken" erlaubt. Dies schult das aktive Fliegen und das Lesen des Geländes ungemein.

Wolkenstraßen: Ein typisches Phänomen der Alb sind Wolkenstraßen (Cloud Streets), die sich bei West- oder Ostwindlagen parallel zur Windrichtung bilden. Einmal in einer solchen Konvergenzlinie, sind weite Streckenflüge im Geradeausflug möglich.

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Luftraumstruktur: Regulatorische Komplexität

Die Lage von Gangstetten im Nahbereich des internationalen Flughafens Stuttgart (EDDS) macht das Thema Luftraum zum wichtigsten theoretischen Aspekt der Flugvorbereitung. Ein Verstoß hier gefährdet nicht nur die Lizenz des Piloten, sondern den Bestand des gesamten Fluggeländes.

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Der "Luftraum-Deckel" (Inverted Wedding Cake)

Der Luftraum über der Schwäbischen Alb ist restriktiv gestaffelt, um den Verkehrsflugzeugen den An- und Abflug auf Stuttgart zu ermöglichen.

Luftraum D (Kontrollzone): Dieser beginnt in der Regel ab einer bestimmten Höhe, die für Gleitschirmflieger relevant ist. Ein Einflug ohne Freigabe ist eine Straftat.

Luftraum C: Liegt meist oberhalb von D oder als "Deckel" darüber.

Segelflugsektoren: Um den Luftsportlern auf der Alb dennoch thermische Flüge zu ermöglichen, hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Kooperation mit den Verbänden die "Segelflugsektoren Alb" eingerichtet.

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Der Sektor "Alb Nord"

Gangstetten liegt im Bereich des Segelflugsektors Alb Nord. Dieser Sektor fungiert als variabler Luftraum:  

Status INAKTIV: Wenn der Sektor nicht freigegeben ist, liegt die Untergrenze des kontrollierten Luftraums (D/C) sehr tief. Oft beginnt der Luftraum D (oder C) bereits bei 4.500 ft MSL (ca. 1.370 m).  

Konsequenz: Bei einer Starthöhe von 765 m und einer Ausklinkhöhe von ca. 1.100 m bleibt dem Piloten kaum thermischer Spielraum (nur ca. 200-300 m Arbeitshöhe bis zum Deckel). Streckenflüge sind in diesem Zustand faktisch unmöglich.

Status AKTIV: An thermisch guten Tagen oder am Wochenende kann der Sektor aktiviert werden. Dann wird die Untergrenze des kontrollierten Luftraums angehoben (z.B. auf FL 60, FL 100). In diesem freigegebenen Raum gilt dann Luftraumklasse E.

Konsequenz: Der "Deckel" öffnet sich, und Höhenflüge bis an die Wolkenbasis (oft 2.000m - 2.500m auf der Alb) werden legal möglich.

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Informationspflicht und Ausrüstung

Jeder Pilot ist verpflichtet, sich vor dem Start über den Status des Segelflugsektors zu informieren.

Segelflug-ATIS: Die Frequenz 134.500 MHz strahlt eine automatische Ansage (ATIS) aus, die den Status der Sektoren (Aktiv/Inaktiv und Höhen) durchgibt.  

Funkgerät: Das Mitführen eines Flugfunkgeräts (zumindest empfangsbereit) ist in vielen dieser Sektoren vorgeschrieben oder dringend empfohlen, um auf kurzfristige Deaktivierungen reagieren zu können.

Transponder (FLARM/ADS-B): In der Region um Stuttgart und auf der Alb ist die Dichte an Segelflugzeugen sehr hoch. Ein elektronisches Sichtbarkeitsgerät (FLARM, FANET, ADS-B) ist ein massiver Sicherheitsgewinn und hilft auch, unbeabsichtigte Luftraumverletzungen zu vermeiden, da moderne Varios oft Warnungen vor Luftraumgrenzen ausgeben.

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Der Verein: Wolkenkratzer e.V.

Der Halter des Geländes ist der Verein Wolkenkratzer e.V.. Die Vereinsstruktur prägt den Charakter des Flugbetriebs: Es ist kein kommerzielles Flugcenter mit festen Öffnungszeiten, sondern eine Gemeinschaftslösung.  

Betriebszeiten: Geflogen wird, wenn Mitglieder vor Ort sind und das Wetter passt. Es gibt keinen garantierten Betrieb. Die Kommunikation läuft oft informell über interne Kanäle oder Facebook.  

Ansprechpartner: Ulrich Mader ist als zentraler Kontakt gelistet.

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Regeln für Gastpiloten (PPR)

Gastpiloten sind willkommen, müssen sich aber an das "Prior Permission Required" (PPR) Prinzip halten – auch wenn es nicht so formal heißt, ist eine vorherige Absprache zwingend.

Anmeldung: Niemals einfach hinfahren und aufbauen. Kontaktieren Sie den Verein im Vorfeld.

Kosten: Die Gebührenstruktur ist extrem fair gestaltet:

4 € pro Schlepp.  

Tagesdeckel ("Cap"): 12 €. Das bedeutet, dass alle Flüge nach dem dritten Schlepp an diesem Tag kostenlos sind. Dies fördert das Training und entspannt den finanziellen Druck bei kurzen Abgleitern.  

Lizenzen: Erforderlich sind der beschränkte Luftfahrerschein (A-Schein) für Platzrunden oder der unbeschränkte (B-Schein) für Streckenflüge, jeweils mit eingetragener Windenschleppstartberechtigung.

Versicherung: Gültiger Halterhaftpflichtnachweis ist obligatorisch.

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Streckenflug (XC): Taktik und Routen

Gangstetten ist die Heimatbasis leistungsstarker Piloten. Der Name Markus Baisch, mehrfacher Deutscher Meister im Drachenfliegen, ist untrennbar mit dem Verein verbunden. Seine Erfolge belegen das massive XC-Potenzial des Standorts.

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Die "Rennstrecken"

Vom Startplatz Gangstetten aus bieten sich, je nach Wind, verschiedene Standardrouten an:

Richtung Süd/Südost (Donautal): Bei den häufigen Nordwest-Lagen fliegt man mit dem Wind über das Plateau Richtung Donau.

Herausforderung: Die Querung der tief eingeschnittenen Täler (z.B. Großes Lautertal). Diese Täler können "Thermikfallen" sein, da die Basis oft niedriger liegt oder Düseneffekte herrschen. Taktik: Vor dem Talquerflug so viel Höhe wie möglich machen ("Basis tanken").

Richtung Schwarzwald: Bei Ostlagen (Bise) ist der Flug Richtung Westen/Schwarzwald möglich. Dies ist oft schwieriger, da man gegen die generell westliche Drift ankämpft, aber an reinen Osttagen sind beachtliche Distanzen möglich.

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Thermische Hotspots und Planung

Für die Streckenplanung nutzen moderne Piloten Tools wie Burnair oder DHV-XC, um thermische Hotspots zu identifizieren.  

Hotspot-Mapping: In Gangstetten selbst ist der Bauernhof der erste Trigger. Danach folgen oft Waldränder oder süd-exponierte Geländekanten der sanften Albhügel.

Datenanalyse: Die Analyse von Tracklogs erfolgreicher Flüge (z.B. von Markus Baisch im DHV-XC) zeigt oft wiederkehrende Muster: Das "Hangehenln" entlang von Wolkenstraßen ist effizienter als das Auskurbeln jedes einzelnen Bartes.

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Winden-Spezifische Risiken

Lockout-Gefahr: Aufgrund der exponierten Lage auf dem Plateau ist Gangstetten anfällig für Seitenwind. Ein Lockout (das seitliche Überholen des Schirms durch den Piloten am Seil) kann bei Kunststoffseilen sehr dynamisch verlaufen. Die Anweisung "Seil kappen" durch den Windenfahrer oder das eigene Ausklinken muss mental trainiert sein.

Seilriss: Obwohl Kunststoffseile sicherer sind, muss bei einem Riss in niedriger Höhe sofort nachgedrückt werden ("Fahrt holen vor Höhe"), um einen Strömungsabriss zu vermeiden.

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Naturschutz

Die Schwäbische Alb ist ein Mosaik aus Schutzgebieten.

Vogelschutz: In den Felsentälern der Umgebung (z.B. Lautertal) brüten Wanderfalken und Kolkraben. Dort gelten oft zeitlich befristete Flugverbote oder strikte Mindestabstände (vertikal/horizontal). Ein Verstoß wird von den Naturschutzbehörden streng verfolgt. Piloten müssen die aktuellen Bekanntmachungen prüfen.  

Schafherden: Die Wacholderheiden werden oft von Schafherden gepflegt. Ein Überfliegen in niedriger Höhe (unter 150m) ist zu vermeiden, um Panik in den Herden zu verhindern.

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Logistik, Unterkunft und Après-Fly

Ein gelungener Flugtag endet nicht mit der Landung. Die soziale Komponente ist in Meidelstetten stark ausgeprägt.

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Kulinarik: Der "Adler"

Das Gasthaus Adler in Meidelstetten ist der inoffizielle "Briefing-Room" und Treffpunkt nach dem Flug.  

Status: Es handelt sich um ein "Kulturwirtshaus" mit Bühne und Biergarten, das weit über die Pilotenszene hinaus bekannt ist.

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag ab 18:00 Uhr, Sonntags bereits ab 11:30 Uhr.  

Empfehlung: Die Küche ist regional-schwäbisch und bodenständig. Klassiker wie "Geschmälzte Maultaschen" oder der "Zwiebelrostbraten" stehen hoch im Kurs bei hungrigen Piloten. Die Verwendung regionaler Produkte ("Schmeck den Süden") garantiert Qualität.  

Tischreservierung: Da der Adler auch kulturelle Veranstaltungen (Konzerte, Kabarett) ausrichtet, ist eine Reservierung, besonders am Wochenende, ratsam.

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Unterkunft

Wer ein ganzes Wochenende (z.B. für einen B-Schein-Kurs oder ein Streckenflugseminar) bleibt, findet in der Umgebung Optionen:

Hotel Speidel`s BrauManufaktur in Hohenstein bietet gehobenen Komfort und eine eigene Brauerei.  

Einfachere Pensionen und Ferienwohnungen sind in Meidelstetten und Bernloch verfügbar.

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Fazit und Checkliste

Gangstetten ist ein Juwel für Piloten, die sich nicht von der Optik eines "flachen Ackers" täuschen lassen. Es bietet:

Top-Infrastruktur: Moderne Winde, hohe Frequenz.

XC-Potenzial: Direkter Einstieg in die Rennstrecken der Alb.

Gemeinschaft: Einen aktiven Verein mit viel Know-how.

Es verlangt aber auch:

Disziplin: Bei der Luftraumbeobachtung (Sektor Alb).

Können: Beim thermischen Fliegen im Flachland.

Kommunikation: Vorherige Absprache ist Pflicht.

Checkliste für den Gastpiloten:

[ ] Kontakt: Wolkenkratzer e.V. (via Facebook/Telefon) anfragen.

[ ] Dokumente: Lizenz (Windenstart!), Versicherungsnachweis.

[ ] Tech-Check: Funkgerät (134.500 MHz) und Vario (Luftraumkarte) programmiert?

[ ] Geld: Kleingeld für die Schleppgebühr (4€/Start) bereit?

[ ] Après-Fly: Hunger für den Adler mitbringen.

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