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Pensenwiesen

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:49.9376°N, 11.6599°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Pensenwiesen Startplatz

Start
Höhe458m ü. M.
Koord.49.9376, 11.6599
WindSW
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Pensenwiesen Landeplatz

Landung
Höhe428m ü. M.
Koord.49.9371, 11.6568
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebiet-Report: Pensenwiesen & Penser Joch – Eine meteorologische und fliegerische Tiefenanalyse Executive Summary

Dieser umfassende Forschungsbericht widmet sich einer nomenklatorischen Besonderheit der Gleitschirmszene, die regelmäßig zu Verwirrungen führt: Der Unterscheidung und detaillierten Analyse zweier fundamental unterschiedlicher Fluggebiete, die durch den Namensbestandteil „Pensen“ verbunden sind. Zum einen handelt es sich um das Penser Joch (Italienisch: Passo di Pennes) in den Sarntaler Alpen Südtirols, ein hochalpines Eldorado für Streckenflieger und Hike & Fly-Enthusiasten. Zum anderen analysieren wir den Startplatz Pensenwiesen bei Bayreuth in Deutschland, ein topografisch unscheinbares, aber luftrechtlich komplexes Übungsgelände innerhalb einer Kontrollzone.

Die Relevanz dieses Berichts ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen offiziellen Datenbankeinträgen (wie dem DHV-Geländeatlas) und der gelebten Realität vor Ort. Während Datenbanken oft statische Informationen zu Koordinaten und Haltern liefern, benötigt der Pilot für eine sichere Flugentscheidung dynamisches Wissen: Wie verhält sich das lokale Windsystem bei überregionaler Föhnlage? Welche ungeschriebenen Gesetze gelten bei der Landung auf nicht offiziellen Wiesen? Wo lauern die unsichtbaren Leewalzen?

Kernaspekte der Analyse:

Das Penser Joch (Südtirol, Italien):

Charakter: Hochalpines Gelände auf über 2.200 m MSL, das als Einstiegstor in die komplexe Aerologie der Sarntaler Alpen dient. Es ist kein klassisches Fluggebiet mit Infrastruktur, sondern ein „Wilderness Flying“-Areal.

Kritische Faktoren: Die Passlage fungiert als Düse zwischen dem Wipptal (Nord) und dem Sarntal (Süd). Die Interaktion von thermischen Talwindsystemen und überregionalem Meteowind erfordert tiefgehendes meteorologisches Verständnis.

Zielgruppe: Erfahrene Piloten mit Kompetenzen in Top-Landungen, Thermikfliegen und meteorologischer Selbstständigkeit.

Pensenwiesen (Bayreuth, Deutschland):

Charakter: Ein technisches Übungsgelände im Mittelgebirge (428 m MSL).

Kritische Faktoren: Die Lage in der CTR Bayreuth erzwingt strikte Disziplin und Kommunikation mit der Flugsicherung (DFS).

Zielgruppe: Lokale Vereinsmitglieder und Flugschüler unter Aufsicht.

Dieser Bericht priorisiert aufgrund der fliegerischen Komplexität und des touristischen Interesses das Penser Joch, liefert aber im zweiten Teil eine vollständige technische Dokumentation für Pensenwiesen, um dem Anspruch an Vollständigkeit gerecht zu werden.

TEIL I: Penser Joch & Sarntal – Das Alpine Labor

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Topografische und Meteorologische Einführung

Das Penser Joch ist nicht nur ein Passübergang; es ist eine meteorologische Barriere ersten Ranges. Geografisch trennt es die Sarntaler Alpen in einen nördlichen und südlichen Sektor und verbindet das vom Eisacktal abzweigende Wipptal bei Sterzing mit dem isolierten Sarntal, das sich bis Bozen erstreckt. Diese Lage macht es zu einem der faszinierendsten, aber auch anspruchsvollsten Fluggebiete der Ostalpen.  

Der Boden unter den Füßen der Piloten besteht hier großteils aus Bozner Quarzporphyr, einem rötlichen Gestein, das thermische Energie exzellent speichert und zeitverzögert abgibt. Dies führt dazu, dass die "Pensenwiesen" – die Almmatten rund um das Joch – oft noch spät am Abend thermisch aktiv sind, wenn die schroffen Kalkwände der Dolomiten bereits auskühlen. Die Topografie ist weitläufig und offen, was dem Piloten ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln kann. Doch die Weite täuscht: Die Aerologie wird durch den Düseneffekt des Passes dominiert.

Die Aerologie der Passdüse

Um am Penser Joch sicher zu fliegen, muss man das Konzept der Kanalisierung verstehen. Ein Gebirgspass wirkt wie eine Venturi-Düse. Luftmassen, die großräumig fließen (sei es der überregionale Meteowind oder das lokale Talwindsystem), werden am Pass komprimiert. Analysiert man die Strömungsmuster, zeigt sich folgendes Bild: Bei einer typischen Südlage strömt der Talwind von Bozen das Sarntal hinauf. Er fließt laminar und beschleunigt sich stetig, bis er die Passhöhe erreicht. Hier, an der engsten Stelle, erreicht die Windgeschwindigkeit ihr Maximum. Hinter der Passkante, auf der Nordseite Richtung Sterzing, reißt die Strömung ab. Es entstehen turbulente Leewirbel und Rotoren, die für Gleitschirme absolut unfliegbar sind. Umgekehrt verhält es sich bei Nordwind: Die Luft staut sich im Wipptal, fließt über das Joch und fällt als katabatischer Fallwind in das Sarntal, wobei südlich des Passes (genau dort, wo der Alpenrosenhof steht) massive Turbulenzen entstehen. Das Verständnis dieser unsichtbaren Gefahr ist überlebenswichtig.

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Startplätze: Analyse und Taktik

Im Gegensatz zu den touristisch voll erschlossenen Gebieten wie dem Kronplatz , gibt es am Penser Joch keine planierten Startbahnen. Wir bewegen uns in natürlichem, hochalpinem Gelände. Die Wahl des Startplatzes ist hier immer eine taktische Entscheidung, abhängig von Windstärke und Tageszeit.  

Der Basis-Startplatz: Alpenrosenhof

Dieser Startplatz ist der logistisch einfachste Zugang zum Luftraum der Sarntaler Alpen.

Koordinaten: 46° 49' 07'' N, 11° 26' 32'' O.  

Höhe: ca. 2.210 m MSL.

Exposition: West (W) bis Südwest (SW).

Charakteristik: Es handelt sich um eine mäßig geneigte Wiese, die mit Steinen und alpinen Gräsern durchsetzt ist. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Gasthof Alpenrosenhof.

Fliegerische Taktik: Dieser Startplatz funktioniert am besten bei schwachem bis mäßigem Südwind oder rein thermischen Bedingungen. Da er direkt auf der Passhöhe liegt, ist er extrem anfällig für den oben beschriebenen Düseneffekt.

Warnung: Wenn der Wind am Alpenrosenhof stark (> 20 km/h) aus Süd bläst, ist ein Start hier kritisch. Sie riskieren, nach dem Abheben rückwärts in den Rotor auf der Nordseite versetzt zu werden. In diesem Fall ist ein Start weiter südlich oder tiefer im Luv zwingend erforderlich.

Der Hike & Fly Favorit: Zinseler (2.422 m)

Für viele lokale Piloten, wie die Mitglieder des ASC Sarntal ("Thermikhaie") , ist der Zinseler der eigentliche Startplatz der Wahl. Er liegt nordöstlich des Passes und erfordert einen Aufstieg.  

Zugang: Der Weg Nr. 14 führt vom Passparkplatz in ca. 1 bis 1,5 Stunden zum Gipfel. Es sind etwa 300 Höhenmeter zu überwinden, wobei der Weg teilweise steil ist.  

Exposition: NNO bis SO.

Der strategische Vorteil: Der Zinseler erlaubt Starts in Richtungen, die vom Pass aus unmöglich sind (Nordost). Dies öffnet das Flugfenster Richtung Sterzing und Wipptal. Zudem steht der Zinseler oft über der Inversion, die sich im Talboden bilden kann.

Thermische Besonderheit: Die Südostflanken des Zinseler heizen sich sehr früh am Tag auf. Während man am Alpenrosenhof noch auf den Talwind wartet, kann man am Zinseler oft schon um 10:00 Uhr Vormittag in die Thermik einsteigen.

Die Experten-Option: Tatschspitze (2.526 m)

Südlich des Passes gelegen, bietet die Tatschspitze Startmöglichkeiten für Piloten, die tief in das Sarntal fliegen wollen. Der Aufstieg ist länger und anspruchsvoller, aber die Belohnung ist eine Positionierung, die thermisch oft ergiebiger ist als der Pass selbst, da man sich weiter weg von der Düsenwirkung befindet und näher an den Abrisskanten der Sarntaler Westflanke.

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Flugbedingungen: Das Zeitfenster nutzen

Das Flugwetter am Penser Joch wird von zwei Faktoren bestimmt: Der Jahreszeit und der Tageszeit.

Saisonale Analyse

Die Penser Joch Straße unterliegt einer Wintersperre, die in der Regel von November bis Mai dauert. Das Fluggebiet ist faktisch ein Sommer- und Herbstgebiet.  

Juni & Juli (Power-Thermik): Dies ist die Zeit für Streckenjäger. Die Temperaturgradienten sind hoch, die Sonne steht steil. Steigwerte von 6–8 m/s sind keine Seltenheit. Der Talwind setzt jedoch oft schon mittags brachial ein. Das Fenster für entspannte Flüge ist kurz.

August & September (Genuss & Strecke): Die Tage werden kürzer, die Thermik zuverlässiger und weniger ruppig. Der September ist oft der beste Monat für "Magic Moves" – lange Gleitflüge im Abendlicht über den goldgelben Lärchenwäldern des Sarntals.

Oktober (Soaring): Wenn die Thermik nachlässt, dominieren laminare Winde. Dies ist die Zeit für stundenlanges Soaring an der Passkante, vorausgesetzt, der Wind ist nicht zu stark.

Das Talwindsystem im Detail

Das Sarntal wirkt wie ein Kamin für den Bozner Kessel. Die Stadt Bozen gilt als einer der heißesten Orte Italiens im Sommer. Diese Hitze saugt Luft an – und das Sarntal ist die Hauptnachströmungsachse. Der Talwind ("Ora") erreicht Pens meist gegen 13:00 Uhr. Er verstärkt sich bis 16:00 Uhr und kann am Pass 30–40 km/h erreichen. Gefahrenhinweis: Ein Pilot, der um 14:00 Uhr am Penser Joch bei "null Wind" startet, weil er im Lee einer Kuppe steht, wird wenige Sekunden nach dem Start feststellen, dass er gegen eine Wand fliegt. Die Beobachtung der Windfahnen am Alpenrosenhof und am weiter entfernten Zinseler ist obligatorisch. Unterschiedliche Windrichtungen an beiden Punkten deuten auf Scherungen oder Leewalzen hin.

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Streckenflug (XC) Potential

Vom Penser Joch aus eröffnen sich drei klassische Routenoptionen, die jedoch alle ein hohes Maß an Planung erfordern.

Route 1: Sarntal-Rennstrecke (Süd)

Dies ist die populärste Route. Man startet am Alpenrosenhof oder der Tatschspitze und fliegt entlang der westlichen Flanken des Sarntals Richtung Süden.

Schlüsselstellen: Die Querung der Seitentäler (z.B. bei Weißenbach). Hier muss man oft weit nach innen fliegen, um den thermischen Anschluss nicht zu verlieren.

Highlight: Die "Stoanerne Mandln" (Steinerne Männchen) – ein mystischer Kraftort auf dem Bergrücken zum Etschtal. Man kann hier oft massiv Höhe machen und hat den Blick frei auf die Dolomiten im Osten und die Ortler-Gruppe im Westen.  

Ziel: Reinswald oder Bozen. Wer bis Bozen fliegt, muss extrem auf den Luftraum der CTR Bozen und den Flughafenverkehr achten.

Route 2: Wipptal-Querung (Nord)

Ein Start am Zinseler nach Nordost ermöglicht den Sprung ins Wipptal Richtung Sterzing.

Herausforderung: Man fliegt oft gegen den Talwind, der vom Brennerpass herunterweht ("Brennerwind").

Luftraum: Nördlich von Sterzing beginnt der komplexe Luftraum von Innsbruck und die Kontrollzonen des Brennerverkehrs. Hier ist präzises Kartenstudium (ICAO Karte) Pflicht.

Route 3: Das Dreieck (Sarntaler Hufeisen)

Ambitionierte Piloten versuchen, das Sarntal zu umrunden – die sogenannte "Hufeisentour" aus der Luft. Dies erfordert das Queren des breiten Tales auf Höhe Sarnthein oder Astfeld, was meist nur an Tagen mit extrem hoher Basis (> 3000 m) möglich ist, da man sonst im Talwind "absäuft".

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Landeplätze: Die ungeschriebenen Gesetze

Das Fehlen eines offiziellen DHV-Landeplatzes in Pens ist die größte logistische Hürde. Es gibt keinen Windsack, keine Hinweistafel und keine garantierte mähte Wiese.  

Top-Landing am Pass

Für Locals ist dies die Standardprozedur. Man landet dort, wo man gestartet ist – oder auf den weiten Plateaus rundherum.

Technik: Man darf nie, unter keinen Umständen, hinter die Abrisskante ins Lee fliegen. Der Anflug muss im luvseitigen Aufwindband erfolgen, wobei man durch "Ohren anlegen" oder flache Achter die Höhe abbaut, bis man sanft aufsetzt. Dies erfordert absolute Schirmbeherrschung.

Landung im Tal (Pens/Asten)

Die Wiesen im Talboden bei Pens (1.458 m) sind landwirtschaftlich intensiv genutzt.

Regelwerk: Landen Sie niemals in hohes Gras. Suchen Sie nach gemähten Flächen (hellgrün/braun). Wenn alles hoch steht: Landen Sie auf einem Feldweg oder am äußersten Randstreifen einer Wiese.

Nach der Landung: Schirm sofort zusammenraffen (Rosette). Nicht falten, nicht sortieren. Tragen Sie das Paket sofort aus der Wiese auf den nächsten befestigten Weg. Packen Sie dort. Jeder Streit mit einem Bauern gefährdet die Toleranz für alle Piloten.

Notoption: Die Fußball- oder Sportplätze weiter südlich im Tal (Richtung Sarnthein/Astfeld) sind im Notfall ansteuerbar, aber weit entfernt.

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Geheimtipps und Lokales Wissen

Was sagen die "Sarner Thermikhaie", der lokale Club , hinter vorgehaltener Hand?  

Das "Kaltluft-Phänomen" am Morgen: Oft fließt morgens kalte Luft vom Pass ins Tal. Wer zu früh startet (vor 10:00 Uhr am Pass), erlebt oft einen frustrierenden Abgleiter ("Sledge Ride"), weil die kalte Luftmasse wie ein Deckel auf der Talthermik liegt. Warten lohnt sich.

Die Webcam-Falle: Viele Piloten checken die Webcams am Pass, sehen eine schlaffe Fahne und fahren los. Fehler! Die Fahne am Gasthof hängt oft im Windschatten des Gebäudes. Checken Sie immer auch die Webcams vom Skigebiet Reinswald (Sattele/Pichlberg). Wenn dort auf 2.400 m der Wind bläst, bläst er am Penser Joch auch – egal was die Fahne am Gasthof sagt.  

Hike & Fly pur: Nutzen Sie den Aufstieg zum Zinseler. Nicht nur wegen des besseren Startplatzes, sondern wegen der mentalen Einstimmung. Man spürt den Wind, sieht die Wolkenentwicklung und kommt fokussiert oben an. Das ist sicherer als "Auto Tür auf, Schirm raus, Start".

Kulinarik nach dem Flug: Vergessen Sie die Touristenfallen. Der Alpenrosenhof direkt am Pass ist der Treffpunkt. Hier werden die Flüge analysiert. Die Wirtsleute kennen die Piloten und haben oft ein Auge auf geparkte Autos. Ein kurzes "Hallo" vor dem Flug schafft Goodwill.

TEIL II: Pensenwiesen (Bayreuth) – Das technische Kompendium

Der Vollständigkeit halber folgt hier die Analyse des namensähnlichen deutschen Fluggeländes. Obwohl es fliegerisch weniger spektakulär ist, ist es luftrechtlich deutlich komplexer.

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Das Gelände: Daten und Fakten

DHV-ID: 247.  

Lage: Landkreis Bayreuth, Oberfranken, Bayern.

Koordinaten Start: N 49°56'15.21", E 11°39'35.47" (ca.).

Höhe: Startplatz auf 458 m MSL, Landeplatz auf 428 m MSL.

Höhendifferenz: Nur ca. 30 Meter.

Geländetyp: Übungshang.

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Die Kontrollzone (CTR) – Das Nadelöhr

Das entscheidende Merkmal von Pensenwiesen ist seine Lage innerhalb der CTR Bayreuth. Dies ist kein Luftraum E oder G, wo man frei nach Sichtflugregeln fliegt. Hier herrscht Kontrollpflicht.

Betriebsabsprache: Es existiert eine spezifische Vereinbarung zwischen dem Geländehalter (oft über den lokalen Verein organisiert) und der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Nürnberg bzw. dem Tower Bayreuth.  

Prozedere: Vor jedem Flugbetrieb muss eine telefonische Freigabe eingeholt werden. Ohne diese Freigabe ist jeder Start eine Straftat (Gefährlicher Eingriff in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr).

Funk: In vielen CTR-Vereinbarungen ist das Mitführen eines Flugfunkgerätes (mit BZF-Lizenz) vorgeschrieben, um Hörbereitschaft auf der Turmfrequenz zu halten. Prüfen Sie dies tagesaktuell beim Geländehalter!

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Zugang und der "Rade-Faktor"

Der Startplatz befindet sich auf Privatgrund.

Besitzer: Ein Landwirt namens Rade, der oberhalb der Kirche wohnt.  

Etikette: Es ist ungeschriebenes Gesetz (und pure Höflichkeit), vor dem Fliegen bei Herrn Rade kurz "Hallo" zu sagen und um Erlaubnis zu fragen. Er betreibt eine kleine Landwirtschaft mit Ziegen.

Produkt-Tipp: Rade verkauft exzellenten Ziegenkäse. Ein Kauf dort ist die beste "Landegebühr", die man entrichten kann, und sichert den Erhalt des Geländes für die Zukunft.

Tierschutz: Die Ziegen weiden oft in Startplatznähe. Ein Überfliegen in geringer Höhe führt zu Panik bei den Tieren und Ärger mit dem Besitzer. Halten Sie Abstand!

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Fliegerischer Anspruch

Obwohl der Höhenunterschied gering ist, ist der Startplatz ("Klippenstart" laut einigen Quellen, eher eine steile Hangkante) anspruchsvoll.

Wind: Der Hang benötigt sauberen Südwestwind. Bei seitlichem Wind oder starken thermischen Ablösungen im Vorfeld (durch die Stadt Bayreuth) kann es am Start turbulent werden.

Nutzung: Der Hang dient primär dem Groundhandling, Startübungen und kurzen Soaring-Flügen bei starkem Wind. Er ist kein Ziel für einen Fliegerurlaub, sondern ein Trainingsspot für Locals.

Logistik, Sicherheit & Notfall (Gültig für beide Gebiete) Anreise & Infrastruktur Penser Joch

Auto: Die Anfahrt erfolgt über die SS508. Von Sterzing im Norden ca. 15 km Serpentinen. Von Bozen im Süden ca. 50 km durch das malerische Sarntal (viele Tunnel, Kurven).

ÖPNV: Busse des SAD (Südtiroler Automobildienst) fahren bis Pens. Im Sommer gibt es Verbindungen bis zum Joch, aber der Takt ist für Piloten oft ungünstig (zu selten).

Parken: Nutzen Sie ausschließlich die markierten Parkflächen am Pass. Wildes Parken auf den Almwiesen wird in Südtirol mit empfindlichen Bußgeldern geahndet.

Pensenwiesen (Bayreuth)

Auto: Anfahrt über die A9, Ausfahrt Bayreuth. Parken im Ort (bitte Anwohner nicht zuparken) und zu Fuß zum Hang hochgehen.

Sicherheit & Notruf

Notrufnummer (Europaweit): 112

Spezifikum Südtirol: Die Bergrettung in Südtirol ist extrem professionell (Aiut Alpin Dolomites), aber Einsätze sind oft kostenpflichtig, wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt oder Fahrlässigkeit im Spiel ist. Eine Bergekostenversicherung (z.B. DHV, Förderer der Bergrettung) ist Pflicht.

Funk:

Südtirol: PMR Kanal 8 (mit CTCSS Subton 8 oft als "Bergsteigerkanal" genutzt, aber keine offizielle Flugfrequenz). Offizielle Infos oft via Telegram-Gruppen der lokalen Clubs.

Bayreuth: Flugfunkfrequenz EDQD Tower (aktuell prüfen!).

Fazit

Während Pensenwiesen in Bayreuth ein interessantes technisches Kuriosum für luftrechtlich interessierte Lokalpiloten ist, stellt das Penser Joch ein Fluggebiet von europäischem Rang dar. Es bietet jene Art von Freiheit, die in den regulierten Alpen selten geworden ist: Keine Startgebühr, kein Startleiter, keine Seilbahn – nur der Pilot, der Berg und der Wind.

Wer das Penser Joch meistern will, muss mehr mitbringen als einen A-Schein: Er braucht Demut vor dem Wetter, Respekt vor der Landwirtschaft und die physische Kondition, sich seinen Startplatz zu erarbeiten. Wer diese Hürden nimmt, wird mit Flügen belohnt, die von den Gletschern des Hauptkamms bis zu den Palmen Bozens reichen können.

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