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Oberndorf

Startplätze:1
Koord.:49.4382°N, 9.9796°E
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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Oberndorf

Start
Höhe423m ü. M.
Koord.49.4382, 9.9796
WindSSW, OSO
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Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Analyse des Fluggeländes Harschbichl-Oberndorf: Ein umfassender Leitfaden für Gleitschirmpiloten

Das Fluggebiet am Harschbichl und dem Kitzbüheler Horn repräsentiert eine der komplexesten und zugleich lohnendsten fliegerischen Arenen innerhalb der Kitzbüheler Alpen. Während die umliegenden Gebiete wie die Hohe Salve oder der Wildkogel oft im Rampenlicht der internationalen XC-Szene stehen, bietet der Komplex Oberndorf-St. Johann eine spezifische meteorologische Dynamik, die sowohl für thermikfokussierte Lokalmatadore als auch für ambitionierte Wanderflieger von herausragendem Interesse ist. Die geografische Positionierung zwischen den Kalkmassiven des Wilden Kaisers im Norden und den kristallinen Zentralalpen im Süden erzeugt ein Spannungsfeld aus Talwindsystemen und thermischen Ablösebedingungen, das eine präzise Kenntnis der lokalen Gegebenheiten erfordert. Dieser Leitfaden dekonstruiert das Gelände in seine technischen, logistischen und atmosphärischen Einzelteile, um Piloten eine Entscheidungsbasis zu bieten, die weit über die rudimentären Daten herkömmlicher Geländedatenbanken hinausgeht.

Executive Summary für Piloten

Das Fluggelände Harschbichl, primär erschlossen durch die Bergbahnen St. Johann in Tirol und geografisch eng mit der Gemeinde Oberndorf verknüpft, bietet eine vertikale Differenz von nahezu 1.000 Metern und ist als thermisch hochaktiv einzustufen. Die Startplätze am Harschbichl (1.584 m bis 1.604 m) sind nach Osten und Westen ausgerichtet und decken damit die am häufigsten auftretenden Windlagen ab. Der Gipfelstartplatz am Kitzbüheler Horn (1.960 m) hingegen ist aufgrund seiner extremen Steilheit und dem unmittelbaren Abbruch nach der Startphase ausschließlich Experten vorbehalten und erfordert eine fehlerfreie Schirmbeherrschung. Ein entscheidender Sicherheitsaspekt ist der „Bayerische Wind“ – ein aus Norden einströmendes Windsystem, das den Talwind massiv verstärken kann und Piloten dazu zwingt, den großräumigen Notlandeplatz in Oberndorf dem regulären Landeplatz in Apfeldorf vorzuziehen. Die Infrastruktur ist durch moderne Gondelbahnen, spezielle Pilotentarife und eine exzellente Anbindung an das Schienennetz der ÖBB geprägt, was das Gebiet zu einem idealen Ziel für nachhaltige Flugreisen macht.  

Geografische Rahmenbedingungen und topografische Analyse

Die Kitzbüheler Alpen zeichnen sich durch ihre sanften Grasberge aus, die im krassen Gegensatz zu den schroffen Kalkwänden des unmittelbar nördlich gelegenen Wilden Kaisers stehen. Das Kitzbüheler Horn bildet hierbei eine markante Ausnahme, da es als freistehender Kegel mit einer Höhe von 1.996 m ü.NN fungiert und somit als idealer thermischer Motor fungiert.

Die Bedeutung des Harschbichl-Massivs

Der Harschbichl ist ein dem Kitzbüheler Horn vorgelagerter Rücken, der die natürliche Barriere zwischen dem Leukental im Osten und dem Becken von Oberndorf im Westen bildet. Diese Gratlage ist von entscheidender Bedeutung für die Aerodynamik des Gebiets. Je nach überregionaler Druckverteilung fungiert der Harschbichl entweder als Luvseite, die sanfte Soaringbedingungen ermöglicht, oder als Leeseite, die durch turbulente Ablösungen geprägt ist. Die Hangneigung an den Startplätzen variiert zwischen moderaten 15 Grad am Harschbichl-West bis hin zu extremen 40 Grad am Gipfel des Horns.  

Technische Spezifikationen der Start- und Landeplätze

Eine präzise Planung erfordert die Kenntnis der exakten Koordinaten und Höhenlagen, um Gleitwinkelberechnungen und Luftraumbeobachtungen korrekt durchzuführen.

Standort Funktion Koordinaten (GPS) Höhe (m ü.NN) Ausrichtung Harschbichl 1 Startplatz 47°29'04.11" N, 12°25'42.69" E 1.584 m Ost (O) Harschbichl 2 Startplatz 47°28'55.17" N, 12°25'39.42" E 1.580 m West (W) Kitzbüheler Horn Gipfel Startplatz 47°28'29.81" N, 12°25'54.48" E 1.960 m NW, W, SW Horn-Kapelle Startplatz 47°28'33.13" N, 12°25'46.57" E 1.650 m Ost, Süd Apfeldorf (St. Johann) Landeplatz 47°30'49.02" N, 12°24'47.95" E 672 m Alle Richtungen Oberndorf (Camping) Notlandeplatz 47°29'50.21" N, 12°23'15.09" E 689 m Alle Richtungen Export to Sheets

Die Höhendifferenz zwischen dem Gipfelstartplatz und dem Landeplatz in St. Johann beträgt circa 1.288 Meter, was bei einer angenommenen Gleitzahl von 8 (inklusive Sicherheitsreserve) eine theoretische Reichweite von über 10 Kilometern ohne thermische Unterstützung ermöglicht.  

Logistik und Erschließungskonzept

Das Gebiet zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Aufstiegshilfen aus, was die logistische Flexibilität für Piloten maximiert. Die Bergbahnen St. Johann in Tirol bilden das Rückgrat der Erschließung im Sommer- wie im Winterbetrieb.

Bergbahnnutzung und Tarifstrukturen

Die Harschbichlbahn besteht aus zwei Sektionen. Piloten können ohne Umsteigen von der Talstation in St. Johann direkt zur Bergstation auf 1.604 m gelangen. Die Fahrzeit beträgt etwa 18 Minuten, wobei in den 6er-Gondeln ausreichend Platz für moderne Gleitschirmausrüstungen vorhanden ist.  

Für die Sommersaison 2025 gelten spezifische Tarife für Flugsportler, die eine deutliche Ersparnis gegenüber regulären Wanderkarten bieten :  

Paragliding Einzelticket: 25,00 € (beinhaltet die Auffahrt zur Bergstation).

Paragliding Tageskarte: 40,00 € (ideal für Piloten, die mehrere Flüge an einem Tag absolvieren möchten).

Hike & Bike Saisonkarte: 457,00 € (für Vielflieger und Einheimische).

Es ist wichtig zu beachten, dass bei Nutzung der Bergbahntickets die Start- und Landegebühren bereits inkludiert sind. Piloten, die den Aufstieg aus eigener Kraft (Hike & Fly) bewältigen, sind verpflichtet, die Erhaltungsgebühr für die Gelände über ein QR-Code-System direkt am Landeplatz zu entrichten.  

Erreichbarkeit und Parkraummanagement

Die Talstation der Harschbichlbahn (Hornweg 21, 6380 St. Johann) verfügt über großzügige Parkflächen. Piloten, die ein Ticket lösen, parken hier kostenfrei. Eine alternative Anreisemöglichkeit bietet der Bahnhof St. Johann in Tirol, der in etwa 10 bis 15 Gehminuten von der Talstation entfernt liegt.  

Für Piloten, die ihren Schwerpunkt auf den Startplatz in Oberndorf oder den dortigen Notlandeplatz legen, bietet sich der Parkplatz am Friedhof in Oberndorf an. Dieser ist kostenfrei und dient als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen Richtung Penzing oder Kitzbüheler Horn. Von Oberndorf aus führt zudem der "Römerweg" als landschaftlich attraktive Verbindung nach St. Johann, falls man nach einer Landung in Oberndorf zurück zur Talstation wandern möchte.  

Fußwege zu den Startplätzen

Vom Ausstieg der Harschbichlbahn ist der Oststartplatz innerhalb von einer Minute erreichbar, da er sich unmittelbar vor der Bergstation befindet. Der Weg zum Weststartplatz ist etwas aufwendiger und erfordert Trittsicherheit. Man folgt zunächst den Serpentinen des Wanderwegs circa 50 Höhenmeter bergab, bevor ein schmaler Trampelpfad wieder circa 40 Höhenmeter bergauf zum eigentlichen Startplatz führt. Die Gesamtdauer für diesen Transfer beträgt etwa 10 bis 15 Minuten. Windsäcke an beiden Positionen erleichtern die finale Entscheidung vor Ort.  

Meteorologische Analyse und Flugbedingungen

Die Kitzbüheler Alpen sind bekannt für ihre zuverlässige Thermik, doch das Gebiet am Harschbichl erfordert ein tiefes Verständnis der lokalen Windzirkulation.

Thermische Zyklen und Tagesgang

Die Ausrichtung der Flanken am Kitzbüheler Horn begünstigt eine frühe thermische Aktivierung. Bereits ab circa 10:00 Uhr setzen bei entsprechender Sonneneinstrahlung die ersten Ablösungen ein. Die intensivste Phase liegt üblicherweise zwischen 11:30 Uhr und 14:30 Uhr. Lokale Experten beobachten oft die Wolkenbildung über dem Wilden Kaiser: Bilden sich dort kräftige Cumuli, ist auch am Horn mit starken Aufwinden zu rechnen.  

Das Prinzip der Thermikentstehung lässt sich hier idealtypisch beobachten. Die trockenen Grasmatten und die dunklen Felszonen unterhalb des Gipfels fungieren als Absorber für die kurzwellige Sonnenstrahlung, die anschließend als langwellige Wärmestrahlung die bodennahe Luftschicht erwärmt. Diese instabil geschichtete Luft löst sich bei Erreichen eines kritischen Temperaturgradienten ab und steigt als Thermikblase oder kontinuierlicher Schlauch auf.  

Das Phänomen des "Bayerischen Windes"

Dies ist das kritischste meteorologische Element für alle Piloten im Raum St. Johann/Oberndorf. Der Bayerische Wind ist eine Ausgleichsströmung, die entsteht, wenn kühle Luftmassen aus dem deutschen Alpenvorland durch das Achental (Kössen) nach Süden in das Inntal und das Leukental drängen. Aufgrund der topografischen Verengung am Pass Thurn erfährt dieser Wind eine signifikante Beschleunigung (Venturi-Effekt).  

Für den Gleitschirmflieger bedeutet dies:

Am Vormittag herrscht oft noch schwacher Talwind oder thermischer Aufwind.

Gegen Nachmittag kann der Bayerische Wind plötzlich durchbrechen und die Talwindgeschwindigkeit in St. Johann auf über 30 km/h anheben.

In einer solchen Situation sinkt die Vorwärtsfahrt über Grund gegen Null. Ein Erreichen des Landeplatzes in Apfeldorf ist dann aerodynamisch nicht mehr möglich.

Die Sicherheitsvorgabe lautet daher: Sobald eine Verstärkung des Windes aus Nord/Nordost feststellbar ist, sollte der großflächige Notlandeplatz in Oberndorf angesteuert werden, der wesentlich einfacher und früher erreichbar ist als die Wiesen in St. Johann.  

Luftraumstruktur und Beschränkungen

Das Fluggebiet befindet sich in einer Region mit regem Flugverkehr, insbesondere durch den nahegelegenen Flugplatz St. Johann (LOIJ). Die Luftraumobergrenze für den unkontrollierten Sichtflug (Luftraum E) liegt über dem Harschbichl bei FL125, was einer Höhe von etwa 3.810 m ü.NN entspricht. Dies bietet ausreichend Raum für weite Streckenflüge, erfordert jedoch eine permanente Luftraumbeobachtung, da Segelflieger und Motorflugzeuge aus St. Johann regelmäßig die thermisch aktiven Zonen am Horn nutzen.  

Piloten müssen zudem zwingend einen vertikalen und horizontalen Mindestabstand von 50 Metern zu allen Seilbahnanlagen einhalten. Das Unterfliegen von Trag- oder Zugseilen ist lebensgefährlich und führt zum sofortigen Entzug der Fluglizenz im Gebiet.  

Streckenflug-Potenzial (XC)

Vom Kitzbüheler Horn aus eröffnen sich einige der klassischsten Streckenflugrouten der Ostalpen. Das Gelände fungiert als idealer Einstiegspunkt für die "Pinzgau-Autobahn".

Die Route in den Pinzgau

Die populärste XC-Option ist der Flug Richtung Süden über den Pass Thurn. Nach dem Aufdrehen am Horn oder am Harschbichl queren Piloten das Tal Richtung Jochberg und nutzen die Thermikquellen an den Gipfeln südlich von Kitzbühel (z.B. Pengelstein oder Resterhöhe). Von dort aus ist der Sprung in das Salzachtal (Pinzgau) möglich. Der Pinzgau ist bekannt für seine kilometerlangen, geradlinigen Talflanken, die bei Nord- oder Nordostwind exzellente Soaring- und Thermikbedingungen bieten. Strecken von über 100 km Richtung Westen (Zillertal) oder Osten (Zell am See) sind von hier aus regelmäßig dokumentiert.  

Regionale Vernetzung

Für kleinere Dreiecke bietet sich die Umrundung des Leukentals an. Nach dem Start am Harschbichl kann man über die Südflanken des Wilden Kaisers Richtung Ellmau fliegen und von dort über das Brixental wieder zurück zum Ausgangspunkt kehren. Dabei ist jedoch die Lee-Problematik bei starkem Westwind an den Kaisergipfeln zu beachten.  

Sicherheit und Gefahrenmanagement

Ein professioneller Guide muss die Schattenseiten eines Geländes klar benennen. Der Harschbichl ist kein reines Anfängergelände, insbesondere bei thermisch aktiven Bedingungen.

Lee-Gebiete und Rotoren

Bei einer ausgeprägten Westwindlage liegt der Oststartplatz am Harschbichl im Lee. Dies kann zu tückischen Rotoren im Startbereich führen, die für Piloten am Boden kaum spürbar sind, aber unmittelbar nach dem Abheben zu massiven Klappern führen können. In solchen Fällen ist der Weststartplatz zwingend vorzuziehen, auch wenn der Weg dorthin länger ist.  

Die Gefahren am Gipfelstartplatz

Der Startplatz am Kitzbüheler Horn Gipfel (1.960 m) wird oft unterschätzt. Fotos vermitteln den Eindruck einer steilen Wiese, verschleiern jedoch den unmittelbar folgenden massiven Abhang. Wenn der Pilot nicht beim ersten Impuls perfekt ausgehoben wird, besteht das Risiko eines Absturzes in das extrem steile Gelände. Es gibt hier keine Abbruchmöglichkeit. Lokale Experten raten daher: "Wenn du den Schirm nicht im Schlaf beherrschst, bleib am Harschbichl".  

Hindernisse im Landeanflug

Der Hauptlandeplatz in Apfeldorf ist groß, wird jedoch von mehreren Stromleitungen flankiert. Bei starkem Talwind können diese Leitungen mechanische Turbulenzen erzeugen. Zudem ist die Wiese oft durch Almvieh besetzt; Piloten sollten darauf achten, die Tiere nicht durch riskante Flugmanöver in Panik zu versetzen. Das Zusammenlegen des Schirms hat grundsätzlich am Rand der Wiese zu erfolgen, um den Landebereich für nachfolgende Piloten freizuhalten.  

Geheimtipps und Expertenwissen

Was den Harschbichl von anderen Gebieten unterscheidet, sind die kleinen Details, die oft nur durch jahrelange Erfahrung oder Gespräche mit lokalen Piloten am Landeplatz-Bier zugänglich werden.

Die besten Thermikquellen

Die Kröpfl-Wiese: Südöstlich des Gipfels befindet sich eine markante, oft trockenere Wiesenfläche. Hier lösen sich thermische Ablösungen oft früher und konstanter als direkt am Grat.  

Das Horn-Köpfl: Ein kleiner Vorberg nördlich des Hauptgipfels. Wenn am Harschbichl nichts mehr geht, findet man hier oft noch ein spätes Abend-Soaring, da die Felsen dort die Wärme des Tages lange speichern.  

Die Bassgeiger-Alm: Unterhalb des Weststarts gibt es oft zuverlässige Ablösungen, die durch die Kesselform der umliegenden Hänge begünstigt werden.  

Die "Bayerische Rettung"

Viele Neulinge versuchen bei aufkommendem Nordwind krampfhaft, St. Johann zu erreichen und landen dann gefährlich kurz im Lee von Bäumen oder Gebäuden. Der Geheimtipp der Einheimischen: "Schau nicht auf das Ziel, schau auf den Wind." Der Notlandeplatz in Oberndorf (beim Campingplatz) ist riesig, hindernisfrei und erlaubt eine entspannte Landung gegen den Bayerischen Wind, während andere in St. Johann mit Turbulenzen kämpfen.  

Webcams und Informationsquellen

Um die Flugfähigkeit vorab zu prüfen, nutzen lokale Piloten spezifische Quellen:

Panomax Kitzbüheler Horn: Bietet einen 360-Grad-Blick und zeigt die aktuelle Wolkenbasis sowie die Windfahnen am Gipfelhaus.  

Wetterstation Haag: Liegt nur 2,1 km entfernt und liefert präzise Winddaten für das Kitzbüheler Horn.  

Cloudbuddy.org: Eine oft genutzte Plattform zur Prognose der Flyability speziell für den Harschbichl.  

Infrastruktur und "Socializing"

Fliegen ist mehr als nur die Zeit in der Luft. Die Region St. Johann/Oberndorf bietet eine exzellente Infrastruktur für die Zeit vor und nach dem Flug.

Kulinarische Empfehlungen

Harschbichlalm: Direkt an der Bergstation gelegen. Ideal für den letzten Check der Bedingungen bei einem Espresso oder für eine deftige Brettljause nach dem Flug. Die Aussicht auf den Wilden Kaiser ist von hier aus spektakulär.  

Stanglalm: Auf dem Weg zum Weststart gelegen. Etwas ruhiger als die Gipfelgastronomie und bekannt für hausgemachte Spezialitäten.  

Das Fliegerstüberl: Gelegen am Flugplatz St. Johann. Es war jahrelang der Treffpunkt der Fliegerszene. Aktuelle Informationen deuten jedoch darauf hin, dass es zeitweise geschlossen ist oder einen Pächterwechsel durchläuft. Piloten sollten vor Ort den aktuellen Status prüfen, da die Terrasse einen Logenplatz zur Beobachtung der Segelflug-Starts bietet.  

Übernachtungsmöglichkeiten für Piloten

Hotel Penzinghof (Oberndorf): Ein auf Sportler spezialisiertes Haus direkt an der Talstation der Penzingbahn. Es bietet exzellenten Komfort und ist ein idealer Ausgangspunkt für Hike & Fly Unternehmungen.  

Haus an der Bergquelle (Oberndorf): Ruhig gelegen und sehr gastfreundlich gegenüber Flugsportlern.  

Am Lift Appartement (St. Johann): Nur wenige Gehminuten von der Harschbichlbahn entfernt, ideal für Selbstversorger.  

Alternativprogramm bei "Grounding"

Sollte der Wind zu stark oder die Basis zu tief sein, bietet der Harschbichl zahlreiche Alternativen:

Mountaincart-Bahn: Von der Mittelstation führt eine rasante Strecke ins Tal – ein Riesenspaß für Piloten, die den Abstieg beschleunigen wollen.  

Hornpark Hochseilgarten: Befindet sich an der Mittelstation am Angereralm-See und bietet Kletterspaß direkt unter der Flugroute.  

Klettersteig Kitzbüheler Horn: Ein anspruchsvoller Steig (C/D), der direkt zum Gipfel führt und auch für fitte Piloten eine gute Trainingseinheit darstellt.  

Rechtliches und Vereinsstrukturen

Hinter dem Fluggebiet steht eine engagierte Gemeinschaft. Der Drachen- und Gleitschirmfliegerclub (DGFC) St. Johann trägt die Verantwortung für die Erhaltung der Gelände.

Wichtige Kontakte Funktion Name / Organisation Kontakt Geländehalter DGFC St. Johann / Bergbahnen info@bergbahnen-stjohann.at Flugsport-Service Christian Gossner +43 664 2424241 Tandem-Anbieter Mountain High +43 5352 62101 Tourismusverband Kitzbüheler Alpen +43 5352 63335-0 Export to Sheets

Es ist eine Geste der Höflichkeit und des Respekts, den Anweisungen des Liftpersonals und lokaler Clubmitglieder Folge zu leisten. Verstöße gegen Flugverbotszonen (z.B. Jagdschutzgebiete oder zu nahes Überfliegen von Seilbahnen) gefährden den Fortbestand der Start- und Landeerlaubnisse für alle Piloten.  

Zusammenfassung und Fazit

Das Fluggelände Harschbichl-Oberndorf ist weit mehr als nur ein weiterer Punkt auf der digitalen Landkarte des DHV. Es ist ein Gebiet mit Charakter, das technisches Können, meteorologische Wachsamkeit und eine Prise lokaler Intuition belohnt. Wer bereit ist, den Bayerischen Wind zu respektieren, die tückischen Fallen des Gipfelstarts zu meiden und die thermischen Zyklen des Kitzbüheler Horns zu nutzen, wird mit Flügen belohnt, die zu den schönsten Erlebnissen in den Alpen zählen.

Die Kombination aus einer perfekt funktionierenden Logistik durch die Bergbahnen St. Johann, der Sicherheit durch den Notlandeplatz in Oberndorf und dem gewaltigen XC-Potenzial Richtung Pinzgau macht dieses Revier zu einem Pflichtziel für jeden ernsthaften Gleitschirmpiloten. Dieser Guide sollte als lebendiges Dokument verstanden werden – die beste Information erhält man immer noch durch das aufmerksame Beobachten der Vögel über dem Horn und das Gespräch mit den Piloten, die seit Jahrzehnten die Geheimnisse dieses Berges entschlüsseln.

Pro-Tipp zum Abschluss: Der Flug am späten Nachmittag, wenn sich der Talwind stabilisiert hat und die untergehende Sonne die Kalkwände des Wilden Kaisers in ein tiefes Rot taucht, gehört zu den ästhetischen Höhepunkten eines jeden Fliegerlebens. In diesen Momenten wird klar, warum das Kitzbüheler Horn für viele nicht nur ein Startplatz, sondern eine Heimat in der Luft ist.

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