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Kohleckle / Berghaupten

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:48.4136°N, 7.9664°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Kohleckle Berghaupten Startplatz

Start
Höhe422m ü. M.
Koord.48.4136, 7.9664
WindO-SO
Korrekt?

Kohleckle Landeplatz

Landung
Höhe165m ü. M.
Koord.48.4150, 7.9836
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggelände Kohleckle / Berghaupten: Eine tiefgreifende flugmeteorologische und logistische Analyse für Gleitschirmpiloten

Das Fluggelände Kohleckle bei Berghaupten stellt innerhalb der mitteleuropäischen Fluggebietsstruktur eine signifikante Besonderheit dar, da es als eines der wenigen verlässlichen Ostwindgebiete im Schwarzwald fungiert. Während die Mehrheit der Startplätze in dieser Mittelgebirgsregion auf die vorherrschenden Westwindlagen ausgerichtet ist, bietet das Kohleckle eine meteorologische Nische, die insbesondere bei stabilen Hochdruckwetterlagen mit östlicher Strömungskomponente von unschätzbarem Wert für lokale und reisende Piloten ist. Die folgende Analyse bietet eine detaillierte Untersuchung der flugtechnischen, logistischen und sicherheitsrelevanten Aspekte dieses Geländes, das bereits seit 1976 durch die Ortenauer Drachenflieger und seit 1998 auch durch Gleitschirmpiloten genutzt wird.  

Executive Summary für Piloten

Das Kohleckle ist ein anspruchsvolles "Hike-and-Fly"-Gelände im mittleren Schwarzwald, das primär bei Ost- bis Südostwindlagen beflogen wird. Aufgrund des Startplatzes in einer Waldschneise und der komplexen Landesituation im Kinzigtal, die durch zahlreiche Hochspannungsleitungen charakterisiert ist, wird das Gebiet als fliegerisch anspruchsvoll eingestuft. Es ist ausschließlich für einsitzige Fluggeräte mit beschränktem Luftfahrerschein (LFS) zugelassen. Piloten sollten eine solide Grundkondition für den ca. 45-minütigen Aufstieg sowie eine präzise Schirmbeherrschung für den Start in turbulenter Luft mitbringen. Die Belohnung für die Mühen besteht in exzellenten Soaring-Möglichkeiten und dem Zugang zu einer der besten gastronomischen Adressen der Region im Anschluss an den Flug.  

Geographische Lage und technische Daten des Geländes

Das Gelände befindet sich im Ortenaukreis in Baden-Württemberg, direkt am Eingang zum Kinzigtal bei der Gemeinde Berghaupten. Die Topographie ist geprägt durch die steilen, bewaldeten Hänge des Schwarzwaldrandes, die abrupt in die Ebene des Kinzigtals abfallen.  

Technische Spezifikationen und Koordinaten

Die präzise Kenntnis der Koordinaten und Höhenprofile ist für die Flugplanung und die Programmierung von Fluginstrumenten unerlässlich. Das Gelände weist eine Höhendifferenz von 257 Metern auf, was für ein Mittelgebirgsrevier moderat ist, jedoch durch die thermische Aktivität oft kompensiert wird.  

Parameter Startplatz "Kohleckle" Landeplatz "Kinzigtal" GPS-Koordinaten N 48°24'49.04" E 7°57'58.99" N 48°24'54.04" E 7°59'00.86" Höhe über NN 422 m 165 m Startrichtung Ost (O) bis Südost (SO) - Geländetyp Waldschneise (Hangstart) Wiese (Ebene) Zertifizierung Ortenauer DGF e.V. Ortenauer DGF e.V. Eignung GS / HG (einsitzig) GS / HG (einsitzig) Export to Sheets

Die Daten belegen die Ausrichtung auf östliche Strömungen, was das Gelände zu einem wichtigen Rückzugsort macht, wenn andere Schwarzwald-Startplätze im Lee liegen. Die Koordinaten sind mit einer Präzision erfasst, die sowohl für die Navigation als auch für Rettungsdienste im Notfall als verlässliche Basis dient.  

Betriebszeiten und rechtliche Einschränkungen

Der Betrieb am Kohleckle ist streng reglementiert, um den Anforderungen des Naturschutzes und der landwirtschaftlichen Nutzung gerecht zu werden. Eine Missachtung dieser Zeiten gefährdet den Fortbestand der Fluglizenz für diesen sensiblen Standort.  

Werktage: Flugbetrieb ab 07:30 Uhr gestattet.  

Sonn- und Feiertage: Startfreigabe erst ab 08:30 Uhr.  

Abendregelung: Generelles Flugverbot nach 20:00 Uhr.  

Sonderregelungen: Nur der gemähte Bereich des Landeplatzes darf genutzt werden; ungemähte Wiesen sind für Piloten absolut tabu.  

Zugang und Logistik: Die Hike-and-Fly Dynamik

Ein wesentliches Merkmal des Kohleckle ist der fehlende motorisierte Aufstieg. Dies macht das Gelände zu einem Ziel für sportlich ambitionierte Piloten, die den Flug als Teil einer Outdoor-Aktivität begreifen.

Erschließung und Anreise

Die logistische Planung beginnt am Landeplatz im Kinzigtal, da hier die besten Parkmöglichkeiten bestehen und der Rückweg nach der Landung somit minimal ist.  

Anfahrt mit dem PKW: Die Gemeinde Berghaupten ist über die B33 hervorragend an das Verkehrsnetz angebunden. Piloten sollten den Landeplatz anvisieren, der per Auto erreichbar ist.  

Parken: Es gibt keine offiziellen Großparkplätze direkt am Startplatz. Das Abstellen von Fahrzeugen sollte koordiniert am Landeplatz oder auf öffentlichen Parkflächen in Berghaupten erfolgen, um die landwirtschaftlichen Wege nicht zu blockieren.  

Öffentlicher Nahverkehr: Der Bahnhof Gengenbach ist nur ca. 5 Fahrminuten entfernt und bietet eine Anbindung für Piloten, die ohne eigenes Fahrzeug anreisen.  

Der Wanderweg zum Startplatz

Der Aufstieg zum Startplatz Kohleckle ist eine klassische Wanderung durch den mittleren Schwarzwald. Er erfordert festes Schuhwerk und eine angemessene Kondition, insbesondere bei sommerlichen Temperaturen.  

Routenverlauf: Die Wanderung beginnt in der Regel im Dorf Berghaupten (173 m) oder am Landeplatz. Der Weg führt über das Sägereck (361 m) direkt zum Kohleckle (417/422 m).  

Zeitbedarf: Für die ca. 250 Höhenmeter sollten Piloten etwa 30 bis 45 Minuten einplanen.  

Schwierigkeitsgrad: Der Weg ist als moderat einzustufen, verläuft aber auf den letzten Metern zum Startplatz steiler. Es gibt keine Seilbahn und keine regelmäßigen Shuttle-Dienste, was die Besucherzahlen natürlich reguliert.  

Aerodynamik und Flugbedingungen: Die Waldschneise

Die größte Herausforderung am Kohleckle ist die Startplatzgeometrie. Der Start erfolgt aus einer Waldschneise, was spezifische aerodynamische Effekte nach sich zieht, die jeder Pilot verstehen muss, bevor er den Schirm auslegt.  

Startplatzcharakteristik und Windfenster

Die Waldschneise fungiert bei anstehendem Ostwind wie ein Düsenrohr (Venturi-Effekt). Dies hat sowohl Vorteile als auch signifikante Risiken.  

Windkomponente Auswirkung am Kohleckle Risiko/Chance Reiner Ostwind Laminare Anströmung in der Schneise möglich.

Optimaler Start.

Südostwind Wind steht leicht schräg; Turbulenzen an den Baumkanten.

Erhöhte Klappergefahr beim Abheben.

Böiger Wind Windstöße werden in der Schneise kanalisiert und verstärkt.

Aushebelgefahr beim Aufziehen.

Westwind Startplatz liegt im massiven Lee der Schwarzwaldberge.

Lebensgefahr durch Rotoren.

 

Ein kritischer Punkt ist die visuelle Einschätzung der Windstärke. Da der Startplatz im Wald liegt, können die Wipfel der Bäume starke Bewegungen zeigen, während es am Boden in der Schneise fast windstill scheint. Sobald der Pilot den Schutz der Bäume verlässt, trifft ihn die volle Windkraft.  

Thermikzyklen und Soaring-Potential

Das Kohleckle ist berühmt für seine Soaring-Möglichkeiten bei guten Ostwindlagen. Die Kombination aus dynamischem Hangaufwind und thermischer Ablösung ermöglicht oft stundenlange Flüge.  

Frühe Thermik: Da der Hang nach Osten ausgerichtet ist, setzt die thermische Aktivität bereits am Vormittag ein, sobald die Sonne die steilen Waldflanken erwärmt.  

Thermische Trigger: Lokale Piloten wissen, dass trockene Waldlichtungen und die dunklen Nadelholzflächen in Geländenähe als effektive Wärmespeicher fungieren. Die Thermik löst sich oft an den markanten Geländekanten ab.  

Die Talwind-Interaktion: Im Tagesverlauf baut sich im Kinzigtal oft ein Talwindsystem auf, das meist aus westlichen Richtungen drückt. Dies kann am Nachmittag zu einer Neutralisierung des Ostwindes am Hang oder zu gefährlichen Schichtungen führen, bei denen am Startplatz Ostwind herrscht, während das Tal bereits mit Westwind geflutet ist.  

Streckenflugpotential (XC) und Luftraummanagement

Obwohl das Kohleckle primär als Soaring-Gebiet bekannt ist, bietet es ambitionierten Piloten bei hoher Basis die Möglichkeit, tief in den Schwarzwald einzudringen oder das Kinzigtal zu queren.  

Strategien für den Streckenflug

Um vom Kohleckle auf Strecke zu gehen, muss der Pilot zunächst eine signifikante Überhöhung über den Startplatz erreichen, um die notwendige Sicherheitshöhe für die Querung des Tals oder den Sprung zum nächsten Grat zu haben.  

Richtung Süd/Südost: Der klassische Weg führt entlang der Schwarzwald-Randberge in Richtung Hausach und Triberg. Hierbei muss man ständig die Luv- und Leeseiten der Seitentäler beachten.  

Richtung Nord/Nordost: Ein Flug in Richtung Durbach und Baden-Baden ist möglich, bringt den Piloten jedoch schnell in Konflikt mit den komplexen Luftraumstrukturen des Rheintals.  

Wichtiger Hinweis: Das Kinzigtal ist breit und die Landemöglichkeiten sind durch die Topographie und Infrastruktur begrenzt. Ein Absinken mitten im Tal führt oft zu schwierigen Außenlandungen.  

Luftraum CTR Lahr und umliegende Zonen

Das Fluggebiet Kohleckle liegt in unmittelbarer Nähe zur Kontrollzone (CTR) des Flughafens Lahr (EDTL). Die Einhaltung der Luftraumgrenzen ist hier nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern eine Frage der Flugsicherheit in einem Gebiet mit hohem IFR-Verkehrsaufkommen.  

Luftraum-Element Typ Relevanz / Beschränkung CTR Lahr D (kontrolliert)

Einflug ohne Freigabe strikt verboten.

Sektor EDSW Sonderregelung

Spezifische Aktivierungsregeln für Altdorf-Wallburg beachten.

Luftraum E Kontrolliert

Sichtflugregeln (VFR) und Mindestabstände zu Wolken zwingend.

Luftraum G Unkontrolliert

Boden bis meist 2500 ft AGL; Hauptnutzungsbereich für GS.

 

Piloten müssen zwingend eine aktuelle ICAO-Karte mitführen oder moderne Fluginstrumente mit tagesaktuellen Luftraumdaten nutzen. Insbesondere bei thermischem Drift in Richtung Westen besteht die Gefahr, unbewusst in die CTR Lahr einzufliegen, was zu massiven Störungen des Flugverkehrs und hohen Bußgeldern führen kann.  

Sicherheit und Gefahrenmanagement

Das Kohleckle verzeiht keine Nachlässigkeit. Die Kombination aus technischem Startplatz und hindernisreichem Landeplatz erfordert eine kontinuierliche Risikobewertung.

Gefahrenquelle: Stromleitungen im Tal

Ein Punkt, der im offiziellen DHV-Eintrag oft nur kurz erwähnt wird, ist die extreme Dichte an Stromleitungen im Kinzigtal. Es handelt sich hierbei nicht nur um kleine Hausanschlüsse, sondern um massive Hoch- und Mittelspannungsleitungen, die den Talboden durchziehen.  

Sichtbarkeit: Gegen den oft dunklen Waldhintergrund sind die Drähte der Leitungen aus der Luft fast unsichtbar. Piloten müssen sich an den Masten orientieren.  

Anflugplanung: Der Landeanflug muss so geplant werden, dass keine Leitungen unterflogen oder in gefährlicher Nähe überflogen werden. Bei turbulentem Talwind kann die Schirmbeherrschung im Endanflug durch diese Hindernisse zusätzlich erschwert werden.  

Notlandefelder: Falls der offizielle Landeplatz nicht erreicht werden kann, muss ein Ausweichfeld gewählt werden, das garantiert leitungsfrei ist.  

Lee-Thermik und Rotoren

Ein häufig unterschätztes Phänomen am Kohleckle ist die sogenannte Lee-Thermik. Wenn der überregionale Wind auf West oder Nordwest steht, kann sich am Osthang durch Sonneneinstrahlung dennoch eine Thermik bilden, die den Hang hinaufzieht. Ein Pilot könnte denken, es herrsche perfekter Aufwind. Sobald er jedoch über die Baumwipfel steigt, gerät er in die Schere zwischen der aufsteigenden Warmluft und dem überregionalen Wind aus dem Lee. Die Folge sind massive Turbulenzen, Klapper und ein extremer Höhenverlust.  

Geheimtipps und lokale Experten-Insights

Der Mehrwert dieses Guides liegt in den Informationen, die über die Standarddaten hinausgehen und das Ergebnis jahrelanger Beobachtungen lokaler Piloten sind.

Thermikquellen und "Geheimtipps" für XC

Lokale Piloten nutzen spezifische Punkte im Gelände, um den Anschluss an die Basis zu finden, wenn es am Startplatz schwierig wird.

Der "Kessel" südlich vom Start: Ein kleiner Geländeeinschnitt südlich der Schneise sammelt oft Warmluft an, die sich periodisch ablöst. Wenn am Startplatz ein Zyklus endet, lohnt sich oft ein Vorfühlen in diesen Bereich.  

Vogelbeobachtung: Im Kinzigtal sind Bussarde und Milane sehr aktiv. Da der Hang dicht bewaldet ist, ist das Kreisen dieser Vögel oft der einzige visuelle Hinweis auf die Lage eines thermischen Schlauches.  

Trigger an der Schneegrenze: Im zeitigen Frühjahr, wenn in den Hochlagen noch Schnee liegt, fungiert die Schneegrenze als massiver thermischer Trigger, da der Temperaturunterschied zwischen aperem Boden und Schnee die Luftmassen zum Aufsteigen zwingt.  

Webcams und Wetterstationen der Profis

Da es am Kohleckle selbst keine öffentliche Wetterstation mit Live-Daten gibt, behelfen sich lokale Piloten mit einem Netzwerk aus Umgebungsdaten.

Windrad-Beobachtung: Die Windräder auf den Schwarzwaldkämmen (z.B. auf dem nahen Brandenkopf) geben einen verlässlichen Hinweis auf die überregionale Windrichtung und -stärke.  

Webcam Schiltach: Diese Kamera bietet einen hervorragenden Blick ins Kinzigtal und erlaubt eine Einschätzung der Sichtweite und Bewölkungssituation vor Ort.  

Webcam Sasbachwalden: Hilft bei der Beurteilung der Inversionshöhe und der allgemeinen thermischen Aktivität am Westrand des Schwarzwaldes.  

Typische Fehler von Neulingen

Zu langes Warten in der Schneise: Viele Piloten zögern beim Startlauf oder versuchen, in der Schneise zu soaren. Das ist gefährlich, da die Turbulenzen dort am stärksten sind. Der Fokus sollte auf einem sauberen Start und dem sofortigen Vorfliegen in den freien Luftraum liegen.  

Unterschätzung des Talwinds: Bei der Landung im Kinzigtal wird oft vergessen, dass der Wind am Boden völlig anders wehen kann als am Startplatz. Wer seinen Endanflug nicht flexibel anpasst, riskiert eine Landung im Rückenwind oder in den Stromleitungen.  

Falsches Schuhwerk: Da der Aufstieg steil ist und der Startplatz uneben sein kann, sind leichte Turnschuhe ein Sicherheitsrisiko. Knöchelhohe Wanderstiefel sind für dieses Gelände Standard.  

Gastronomie, Unterkunft und "After-Fly"

Ein wesentlicher Teil des Erlebnisses Berghaupten ist die badische Lebensart. Das Dorf bietet kulinarische Highlights, die den Flugtag perfekt abrunden.

Kulinarisches Highlight: Hotel-Restaurant Hirsch

Das Hotel-Restaurant Hirsch in Berghaupten ist nicht nur ein Ort zum Essen, sondern eine gastronomische Institution, die sogar im Guide Michelin mit dem "Bib Gourmand" für ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet wurde.  

Philosophie: Familie Faißt setzt auf regionale, saisonale Produkte der Ortenau.  

Empfehlungen: Die geschmorten Rinderbäckchen in Burgundersauce oder die badische Schneckensuppe sind Klassiker, die nach einem anstrengenden Hike-and-Fly Tag besonders munden.  

Ambiente: Ein badischer Landgasthof wie aus dem Bilderbuch, inklusive einer schönen Gartenterrasse für die Sommermonate.  

Übernachtung: Für Piloten mit längerer Anreise bietet der "Hirsch" geschmackvoll eingerichtete Zimmer im Schwarzwaldstil.  

Alternativen bei falschem Wind

Sollte sich herausstellen, dass der Wind für das Kohleckle ungeeignet ist (z.B. starker Westwind), gibt es in der näheren Umgebung hervorragende Ausweichmöglichkeiten.

Fluggelände Ohlsbach: Nur wenige Kilometer entfernt; bietet Windenschlepp und ist somit unabhängiger von der Windrichtung am Hang.  

Oppenau / Zuflucht: Ein großes Westwindgelände im Nordschwarzwald, das bei klassischen Schwarzwald-Lagen die erste Wahl ist.  

Loffenau / Teufelsmühle: Ein weiteres bekanntes Gelände, das professionell geführt wird und oft bessere Bedingungen bei West-Südwest bietet.  

Sicherheit, Regeln und Notfallmanagement

Ein verantwortungsbewusster Pilot informiert sich vor dem ersten Start über die lokalen Gepflogenheiten und Kontakte.

Kontakt zum Verein und Geländehalter

Das Gelände Kohleckle wird mit viel Herzblut vom Ortenauer Drachen- und Gleitschirmflieger e.V. gepflegt. Gastpiloten sollten sich vorab auf der Webseite des Vereins über aktuelle Gebühren für Tageskarten und eventuelle kurzfristige Sperrungen informieren.

Korrekt?

Vorstand: Matthias Koch, erreichbar unter 0173/5296036.  

Webmaster & Kontakt: Boris Bohn steht oft für Fragen via WhatsApp zur Verfügung.  

Tageskarten: Informationen hierzu hängen oft am Start- oder Landeplatz aus. Es ist Ehrensache, die geringen Gebühren zu entrichten, um den Erhalt des Geländes zu unterstützen.  

Notfallinformationen

Im Falle eines Unfalls ist schnelles Handeln erforderlich. Da das Gelände teilweise bewaldet und schwer zugänglich ist, sind präzise Angaben für die Rettungskräfte lebenswichtig.

Notruf: 112 (Euronotruf).

Rettungskette: Geben Sie bei einem Notruf am Berg zwingend die Koordinaten des Startplatzes (N 48°24'49.04" E 7°57'58.99") an, um eine Ortung durch die Bergwacht oder den Rettungshubschrauber zu beschleunigen.  

Erste Hilfe: Ein Basis-Notfallset gehört bei Hike-and-Fly Touren wie zum Kohleckle immer in den Rucksack.  

Zusammenfassung und abschließende Bewertung

Das Fluggelände Kohleckle / Berghaupten ist ein Juwel für Spezialisten und Genießer. Es bietet eine seltene Gelegenheit, Ostwindlagen im Schwarzwald produktiv zu nutzen, verlangt dem Piloten jedoch ein hohes Maß an Eigenverantwortung und fliegerischem Können ab. Die Kombination aus sportlichem Aufstieg, technischem Start in der Schneise und der komplexen Landesituation im Kinzigtal macht jeden Flug zu einer wertvollen Erfahrung.  

Wer die Herausforderung annimmt, wird mit einer einzigartigen Perspektive auf das mittlere Kinzigtal und einer Gastfreundschaft belohnt, die in der badischen Ortenau ihresgleichen sucht. Das Kohleckle ist kein Anfängergebiet für den schnellen "Abgleiter", sondern ein Gelände für Piloten, die den Sport in all seinen Facetten – vom Wandern über das meteorologische Verständnis bis hin zum genussvollen Abschluss – zelebrieren wollen. Mit der richtigen Vorbereitung, einem wachen Auge für die Stromleitungen und Respekt vor der Waldschneise steht einem unvergesslichen Flugerlebnis am Kohleckle nichts im Wege.

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