
1 Startplatz, 1 Landeplatz
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Monografie der Aerologie: Das Fluggebiet Klewenalp – Ein Kompendium für den ambitionierten Piloten
Die Klewenalp, eine Sonnenterrasse hoch über dem südlichen Ufer des Vierwaldstättersees im Kanton Nidwalden, wird in der gängigen Literatur oft als familienfreundliches Ausflugsziel oder als „Standard-Startplatz“ für Genussflieger klassifiziert. Diese reduktionistische Sichtweise unterschlägt die komplexe fliegerische Realität dieses alpinen Balkons. Für den versierten Gleitschirmpiloten und den akribisch planenden Streckenflieger (XC-Pilot) stellt die Klewenalp weit mehr dar als einen bloßen Abgleiterberg: Sie ist ein aerodynamischer Scheitelpunkt zwischen dem präalpinen Seenklima und den hochalpinen Strukturen der Urner Alpen.
Geografisch auf 1593 m ü. M. gelegen , fungiert die Klewenalp als Wächter über das Becken von Beckenried und Buochs. Ihre Exponiertheit nach Norden macht sie zu einem einzigartigen Indikator für die Interaktion zwischen überregionalen Strömungen (insbesondere der Bise) und lokalen thermischen Windsystemen. Im Gegensatz zu den geschützten Kessellagen inneralpiner Fluggebiete ist der Pilot hier den Luftmassen "frontal" ausgesetzt. Dies bietet enorme Chancen für dynamische Aufwinde und thermischen Einstieg, birgt jedoch – wie wir in diesem Report detailliert analysieren werden – signifikante Risiken durch Lee-Effekte, Düseneffekte und die unmittelbare Nähe zu komplexen Luftraumstrukturen.
Dieser Bericht erhebt den Anspruch, die Lücken der offiziellen Datenbanken zu schließen. Wo der DHV-Eintrag lediglich Koordinaten liefert, werden wir die aerologischen Mechanismen dekonstruieren. Wo Tourismusbroschüren von "schöner Aussicht" sprechen, analysieren wir die Gleitwinkel-Geometrie für Seequerungen. Wir betrachten die Klewenalp als Fallstudie für das Fliegen in anspruchsvollem Gelände, das durch die Trias aus Wasser, steilem Fels und reguliertem Luftraum definiert wird.
Die Morphologie der Klewenalp ist entscheidend für das Verständnis der Startphase. Das Gelände fällt nicht gleichmäßig ab, sondern ist durch eine klare Terrassierung geprägt. Der Startplatz selbst liegt auf einer dieser Terrassen, bevor das Gelände in steile, teils felsdurchsetzte Waldflanken abrichtet.
Der offizielle Startplatz befindet sich ca. 200 Meter östlich der Bergstation der Luftseilbahn Beckenried-Klewenalp. Die Ausrichtung ist Nord (N) bis Nordost (NO). Diese Orientierung ist kein Zufall, sondern nutzt die vorherrschende Windrichtung bei stabilen Hochdrucklagen (Bise) sowie den an thermischen Tagen entstehenden Talwind, der vom See her die Flanken hinaufstreicht.
Die Topografie des Startplatzes verdient besondere Beachtung. Es handelt sich um eine mäßig geneigte Wiese, die jedoch nach einer kurzen Laufstrecke abrupt in steiles Gelände übergeht. Diese "Klippen-Charakteristik" hat zwei fundamentale Auswirkungen auf die Starttechnik:
Strömungsabriss-Gefahr bei Nullwind: In der frühen Startphase, wenn noch kein dynamischer Aufwind an der Kante ansteht, muss der Pilot zwingend bis über die Kante hinaus beschleunigen. Ein zu frühes "Hineinsetzen" in das Gurtzeug vor der Kante kann fatal sein, da der Schirm im flacheren Teil noch nicht genug Auftrieb generiert und der Pilot Gefahr läuft, in das steile Gelände unterhalb "hineinzusacken". Das dort installierte Auffangnetz ist ein stummes Zeugnis dieser Gefahr.
Venturi-Effekt bei Starkwind: Bei starker Bise (> 20 km/h) wird die Luftmasse an der Kante komprimiert und beschleunigt. Der Pilot spürt am Boden oft noch moderaten Wind, während fünf Meter höher – in der Schirmkappe – bereits Sturm herrscht. Dies kann zu unkontrolliertem Aushebeln führen. Ein Check der Windwerte an exponierten Stationen (z.B. Niederbauen oder Titlis-Region) ist vor der Auffahrt obligatorisch.
Die Nutzbarkeit des Startplatzes unterliegt einem strengen saisonalen Regime, das in Standard-Guides oft vernachlässigt wird.
Der Winter-Modus: In den Wintermonaten verwandelt sich die Klewenalp in ein Skigebiet. Der Startplatz liegt im Konfliktbereich mit Skipisten und dem Kinderland. Offizielle Quellen sprechen oft davon, dass der Startplatz "abgesperrt" oder "nicht offiziell" sei. Die Realität vor Ort ist nuancierter: Lokale Piloten nutzen den Startplatz oft dennoch, jedoch erfordert dies Fingerspitzengefühl und strikte Rücksichtnahme auf den Wintersportbetrieb. Es gilt das ungeschriebene Gesetz: Keine Starts, wenn Skifahrer gefährdet werden könnten. Oft sind die Randzeiten (morgens vor Pistenbetrieb oder abends nach Liftschluss) die einzigen Fenster.
Eine Alternative im Winter bietet der Bereich oberhalb des Skilifts "Ergglen". Hierbei handelt es sich jedoch um eine Hochrisiko-Option. Der Start erfolgt über die Seile der Liftstation hinweg. Dies erfordert nicht nur absolute Schirmbeherrschung, sondern auch eine präzise Besichtigung der Hindernisse vor dem Start. Ein Hängenbleiben in den Seilen würde nicht nur den Piloten gefährden, sondern den gesamten Skibetrieb lahmlegen und massive Haftungsfragen aufwerfen.
Der Sommer-Modus: Ab Mai, wenn der Skibetrieb eingestellt ist und die Weidesaison beginnt, steht der Startplatz uneingeschränkt zur Verfügung. Hier ist jedoch auf das Weidevieh zu achten. Die Wiese wird landwirtschaftlich genutzt; Respekt vor Zäunen und dem Grasbestand (nicht unnötig zertrampeln) sichert den Fortbestand des Fluggebiets.
Das Fluggebiet Klewenalp wird von drei primären Windsystemen dominiert, deren Interaktion über "Fliegbar", "Genuss" oder "Gefahr" entscheidet.
Die Bise ist der Motor der Klewenalp. Als klassischer Schönwetterwind in der Schweiz strömt sie aus Nordosten in das Mittelland und wird am Alpenrand gestaut. Die Klewenalp, als nördlicher Vorposten, fängt diese Strömung frontal ab.
Ideales Fenster: Eine leichte Bisenlage (Druckdifferenz Genf-Bodensee ca. 2-4 hPa) sorgt für laminares Soaring. Der Wind trifft senkrecht auf die Kante und ermöglicht stundenlanges Fliegen im dynamischen Aufwindband.
Die Gefahr: Wird die Bise zu stark, entsteht Turbulenz. Die Luftmassen müssen um den Rigi-Massiv herum und treffen teils kanalisiert auf die Klewenalp. Zudem neigt die Bise dazu, eine Inversion (Sperrschicht) auf ca. 1500-2000m zu bilden. Liegt der Startplatz knapp unter dieser Inversion, ist die Luft ruhig. Liegt er darin, kann die Thermik "gedeckelt" sein und man "säuft ab" trotz Wind.
An thermischen Tagen entwickelt sich über dem Vierwaldstättersee ein mächtiges Talwindsystem. Die Luftmassen werden vom See in die Täler (Engelbergertal, Urner Reusstal) gesaugt.
Beckenrieder Bucht: Hier zieht der Wind oft vom See her gegen den Berg (Nordwind). Dies unterstützt den Start und den Endanflug am Landeplatz Schützenhaus.
Urnersee-Düse: Vorsicht bei XC-Flügen Richtung Osten! Im Bereich des Urnersees (Brunnen/Flüelen) kann der Talwind am Nachmittag Sturmstärke erreichen (der "Urner"). Wer von der Klewenalp Richtung Niederbauen und weiter fliegt, muss diesen Effekt einkalkulieren, um nicht in unlandbares Gelände verblasen zu werden.
Der Föhn ist der natürliche Feind der Klewenalp-Piloten. Da der Startplatz nach Norden ausgerichtet ist, liegt er bei Südüberdruck im Lee.
Täuschung: Es kann vorkommen, dass am Startplatz Windstille oder sogar ein leichter thermischer Anzug aus Nord herrscht, während in der Höhe der Föhnsturm tobt. Startet man in diese "falsche" Luftmasse, steigt man unweigerlich in die turbulente Scherungsschicht auf.
Indikatoren: Achten Sie auf die Windwerte am Titlis (3000m) oder Gütsch. Wenn dort Südwind > 30 km/h gemeldet wird, hat an der Klewenalp niemand etwas in der Luft verloren, auch wenn das Fähnchen am Startplatz noch schlaff hängt.
Die Klewenalp ist der Ausgangspunkt für das "Kleine XC" rund um den See. Wir analysieren drei Hauptrouten mit ihren jeweiligen Schlüsselstellen (Key Points).
Dies ist die Einsteigertour und führt vom Startplatz Richtung Osten.
Start & Überhöhung: Nach dem Start gilt es, am Klewenstock (westlich des Startplatzes) oder direkt über den Waldflanken Höhe zu gewinnen. Der Hausbart steht oft nicht direkt an der Kante, sondern etwas vorgelagert über den dunklen Tannenwäldern, die sich schneller erwärmen als die Wiesen.
Querung Choltal: Der Sprung über das Choltal ist die erste Hürde. Man muss den Taleinschnitt queren, um an die Flanken des Schwalmis oder Niederbauen zu gelangen. Hier sinkt man oft stark, da Talwind aus dem Choltal abfließt.
Niederbauen: Der markante Felszahn des Niederbauen Chulm (1923m) ist ein verlässlicher Thermikspender. Er triggert oft auch bei Bise zuverlässig.
Rückweg: Vom Niederbauen zurück zur Klewenalp oder Landung am offiziellen Landeplatz in Emmetten ("Berggrind", westlich des Sportplatzes).
Dies ist die prestigeträchtigste Route, birgt aber die höchsten Risiken (Wasser).
Voraussetzung: Massive Arbeitshöhe am Klewenstock oder Schwalmis. Eine absolute Mindesthöhe von 2000m, besser 2200m MSL, ist ratsam, um den See (ca. 4km breit an dieser Stelle) sicher zu queren und an der Rigi Hochflue oder Rigi Scheidegg wieder Anschluss zu finden.
Taktik: Man fliegt mit Rückenwind (oft Südwest in der Höhe oder Talwindunterstützung) auf den See hinaus.
Point of No Return: Ab der Seemitte muss die Entscheidung fallen: Reicht die Höhe für das gegenüberliegende Ufer (Gersau/Vitznau)? Wenn nicht, sofortige Umkehr oder Anpeilen der Notlandeplätze am Ufer (die rar sind!). Eine Wasserlandung mitten im See ist aufgrund der Unterkühlungsgefahr lebensbedrohlich (auch im Sommer hat der See in der Tiefe nur 4-6 Grad, Oberfläche ca. 20 Grad).
Der Flug Richtung Süden in das Engelbergertal hinein (Richtung Brisen / Haldigrat) ist landschaftlich spektakulär, aber luftrechtlich komplex (Nähe zur CTR und TMA Emmen).
Brisen (2404m): Ein mächtiger Thermikofen. Der Weg dorthin führt über den Schwalmisgrat.
Gefahr: Das Engelbergertal hat ein sehr starkes Talwindsystem. Wer zu tief kommt, muss gegen den Talwind "anbolzen", um zurück nach Beckenried oder Emmetten zu kommen. Landemöglichkeiten im unteren Engelbergertal sind durch die Schluchtcharakteristik und Hochspannungsleitungen limitiert (Wolfenschiessen/Grafenort).
Kein anderes Thema sorgt an der Klewenalp für so viel Unsicherheit und potenzielle Legalitätsprobleme wie der Luftraum. Das Fluggebiet grenzt direkt an die Kontrollzone (CTR) Buochs des Militärflugplatzes.
Die Schweiz nutzt das HX-System für militärische Kontrollzonen. Das bedeutet: Die CTR ist nicht permanent aktiv (wie bei großen Verkehrsflughäfen), sondern nur zu bestimmten Zeiten oder auf Anfrage ("Hunter Activation" - historischer Begriff).
Vertikale Ausdehnung: Die CTR reicht vom Boden (GND) bis 1700m MSL (oder 2000ft AGL, je nach Sektor). Da der Startplatz auf ca. 1600m liegt, startet man faktisch am Rand oder knapp oberhalb der CTR-Obergrenze (je nach genauem Standort und QNH-Druckverhältnissen).
Horizontale Ausdehnung: Die CTR erstreckt sich über den gesamten Talboden von Stans bis fast nach Beckenried.
Die SHV-Infotafel und die aktuelle Luftraumstruktur (Stand 2024/2025) definieren klare Regeln:
Blockzeiten (Aktiv): Montag bis Freitag, 07:30 – 12:05 Uhr und 13:15 – 17:05 Uhr. In diesen Zeiten ist die CTR aktiv. Einflug ist ohne Funkfreigabe verboten. Dies betrifft vor allem den Landeanflug in Beckenried, wenn dieser in den CTR-Sektor hineinragt, oder Flüge Richtung Buochserhorn.
Mittagspause & Wochenende (Inaktiv): An Wochenenden, Feiertagen und über Mittag (12:05 – 13:15) ist die CTR in der Regel inaktiv (Luftraum G/E). Hier darf frei geflogen werden.
Ausnahmen (Sonderregelung Beckenried): Es gibt oft lokale Sonderregelungen ("Sektoren"), die das Fliegen am Hang in Beckenried auch bei aktiver CTR erlauben, solange man sich nah am Relief aufhält. Die genauen Grenzen dieser Sektoren sind auf den Infotafeln an der Talstation publiziert.
Wichtiger Kontext zum Flugplatz Buochs: Buochs ist nicht irgendein Militärplatz. Es ist der Werksflughafen der Pilatus Flugzeugwerke. Hier werden PC-12 und PC-24 Jets getestet. Testflüge folgen oft nicht den Standard-Anflugverfahren. Ein PC-24 kann sehr schnell und sehr tief im Tal manövrieren. Das strikte Einhalten der Luftraumgrenzen dient hier nicht nur der Bürokratie, sondern dem nackten Überleben. Gleitschirme sind für schnelle Jets kaum sichtbar.
Das Landen in Beckenried ist aufgrund der geografischen Enge zwischen See und Berg anspruchsvoll.
Dieser Platz ist die einzig vernünftige Wahl für Gastpiloten.
Lage: Westlich der Seilbahnstation, unterhalb der Autobahn A2.
Hindernisse: Eine Hochspannungsleitung quert das Tal. Die Autobahn verursacht Lärm und potenziell Turbulenzen durch LKW-Verkehr (thermische Ablösung vom Asphalt).
Wind: Hier herrscht oft thermische Ablösung. Es gibt kein laminares Windsystem. Piloten müssen sich darauf einstellen, dass der Windsack "tanzt" und die Windrichtung im Endanflug drehen kann. Eine saubere Volte (meist links, aber Tafel prüfen!) ist essenziell.
Es gibt zwei Plätze, die in Foren oder alten Karten auftauchen, aber vermieden werden sollten:
Acheri (Talstation): Direkt neben der Bahn. Liegt extrem im Lee von Gebäuden und Bäumen. Der Anflug muss tief über den See erfolgen. Ein Fehler, und man landet im Wasser oder in der Infrastruktur. Nur für Locals!.
Gemeindehaus (Seeufer): Ein reiner Notlandeplatz. Nutzung erfordert schriftliche Bewilligung. Wer hier "just for fun" landet, um näher am Café zu sein, provoziert Konflikte mit der Gemeinde und gefährdet die Akzeptanz des Sports.
Die Klewenalp ist berühmt für SIV-Trainings (Sicherheitstraining) über dem See.
Die Box: Der Luftraum über dem See wird für Manöver genutzt.
Gefahr: Wasserlandungen (unfreiwillig) sind extrem gefährlich. Der Schirm saugt sich voll, Leinen verwickeln sich. Ohne Schwimmweste sinkt ein Pilot mit Gurtzeug und Retter schnell.
Empfehlung: Bei Flügen mit Seequerung oder Akro-Ambitionen ist eine automatische Schwimmweste (150N oder 275N Auftrieb) Lebensversicherung Nr. 1.
Für Piloten, die den touristischen Trubel meiden wollen, bietet die Region exzellente Alternativen, die thermisch oft ergiebiger sind als die Klewenalp selbst.
Der Schwalmis ist der Hausberg für Hike & Fly Enthusiasten.
Aufstieg: Ca. 2 Stunden ab Klewenalp Bergstation.
Vorteil: Er bietet Startmöglichkeiten nach Süd (S) und Nordwest (NW). Dies macht ihn zur strategischen Reserve. Wenn an der Klewenalp (Nordseite) leichter Föhn (Südwind) durchbricht und das Starten unmöglich macht, kann man am Schwalmis oft noch sicher nach Süden in den Föhnwind starten (sofern dieser laminar und nicht zu stark ist – Profi-Terrain!).
Vom Startplatz Klewenalp aus sichtbar und fliegerisch erreichbar, aber auch eigenständig per Bahn ab Emmetten erschlossen.
Charakter: Bekannt für seine steilen Startwiesen und extrem zuverlässige Thermik. Ein idealer Zwischenstopp (Touch & Go) für Streckenflieger.
Die intakte Natur der Zentralschweizer Voralpen ist kein Selbstverständlichkeit.
Wildruhezonen: Im Winter und Frühling (bis 30. April) sind große Bereiche um den Klewenstock und Brisen Wildruhezonen. Hier gilt ein striktes Wegegebot und Überflugverbot (oft < 300m GND).
Sensible Arten: Gämsen und Raufußhühner reagieren extrem gestresst auf Gleitschirme, die sie als Greifvögel wahrnehmen.
Tool: Nutzen Sie Portale wie wildruhezonen.ch oder die Map-Layer in Apps wie Burnair, um diese Zonen vor dem Flug zu identifizieren. Verstöße werden geahndet und können zur Schließung von Startplätzen führen.
Die Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG sind gleitschirmfreundlich.
Tickets: Es gibt spezielle Tarife für Gleitschirmpiloten (Tageskarten oder Einzelfahrten). Rechnen Sie mit ca. CHF 20-30 für eine Bergfahrt inkl. Landegebühr (Stand 2025, Preise variieren saisonal).
Takt: Die große Gondel fährt regelmäßig (alle 20-30 Min), was die Wartezeiten minimiert.
Nach dem Flug ("Apres-Fly") oder bei Parawaiting:
Berggasthaus KlewenStube: Direkt an der Bergstation. Ideal für Kaffee vor dem Start.
Alpstubli: Etwas abseits gelegen, traditioneller.
PanoramaBar: Bietet, wie der Name sagt, den besten Blick auf das Fluggebiet und den Startplatz – perfekt, um anderen Piloten zuzuschauen und die Bedingungen einzuschätzen.
Die Klewenalp ist ein "Wolf im Schafspelz". Sie tarnt sich als einfaches Ausflugsziel mit Postkartenpanorama, verlangt dem Piloten aber – besonders in Bezug auf Luftraumbeobachtung (CTR Buochs) und Windanalyse (Interaktion Bise/Thermik/Seewind) – ein hohes Maß an Professionalität ab. Für den XC-Piloten ist sie das Sprungbrett in die Zentralschweiz. Wer hier startet, kann bis zum Abend den Vierwaldstättersee umrunden, sofern er die Geduld hat, die thermischen Zyklen der Nordflanken zu verstehen und die Disziplin aufbringt, die Luftraumgrenzen exakt zu respektieren.