StartseiteFluggebieteDeutschlandBayernKieselberg

Kieselberg

Startplätze:1
Koord.:48.9850°N, 9.8037°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Kieselberg

Start
Höhe460m ü. M.
Koord.48.9850, 9.8037
WindO, W
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebietsdossier: Kieselberg & Kirgel (Gaildorf) – Aerologische Analyse und Piloten-Guide

Korrekt?

Executive Summary

Dieses umfassende Dossier bietet eine tiefgehende Analyse der fliegerischen Infrastruktur und der mikro-meteorologischen Bedingungen im Limpurger Land rund um Gaildorf, Baden-Württemberg. Im Fokus stehen zwei geografisch benachbarte, aber in ihrer fliegerischen Charakteristik diametral entgegengesetzte Startplätze: das Schleppgelände Kieselberg und der anspruchsvolle Hangstartplatz Kirgel.

Während offizielle Datenbanken diese Gelände oft nur als statistische Punkte listen, offenbart die detaillierte Untersuchung ein komplexes Flugsystem, das sowohl für den Streckenflug-Einstieg als auch für spezialisierte Starkwind-Starts relevant ist. Der Kieselberg fungiert als zuverlässiger Motor für thermische Flüge über dem Hochplateau, während der Kirgel aufgrund seiner topografischen Exponiertheit und signifikanten Gefahrenquellen (Hochspannung, Waldschneise) ausschließlich Experten vorbehalten bleibt.

Kern-Erkenntnisse für die Flugplanung:

Duale Struktur: Piloten müssen zwingend zwischen dem Schleppbetrieb auf dem Plateau (Kieselberg) und dem Bergstart (Kirgel) unterscheiden. Eine Verwechslung in der Anfahrt oder Einschätzung der Bedingungen kann fatale Folgen haben.

Meteorologische Relevanz: Die Region profitiert von spezifischen Windkanaleffekten des Kochertals, die am Kieselberg oft laminare Schleppbedingungen ermöglichen, während im Tal bereits Turbulenzen herrschen können.

Strategische XC-Lage: Trotz der Nähe zum restriktiven Luftraum Stuttgart (Sektor Alb/Nord) bietet der Standort bei Ost- und Westlagen exzellente Einstiegsmöglichkeiten in die "Schwäbische Wald Rennstrecke".

Korrekt?

Geografische und Aerologische Einordnung

Um das fliegerische Potenzial und die Risiken der Region Gaildorf vollständig zu erfassen, ist ein Verständnis der geologischen und aerologischen Basis unerlässlich. Wir befinden uns im Keuperbergland, einer Landschaftsform, die durch schichtstufenartige Erhebungen, weite Hochplateaus und tief eingeschnittene Täler geprägt ist. Diese Struktur ist der entscheidende Faktor für die Entstehung der lokalen Thermik und der Windsysteme.

Korrekt?

Topografie des Limpurger Landes

Das Limpurger Land zeichnet sich durch bewaldete Höhenrücken aus, die oft abrupt in die Täler abfallen.

Der Kieselberg: Er ist kein spitzer Gipfel, sondern ein ausgedehntes Hochplateau westlich von Gaildorf. Seine topografische Signifikanz liegt in seiner Insellage: Der Rücken fällt nach drei Seiten steil ab. Diese Konfiguration ist aerodynamisch wertvoll, da der Wind – egal ob aus West oder Ost kommend – gezwungen ist, über das Plateau zu strömen, was am Startplatz oft zu einer leichten Kompression und damit zu einer Verstetigung der Strömung führt. Zudem bilden die scharfen Abrisskanten des Plateaus ideale Auslösepunkte für Thermikblasen, die sich über den sonnenbeschienenen Flanken bilden und dann "nach oben" auf das Plateau driften.  

Der Kirgel: Im Kontrast dazu ist der Kirgel ein markanter Bergsporn, der südöstlich des Kieselbergs direkt in das Kochertal hineinragt. Er fungiert als natürliches Hindernis für Strömungen aus Nordost. Seine Form begünstigt bei Bise (Nordostwind) einen dynamischen Aufwind, macht ihn aber gleichzeitig anfällig für Leewirkungen, sobald der Wind auch nur leicht von der idealen Anströmrichtung abweicht.

Korrekt?

Das Kochertal als Windkanal

Das Kochertal ist die dominante aerologische Achse der Region. Es verläuft in weiten Schleifen, wirkt aber bei überregionalen Westwindlagen oft wie eine Düse.

Kanalisierung: Bei Westwind kann die Luft im Tal beschleunigt werden (Venturi-Effekt). Für Piloten am Kieselberg (oben auf dem Plateau, ca. 460m NN) bedeutet dies oft noch fliegbare, laminare Bedingungen, während im Talboden bereits turbulente oder zu starke Winde herrschen können.

Inversions-Gefahr: Im Herbst und Winter neigt das tiefe Kochertal zur Bildung von Kaltluftseen. Der Kieselberg ragt oft aus diesen Inversionen heraus oder liegt an der Obergrenze. Dies kann dazu führen, dass am Startplatz (Schleppstrecke) Windstille oder leichter Wind herrscht, während in der Höhe (Ausklinkhöhe) bereits eine starke Scherung durch den überregionalen Wind wartet. Ein genauer Blick auf die Temperaturgradienten und Windmesswerte verschiedener Höhen (z.B. Holfuy Einkorn vs. Talboden) ist daher obligatorisch.

Korrekt?

Der Kieselberg: Analyse des Schleppgeländes

Der Kieselberg (oft fälschlicherweise mit dem alpinen Gelände in Österreich verwechselt) ist das Herzstück der lokalen Gleitschirmszene in Gaildorf. Es handelt sich um ein klassisches Windenschleppgelände, das durch seine Lage auf dem Höhenrücken jedoch Charakteristika eines Hangstarts simuliert.

Korrekt?

Technische Spezifikationen und Infrastruktur

Das Gelände wird von der Haltergemeinschaft Kieselberg in Kooperation mit der Flugschule Brodbeck und dem Verein Paragliding Kochertal betrieben. Die Infrastruktur ist auf effizienten Schleppbetrieb ausgelegt.

Parameter Daten Bemerkung GPS Start N 48°59'05.94" E 9°48'13.27" Plateau-Lage Höhe NN 460 m Start und Landung auf gleichem Niveau Schleppstrecke ca. 600 m West-Ost Ausrichtung Ausklinkhöhe 150 - 300 m GND Abhängig von Wind und Seilzug Startrichtungen Ost (O), West (W) Deckt Hauptwindrichtungen ab Zugang PKW (eingeschränkt) Parken nur auf ausgewiesenen Flächen Export to Sheets

Die Verwendung einer Koch-Doppeltrommelwinde ermöglicht eine hohe Startfrequenz. Dies ist besonders an thermisch aktiven Tagen von Vorteil, da Piloten nach einem "Absaufer" schnell wieder in die Luft kommen können ("Re-Flight-Ability").

Korrekt?

Startregime und Flugtechnik

Der Start auf dem Kieselberg unterscheidet sich von Flachland-Schlepps. Da die Schleppstrecke auf einem Rücken liegt, profitieren Piloten oft schon während der Schleppphase von Hebung, die durch den Windstau am Plateau-Rand entsteht.

Phase 1 (Anschleppen): Der Start erfolgt meist ruhig. Kritisch ist die Phase, in der der Pilot die Höhe der Baumwipfel an den Rändern des Plateaus übersteigt. Hier kann bei thermischen Bedingungen der Wind spürbar auffrischen oder drehen.

Phase 2 (Ausklinken): Die Ausklinkhöhe von bis zu 300 Metern ist taktisch wertvoll. Sie reicht oft aus, um direkt die Thermikquellen über den abfallenden Waldflanken anzuzapfen.

Taktik nach dem Klinken: Das Gelände fällt nach drei Seiten ab. Bei Westwind sollten Piloten sich nach dem Klinken sofort orientieren: Wo stehen die Wolken? Oft löst die Thermik nicht direkt über der Wiese ab, sondern versetzt mit dem Wind hinter die Waldkante. Der "Hausbart" steht oft leewärts der Hangkante, was ein zügiges Versetzen erfordert.

Korrekt?

Logistik und Gastflugregelung

Der Kieselberg ist kein "Jederzeit-frei-befliegbar"-Gelände. Der Flugbetrieb steht und fällt mit der Anwesenheit des Windenfahrers und Startleiters.

Status: Es handelt sich um ein Vereins- und Schulungsgelände. Gastpiloten sind willkommen, benötigen jedoch zwingend eine Einweisung in die Besonderheiten (Gelände, Luftraum, Landewiesen).  

Betriebszeiten: Unregelmäßig, aber an thermisch guten Tagen (Wochenende) meist aktiv. Eine vorherige Kontaktaufnahme über den Verein oder die Flugschule Brodbeck wird dringend empfohlen, um Leerfahrten zu vermeiden.

Korrekt?

Der Kirgel: Risikoanalyse des Hangstarts

Der Kirgel wird in Datenbanken oft in einem Atemzug mit dem Kieselberg genannt, ist fliegerisch jedoch eine völlig andere Welt. Er repräsentiert den Typus "Altes Flieger-Relikt": Ein Startplatz, der in den Pionierjahren erschlossen wurde, heute aber aufgrund moderner Sicherheitsstandards als extrem anspruchsvoll gilt.

Korrekt?

Die Topografie der Gefahr: Waldschneise

Der Startplatz (N 48°59'38.74" E 9°45'30.48") ist eine enge Waldschneise.  

Dimensionen: Die Schneise ist kaum breiter als die Spannweite eines modernen Gleitschirms. Dies eliminiert jeglichen Spielraum für Startabbrüche oder seitliche Korrekturen während der Aufziehphase.

Aerodynamik in der Schneise: Schneisenstarts sind berüchtigt für den "Düseneffekt". Wenn der Wind nicht exakt (Toleranzbereich +/- 15 Grad) von vorne kommt, bilden sich an den Rändern der Schneise Leewirbel (Rotoren) durch die flankierenden Bäume. Ein asymmetrischer Klapper in der Startphase führt hier fast zwangsläufig zu einer Baumlandung.

Turbulenz: Selbst bei idealer Anströmung kann die Luft in der Schneise turbulent sein, da die Rauigkeit der vorgelagerten Wälder und die thermische Ablösung sich hier mischen.

Korrekt?

Die Hochspannungs-Falle

Das dominierende Risiko am Kirgel sind zwei Hochspannungsleitungen, die quer zum Hang und direkt vor dem Abflugbereich verlaufen.  

Kein Überflug: Die Geometrie des Geländes und der Leitungen ist so beschaffen, dass ein sicherer Überflug im normalen Gleitwinkel nicht möglich ist. Piloten müssen die Leitungen entweder unterfliegen (extrem gefährlich wegen Bodennähe) oder – was die Standardprozedur ist – vor den Leitungen Höhe gewinnen oder seitlich daran vorbeifliegen.

Sichtbarkeit: Vor dem dunklen Hintergrund des Waldes sind die grauen Kabel oft erst im letzten Moment sichtbar ("Camouflage-Effekt").

Abstand: Es muss ein respektvoller vertikaler und horizontaler Sicherheitsabstand eingehalten werden, um Induktionseffekte und Kollisionen bei unerwartetem Sinken zu vermeiden.

Korrekt?

Strenge Reglementierung

Aufgrund der kumulierten Risiken ist der Kirgel kein offenes Gelände.

Einweisungspflicht: Eine schriftlich bestätigte Einweisung durch den Geländehalter (Markus Dörr) ist unumgänglich. Dies dient nicht der Bürokratie, sondern dem Lebensschutz.  

Zielgruppe: Das Gelände ist explizit "Könnern vorbehalten". Dies impliziert Piloten, die Rückwärtsstarts in engen Räumen blind beherrschen und über eine exzellente Schirmbeherrschung verfügen.

Windanzeiger: Das Aufstellen von Windrichtungsanzeigern am Landeplatz/Fuß des Hanges ist vor Flugbetrieb vorgeschrieben, um Talwindsysteme zu erkennen, die von der Situation am Startplatz abweichen können.

Korrekt?

Meteorologie: Das "Wann" und "Wie"

Erfahrene Piloten wissen: Ein guter Startplatz zur falschen Zeit ist wertlos. Für Gaildorf gelten spezifische meteorologische Gesetze, die durch die Lage im Übergangsbereich zwischen Schwäbischer Alb und Hohenloher Ebene bestimmt werden.

Korrekt?

Thermik-Qualität und Jahreszeiten

Die Region ist stark von der Bodenbeschaffenheit (Mischwald, Ackerflächen) geprägt.

Frühjahr (März - Mai): Die beste Zeit für XC. Die noch unbelaubten oder frisch grünen Wälder heizen sich schnell auf. Die Temperaturgegensätze (Lapse Rate) sind hoch. Am Kirgel (NO-Ausrichtung) sorgt die morgendliche Sonne früh für thermische Aktivität.

Sommer: Thermik setzt oft erst später ein (ab 12:00 Uhr), da der Wald Feuchtigkeit speichert ("Latente Wärme"). Dafür sind die Abende am Kieselberg legendär: Wenn die gespeicherte Wärme aus dem Wald abgegeben wird ("Magic Light"), ist stundenlanges Soaring in ruhiger Luft möglich.

Herbst: Inversionsgefahr im Tal. Während es oben am Kieselberg sonnig und warm sein kann, liegt Gaildorf oft im Nebel.

Korrekt?

Windsysteme

Westwind (W): Der Standard für den Kieselberg. Der Wind trifft breit auf das Plateau.

Gefahr: Bei Frontdurchgängen oder zu starkem Westwind (> 20-25 km/h) wird der Schleppbetrieb gefährlich (Lockout-Gefahr, Turbulenzen am Boden). Referenz ist hier oft die Station am Einkorn.

Nordost (NO - Bise): Die Spezialität des Kirgel. Bise bringt oft trockene, kalte Festlandsluft. Die Thermik ist dann "blubbern", eng und zerrissen ("bockig"). Wer am Kirgel bei Bise startet, wird oft direkt nach dem Start durchgeschüttelt, findet aber extrem starke Bärte.

Warnung: Bise verstärkt sich oft im Tagesverlauf. Ein startbarer Wind am Morgen kann mittags am Landeplatz bereits gefährlich stark sein.

Korrekt?

Cross-Country (XC) Potenzial und Luftraumstruktur

Gaildorf ist ein strategischer Ausgangspunkt für Streckenflüge, erfordert jedoch eine präzise Navigation durch einen der komplexesten Lufträume Deutschlands.

Korrekt?

Die "Schwäbische Wald Rennstrecke"

Vom Kieselberg aus bietet sich bei Westlagen eine klassische Route an:

Start & Trigger: Ausklinken am Kieselberg, Thermikanschluss an der Waldkante suchen.

Querung Kochertal: Dies ist die erste Schlüsselstelle. Mit mindestens 1200-1400m NN muss das Tal Richtung Osten gequert werden. Ziel sind die Hänge bei Unterrot oder direkt der Anschluss an den Einkorn (falls man nördlicher versetzt).

Weiterflug: Entlang der Limpurger Berge Richtung Ellwangen/Aalen. Hier stehen oft gute Wolkenstraßen.

Korrekt?

Luftraum-Management (Stuttgart Sektor Alb/Nord)

Der Endgegner für jeden Streckenflug in dieser Region ist der Flughafen Stuttgart (EDDS). Gaildorf liegt im sensiblen Nahbereich der Sektoren.  

Struktur: Südwestlich von Gaildorf beginnen die abgesenkten Untergrenzen der Lufträume C und D.

Vertikale Limits: Oft liegt der "Deckel" (Untergrenze Luftraum C/D) bei ca. 3500 ft (ca. 1066 m) oder 4500 ft (ca. 1371 m) MSL.

Das Problem: An thermisch guten Tagen liegt die Wolkenbasis oft deutlich höher (z.B. auf 2000m). Piloten müssen hier extrem diszipliniert auf ihr Vario und GPS achten. Ein "Hineinsaugenlassen" in die Wolke ist nicht nur gefährlich (IFR-Verkehr), sondern führt sofort zu einer Luftraumverletzung, die per Radar aufgezeichnet wird.

Lösung: XC-Flüge sollten primär nach Nordosten oder Osten geplant werden, wo der Luftraum freier ist und höhere Basishöhen legal ausgeflogen werden können.

Korrekt?

Geheimtipps und "Tribal Knowledge"

Diese Informationen finden Sie nicht im Handbuch, sondern nur im Gespräch mit den "Locals" am Landeplatz oder in Foren-Diskussionen.

Korrekt?

Der "Kirgel-Klebe-Effekt"

Erfahrene Kirgel-Piloten berichten von einem Phänomen bei schwacher Bise: Die Thermik löst sich oft nicht sofort vom Waldrand ab, sondern "klebt" als stationäre Blase direkt vor der Schneise.

Tipp: Anstatt sofort nach dem Start weit ins Tal hinauszufliegen (auf der Suche nach dem "großen Bart"), lohnt es sich oft, nah am Relief zu bleiben und vorsichtig zu "achteln". Wer hier Geduld beweist, kann oft aus Bodennähe ("Low Save") aufdrehen.

Korrekt?

Außenlandungen im Kochertal

Beim XC-Flug Richtung Osten ist das Kochertal verlockend für Außenlandungen, birgt aber Tücken.

Sumpfige Wiesen: Die Auen direkt am Fluss Kocher sind oft extrem nass und weich. Eine Landung hier bedeutet nicht nur nasse Ausrüstung, sondern auch ein mühsames Heraustragen durch Morast.

Empfehlung: Wählen Sie für Außenlandungen die leicht erhöhten Wiesen oder abgeernteten Felder oberhalb der Auen-Zone.

Hochspannungs-Scanner: Das Tal ist eine Hauptschlagader für Stromtrassen. Gewöhnen Sie sich an, im Endanflug zuerst nach Masten und Kabeln zu scannen, bevor Sie die Windrichtung prüfen. Kabel sind oft unsichtbar, Masten nicht.

Korrekt?

Webcam-Hacks

Verlassen Sie sich nicht auf eine einzelne Webcam.

Windy "Limpurger Berge": Diese Webcam liefert oft den besten Blick auf die Wolkenbasis und die Überentwicklung.  

Cross-Check Einkorn: Nutzen Sie die Windwerte der Holfuy-Station am Einkorn (wenige km entfernt). Wenn der Einkorn "fliegbar" meldet (Westwind ca. 10-15 km/h), ist der Kieselberg meist ebenfalls gut. Meldet der Einkorn starken Südwind, ist am Kieselberg (wegen Seitenwind auf der Schleppstrecke) oft Schluss.

Korrekt?

Anfahrt und Parken

Kieselberg: Navigation zum "Hofgut Kieselberg" (Adresse: Kieselberg 1, 74405 Gaildorf).

Regel: Parken Sie niemals auf den Wirtschaftswegen der Landwirte. Nutzen Sie die vom Verein zugewiesenen Flächen. Kontaktieren Sie vor der ersten Anfahrt idealerweise den Verein, um den aktuellen Treffpunkt (Winde oder Startwagen) zu erfahren.

Kirgel: Hier gilt striktes Auffahrtsverbot. Das Auto muss im Tal (Gaildorf/Unterrot) geparkt werden.  

Hike & Fly: Der Aufstieg erfolgt über den Premiumwanderweg "Feenspuren | Kirgel Ausblicke". Der Weg ist gut ausgeschildert, dauert ca. 30-45 Minuten (ca. 140 Höhenmeter) und bietet sportlichen Piloten ein perfektes Warm-up. Ein Zwischenstopp am Kernerturm ermöglicht einen letzten Wind-Check von oben.

Korrekt?

Infrastruktur vor Ort

Hofgut Kieselberg: Mehr als nur ein Bauernhof. Es ist eine Eventlocation mit kulturellem Programm und bietet oft Bewirtung an. Es ist der ideale Ort für das "Lande-Bier" und der soziale Treffpunkt der Szene.  

Übernachtung: In Gaildorf gibt es diverse Gasthöfe (z.B. "Kocherbähnle"). Camping ist direkt am Startplatz offiziell nicht vorgesehen, daher sollten Piloten auf Campingplätze in der Region (z.B. Schwäbisch Hall) ausweichen.

Korrekt?

Flugschulen und Einweisung

Die Flugschule Brodbeck (HB Drachensport) aus Michelbach ist der primäre Partner für den Schleppbetrieb.  

Kontakt für Kirgel: Markus Dörr (Paragliding Kochertal) ist die Schlüsselfigur für den Kirgel. Ohne seine schriftliche Einweisung ist der Start am Kirgel illegal und versicherungstechnisch nicht gedeckt.

Korrekt?

Sicherheits-Matrix und Notfallmanagement

Die folgende Matrix fasst die spezifischen Risiken der beiden Gelände zusammen und bietet Handlungsanweisungen zur Risikominimierung.

Korrekt?

Besondere Gefahrenanalyse

Gefahr Ort Beschreibung Gegenmaßnahme Hochspannung Kirgel 2 Leitungen quer zum Abflug, nicht überfliegbar im Gleitwinkel. Vorher Höhe machen, niemals versuchen, "durchzutauchen". Bei Sinken sofort zum Notlandeplatz orientieren. Leewirbel / Rotor Kirgel Bei Seitenwind (> 15-20 Grad Abweichung) in der Schneise. Startabbruch bei Seitenwind. Aktive Schirmkontrolle beim Durchfliegen der Schneise. Seilriss Kieselberg Beim Schlepp über dem Plateau. Nachdrücken, Fahrt aufnehmen. Nicht versuchen, mit wenig Höhe zum Startplatz zurückzukehren (Rückenwindgefahr). Landung geradeaus auf den Wiesen. Luftraum C/D Umgebung Deckel bei ca. 1100-1300m MSL (Stuttgart). Vario-Höhenalarm setzen. Aktuelle ICAO-Karte studieren. Export to Sheets

Korrekt?

Notfall-Infos

Notruf: 112 (Leitstelle Schwäbisch Hall).

Standort-Meldung: Geben Sie bei einem Unfall am Kirgel präzise an: "Gleitschirmunfall am Kirgel, Startplatz Waldschneise, Nähe Hochspannungsleitung". Dies ist essenziell für die Rettungskräfte, um die Stromabschaltung zu veranlassen und den Anflug des Rettungshubschraubers zu koordinieren (Kabelgefahr!).

Korrekt?

Fazit: Ein Gebiet, zwei Welten

Das Fluggebiet Gaildorf bietet eine faszinierende Dualität. Der Kieselberg ist der demokratische, zugängliche Teil: Ein effizientes Schleppgelände, das den Einstieg in die Thermik des Limpurger Landes ermöglicht und für Piloten aller Könnensstufen (mit Einweisung) geeignet ist. Er ist der ideale Ort, um Flugpraxis zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und erste Streckenflüge zu wagen.

Der Kirgel ist das exakte Gegenteil: Ein selektives, fast schon elitäres Gelände, das keine Fehler verzeiht. Er ist ein Relikt für Puristen, die das technische Fliegen in engen Schneisen beherrschen und den Nervenkitzel suchen. Für 95% der Freizeitpiloten ist der Kirgel ein Ort zum Zuschauen, nicht zum Fliegen.

Handlungsempfehlung: Besuchen Sie Gaildorf primär für den Kieselberg. Nutzen Sie die Infrastruktur, genießen Sie die Gastfreundschaft am Hofgut. Lassen Sie den Kirgel links liegen, solange Sie nicht über langjährige Erfahrung und die explizite Freigabe der Locals verfügen. Respektieren Sie die Natur, die Landwirte und die komplexen Luftraumregeln, dann bietet das Limpurger Land unvergessliche Flugerlebnisse abseits des alpinen Trubels.

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Kirgel
Bayern
Oberer Gemeindeberg/Unterer Gemeindeberg (Gschwend)
Bayern
Einkorn
Bayern
Klingenäcker - Obergröningen
Bayern
Armutswiesen
Bayern
Mehr in Bayern
Bergrettung
112