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Fulseck

Startplätze:4
Landungen:2
Koord.:47.2343°N, 13.1480°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

4 Startplatzätze, 2 Landeplatzätze

Fulseck Startplatz 1

Start
Höhe2015m ü. M.
Koord.47.2343, 13.1480
WindO
Korrekt?

Fulseck Startplatz 2

Start
Höhe1998m ü. M.
Koord.47.2354, 13.1474
WindW-NW
Korrekt?

Fulseck Startplatz 3

Start
Höhe2015m ü. M.
Koord.47.2356, 13.1482
WindO
Korrekt?

Fulseck Startplatz 4

Start
Höhe1998m ü. M.
Koord.47.2367, 13.1483
WindW-NW
Korrekt?

Fulseck Landeplatz 1

Landung
Höhe859m ü. M.
Koord.47.2454, 13.1087
Korrekt?

Fulseck Landeplatz 2

Landung
Höhe826m ü. M.
Koord.47.2251, 13.1089
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebietshandbuch Fulseck: Eine operative Tiefenanalyse für Gleitschirmpiloten

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Einleitung: Das Tor zu den Hohen Tauern

Das Fulseck in Dorfgastein repräsentiert innerhalb der alpinen Fluggebiete eine faszinierende Anomalie: Es ist einerseits eines der zugänglichsten und thermisch zuverlässigsten Gebiete im Salzburger Land, andererseits fordert es vom Piloten ein Maß an meteorologischem Verständnis und taktischer Disziplin, das weit über das hinausgeht, was der durchschnittliche "Hausberg" verlangt. Während offizielle Datenbankeinträge des DHV oder des Österreichischen Aero-Clubs (OeAeC) oft nur die nackten Koordinaten und Basisdaten liefern, zielt dieser Bericht darauf ab, die phänomenologische Realität des Fliegens am Fulseck abzubilden.

Wir befinden uns hier an einer meteorologischen Bruchlinie. Das Fulseck (2.033 m MSL) markiert den Übergang von den sanfteren Grasbergen der Salzburger Schieferalpen im Norden zu den schroffen, vergletscherten Giganten des Nationalparks Hohe Tauern im Süden. Diese geografische Position schafft ein komplexes aerodynamisches System, in dem Talwinde, thermische Ablösungen und überregionale Wetterlagen – insbesondere der Föhn – in einer Weise interagieren, die für den unvorbereiteten Piloten undurchsichtig sein kann.  

Dieser Bericht dient als erschöpfendes Kompendium für den leistungsorientierten Streckenflieger ebenso wie für den sicherheitsbewussten Genusspiloten. Er aggregiert lokales Wissen der "Thermikgeier" (des lokalen Fliegerclubs), analysiert die spezifischen Gefahrenzonen wie das Arltörl und liefert logistische Details, die in Standardführern fehlen. Das Ziel ist nicht nur Information, sondern Situationsbewusstsein (Situation Awareness).

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Orografische und Meteorologische Analyse

Um das Flugverhalten am Fulseck zu verstehen, ist eine detaillierte Betrachtung der Talstruktur unerlässlich. Das Gasteinertal verläuft streng Nord-Süd , eine Orientierung, die es fundamental von den Ost-West-orientierten Tälern wie dem Pinzgau oder dem Ennstal unterscheidet.

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Das Gasteiner Talwindsystem

Der Talwind im Gasteinertal ist der dominante Faktor für Start- und Landeentscheidungen ab dem späten Vormittag.

Genese und Verlauf: Der Wind wird thermisch induziert und saugt Luftmassen vom Salzachtal im Norden in das Gasteinertal hinein. Er strömt von Dorfgastein (Eingang des Tales) talaufwärts in Richtung Bad Gastein und den Tauernhauptkamm (Süden).  

Intensität: Aufgrund der Verengung des Tales bei der Burg Klammstein (dem "Talpass") wird der einströmende Wind oft düsenartig beschleunigt. In Dorfgastein, das relativ am Anfang des Tales liegt, ist dieser Effekt spürbar, aber oft noch laminarer als weiter südlich.

Tagesgang:

Vormittags (bis 11:00 Uhr): Oft schwacher Bergwind (Talabwind) oder leichte thermische Brisen.

Mittags (12:00 - 14:00 Uhr): Der Talwind setzt ein und dreht auf Nord. Er erreicht am Talboden Geschwindigkeiten von 15-25 km/h.

Nachmittags (15:00 - 17:00 Uhr): Maximum des Talwindes. Am Landeplatz L1 (Talstation) kann dies zu anspruchsvollen Bedingungen führen, da der Wind durch Gebäude und Bäume kanalisiert wird.

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Die Föhn-Problematik: Ein kritisches Sicherheitsbriefing

Das Gasteinertal ist eine klassische Föhnschneise. Während in geschützten Lagen des Alpenvorlandes noch geflogen werden kann, ist das Gasteinertal bei Südföhnlagen oft eine Todesfalle.

Parameter Kritische Werte / Beobachtungen Implikation für Piloten Druckdifferenz > 4 hPa (Bozen - Salzburg/Innsbruck)

Absolutes Startverbot. Der Föhn kann jederzeit bis zum Talboden durchgreifen.

Visuelle Indikatoren Lenticularis-Wolken (Föhnfische) über dem Tauernkamm; "Glasige" Sicht; Staubaufwirbelungen am Grat. Sofortige Landung am sichersten verfügbaren Platz (L2). Windwerte (Gipfel) Südwind > 20 km/h an der Holfuy-Station Fulseck. Startverbot. Leewirkung auf der Nordseite (Startplatz West) ist extrem turbulent. Temperatur Plötzlicher Anstieg der Temperatur im Tal (Föhndurchbruch). Extreme Turbulenzzonen an der Inversionsgrenze.  

Warnung: Es existieren Berichte über Piloten, die den "milden" Südwind am Startplatz West unterschätzt haben. Da der Startplatz West bei Südwind im Lee des Gipfelgebäudes und des Grates liegt, kann dort eine trügerische Ruhe oder sogar ein leichter Anstrom von vorne (Rotor) herrschen. Sobald der Pilot abhebt und aus dem Lee-Schatten fliegt, trifft ihn der volle Südwind, was zu massiven Kappenstörungen führen kann.

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Thermische Charakteristik ("Hausbärte")

Das Fulseck funktioniert thermisch wie eine gut geölte Maschine, vorausgesetzt, man kennt die Triggerpunkte.

Der Waldgürtel (Vormittag): Sobald die Sonne im Osten steht, heizen sich die Flanken Richtung Großarltal auf. Da hier Starts schwierig sind (siehe Abschnitt Startplätze), warten die meisten Piloten, bis die Sonne über den Zenit wandert.

Die "Bärenfalle" (Mittag/Nachmittag): Unterhalb der Bergstation auf der Westseite befindet sich eine Mulde, die durch Latschenfelder und Fels durchsetzt ist. Dies ist der primäre "Hausbart". Er löst zuverlässig ab und zieht oft vertikal bis weit über den Gipfel.

Der Schuhflicker (Nachmittag): Der markante Felszacken im Norden des Fulsecks ist ein thermischer Kollektor. Er saugt die Luftmassen aus dem Talkessel an. Hier finden sich oft die stärksten Steigwerte (+4 bis +6 m/s im Frühjahr).

Restitution (Abend): Ein besonderes Phänomen am Fulseck ist das "Magic Air" am späten Nachmittag. Die Westflanken geben die gespeicherte Wärme großflächig ab, was zu einem laminaren, ruhigen Steigen über dem gesamten Grat führt – ideal für entspannte Soaring-Sessions in den Sonnenuntergang.

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Infrastruktur und Logistik

Eine effiziente Flugplanung beginnt am Boden. Die Logistik in Dorfgastein ist exzellent, erfordert aber Kenntnis der Details, um Kosten und Zeit zu sparen.

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Die Aufstiegshilfe: Gipfelbahn Fulseck

Die Dorfgasteiner Bergbahnen betreiben die Gipfelbahn Fulseck, eine moderne Einseilumlaufbahn in zwei Sektionen.

Talstation: Direkt im Ort Dorfgastein auf 830 m.

Mittelstation: Dient oft als Startpunkt bei niedriger Basis oder starkem Höhenwind (siehe Abschnitt Startplätze).

Bergstation: Auf 2.033 m, direkt am Gipfelgrat.

Transportkapazität: Die Gondeln sind geräumig genug für Gleitschirmrucksäcke und Drachen. Drachenflieger müssen jedoch oft spezielle Transportzeiten beachten (z.B. am Stubnerkogel nur 8:00 Uhr, am Fulseck flexibler, aber Klärung mit dem Bahnpersonal empfohlen).  

Tarifstruktur 2025/2026

Die Preisgestaltung ist für "Viel-Flieger" optimiert, für Einzelflieger jedoch im oberen Preissegment angesiedelt.

Tageskarte (Paragleiter): € 37,50. Dieses Ticket ist die wirtschaftlichste Option für Piloten, die mehr als einen Flug planen oder Touch-and-Go-Übungen machen wollen. Es inkludiert unbegrenzte Auffahrten am Geltungstag.  

Einzelfahrt: Es gibt ein "Paragleiter-Ticket" für den Aufstieg. Historische Daten nannten € 23,00 , aktuelle Tarife für eine reine Bergfahrt ohne Talfahrt bewegen sich oft nahe am Tageskartenpreis oder sind identisch mit der Fußgängerkarte. Die Tageskarte ist fast immer die bessere Wahl.  

Saisonkarten: Für Locals oder Langzeiturlauber gibt es die "Ski amadé ALL-IN Card Green" (€ 406,00 Vorverkauf), die den ganzen Sommer in der gesamten Region gilt.  

Wichtiger Hinweis: Tickets sind personengebunden (Keycard mit Pfand € 3,00). Die Weitergabe ist verboten und wird kontrolliert.

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Parkplatzmanagement

Der Parkplatz an der Talstation ist groß, asphaltiert und für Liftbenutzer in der Regel kostenfrei.

Strategie: Parken Sie im südlichen Bereich des Parkplatzes, nahe dem Schwimmbad "Solarbad". Dies verkürzt den Weg vom Landeplatz L1 (der direkt unterhalb liegt) zum Auto massiv.

Hochsaison: An starken Skitagen oder Wanderwochenenden kann der Parkplatz bis 10:00 Uhr voll sein. Frühes Eintreffen sichert nicht nur den Parkplatz, sondern auch die entspannte erste Thermik.

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Unterkünfte für Piloten

Piloten haben spezifische Bedürfnisse: Trockenräume für Ausrüstung, flexible Frühstückszeiten und Nähe zum Landeplatz.

Camping & Appartements Erlengrund (Bad Gastein):

Warum: Explizit paragleiterfreundlich. Bietet Stellplätze, Bungalows und Ferienwohnungen.

Vorteil: Liegt zentral im Tal, gute Anbindung an Busse und Bahnen. Bietet eine "Basecamp"-Atmosphäre für Fliegergruppen.  

Mühlwinkelhütte (Dorfgastein):

Warum: Der inoffizielle "Clubraum" der Szene. Liegt strategisch günstig am Weg vom Landeplatz in den Ort. Hier treffen sich die Locals ("Thermikgeier") zum Debriefing. Die Rippchen ("Ripperl") gelten als legendär.  

Bergparadies (Dorfgastein):

Warum: Hochwertige Apartments direkt an der Talstation. Ideal für Piloten, die mit nicht-fliegender Familie reisen, da der Komfort hoch ist und die Wege minimal sind.

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Die Startplätze: Taktik und Technik

Die Wahl des richtigen Startplatzes entscheidet am Fulseck oft über den Erfolg des Flugtages. Es gibt vier primäre Optionen, jede mit eigenem Profil.

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Startplatz West / Nordwest (Der Standard)

Dies ist der Hauptstartplatz, von dem 90% aller Flüge absolviert werden.

Lage: Ca. 200 Meter nördlich der Bergstation, erreichbar über einen kurzen Fußweg unter den Liftseilen hindurch.

Charakteristik: Eine weite, mäßig geneigte Almwiese. Hindernisfrei und fehlerverzeihend.

Höhe: 2.033 m MSL.

Windfenster: Ideal bei West, Nordwest und leichtem Nordwind.

Saisonale Besonderheit (Winter): Im Winter wird ein spezieller "Winterstartplatz" präpariert, der ca. 200 Meter weiter nördlich liegt, um Konflikte mit Skifahrern zu vermeiden. Regel: Starts auf der Skipiste sind streng verboten.  

Taktik: Bei leichtem Nordwind lohnt es sich, nicht direkt an der Kuppe beim Liftgebäude zu starten (Leewirbel möglich), sondern 50-100 Meter weiter den Grat hinunterzugehen, wo die Strömung laminarer anliegt.

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Startplatz Ost (Die Drachenrampe & PG-Expert)

Direkt beim Ausgang der Bergstation fällt der Blick auf eine massive Holzrampe.

Lage: Unmittelbar östlich der Bergstation.

Charakteristik:

Drachen: Die Holzrampe ist perfekt ausgerichtet für Ostwind, aber steil.

Gleitschirm: Es gibt einen sehr kleinen, steilen Wiesenstartplatz nördlich der Station am Grat.

Schwierigkeit: Hoch. Der Anlauf ist kurz, das Gelände bricht steil ab. Ein Abbruch des Startlaufs ist hier kaum möglich.

Gefahr: Bei Westwind liegt dieser Startplatz im massiven Lee des Stationsgebäudes. Niemals bei Westwind hier auslegen, auch wenn es windstill scheint!

Einsatzbereich: Nur für erfahrene Piloten bei reinem Ostwind oder für frühe Morgenflüge ins Großarltal.

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Startplatz Mittelstation

Ein oft übersehener Joker im Ärmel des Piloten.

Lage: Ca. 200-300 Meter südöstlich der Mittelstation auf ca. 1.400 m.

Charakteristik: Wiesenstart.

Einsatzbereich:

Wenn der Gipfel in Wolken ist.

Wenn am Gipfel der Wind zu stark ist (Föhn-Anzeichen), aber im Tal noch fliegbare Bedingungen herrschen.

Prozedere: Da es sich um landwirtschaftlich genutzte Fläche handelt, ist es gute Sitte ("Airmanship"), kurz beim Wirt der Mittelstation oder dem Liftpersonal nachzufragen bzw. sicherzustellen, dass das Gras nicht zu hoch steht (Futtergras).

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Startplatz Winter (Spezial)

Der Winterstartplatz ist nicht identisch mit dem Sommerstart. Er wird maschinell präpariert (gewalzt). Piloten sollten unbedingt Spikes (Grödel) tragen, da der gepresste Schnee extrem rutschig sein kann. Ein Ausrutschen beim Startlauf endet oft unkontrolliert auf der Piste oder im Tiefschnee.

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Die Landeplätze: Analyse der kritischen Phase

Hier unterscheidet sich der erfahrene Gastein-Pilot vom Gast. Die offizielle DHV-Beschreibung ist korrekt, aber in ihrer Dringlichkeit oft zu nüchtern. Der Landeplatz an der Talstation ist technisch anspruchsvoll und fehlerintolerant.

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Landeplatz 1: "Mienerbauer" (Talstation) – Die Experten-Option

Dieser Platz liegt verlockend nahe am Auto, ist aber mit Fallen gespickt.

Lage: Direkt unterhalb des Liftparkplatzes und neben dem Schwimmbad.

Schwierigkeitsgrad: Hoch / Anspruchsvoll.

Die Gefahren-Trias:

Hangneigung: Die Wiese steigt nach Norden (in Landerichtung) an. Das bedeutet, dass der Boden im Endanflug schneller auf den Piloten zukommt als erwartet ("Ground Rush"). Ein zu spätes Ausflaren führt zum harten Einschlag; ein zu frühes zum Strömungsabriss in 2 Metern Höhe.

Stromleitungen: Am südlichen und östlichen Rand verlaufen Hoch- und Niederspannungsleitungen. Überlebensregel: Der Endanflug muss IMMER Richtung Norden erfolgen. Wer versucht, gegen einen eventuellen Südwind nach Süden zu landen, fliegt direkt auf die Leitungen und die ansteigende Topografie zu.  

Lee-Turbulenz: Bei Westwind stehen die Gebäude der Talstation und Bäume im Luv des Landeplatzes. Der Endanflug führt durch deren Lee-Wirbel ("Rotor"). Aktives Fliegen ist bis zum Bodenkontakt zwingend.

Lande-Volte: Zwingend Rechtsvolte.

Position: Über dem Schwimmbad.

Gegenanflug: Über dem Parkplatz.

Queranflug: Eindrehen zum Hang.

Endanflug: Parallel zum Hang Richtung Norden.

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Landeplatz 2: "Clubwiese / Harbach" – Die Stressfreie Option

Dies ist der offizielle Landeplatz des Clubs und für Drachenflieger sowie weniger routinierte Paragleiter die einzig vernünftige Wahl.

Lage: Ca. 2 km südlich der Talstation, entlang der Bundesstraße B167 Richtung Bad Hofgastein (Ortsteil Harbach).

Schwierigkeitsgrad: Einfach.

Charakteristik: Eine riesige, flache Wiese ohne nennenswerte Hindernisse im direkten Anflugsektor.

Volte: Linksvolte.

Logistik: Nach der Landung muss man ca. 20 Minuten zurück zur Bahn laufen oder den Bus nehmen (Haltestelle an der Bundesstraße). Viele Piloten trampen auch zurück.

Tipp: Wenn Sie im Anflug auf L1 Zweifel haben (z.B. starker Talwind, viel Verkehr), drehen Sie sofort ab und fliegen Sie weiter zu L2. Die Höhe reicht vom Positionspunkt L1 locker bis L2.

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Landeplatz 3: "Maierhofen" (Schulung)

Genutzt von der Flugschule Salzburg.

Charakteristik: "Riesig" und anfängertauglich.  

Status: Oft für Schulungsbetrieb reserviert, aber als Notlandeplatz sicher nutzbar. Klären Sie die Nutzung vorab mit der Flugschule, wenn Sie dort regulär landen wollen.

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Streckenflug (XC) Kompendium

Das Fulseck ist ein valider Ausgangspunkt für große FAI-Dreiecke, auch wenn der Start oft später erfolgt als am Stubnerkogel.

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Route 1: Die "Gasteiner Runde" (Das Einsteiger-Dreieck)

Dies ist die klassische Route, um das Tal kennenzulernen.

Wegführung: Start Fulseck -> Querung zum Schuhflicker (Norden) -> Talsprung auf die Westseite (Schlossalm/Stubnerkogel) -> Flug nach Süden bis Bad Gastein/Graukogel -> Rückquerung zum Fulseck.

Schlüsselstelle: Der Talsprung. Man sollte am Schuhflicker oder Fulseck mindestens 1.800 - 2.000 m Höhe machen, um die Talmitte sicher zu überqueren und auf der Gegenseite (oft Stubnerkogel oder Schlossalm) wieder Anschluss zu finden.

Vorsicht: Im Bereich Bad Gastein verengt sich das Tal, der Talwind wird stärker. Landungen dort sind anspruchsvoll.

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Route 2: Der Anschluss an den "Pinzgauer Spaziergang"

Der Traum vieler Piloten ist der Flug vom Gasteinertal in den "Pinzgauer Spaziergang" (die Rennstrecke der Alpen Richtung Zell am See/Wildkogel).

Die Herausforderung: Man muss vom Fulseck nach Norden fliegen, über den Luxkogel und das Eck bei Lend/Taxenbach nehmen.

Das Problem: An der Mündung des Gasteinertals in das Salzachtal (bei Lend) treffen zwei Windsysteme aufeinander. Der Salzachtalwind (oft starker Ostwind in dieser Höhe) kann das Vorankommen massiv erschweren ("gegen den Wind parken").

Alternative: Viele XC-Piloten starten daher lieber in Zell am See (Schmittenhöhe) und fliegen mit dem Wind in das Gasteinertal hinein, wenden am Talschluss und fliegen zurück.  

Wegpunkte: Fulseck -> Bernkogel -> Rauchkögerl -> Querung Salzachtal -> Hochkönig Massiv (Südflanken).

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Sicherheit und Luftrecht

Unwissenheit schützt vor Strafe (und Flugverbot) nicht. Das Gasteinertal hat strikte Naturschutzzonen.

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Das Jagdbanngebiet Arltörl

Das Arltörl ist der Sattel zwischen Fulseck und Schuhflicker.

Regel: Mindestüberflughöhe 300 m GND (Grund). Das entspricht ca. 2.300 m MSL.  

Hintergrund: Dies ist ein Rückzugsgebiet für Gams- und Rotwild. Tieffliegende Schirme verursachen Panik beim Wild, was im Winter/Frühjahr tödlich für die Tiere sein kann (Energieverlust).

Überwachung: Die Jägerschaft beobachtet diesen Bereich genau. Verstöße führen zu Konflikten mit dem Club und den Bergbahnen.

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Naturschutzgebiete und Nationalpark

Paarseen - Schuhflicker - Heukareck: Nördlich des Grates. Absolutes Flugverbot.

Rauriser Tal: Westlich des Gasteinertals. Vogelschutzgebiet für Bartgeier. Hier gelten saisonale und räumliche Beschränkungen.

Nationalpark Hohe Tauern: Beginnt im Süden des Tales (ab Sportgastein). Landungen in der Kernzone sind verboten, Überflüge nur mit ausreichend Abstand gestattet.

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Saisonale Planung und Beste Reisezeit

Wann ist das Fulseck "the place to be"?

Frühling (März - Mai): Die "Hammer-Zeit". Hohe Temperaturgradienten sorgen für starke, oft turbulente Thermik. Beste Zeit für XC. Der Schnee auf den Bergen reflektiert zusätzlich Sonnenstrahlung.

Sommer (Juni - August): Die Thermik wird weicher, aber die Basis steigt. Der Talwind wird stärker. Ideal für Genussflieger und "Hike & Fly".

Herbst (September - Oktober): Stabile Lagen, traumhafte Sicht ("Fernsicht"), sanfte Thermik. Aber: Erhöhte Föhngefahr!

Winter (Dezember - Februar): Abgleiter und Soaring bei starkem Westwind. Startplatz präpariert. Warme Kleidung essenziell.

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Insider-Tipps ("Geheimtipps")

Um wie ein Local zu fliegen, nutzen Sie diese Ressourcen:

Die "Holfuy" Wetterstation: Raten Sie nicht beim Wind. Der Fliegerclub und die Flugschule Salzburg haben eine Holfuy-Station direkt am Gipfel installiert. Checken Sie die Werte vor dem Ticketkauf online.  

Tandem mit Lois: Lois Grugger ist eine Institution im Tal. Mit über 30 Jahren Erfahrung kennt er jeden Winkel. Wenn Sie Begleitung haben, buchen Sie dort.  

Kulinarik & Community: Meiden Sie sterile Hotelbars. Gehen Sie zur Mühlwinkelhütte oder kehren Sie beim Unterbergwirt ein. Dort treffen sich die Piloten. Fragen Sie nach dem "Fliegerstammtisch".  

Alternative Bischling: Wenn am Fulseck der Wind zu stark aus Süd kommt (Föhn), fahren Sie nach Werfenweng zum Bischling. Dieser Berg ist oft geschützter und bietet bei Südlagen noch Startmöglichkeiten (Südstartplatz), wo Fulseck (Weststart) im Lee liegt.

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Fazit und Operative Checkliste

Das Fulseck ist ein Juwel im Salzburger Land – zugänglich, landschaftlich grandios und thermisch ergiebig. Doch es verlangt Respekt vor dem Talwindsystem und den Stromleitungen.

Ihre Checkliste für den Flugtag:

Wettercheck: Druckdifferenz (< 4 hPa)? Föhnprognose?

Live-Daten: Holfuy Fulseck checken (Wind < 20 km/h aus W/NW?).

Landeplatz-Entscheidung: Habe ich die Skills für L1 (Rechtsvolte, Hangneigung) oder nehme ich sicher L2?

Luftrecht: Kenne ich die Grenzen des Arltörl-Gebiets?

Fliegen Sie konservativ, respektieren Sie die Naturzonen und genießen Sie eines der schönsten Panoramen der Alpen.

Datenquellen:

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Webcam-Links

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gastein.com
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