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Fluggelände Erpetshof: Der ultimative Guide für Gleitschirm- und UL-Piloten in der Oberpfalz Executive Summary
Das Fluggelände Erpetshof, gelegen bei Vohenstrauß in der malerischen Oberpfalz, repräsentiert eine der vielseitigsten und strategisch wichtigsten Luftsportanlagen im nordbayerischen Raum. Als kombiniertes Schleppgelände für Gleitschirme und Hängegleiter sowie als zugelassener Sonderlandeplatz für Ultraleichtflugzeuge (UL) bietet es eine Infrastruktur, die weit über die Standardangebote reiner Bergstartplätze hinausgeht. Für den ambitionierten Piloten ist Erpetshof nicht nur eine Wiese zum Abheben, sondern ein technisch anspruchsvolles Flachland-Sprungbrett, das einen präzisen Umgang mit der Windenschlepptechnik und ein tiefes Verständnis der regionalen Meteorologie erfordert. Mit einer Plateauhöhe von etwa 500 m über Normalnull und einer Ost-West-Ausrichtung der Schleppstrecke ermöglicht der Platz Flugbetrieb bei den in Mitteleuropa vorherrschenden Windlagen. Besonders hervorzuheben ist die Symbiose aus lautlosem Segelflug und motorisiertem UL-Sport, die durch den betreuenden Verein Flysports Weiden e.V. seit Jahrzehnten erfolgreich koordiniert wird. Piloten finden hier ein Gelände vor, das durch die Nähe zur Autobahn A6 logistisch perfekt angebunden ist, jedoch aufgrund der benachbarten militärischen Kontrollzonen und spezifischer Turbulenzen bei Ostwindlagen eine hohe fliegerische Disziplin verlangt. Dieser Guide liefert die essenziellen Informationen, die über die statischen Daten der DHV-Datenbank hinausgehen, und beleuchtet die mikroklimatischen Besonderheiten, die strategische XC-Planung sowie die soziokulturelle Einbettung des Geländes in die Region Vohenstrauß.
Das Gelände Erpetshof befindet sich auf einem sanften Hochplateau östlich von Weiden in der Oberpfalz, eingebettet in die wellige Hügellandschaft des Oberpfälzer Waldes. Diese Lage ist geologisch und topographisch von hoher Relevanz für das lokale Thermiksystem. Während alpine Startplätze oft durch massive Reliefunterschiede mechanische Aufwinde generieren, basiert das Fliegen am Erpetshof primär auf thermischen Ablösungen, die durch die unterschiedliche Erwärmung der umliegenden Wald- und Agrarflächen entstehen.
Die technische Spezifikation des Geländes ist für die Flugvorbereitung von entscheidender Bedeutung. Im Gegensatz zu vielen alpinen Plätzen, die oft nur eine Startrichtung zulassen, bietet die Schleppstrecke am Erpetshof durch ihre Ausrichtung eine hohe Flexibilität.
Parameter Detailbeschreibung Offizielle Bezeichnung
Erpetshof (Vohenstrauß)
DHV-Geländenalnummer
465
Geographische Koordinaten
N 49°39'27.66" E 12°17'47.68"
Höhenlage (AMSL)
500 m
Zugelassene Startarten
Windenschlepp (GS/HG), UL-Eigenstart
Start- und Schlepprichtung
Ost (O), West (W)
Maximale Schlepphöhe
ca. 150 m über Grund
Zugelassene Geräte
Gleitschirm, Hängegleiter (1-sitzig, LFS)
Die Erschließung des Geländes erfolgt komfortabel per Auto oder zu Fuß, wobei die direkte Nähe zu den Wirtschaftsgebäuden des namensgebenden Weilers Erpetshof eine hervorragende Erreichbarkeit garantiert. Die maximale Schlepphöhe von 150 m mag für Piloten, die Höhendifferenzen von 1000 m aus den Alpen gewohnt sind, gering erscheinen, doch im Flachland dient diese Höhe primär als "Einstiegshilfe", um in die unterste Schicht der Grenzschichtthermik zu gelangen.
Das Gelände wird mit großem Engagement vom Verein Flysports Weiden e.V. betrieben. Der Verein, der 1982 von Drachenfliegern gegründet wurde, hat sich über die Jahrzehnte zu einem Kompetenzzentrum für Gleitschirm-, Drachen- und Ultraleichtflug entwickelt. Diese multidisziplinäre Ausrichtung ist prägend für den Erpetshof. Der Verein stellt sicher, dass die Anlagen, insbesondere die Winden und die Startflächen, stets den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Für Gastpiloten ist die Kontaktaufnahme mit dem Verein oder den Windenbeauftragten wie Albert Schärtl unerlässlich, um eine Einweisung in die spezifischen Platzregeln und die Koordination mit dem UL-Flugbetrieb zu erhalten.
Die logistische Anbindung des Erpetshofes ist einer seiner größten Trümpfe. Gelegen in der Nähe der Pfalzgrafenstadt Vohenstrauß, ist das Gelände über das überregionale Straßennetz schnell erreichbar, was es zu einem idealen Ziel für Kurzentschlossene macht.
Die Anfahrt erfolgt in der Regel über die Autobahn A6 (Nürnberg-Prag), Abfahrt Vohenstrauß-West oder Waldau. Von dort aus sind es nur wenige Kilometer durch eine idyllische Wald- und Wiesenlandschaft bis zum Gelände. Die Parkmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Startplatz, wobei strikt darauf zu achten ist, landwirtschaftliche Nutzflächen und Rettungswege freizuhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der sensiblen Beziehung zu den lokalen Landwirten; das Befahren von Wiesen außerhalb der markierten Wege ist absolut untersagt.
Erpetshof verfügt über eine luftrechtliche Erlaubnis als Außenstart- und Landeplatz für Ultraleichtflugzeuge. Dies bedeutet für Gleitschirmflieger, dass sie sich den Luftraum und die Bodeninfrastruktur mit motorisierten Kameraden teilen. Die Erlaubnis sieht vor, dass auch Hängegleiter durch Ultraleichtflugzeuge geschleppt werden dürfen (UL-Schlepp), was eine effiziente Alternative zum herkömmlichen Windenschlepp darstellt. Die logistische Koordination ist hierbei der Schlüssel: Wenn auf dem nördlich gelegenen Schleppgelände für Gleitschirme Flugbetrieb herrscht, müssen UL-Piloten besondere Vorsicht walten lassen und ihre Flugbewegungen abstimmen. Die Platzrunde für motorisierte Flugzeuge führt in einem weiten Bogen um die Ortschaft Neunkirchen und muss strikt eingehalten werden, um Lärmbelästigungen zu vermeiden.
Das Verständnis der meteorologischen Nuancen ist am Erpetshof der entscheidende Faktor zwischen einem kurzen Abgleiter und einem mehrstündigen Thermikflug. Das Gelände reagiert empfindlich auf überregionale Windströmungen und lokale thermische Trigger.
Die Ost-West-Ausrichtung der Schleppstrecke deckt die meisten Wetterlagen ab. Dennoch gibt es kritische Konstellationen:
Ostwind (Böhmischer Wind): Bei Wind aus Nordost bis Ost entstehen durch den angrenzenden Wald massive Turbulenzen. Die Luftmassen werden an den Baumwipfeln verwirbelt, was insbesondere in der kritischen Phase kurz nach dem Abheben oder während des Landeanflugs zu gefährlichen Klappern oder plötzlichem Höhenverlust führen kann. Lokale Experten raten bei ausgeprägter Ostlage zur Vorsicht, da die mechanischen Turbulenzen des Waldes die thermischen Aufwinde oft "zerschlagen".
Westwind: Diese Lage ist meist ruhiger und laminarer, da die Anströmung über offenere Flächen erfolgt. Westwindlagen eignen sich hervorragend für den Einstieg in Streckenflüge Richtung Osten, sofern die Luftraumgrenzen beachtet werden.
Das Erpetshof-Plateau ist ein thermisch aktives Gebiet. Die besten Bedingungen finden sich im Spätfrühling und Frühsommer (Mai bis Juli), wenn die Temperaturgradienten in der Atmosphäre am steilsten sind.
Thermik-Trigger: Ein bekannter Triggerpunkt ist die Waldkante im Norden. Durch die dunkle Färbung des Nadelwaldes erwärmt sich die Luft dort schneller als über den angrenzenden hellen Wiesen. Sobald ein leichter Wind die warme Luftmasse von den Bäumen löst, entstehen verlässliche Bärte.
Tageszeitliche Entwicklung: Die Thermik setzt am Erpetshof meist gegen 11:00 Uhr ein. Da die Schlepphöhe auf 150 m begrenzt ist, müssen Piloten das "Low-Saves"-Training beherrschen – also das Finden und Zentrieren schwacher Ablösungen in Bodennähe.
Inversionslagen: Im Herbst neigt die Oberpfalz zu stabilen Inversionsschichten. Während diese für Streckenflieger ein Hindernis darstellen, bieten sie für Genusspiloten und Anfänger wunderbar ruhige Bedingungen für ausgedehnte Abgleiter in der Abendsonne.
In der Ausbildung wird oft die Gleitzahl GZ thematisiert. Bei einer durchschnittlichen Gleitleistung moderner Einsteigerschirme von ca. 1:8 bedeutet eine Schlepphöhe von 150 m einen theoretischen Aktionsradius von etwa 1,2 km bei Windstille. In der Praxis ist dieser Radius am Erpetshof jedoch kleiner, da Sicherheitsreserven für die Landeeinteilung eingeplant werden müssen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Thermikquellen unmittelbar nach dem Ausklinken zu finden.
XC-Fliegen (Cross-Country) ab Erpetshof ist eine Disziplin für Taktiker. Das Gelände liegt in einer Region, die fliegerisch viel bietet, aber auch hohe Anforderungen an die Luftraumnavigation stellt.
Vom Erpetshof aus führen die klassischen XC-Routen entlang des Oberpfälzer Waldes.
Südost-Route: Entlang der tschechischen Grenze Richtung Cham. Diese Route bietet den Vorteil, dass man sich an markanten Landmarken wie dem Fahrenberg oder dem Grenzkamm orientieren kann.
West-Route: Richtung Weiden und weiter in die Fränkische Schweiz. Diese Route ist thermisch oft sehr ergiebig, da die Fränkische Linie als markante Abrisskante fungiert.
XC-Geheimtipp: Lokale Piloten nutzen oft die sogenannten "Blauthermik-Tage", an denen keine Wolken die Aufwinde markieren. Hier hilft die Beobachtung von Greifvögeln oder aufgewirbeltem Staub über den trockenen Feldern der Oberpfalz.
Die navigatorische Freiheit wird am Erpetshof durch zwei Faktoren eingeschränkt:
Luftraum D (Grafenwöhr): Der militärische Flugplatz Grafenwöhr liegt nordwestlich. Die Kontrollzone und die damit verbundenen Beschränkungen müssen zwingend beachtet werden. Piloten sollten stets westlich der markanten Hochspannungsleitungen bleiben, die als visuelle Grenze dienen. Ein unbefugtes Einfliegen in die Kontrollzone führt nicht nur zu rechtlichen Konsequenzen, sondern gefährdet den Fortbestand des gesamten Fluggeländes.
Hochspannungsleitungen: In unmittelbarer Umgebung des Platzes verlaufen mehrere Trassen. Diese sind im Endanflug kritisch und müssen mit ausreichendem Sicherheitsabstand umflogen werden. Ein Überflug über die Standortschießanlage der Bundeswehr und die Öltanks im Nordwesten des Platzes ist streng verboten.
Was den Erpetshof wirklich ausmacht, sind die kleinen Details, die in keinem offiziellen Handbuch stehen. Hier profitieren Neulinge vom Wissen der "alten Hasen".
Ein verlässlicher Punkt für den Thermikeinstieg ist oft direkt über dem Gasthof Zirlwirt zu finden. Die Kombination aus den dunklen Dächern und dem gepflasterten Hof wirkt wie ein kleiner Wärmespeicher, der thermische Ablösungen begünstigt. Wer dort in 100 m Höhe einkreist, hat gute Chancen, den ersten stabilen Bart des Tages zu erwischen.
Erfahrene Piloten nutzen eine Kombination aus regionalen Webcams, um die Wetterlage vor der Abfahrt zu checken:
Webcam Vohenstrauß (Marktplatz): Zeigt die aktuelle Sichtweite und die Wolkenbasis im Stadtgebiet.
Webcam Fahrenberg: Da der Fahrenberg (680 m) etwas höher liegt, liefert diese Cam gute Hinweise auf die Windstärke und die Bewölkungssituation in den höheren Lagen des Oberpfälzer Waldes.
Windy.com (Station Vohenstrauß): Liefert präzise Windprognosen für verschiedene Höhenschichten.
Unterschätzung der Winddrift: Beim Schleppstart neigen Anfänger dazu, den Schirm nicht aktiv gegen die Seitenwindkomponente zu korrigieren, was zu einem schrägen Seilverlauf führt und die erreichbare Ausklinkhöhe massiv reduziert.
Zu spätes Ausklinken: In der Hoffnung auf den letzten Meter Höhe riskieren es Neulinge oft, zu weit über die Winde zu fliegen. Ein rechtzeitiges Klinken bei maximalem Zug ist meist effektiver für den Thermikeinstieg.
Landeeinteilung bei Ostwind: Wegen der oben erwähnten Rotoren des Waldes unterschätzen viele die Sinkrate im Endanflug bei Ostwind. Ein verkürzter Endanflug mit ausreichend Speed ist hier oft die sicherere Wahl.
Sicherheit steht am Erpetshof an erster Stelle. Das Gelände ist als "anspruchsvoll" eingestuft, was vor allem an der Koordination mit den ULs und den topographischen Hindernissen liegt.
Jeder Pilot, der am Erpetshof fliegen möchte, muss im Besitz einer gültigen Lizenz (A-Schein) und einer Haftpflichtversicherung sein.
Tagesmitgliedschaft: Gastpiloten können in der Regel eine Tagesmitgliedschaft erwerben (ca. 5 €), die zur Nutzung der Infrastruktur berechtigt.
Einweisungspflicht: Vor dem ersten Start ist eine Einweisung durch ein Vereinsmitglied zwingend erforderlich. Hierbei werden die aktuellen Landeplätze, die Sperrgebiete und die Besonderheiten des UL-Betriebs erläutert.
Startverbot bei Unfällen: Bei einem Unfall am Platz gilt ein sofortiges Startverbot für alle Piloten, um eventuelle Rettungseinsätze (z.B. Rettungshubschrauber) nicht zu behindern.
Aufgrund der Bewaldung ist das Risiko einer Baumlandung gegeben. Der Verein Flysports Weiden hat hierfür klare Protokolle:
Notruf: Die Rettungsleitstelle Weiden ist unter 0961/19222 erreichbar.
Baumlandungs-Protokoll: Falls ein Pilot in einem Baum landet, aber unverletzt ist und sich selbst oder mit Hilfe anderer Flieger befreien kann, muss die Leitstelle informiert werden, dass keine weiteren Rettungskräfte benötigt werden. Dies verhindert kostspielige und unnötige Einsätze von Bergrettung oder Hubschraubern.
Signalgebung: Ein PKW mit Warnblinklicht auf der oberen Landewiese signalisiert allen Piloten in der Luft, dass eine sofortige Landung erforderlich ist.
Ein Flugtag ist erst dann perfekt, wenn auch das "Drumherum" stimmt. Erpetshof und Vohenstrauß bieten hierfür eine herzliche bayerische Infrastruktur.
Landgasthof Zirlwirt: Direkt am Startplatz gelegen (Erpetshof 9). Dieser traditionsreiche Betrieb (seit 1904) war über Jahrzehnte das "Wohnzimmer" der Flieger. Aktueller Hinweis: Berichte deuten darauf hin, dass die Gaststätte und Metzgerei seit Ende 2025 geschlossen sein könnten; eine telefonische Prüfung unter 09657/92030 ist vorab dringend zu empfehlen.
Gasthof Zur Post: Mitten in Vohenstrauß gelegen, bietet dieser Gasthof moderne bayerische Küche in gemütlicher Atmosphäre.
Zum Schwarzen Bären: Etwa 3 km außerhalb in Oberlind. Bekannt für seine bodenständige bayerische Küche und faire Preise.
Landhotel Lindenhof: Ein hervorragend bewertetes Hotel in Braunetsrieth (9,2 auf Booking.com). Es bietet rustikale Zimmer und ein fantastisches Frühstücksbuffet – ideal für Piloten, die ein entspanntes Wochenende verbringen möchten.
Ferienhof Weber: Perfekt für Familien oder kleine Gruppen, die Urlaub auf dem Bauernhof mit dem Fliegen verbinden wollen.
Camping: In der Region gibt es mehrere kleinere Campingplätze und Stellmöglichkeiten, wobei eine Absprache mit dem Verein Flysports Weiden oft nützlich ist, um Insider-Tipps für ruhige Plätze zu erhalten.
Obwohl Erpetshof primär ein Vereinsgelände ist, dient es regelmäßig als Ort für Fortbildungen und Schleppkurse.
Schleppberechtigung: Wer bisher nur am Hang gestartet ist, kann hier die notwendige Einweisung für den Windenschlepp erhalten. Die Ausbildung umfasst theoretische Grundlagen und mindestens 20 Starts unter Aufsicht eines Fluglehrers.
Flugschule Pfronten / Fly Royal: Während diese Schulen primär im Allgäu tätig sind, gibt es im Raum Oberpfalz Kooperationen mit lokalen Lehrern, um die Grundausbildung auf den umliegenden Übungshängen wie dem Buchberg oder dem Matzlesberg durchzuführen.
Flexibilität ist die Tugend des Piloten. Wenn der Wind am Erpetshof nicht passt, bietet die Region attraktive Alternativen.
Gelände Windrichtung Typ Besonderheit Buchberg Nordost (NE) Hang
Anspruchsvoller Schneisenstart, thermisch stark
Matzlesberg Variabel Hang
Übungsgelände des Vereins
Fahrenberg West (W) Hang
Skihang-Atmosphäre, gute Infrastruktur
Hohe Salve (Tirol) S/W/NW Berg
Für einen Tagesausflug erreichbar, 1815 m
Der Buchberg bei Sitzambuch ist der "große Bruder" des Erpetshofes für Nordostlagen. Er bietet einen Höhenunterschied von 180 m und ist für Gleitschirme und Hängegleiter zugelassen. Der Start erfolgt aus einer Liftschneise heraus. Er ist jedoch kein Anfängergelände: Bei starkem Wind kann es in der Schneise zu heftigen Turbulenzen kommen, und wer sich zu weit nach hinten versetzen lässt, landet unweigerlich im dichten Wald.
Das Fluggelände Erpetshof ist ein Juwel der oberpfälzischen Fluglandschaft. Es verbindet technische Präzision im Windenschlepp mit der Dynamik des Ultraleichtflugs und bietet eine Plattform für Piloten, die das Flachlandfliegen in all seinen Facetten erleben wollen. Die Herausforderungen durch Lufträume und Turbulenzen werden durch die herzliche Vereinsatmosphäre und die exzellente regionale Gastronomie mehr als wettgemacht. Wer den Erpetshof besucht, sollte Zeit mitbringen – nicht nur für die Flüge, sondern auch für den Austausch mit den lokalen Piloten, die ihr Gelände mit Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein pflegen.
In einer Zeit, in der viele alpine Fluggebiete durch Übertourismus unter Druck geraten, bietet Erpetshof eine Rückbesinnung auf die Wurzeln des Fliegens: Gemeinschaft, Naturverbundenheit und die ständige Suche nach dem nächsten Aufwind über den sanften Hügeln der Oberpfalz. Ob als Sprungbrett für den ersten 100 km Flug oder als Ort für einen entspannten Feierabendflug – Erpetshof ist und bleibt eine der Top-Adressen für Gleitschirmflieger in Süddeutschland.
Wichtige Kontakte auf einen Blick:
Johann Brunner (1. Vorstand Flysports Weiden): 0175 413 17 25
Albert Schärtl (Winden-Beauftragter): 0171 634 24 23
Rettungsleitstelle Weiden: 0961/19222
Dieser Guide wurde mit Sorgfalt erstellt, um Piloten eine fundierte Entscheidungshilfe zu bieten. Bitte beachtet stets die aktuellen Aushänge am Startplatz und folgt den Anweisungen des Startleiters vor Ort.