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Ehrsberg

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:47.7508°N, 7.9079°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Ehrsberg Startplatz

Start
Höhe850m ü. M.
Koord.47.7508, 7.9079
WindNW
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Ehrsberg Landeplatz

Landung
Höhe540m ü. M.
Koord.47.7557, 7.8886
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Analyse und umfassender Fluggebietsführer: Ehrsberg-Köpfle und die Flugarena Südschwarzwald

Das Gleitschirmfliegen im Südschwarzwald stellt eine besondere Disziplin innerhalb des Flugsports in Deutschland dar. Während die Alpen durch ihre gewaltige vertikale Ausdehnung und markante Thermikautobahnen bestechen, erfordert das Fliegen in einem Mittelgebirge wie dem Schwarzwald ein höheres Maß an Sensibilität für mikroklimatische Prozesse und topografische Nuancen. Der Startplatz Ehrsberg, oft in einem Atemzug mit dem markanten Geländepunkt Köpfle genannt, gilt unter Kennern als einer der technisch anspruchsvollsten, aber auch lohnendsten Plätze der Region. Gelegen im malerischen Wiesental, bietet dieses Gelände eine seltene Kombination aus dynamischen Soaring-Möglichkeiten und thermischen Einstiegen, die Piloten bis tief in den Hochschwarzwald führen können. Dieser Bericht liefert eine detaillierte Analyse der flugtaktischen, logistischen und sicherheitsrelevanten Aspekte des Standorts Ehrsberg sowie der damit verbundenen Ausweichgebiete und regionalen Besonderheiten.  

Executive Summary: Strategische Entscheidungshilfe für Piloten

Das Fluggelände Ehrsberg-Köpfle (850 m – 910 m NN) ist ein primär nach Nordwesten ausgerichtetes Hanggelände, das sich durch seine anspruchsvolle Landecharakteristik und strikte Kapazitätsregeln auszeichnet. Es ist für Piloten geeignet, die über eine solide Kappenbeherrschung und Erfahrung in turbulenteren Landeanflügen verfügen. Der Startplatz selbst bietet eine großzügige Wiesenrampe, während der Landeplatz „Wührer Loch“ aufgrund seiner Kessellage und der Anfälligkeit für Talwindrotoren als schwierig eingestuft wird.  

Die logistische Erschließung erfolgt ohne Seilbahn, was eine gewisse physische Grundbereitschaft oder die Nutzung des lokalen Vereins-Shuttles voraussetzt. Gastpiloten sind unter Einhaltung der 15-Piloten-Regel und nach Einweisung durch ein Clubmitglied willkommen. Wer ein ruhiges, technisch forderndes Gelände abseits des Massentourismus sucht, findet am Ehrsberg ein exzellentes Betätigungsfeld. Für Piloten mit Fokus auf einfache Logistik oder Anfänger ohne Begleitung ist das Gelände nur bedingt zu empfehlen.

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Topografische und technische Standortanalyse

Die Präzision der Flugplanung beginnt mit der Erfassung der geografischen und technischen Eckdaten. Der Ehrsberg liegt in der Gemeinde Häg-Ehrsberg im Landkreis Lörrach, eingebettet in ein Relief, das durch den Übergang vom kristallinen Grundgebirge des Feldbergmassivs zu den tieferen Lagen des Wiesentals geprägt ist.

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Technische Daten im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Parameter für den Start- und Landebereich zusammen, um eine schnelle Orientierung zu ermöglichen.

Parameter Startplatz: Ehrsberg-Köpfle Landeplatz: Wührer Loch Genaue Koordinaten

N 47°45'02.91" E 7°54'28.37"

N 47°45'20.41" E 7°53'18.85"

Höhe über NN

850 m bis 910 m

520 m bis 540 m

Höhendifferenz

ca. 310 m bis 390 m

- Hauptstartrichtung

Nordwest (NW)

- Mögliche Richtungen

N, S, SW, W, NW

- Schwierigkeit Mittel (anspruchsvoll bei Wind)

Hoch (Turbulenzgefahr)

Zulassung

Gleitschirme & Drachen (A-Schein)

-  

Die Varianz in der Höhenangabe (850 m vs. 910 m) erklärt sich durch die Ausdehnung der Startwiese, die an ihrer Oberkante das Plateau des Köpfle erreicht. Die Höhendifferenz von knapp 400 Metern ist für ein Mittelgebirgsgelände beachtlich und ermöglicht bei thermisch neutralen Bedingungen Gleitflüge von etwa vier bis sechs Minuten, was ausreichend Zeit für die Zentrierung lokaler Ablösungen bietet.

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Die österreichische Dimension: Kartitsch und Bluesky

Obwohl der Fokus auf dem deutschen Ehrsberg liegt, ist für reisende Piloten die namentliche Verknüpfung mit der Region Osttirol (Österreich) von Bedeutung. In der Nähe von Kartitsch existieren Wanderrouten und Startmöglichkeiten, die oft in Berichten über die Flugschule Bluesky erwähnt werden. Dortige Wanderungen, etwa zum Kartitscher Sattel oder benachbarten Gipfeln, umfassen oft über 1.000 Höhenmeter und erfordern eine Gehzeit von bis zu vier Stunden. Die thermischen Bedingungen in Kartitsch sind hochalpin und ideal bei Ost- oder Südostwindlagen, was einen komplementären Gegensatz zur NW-Ausrichtung des Schwarzwälder Ehrsbergs darstellt. In Obertilliach bietet zudem der Startplatz „Scheibe“ (erreichbar über die Golzentippbahn) hervorragende alpine Bedingungen.

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Logistik, Zugang und infrastrukturelle Details

Die Erschließung des Ehrsbergs unterscheidet sich grundlegend von bekannten "Seilbahn-Bergen" wie dem Merkur in Baden-Baden oder dem Tegelberg. Hier steht der ursprüngliche Charakter des Sports im Vordergrund.

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Anreise und Parkraummanagement

Die Anfahrt zum Gelände erfolgt über die B 317. Zwischen Schönau und Zell im Wiesental führt eine schmale Straße hinauf nach Ehrsberg.  

Die Parkplatzsituation ist ein sensibler Punkt in der Beziehung zwischen Flugsportlern und der Gemeinde. Piloten sollten den Steinbruch an der Straße Richtung Stadel als primäre Parkoption nutzen. Von dort aus ist der Startplatz in einem kurzen, etwa 50 Meter langen Aufstieg zu Fuß erreichbar. Der Windsack ist von der Straße aus gut sichtbar, was die Beurteilung der Windsituation vor Ort erleichtert.

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Shuttle-Dienst und Hike & Fly

Da keine Bergbahn existiert, ist die Koordination mit dem lokalen Verein, dem Gleitschirmclub Wiesental e.V. (GCW), von entscheidender Bedeutung. Der Verein betreibt zeitweise einen Shuttlebus, um Piloten und Ausrüstung effizient zu den Startplätzen zu transportieren.  

Für Anhänger des "Hike & Fly" bietet der Ehrsberg exzellente Möglichkeiten, sofern die offiziellen Wanderwege genutzt werden. Ein unkontrolliertes Querfeldeingehen ist strikt untersagt, um die Flora und Fauna der sensiblen Bergwiesen zu schützen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Startplätze oft auf Privatgrundstücken oder verpachteten Weideflächen liegen; das Befahren dieser Flächen mit Privatfahrzeugen führt zum sofortigen Entzug der Starterlaubnis.

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Meteorologische Analyse und flugtaktische Bedingungen

Die flugmeteorologische Beurteilung des Ehrsbergs erfordert ein Verständnis der Wechselwirkung zwischen überregionalem Wind und dem lokalen Talwindsystem des Wiesentals.

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Windrichtungen und Thermikgenese

Der Ehrsberg ist ein klassisches NW-Gelände. Bei einer stabilen Nordwestströmung von 10 bis 20 km/h bietet die Hangkante ideale Bedingungen für dynamisches Soaring.  

Thermikzeiten: Die beste Zeit für thermische Ablösungen beginnt an sonnigen Tagen gegen 11:30 Uhr, wenn die Sonnenstrahlung steil genug auf die NW-exponierten Flanken trifft.  

Beste Jahreszeit: Das Frühjahr (März bis Mai) bietet die labilsten Luftmassen und damit das stärkste XC-Potenzial. Im Hochsommer kann der Talwind jedoch so dominant werden, dass thermische Ablösungen am Hang "zerrissen" werden.

Gefährliche Windlagen: Bei starkem Westwind besteht die Gefahr von Leeturbulenzen durch vorgelagerte Bergrücken. Absolut kritisch sind Süd- oder Südostlagen (Föhn), da der Startplatz dann im Lee liegt, was zu unvorhersehbaren Klappern in der Startphase führen kann.

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Das Phänomen des Talwindes im "Wührer Loch"

Das Wiesental fungiert als Düse für Luftmassen, die vom Oberrheingraben Richtung Feldberg aufsteigen. Dieser Talwind erreicht am Nachmittag oft Geschwindigkeiten, die deutlich über dem überregionalen Wind liegen können.

Die Landung im "Wührer Loch" wird dadurch zu einer navigatorischen Herausforderung. Der Landeplatz liegt in einem Kessel, der bei starkem Talwind im Lee einer vorgelagerten Kuppe liegt. Dies führt zu einer ausgeprägten Windscherung und turbulenten Sinkflügen im Endanflug. Lokale Piloten raten dazu, den Landeplatz mit ausreichend Höhenreserve anzufliegen, um nicht in den rotorbehafteten Schichten unterhalb der Baumwipfel agieren zu müssen.

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Luftraumstruktur und Beschränkungen

Die Lage im Südwesten Deutschlands bringt eine Nähe zum kontrollierten Luftraum des Flughafens Basel-Mulhouse (EuroAirport) mit sich.

Luftraum C/D: Südlich und westlich des Wiesentals beginnen die Kontrollzonen und gestaffelten Lufträume, deren Untergrenzen strikt beachtet werden müssen. Ein Eindringen ohne Freigabe gefährdet nicht nur den Piloten, sondern auch die Fortexistenz des gesamten Fluggeländes.  

Maximale Flughöhe: Ohne spezielle Freigaben ist die Flughöhe oft durch die Luftraumstruktur auf etwa 1.500 m bis 2.500 m NN begrenzt, je nach genauer Position relativ zu den Anflugsektoren.

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Geheimtipps und Insider-Wissen: Der Mehrwert für Gastpiloten

Ein Guide ist nur so gut wie die Informationen, die über die offiziellen Datenbanken hinausgehen. Hier fließen Berichte lokaler Piloten und Beobachtungen aus Foren ein.

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Die 15-Piloten-Regel und der soziale Aspekt

Eine Besonderheit am Ehrsberg ist die strikte Limitierung auf maximal 15 Piloten pro Tag. Diese Regelung dient der Vermeidung von Überlastung und Konflikten mit Anwohnern.  

Strategie: An Tagen mit perfekten NW-Prognosen ist es ratsam, bereits am Vormittag Kontakt mit dem Geländehalter Wolfgang Köpfer aufzunehmen oder früh am Treffpunkt des GCW zu erscheinen.  

Einweisung: Gastpiloten dürfen nur in Anwesenheit eines Clubmitglieds starten. Es ist daher sinnvoll, sich vorab in einschlägigen Gruppen oder über die Webseite des Vereins anzukündigen.

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Thermikquellen und "Hausbärte"

Lokale Experten wissen, dass die Thermik am Ehrsberg nicht überall gleichmäßig aufsteigt.

Der Steinbruch-Bart: Direkt über dem Steinbruch lösen sich oft zuverlässig kleine, aber kräftige Kerne ab. Wer hier tief ankommt, findet oft eine letzte Chance zum Wiederaufstieg.  

Die Waldkante westlich des Starts: Bei leichtem Westeinschlag staut sich die Luft an der bewaldeten Flanke westlich des Köpfle. Hier kann man oft "parken", bis ein thermischer Zyklus den Durchstieg in höhere Ebenen ermöglicht.

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Webcams und Echtzeit-Beurteilung

Um eine unnötige Anfahrt zu vermeiden, nutzen erfahrene Piloten eine Kombination aus digitalen Quellen:

Holfuy Station Ehrsberg: Liefert präzise Winddaten direkt vom Startplatz.  

Webcam Belchen: Die Kamera an der Bergstation des Belchen bietet einen 360-Grad-Blick und zeigt die Wolkenbasis sowie eventuelle Abschirmungen durch hohe Bewölkung.  

Webcam Schönau: Hilft bei der Einschätzung der Talwindstärke.

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Streckenflugpotential (XC) und Taktik

Der Ehrsberg ist ein exzellenter Ausgangspunkt für Streckenflüge im Schwarzwald. Die Taktik unterscheidet sich von den großen Alpenflügen durch die Notwendigkeit, ständig kleine Heber mitzunehmen.

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XC-Routen ab Ehrsberg

Ziel Richtung Schwierigkeit Taktik Feldberg Nordost (NE) Mittel Dem Kammverlauf Richtung Todtnau folgen, Sprung über das Tal zum Herzogenhorn. Schauinsland Nord (N) Hoch Queren des Wiesentals, Anschluss an die Westflanken des Belchen suchen. Kandel Nord (N) Profi Langdistanz entlang des Hauptkamms, erfordert exaktes Timing mit dem Talwind. Export to Sheets

Es ist wichtig zu beachten, dass bei Streckenflügen Richtung Süden die Grenze zur Schweiz und die damit verbundenen Lufträume sehr schnell erreicht werden. Die meisten XC-Routen führen daher konsequent in den Sektor Nord bis Nordost.

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Geheime Landeplätze und Außenlandungen

Bei XC-Versuchen ist das Wiesental oft tückisch. Nicht jede Wiese ist landbar.

Notlandeplatz Holzer Kreuz: In der Nähe von Fröhnd gibt es eine Wiese am Holzer Kreuz, die als Notlandeplatz dienen kann, wenn die Höhe für den offiziellen LP Unterkastel nicht mehr reicht.  

Wichtiger Hinweis: Im Sommer ist das Landen in hohem Gras (vor der Heuernte) ein absolutes Tabu. Piloten sollten stets bereits gemähte Flächen oder offizielle Landeplätze anvisieren, um den Frieden mit den Landwirten nicht zu gefährden.

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Das "Drumherum": Gastronomie, Unterkunft und Flugschulen

Ein Flugtag ist ein Gesamterlebnis. Die Region um Häg-Ehrsberg bietet eine Infrastruktur, die sowohl auf Wanderer als auch auf Flugsportler zugeschnitten ist.

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Kulinarik und Einkehr

Nach einem anstrengenden Flugtag ist die soziale Komponente entscheidend.

Landgasthof Sternen: Ein traditioneller Treffpunkt für Piloten mit herzhafter badischer Küche.  

Pizzeria Escopazzo in Zell: Beliebt für eine schnelle Stärkung nach der Landung.  

Gasthaus zur Blume: Bietet eine authentische Atmosphäre und ist oft Ort für flugtaktische Besprechungen lokaler Gruppen.

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Übernachtungsmöglichkeiten

Für Piloten, die eine längere Anreise haben, bieten sich verschiedene Optionen:

Camping: In der Region gibt es mehrere naturnahe Campingplätze (z.B. in Schönau oder am Belchen), die ideal für "Hike & Fly" Wochenenden sind.

Pensionen in Häg-Ehrsberg: Zahlreiche Privatzimmer ermöglichen einen Aufenthalt direkt am Puls des Fluggebiets.  

Wellness-Hotels: Für Piloten mit Familie bieten größere Hotels im benachbarten Todtmoos oder Feldberg einen Ausgleich zum Sportprogramm.

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Flugschulen vor Ort

Die Ausbildung und Betreuung im Wiesental wird primär durch die Flugschule Skymaster Paragliding (Walter Wagner) in Schönau abgedeckt. Sie bietet:  

Geländeeinweisungen für Gastpiloten.

Tandemflüge für Interessierte (ca. 109 €).  

Fortbildungskurse für B-Schein-Anwärter mit Fokus auf thermisches Fliegen im Schwarzwald.

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Sicherheit, Regeln und rechtlicher Rahmen

Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs am Ehrsberg hängt von der strikten Einhaltung der Regeln ab. Der Geländeverwalter, der Gleitschirmclub Wiesental e.V., ist hier sehr gewissenhaft.

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Besondere Flugregeln

Vogelschutz (Utzenfluh): Von Ende Februar bis Anfang Juni ist das Soaren an den Utzenfluh-Felsen strikt verboten. Verstöße werden behördlich verfolgt und können zur Schließung des Geländes führen.  

Vieh auf dem Startplatz: Wenn Kühe auf der Startwiese weiden, darf nicht gestartet werden. Das Vieh darf unter keinen Umständen gestört werden.  

Landeplatz-Disziplin: Landungen am Tannenboden/Parkplatz sind verboten (außer bei echten Notfällen). Es muss der offizielle Ausweichlandeplatz am Skilift genutzt werden (LP Fröhnd-Hof).

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Kontakt und Notfall-Informationen

Vor dem ersten Start ist die Lektüre der Informationstafeln an den Startplätzen Pflicht.

Verein: Gleitschirmclub Wiesental e.V., Wolfgang Köpfer (Handy: +49 (0)172/6312948).  

Notruf: 112 (Bergwacht Schwarzwald ist über diese Nummer erreichbar).

Frequenzen: Die Nutzung von LPD/PMR-Funkgeräten zur Absprache unter Piloten ist üblich, ersetzt aber nicht die visuelle Luftraumbeobachtung.

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Vergleichende Analyse: Ehrsberg vs. Alternativgebiete

Sollte die Windsituation am Ehrsberg unpassend sein, bietet der Südschwarzwald exzellente Ausweichmöglichkeiten innerhalb eines 20-Kilometer-Radius.

Gelände Ideale Windrichtung Vorteil Nachteil Ehrsberg-Köpfle NW Exzellentes Soaring

Anspruchsvolle Landung

Aitern SO - S Perfekt bei Südwind

Kleiner Landeplatz

Belchen Diverse Große Höhe (1.363 m)

Oft starkwindanfällig

Bernau Diverse Einfache Übungshänge

Geringe Höhendifferenz

 

Aitern stellt die logische Ergänzung zum Ehrsberg dar. Wenn im Wiesental der Wind auf Süd dreht, bietet Aitern (Startrichtung SO-S) eine sichere Alternative. Der Startplatz dort ist in etwa 10 Minuten zu Fuß vom Parkplatz am Sägewerk erreichbar.

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Fazit und abschließende Bewertung

Der Ehrsberg ist ein charakterstarkes Fluggebiet, das den Piloten in seiner Gesamtheit fordert. Er ist kein Ort für "schnelle Flüge zwischendurch", sondern ein Gelände, das Respekt vor der Natur, technisches Können und eine gute Integration in die lokale Gemeinschaft verlangt.

Die Stärken liegen in der hohen thermischen Qualität und den beeindruckenden Soaring-Möglichkeiten bei NW-Lagen. Die Schwächen sind die logistische Hürde (keine Bahn) und die anspruchsvolle Landung im Wührer Loch. Für erfahrene Piloten, die den Schwarzwald in seiner authentischsten Form erleben wollen, bleibt der Ehrsberg jedoch eine unverzichtbare Adresse im Logbuch.

Die Einhaltung der 15-Piloten-Regel, der Respekt vor den Vogelschutzzeiten an der Utzenfluh und ein freundliches Miteinander mit den Modellfliegern sind die Garanten dafür, dass dieses Juwel des Wiesentals auch in Zukunft für Gastpiloten offen bleibt. Wer sich an diese Vorgaben hält, wird mit Flügen belohnt, die den Blick weit über das Rheintal bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Schweizer Alpen freigeben.  

Dieser Bericht wurde auf Basis aktueller Datenbanken des DHV, Informationen des Gleitschirmclubs Wiesental e.V. sowie Berichten aktiver Piloten erstellt. Stand der Informationen: Februar 2026.

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Fluggebiete in der Nähe

Fröhnd
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