
1 Startplatz, 1 Landeplatz
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Analyse und Leitfaden für das Gleitschirmgelände Bertoldshofen: Ein Referenzbericht für den Flugsport im Ostallgäu
Die Region rund um Marktoberdorf im bayerischen Ostallgäu stellt ein bedeutendes Zentrum für die Gleitschirmausbildung und den Breitensport dar. Inmitten dieser voralpinen Hügellandschaft nimmt das Gelände Bertoldshofen eine Schlüsselrolle ein, da es als primärer Übungs- und Schulungsstandort der Ostallgäuer Fliegerschule (OFS) dient. Während die großen alpinen Flugberge wie der Tegelberg oder der Breitenberg die Massen anziehen, bietet Bertoldshofen eine technische und logistische Basis, die für die Sicherheit und Kompetenzentwicklung von Piloten unerlässlich ist. Dieser Bericht analysiert das Gelände Bertoldshofen unter Berücksichtigung topographischer, meteorologischer und logistischer Aspekte und bietet eine Tiefe, die über standardisierte Verzeichnisdaten hinausgeht.
Executive Summary für Piloten
Bertoldshofen ist ein klassisches Schulungs- und Übungsgelände, das sich durch seine sanfte Topographie und die primäre Ausrichtung nach Osten auszeichnet. Es ist der ideale Ort für die ersten Höhenflüge sowie für intensives Groundhandling und Startsicherheitstraining. Der Betrieb wird maßgeblich durch die OFS Paragliding GmbH gesteuert, weshalb für Gastflieger eine strikte Absprachepflicht besteht.
Kategorie Spezifikation Hauptausrichtung
Ost (O)
Geländetyp
Sanfter Grashang (Übungshang)
Höhendifferenz
ca. 50–70 m (Schulung) / bis 450 m (Winde)
Schwierigkeitsgrad
Leicht bis Mittel (Schulungstauglich)
Infrastruktur
Parkplätze im Ort, kurzer Aufstieg zu Fuß
Betreiber
OFS Paragliding GmbH / Hans E. Hoschka
Besonderheit
Zentrum für Dual-Lizenz (Hang & Winde)
Für Piloten, die technische Perfektion suchen oder ihre Grundausbildung absolvieren, bietet dieses Gelände eine kontrollierte Umgebung, die weitgehend frei von den thermischen Turbulenzen schroffer Felsmassive ist, jedoch eine präzise meteorologische Einschätzung der Vorwindlagen erfordert.
Geographische und topographische Standortanalyse
Das Gelände Bertoldshofen befindet sich im Landkreis Ostallgäu, unmittelbar östlich von Marktoberdorf. Geographisch gehört es zum Alpenvorland, einer Region, die durch sanfte Moränenhügel und weite Flusstäler geprägt ist. Die Startplätze liegen auf einer Erhebung, die sich über das Tal der Geltnach erhebt.
Koordinative Erfassung und Höhenprofile
Die präzise Verortung der Start- und Landeplätze ist für die Flugplanung und die Einhaltung von Luftraumgrenzen fundamental. Die Datenlage zeigt zwei primäre Nutzungskonfigurationen: den Hangstart und den Windenschleppbetrieb.
Standortkomponente GPS-Koordinaten Höhe über NN Bertoldshofen Startplatz N 47°47'16.76" E 10°39'55.62"
770 m
Bertoldshofen Landeplatz N 47°47'18.68" E 10°39'45.48"
710 m
Gschlatt Startplatz N 47°45'39.57" E 10°37'10.31"
772 m
Gschlatt Landeplatz N 47°45'39.64" E 10°37'33.48"
760 m
Die Höhendifferenz am Übungshang Bertoldshofen beträgt nominell etwa 60 Meter. In einigen Datenbanken wird eine Höhendifferenz von 450 Metern aufgeführt; diese Zahl bezieht sich in der Regel auf die maximal erreichbare Ausklinkhöhe beim Windenschleppbetrieb in der Ebene oder auf die akkumulierte Höhe bei mehreren Ausbildungssprüngen. Die Topographie ist als "gutmütig" zu bezeichnen, was bedeutet, dass der Hangverlauf keine plötzlichen Abbruchkanten oder komplizierten Geländestufen aufweist, die mechanische Turbulenzen induzieren könnten.
Die Rolle des Geländes Schillenberg / Gschlatt
Ergänzend zum Hauptgelände in Bertoldshofen wird oft der Schillenberg (auch als Gschlatt bezeichnet) genannt. Dieser Bereich fungiert als alternatives Übungsgelände für die Grundausbildung. Die Nähe dieser Standorte zueinander erlaubt es der Flugschule, flexibel auf kleine Änderungen der Windrichtung oder der thermischen Aktivität zu reagieren. Der Schillenberg wird in der Pilotenszene oft für seine Eignung zur Schulung bei mäßigem Wind gelobt, da die Hindernisfreiheit im Landebereich überdurchschnittlich ist.
Logistik, Zugang und regionale Infrastruktur
Die Erschließung der Fluggelände im Marktoberdorfer Raum ist im Vergleich zu hochalpinen Gebieten unkompliziert, erfordert jedoch ein Bewusstsein für die lokale landwirtschaftliche Nutzung und die Eigentumsverhältnisse.
Anreise und Transportmittel
Der Zugang zum Startplatz Bertoldshofen erfolgt primär per Automobil über die Bundesstraßen B12 oder B16, gefolgt von einem kurzen Fußweg zum Hang.
Individualverkehr: Parkmöglichkeiten finden sich in der Ortschaft Bertoldshofen oder an den offiziell ausgewiesenen Parkflächen der Fliegerschule. Es ist strikt untersagt, landwirtschaftliche Wege oder Wiesenflächen als Parkraum zu nutzen, da dies das gute Verhältnis zwischen Flugsportlern und Landwirten gefährdet.
Seilbahnen: In Bertoldshofen gibt es keine Bergbahn. Dies unterstreicht den Charakter als "Hike-and-Fly"-Übungsgelände. Für Piloten bedeutet dies, dass die physische Fitness – insbesondere die Lauffreude – ein integraler Bestandteil des Ausbildungstages ist.
Shuttle-Dienste: Während des regulären Schulungsbetriebs organisiert die OFS oft den Transport der Ausrüstung mit schuleigenen Fahrzeugen, um die Belastung für die Schüler gering zu halten.
Die zentrale logistische Instanz: OFS Paragliding GmbH
Das Büro und das Kompetenzzentrum der Ostallgäuer Fliegerschule befinden sich in der Xaver-Martin-Str. 1 in 87616 Marktoberdorf. Hier erhalten Piloten nicht nur Informationen über die aktuellen Flugbedingungen, sondern auch Zugang zu modernster Ausrüstung und professionellem Service.
Kontaktinformation Detail Leitung
Hans E. Hoschka
Telefon
08342-899405
Mobil
0171-8703229
ofs-paragliding@t-online.de
Die Schule verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung im Flugsport, was sich in einer hocheffizienten Logistik widerspiegelt. Die Entscheidung, Bertoldshofen als Basis zu nutzen, basiert auf der jahrelangen Beobachtung der mikroklimatischen Vorteile dieses Standorts.
Meteorologische Bedingungen und aerodynamische Besonderheiten
Ein tiefes Verständnis der Wetterbedingungen ist in Bertoldshofen essentiell, da das Gelände im Übergangsbereich zum Hochgebirge liegt und somit sowohl von Flachlandthermik als auch von alpinen Windsystemen beeinflusst wird.
Windrichtungen und Startsicherheit
Die optimale Windrichtung für Bertoldshofen ist Ost (O). Bei dieser Anströmung wird der Übungshang laminar belüftet, was die Gefahr von Klappern in der Startphase minimiert.
Gefahrenquellen bei Westwind: Westliche Winde führen in Bertoldshofen zu einer Lee-Situation. Die hinter dem Startplatz liegenden Hügelkuppen und Bewaldungen verursachen Rotoren und turbulente Luftmassen, die für Anfänger hochgefährlich sein können. Starts bei spürbarem Westwind sind daher am Osthang grundsätzlich zu unterlassen.
Föhn-Einfluss: Das gesamte Ostallgäu ist eine klassische Föhnregion. Bei starkem Südwind (Föhn) kann die Luft über den Alpenkamm stürzen und im Vorland für unberechenbare Böen sorgen. Lokale Experten nutzen zur Einschätzung oft die Windstationen am Hahnenkamm oder Breitenberg, um frühzeitig vor Föhn-Durchbrüchen zu warnen.
Thermische Entwicklung und saisonale Zyklen
Das Gelände Bertoldshofen ist thermisch aktiver, als man es von einem reinen Übungshang erwarten würde. Die weiten Wiesenflächen im Osten (Geltnachwiesen) dienen als hervorragende Absorptionsflächen für Sonnenenergie.
Thermikzeiten: An sonnigen Tagen setzt die erste thermische Ablösung oft bereits am späten Vormittag ein. Für Schüler bedeutet dies, dass die frühen Morgenstunden für Gleitübungen in ruhiger Luft genutzt werden sollten, während der Mittag oft für theoretische Einweisungen oder Groundhandling bei kräftigerem Wind reserviert bleibt.
Beste Jahreszeit: Die Monate Mai bis September bieten die zuverlässigsten Bedingungen für thermisch orientiertes Fliegen. Im Vorfrühling (März/April) ist die Thermik oft kleinräumig und kräftig, was eine präzise Schirmkontrolle erfordert.
Flugphysikalische Betrachtungen am Standort
Die Effizienz eines Fluges in Bertoldshofen lässt sich durch grundlegende aerodynamische Formeln beschreiben. Die Gleitzahl G eines typischen Schulungsschirms (Klasse A) liegt bei etwa 8,5. Bei einem Start in 770 m NN und einer Landung in 710 m NN ergibt sich eine theoretische Flugstrecke s von:
s=h⋅G=60 m⋅8,5=510 m
In der Praxis wird diese Strecke durch den Vorwind oder thermische Aufwinde beeinflusst. Die notwendige Startgeschwindigkeit v wird durch die Auftriebsformel bestimmt:
L= 2 1
ρv 2 SC L
Da Bertoldshofen auf etwa 750 m Höhe liegt, ist die Luftdichte ρ geringfügig niedriger als auf Meereshöhe, was eine etwas höhere Laufgeschwindigkeit beim Start im Vergleich zu Küstengeländen erforderlich macht. Die Ostallgäuer Fliegerschule nutzt diesen Umstand, um Schülern von Beginn an eine aktive und dynamische Starttechnik zu vermitteln.
Die Ostallgäuer Fliegerschule (OFS): Ausbildungsmethodik und Innovation
Der Erfolg des Standorts Bertoldshofen ist untrennbar mit dem Ausbildungskonzept der OFS verbunden, die seit über vier Jahrzehnten den Standard in der Region setzt.
Das Dual-Lizenz-Konzept
Ein signifikanter Vorteil für Piloten in Marktoberdorf ist die integrierte Ausbildung für Hangstart und Windenschlepp. Dieser duale Ansatz eröffnet Piloten wesentlich mehr Möglichkeiten, auch bei ungünstigen alpinen Bedingungen im Flachland in die Luft zu kommen.
Hangstart-Berechtigung (Alpin): Schulung an den Hängen von Bertoldshofen und später an den Alpenrandbergen wie dem Tegelberg oder in Südtirol (Meransen).
Windenschlepp-Berechtigung: Nutzung der weiten Ebenen rund um Marktoberdorf für den Schleppbetrieb, der Höhenflüge unabhängig von der Thermik ermöglicht.
Einsatz moderner Technologie: Single Skin Gleitschirme
Die OFS war eine der ersten Schulen, die konsequent auf "Single Skin"-Technologie (Einhaut-Schirme) in der Schulung setzte. Diese Schirme verfügen über kein klassisches Untersegel und zeichnen sich durch ein extrem geringes Gewicht und ein außergewöhnlich einfaches Startverhalten aus. Für das Gelände Bertoldshofen bedeutet dies eine erhebliche Steigerung der Sicherheit, da der Schirm bereits bei geringstem Impuls über den Piloten steigt und keine Tendenz zum Hängenbleiben oder Vorschießen zeigt.
Psychologische und physische Anforderungen
Die Ausbildung in Bertoldshofen stellt spezifische Anforderungen an die Teilnehmer. Eine gute Bewegungskoordination und eine solide Grundfitness sind vorteilhaft, da das Gelände durch das Fehlen einer Bergbahn physisches Engagement verlangt. Die Schule legt großen Wert auf eine individuelle Betreuung in kleinen Gruppen, um der "touristischen Massenabfertigung" entgegenzuwirken.
Luftraummanagement und Sicherheitsprotokolle
Die Lage von Marktoberdorf erfordert von Piloten eine hohe Aufmerksamkeit in Bezug auf die Luftraumstruktur, da sich in der Nähe bedeutende Verkehrsflughäfen und militärische Zonen befinden.
Relevante Lufträume und Beschränkungen
Südwestlich von Bertoldshofen liegt der Flughafen Memmingen (Allgäu Airport). Dessen kontrollierter Luftraum (Klasse D) und die zugehörige TMZ (Transponder Mandatory Zone) müssen von Gleitschirmfliegern strikt beachtet werden.
Flughöhen: Ohne Transponder und Freigabe ist das Steigen in bestimmte Höhenstufen begrenzt. Piloten sollten sich vor jedem Flug über die aktuellen ICAO-Karten und NOTAMs informieren.
Militärischer Flugbetrieb: In der Region findet regelmäßig militärischer Tiefflugverkehr statt. Kampfflugzeuge und Transportmaschinen nutzen das Alpenvorland oft als Übungskorridor in Höhen unter 2000 ft GND. Eine aufmerksame Luftraumbeobachtung ist daher unerlässlich.
Notfallmanagement und Erste Hilfe
Für den Fall eines Unfalls in Bertoldshofen sind klare Protokolle etabliert. Der Verein Ostallgäuer Gleitschirmflieger e.V. betont die Wichtigkeit der Rettungskette.
Notruf: Die europäische Notrufnummer 112 ist der primäre Kontaktpunkt. Bei einem Unfall sollten Details wie die Farbe des Schirms, die genaue Position am Hang und die Art der Verletzung gemeldet werden.
Spezifische Maßnahmen: Aufgrund der Erreichbarkeit per PKW ist die Rettung in Bertoldshofen meist unkomplizierter als im alpinen Gelände. Dennoch müssen Ersthelfer auf den Eigenschutz achten und die Unfallstelle absichern.
Baumlandungen: Obwohl die Hänge in Bertoldshofen weitgehend offen sind, finden sich am Rand Bewaldungen. Das Mitführen einer Rettungsschnur und Kenntnisse im Abseilen werden für fortgeschrittene Piloten empfohlen, falls sie bei thermischen Flügen in den Randbereich geraten.
Das fliegerische Umfeld: Streckenflug und XC-Potenzial
Bertoldshofen ist zwar ein Übungsgelände, aber es ist in ein Netzwerk von erstklassigen Streckenfluggebieten eingebettet. Piloten, die ihre Grundausbildung in Bertoldshofen abgeschlossen haben, finden in unmittelbarer Nähe diverse Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.
Regionale Flugberge im "Vitalen Land"
Das Ostallgäu bietet ein Verbundsystem von Flugbergen, die oft mit der "Vitales Land"-Karte oder speziellen Landekarten zugänglich sind.
Berg Entfernung Charakteristik Buchenberg ca. 12 km
Ideal für Einsteiger, thermisch sanft, tolles Panorama auf die Schlösser
Tegelberg ca. 18 km
Anspruchsvoll, alpiner Startplatz, oft stark frequentiert, Einstieg in große XC-Routen
Breitenberg ca. 25 km
Thermik-Hotspot, Ausgangspunkt für Flüge ins Lechtal oder Richtung Tannheimer Tal
Neunerköpfle ca. 30 km
Beliebtes Gelände in Tirol, sehr einfach zu fliegen, große Landewiesen
XC-Perspektiven von Marktoberdorf aus
Streckenflüge, die direkt in Bertoldshofen starten, sind aufgrund der geringen Ausgangshöhe am Hang selten. Jedoch ist der Windenschlepp ein potenzielles Sprungbrett für Streckenflüge im Flachland. Erfahrene Piloten nutzen die Thermik über den Geltnachwiesen, um sich Richtung Auerberg oder weiter zu den Ammergauer Alpen vorzuarbeiten.
Experten-Tipps und "Local Knowledge"
Der wahre Mehrwert eines Guides liegt in den Details, die nicht in offiziellen Datenbanken stehen. Hier sind die Erkenntnisse lokaler Piloten und Fluglehrer:
Fehlervermeidung beim Start: Viele Neulinge neigen dazu, den Schirm in Bertoldshofen zu früh "auszuhebeln", also sich ins Gurtzeug zu setzen, bevor der Schirm sicher trägt. Wegen der flachen Neigung des Hangs führt dies oft zu einer ungewollten Landung nach wenigen Metern. Tipp: Laufen Sie bis zur Landewiese durch, auch wenn Sie schon in der Luft sind.
Die "Haus-Thermik": An Tagen mit leichtem Ostwind bildet sich oft eine zuverlässige Ablösung über der kleinen Baumgruppe nördlich des Startplatzes. Lokale Piloten nutzen diesen "Hausbart", um an Höhe zu gewinnen, bevor sie das Tal überqueren.
Groundhandling als Training: Bertoldshofen ist einer der besten Orte im Allgäu für intensives Groundhandling. Der konstante Wind aus dem Tal ermöglicht es, den Schirm stundenlang über dem Kopf zu führen, was die Startsicherheit für alpine Gelände massiv erhöht.
Webcam-Strategie: Nutzen Sie nicht nur die Webcam von Marktoberdorf. Die lokale Szene schaut oft auf die Panoramabilder des Tegelbergs und des Breitenbergs, um die Wolkenbasis und die Schichtungsstabilität über dem Alpenrand zu beurteilen.
Touristisches Umfeld: Kulinarik und Beherbergung
Nach einem langen Tag am Übungshang oder in der Luft ist die soziale Komponente des Fliegens von hoher Bedeutung. Bertoldshofen und Marktoberdorf bieten hier eine Infrastruktur, die bayerische Gemütlichkeit mit hoher Qualität verbindet.
Gastronomie für Piloten
Der Landgasthof Königswirt in Bertoldshofen ist der inoffizielle Stammtisch der Fliegerszene.
Königswirt: Dieses historische Haus (über 300 Jahre alt) wurde liebevoll renoviert und bietet eine "Königsstube" im Altholz-Look. Die Küche ist regional und saisonal geprägt. Besonders beliebt sind die "Wildwochen" mit Fleisch von Bertoldshofener Jägern sowie die Fondue-Abende. Die Nähe zum Fluggelände macht es zum perfekten Ort für das "After-Flight-Beer" und das Debriefing des Schulungstages.
Restaurant Zum Sailer: In Marktoberdorf gelegen, bietet dieses Haus eine kreative Mischung aus Allgäuer und österreichischer Küche. In der "Dieselrossstube" oder der "Braumeisterstube" lässt es sich in gediegenem Ambiente speisen. Es ist bekannt für seine hausgemachten Spezialitäten und die Verwendung regionaler Produkte.
Restaurant Weitblick: Für Piloten, die den Tag mit einem Blick über ihr Flugrevier abschließen möchten, bietet dieses Restaurant auf der Schongauer Straße 48 ein entsprechendes Panorama.
Übernachtungsmöglichkeiten
Für Teilnehmer an Kompaktkursen oder Gastflieger stehen verschiedene Unterkünfte zur Verfügung:
Königswirt Apartments: Komfortable Übernachtung direkt in Bertoldshofen, ideal für kurze Wege zum Hang.
Ferienwohnungen in Marktoberdorf: Es gibt zahlreiche private Anbieter, die sich auf Sporttouristen eingestellt haben. Viele bieten kostenlose Parkplätze und eine ruhige Lage, was für die Regeneration nach einem anstrengenden Trainingstag wichtig ist.
Camping: In der Region um Füssen und Halblech (ca. 15–20 Min. Fahrt) befinden sich erstklassige Campingplätze direkt an den Seen (z.B. Forggensee, Bannwaldsee), die eine hohe Dichte an Gleitschirmfliegern aufweisen.
Zusammenfassung und Ausblick
Bertoldshofen repräsentiert das Fundament des Flugsports im Ostallgäu. Es ist ein Gelände, das durch seine Schlichtheit besticht, aber durch die dort ansässige Fachkompetenz der Ostallgäuer Fliegerschule zu einem Hochleistungszentrum der Ausbildung wird. Während andere Gebiete mit Höhenmetern glänzen, punktet Bertoldshofen mit Sicherheit, Startsicherheit und einer tief verwurzelten Gemeinschaft.
Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass das gute Verhältnis zwischen der Fliegerschule, dem lokalen Verein und der Landwirtschaft bestehen bleibt. Die Einhaltung der Geländeregeln und ein respektvoller Umgang mit der Natur sind die Garanten dafür, dass Bertoldshofen auch in den nächsten Jahrzehnten der Ort sein wird, an dem Träume vom Fliegen wahr werden. Piloten, die diesen Standort besuchen, sollten sich nicht von der geringen Höhe täuschen lassen – jeder Meter hier ist eine Investition in eine lebenslange, sichere Flugkarriere.