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Almkopf

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:47.4155°N, 10.7659°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Almkopf Startplatz

Start
Höhe1770m ü. M.
Koord.47.4155, 10.7659
WindN
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Almkopf Landeplatz

Landung
Höhe1062m ü. M.
Koord.47.4237, 10.7831
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Das Almkopf-Kompendium: Ein umfassender, aerologischer und logistischer Leitfaden für Piloten in der Tiroler Zugspitz Arena

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Einleitung: Der Wächter des Zwischentoren

In der komplexen Topographie der Nordalpen gibt es Fluggebiete, die durch ihre Prominenz bestechen – wie der benachbarte Grubigstein in Lermoos mit seinem direkten Blick auf die Zugspitze – und es gibt solche, die durch ihre aerologische Raffinesse und strategische Bedeutung für den Streckenflug glänzen. Der Almkopf, eine 1.802 Meter hohe, sanft geschwungene Graskuppe zwischen den Orten Bichlbach und Berwang, fällt zweifellos in die zweite Kategorie. Während er in den offiziellen Datenbanken oft nur als familienfreundliches Fluggelände mit einfacher Infrastruktur gelistet wird, offenbart sich dem erfahrenen Piloten bei näherer Betrachtung ein hochkomplexes System aus lokalen Windphänomenen, thermischen Triggern und taktischen Herausforderungen.

Dieser Bericht dient nicht nur als bloße Geländebeschreibung, sondern als tiefgreifende Analyse für Gleitschirmflieger, die das "Warum" hinter den Luftbewegungen verstehen wollen. Wir betrachten den Almkopf nicht isoliert, sondern als integralen Bestandteil des Zwischentoren-Systems – jenes markanten Talabschnitts, der das Außerfern mit dem Lermooser Becken verbindet und als meteorologische Düse fungiert. Wer hier fliegt, bewegt sich in einem Strömungskanal, dessen Beherrschung den Unterschied zwischen einem entspannten Soaring-Nachmittag und einer turbulenten Außenlandung ausmacht.

Die Relevanz dieses Geländes wird oft unterschätzt. Es ist nicht nur ein Startplatz, sondern ein "aerologischer Schalter". Durch seine exponierte Lage am Knick des Talsystems reagiert der Almkopf sensibel auf überregionale Druckdifferenzen zwischen dem bayerischen Flachland im Norden und den inneralpinen Tälern im Süden. Für den Streckenpiloten ist er das Sprungbrett in die Lechtaler Alpen; für den Genussflieger bietet er – bei korrektem Timing – eines der zuverlässigsten Soaring-Reviere der Region.

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Geographische Einordnung und Topographie

Der Almkopf erhebt sich als begrünter Dom direkt über der Ortschaft Bichlbach (1.079 m) und dem höher gelegenen Berwang (1.336 m), dem höchstgelegenen Ort der Tiroler Zugspitz Arena. Diese Höhendifferenz von rund 720 Metern zum Hauptlandeplatz in Bichlbach mag auf dem Papier moderat erscheinen, doch die geographische Ausrichtung des Tals von Nordwest nach Südost ist der entscheidende Faktor.

Im Norden wird das Gebiet von den Ammergauer Alpen begrenzt, die als Barriere gegen kalte Nordwinde fungieren, diese aber oft als "Bayerischen Wind" in das Tal leiten. Im Süden ragen die schroffen Kalkwände der Lechtaler Alpen auf, allen voran der Thaneller und die Gartner Wand, die als primäre Thermikmotoren fungieren. Im Osten thront das Zugspitzmassiv, das nicht nur als visuelle Referenz dient, sondern auch das Talwindsystem maßgeblich durch seine Abschattung und thermische Aufheizung beeinflusst.

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Meteorologie und Aerologie: Die Physik des Zwischentoren

Um den Almkopf sicher zu befliegen, ist ein Verständnis der unsichtbaren Luftströme unerlässlich, die das Zwischentoren-Tal durchziehen. Es handelt sich hierbei nicht um simplen "Wind", sondern um ein hydrodynamisches System, das durch orographische Verengungen und thermische Saugwirkungen angetrieben wird.

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Der Düseneffekt (Venturi-Prinzip)

Das Tal verengt sich signifikant zwischen den Ortschaften Heiterwang und Bichlbach. Physikalisch betrachtet wirkt dieser Talabschnitt wie eine Venturi-Düse. Wenn die thermische Aufheizung im weiten Kessel von Lermoos und Ehrwald ein lokales Hitzetief erzeugt, wird kühlere Luft aus dem Reuttenener Becken und dem Voralpenland angesaugt.

Diese Luftmasse muss das Nadelöhr des Zwischentoren passieren. Gemäß der Kontinuitätsgleichung der Strömungslehre muss die Luftmasse bei verringertem Querschnitt beschleunigen. Für den Piloten bedeutet dies: Während am Startplatz am Vormittag noch Windstille herrschen kann, baut sich im Talboden bereits eine laminare Strömung auf. Diese erreicht oft gegen 13:00 oder 14:00 Uhr ihre maximale Intensität und kann Windgeschwindigkeiten von 25 bis 30 km/h am Landeplatz erreichen – Werte, die für Gleitschirme im Grenzbereich liegen.

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Der Tagesgang des Windsystems

Das Verständnis des zeitlichen Verlaufs ist der kritischste Sicherheitsfaktor am Almkopf. An einem typischen Sommertag mit thermischer Aktivität lässt sich folgende Chronologie beobachten, die aus den Analysen der lokalen Flugschulen und Wetterstationen synthetisiert wurde:

Phase 1: Die Ruhe vor dem Sturm (08:00 – 10:30 Uhr) In den frühen Morgenstunden ist das Tal meist windstill oder von leichtem bergab strömendem Kaltluftabfluss (Katabatik) geprägt. Dies ist das Zeitfenster für Anfänger und Genussflieger ("Abgleiter"). Die Luft ist ruhig, die Thermik noch nicht entwickelt.

Phase 2: Das thermische Erwachen (10:30 – 12:30 Uhr) Die Ostflanken Richtung Berwang und die Südostflanken des Almkopfes beginnen zu "ziehen". Erste thermische Ablösungen sind spürbar. Der Talwind setzt langsam ein, ist aber noch moderat (5-10 km/h). Dies ist der optimale Zeitpunkt für den Einstieg in die Thermik, bevor der Talwind die dominierende Kraft wird.  

Phase 3: Die Düse (13:00 – 16:00 Uhr) Der Talwind erreicht sein Maximum. Am Landeplatz in Bichlbach herrschen nun oft straffe Nordwest-Winde. Am Startplatz kann dies zu einer Vermischung von thermischem Aufwind und dynamischem Hangaufwind führen. Wer jetzt startet, muss routiniert im Starkwindhandling sein (Rückwärtsaufziehen ist obligatorisch). Die Landung wird anspruchsvoll, da die Leewirkung von Hindernissen zunimmt.

Phase 4: Die Restitution / Das Soaring (16:30 – Sonnenuntergang) Wenn die Sonneneinstrahlung nachlässt, wird die Thermik schwächer, und der Talwind laminarer. Oft entsteht nun der sogenannte "Magic Lift" oder eine Restitution, bei der die Wärmeabstrahlung des Talbodens und der Wälder ein großflächiges, sanftes Steigen ermöglicht. Dies ist die Zeit der "Feierabendflieger", die im laminaren Wind vor dem Startplatz soaren.

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Der Bayerische Wind

Ein lokales Phänomen, das häufig in Pilotenkreisen diskutiert wird, ist der Einfluss des "Bayerischen Windes". Wenn überregional eine leichte Nordströmung herrscht, drückt diese Luftmasse zusätzlich über die Pässe in das Außerfern. Da der Almkopf-Startplatz nach Nord/Nordwest ausgerichtet ist, kann dieser Wind das Soaring begünstigen. Gefahrenhinweis: Ist der überregionale Meteowind aus Nord zu stark (über 15-20 km/h auf 2.000m), addiert er sich zum thermischen Talwind. Diese Superposition kann am Startplatz zu unfliegbaren Windgeschwindigkeiten führen und erzeugt im Lee des Almkopfes (Richtung Berwang/Rinnen) massive Turbulenzen.

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Logistik und Zugang: Der Weg zum Start

Anders als viele hochalpine Startplätze, die nur mühsam erreichbar sind, profitiert der Almkopf von der touristischen Infrastruktur der Skiarena Berwang-Bichlbach. Dennoch gibt es logistische Feinheiten, die insbesondere für Erstbesucher überraschend sein können.

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Die "Letzte Meile": Eine physische Barriere

Ein Detail, das in Kurzbeschreibungen oft übersehen wird, ist die Diskrepanz zwischen Bahnstation und Startplatz. Sowohl die Almkopfbahn aus Bichlbach als auch die Sonnalmbahn aus Berwang enden an der Heiterwanger Hochalm auf 1.620 Metern. Der eigentliche Startplatz befindet sich jedoch am Gipfel auf ca. 1.800 Metern.  

Implikation für Piloten: Nach der Auffahrt ist ein Fußmarsch von 15 bis 20 Minuten erforderlich. Der Weg führt über einen geschotterten Forstweg und einen Bergpfad stetig bergauf.

Ausrüstungstipp: Wer mit schwerer Gurtzeug-Kombination und 30kg-Ausrüstung anreist, wird hier ins Schwitzen kommen. Ein leichtes Hike & Fly-Equipment oder ein gut tragbarer Rucksack ist dringend empfohlen.

Schuhwerk: Aufgrund des Anstiegs sind stabile, knöchelhohe Bergschuhe nicht nur für die Sicherheit bei Start und Landung, sondern bereits für den Zustieg obligatorisch.

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Die Aufstiegsvarianten im Vergleich

Um die Logistik zu optimieren, lohnt sich ein Vergleich der Optionen. Für Piloten, die am Hauptlandeplatz in Bichlbach landen wollen, ist die Almkopfbahn die logische Wahl, da Start- und Endpunkt der Reise identisch sind.

Feature Almkopfbahn (Bichlbach) Sonnalmbahn (Berwang) Hike & Fly (ab Bichlbach) Talstation Höhe 1.079 m 1.336 m 1.079 m Bahn-Typ Kombibahn (Gondel/Sessel) 4er Sesselbahn - Ziel Landeplatznähe (Auto) Ortszentrum Berwang Gipfel Nachteil Längere Fahrzeit Auto steht nicht am Landeplatz Physisch fordernd (ca. 730 hm) Preis (Berg- & Talfahrt)

Erw: 21,00 €

Erw: 20,00 €

Kostenlos Betriebszeiten (Winter) 08:30 - 16:15 Uhr 08:50 - 16:15 Uhr Jederzeit  

Hinweis zu den Preisen: Die genannten Preise beziehen sich auf die Wintersaison 2025/2026 für Fußgänger. In der Sommersaison können die Preise leicht variieren, bewegen sich aber im ähnlichen Rahmen. Die "Tiroler Zugspitz Arena" Gästekarte bietet oft Ermäßigungen.

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Hike & Fly: Die sportliche Alternative

Der Almkopf eignet sich hervorragend für Hike & Fly, besonders in der Zwischensaison (Frühling/Herbst), wenn die Bahnen geschlossen sind. Der Aufstieg erfolgt meist über die Forstwege von Bichlbach Richtung Hochalm.

Dauer: Ca. 1,5 bis 2 Stunden bei moderatem Tempo.

Route: Start am Parkplatz der Almkopfbahn, der Beschilderung zur Hochalm folgen, dann weiter zum Gipfelkreuz.

Vorteil: Man kann bereits früh morgens (vor 9:00 Uhr) am Startplatz stehen, bevor der Bahnbetrieb beginnt und die Thermik zu stark wird.

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Der Startplatz: Almkopf Gipfel (1.802 m)

Am Gipfel angekommen, eröffnet sich ein weitläufiges, kuppelförmiges Gelände. Die Topographie des Startplatzes ist entscheidend für die Starttechnik.

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Charakteristik und Gefahren

Der Startplatz ist eine konvexe Wiese (Kuppe). Das bedeutet, das Gelände fällt zunächst flach ab und wird dann steiler.

Orientierung: Nord, Nord-West, Nord-Ost. Die Kuppe erlaubt Starts in einen Sektor von fast 180 Grad.

Gefahr bei Leichtwind: Durch die konvexe Form kann der Pilot den "Abbriss" (den Punkt, an dem das Gelände steil genug zum Abheben ist) vom Auslegeplatz aus oft nicht sehen. Dies erfordert ein entschlossenes Anlaufen ("Laufen bis man fliegt"), da man sonst Gefahr läuft, den Startlauf zu früh abzubrechen.

Gefahr bei Starkwind: Wenn der Wind stark über die Kuppe bläst, entsteht im flachen oberen Bereich eine Zone mit beschleunigter Luft (Kompressionszone). Hier kann der Schirm beim Aufziehen sehr impulsiv reagieren und den Piloten aushebeln.

Untergrund: Almwiese. Im Spätsommer können Disteln und Weidevieh-Hinterlassenschaften stören, aber generell ist der Untergrund leinenschonend.

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Alternative Startplätze

Neben dem Hauptgipfel gibt es Hinweise auf alternative Startmöglichkeiten bei tieferer Basis. Die Flugschule Alex Rauter erwähnt einen Startplatz an der Wolfratshauser Hütte auf 1.753 m, der etwa 15 Minuten Fußmarsch von der Bergstation entfernt liegt. Dieser ist oft nutzbar, wenn der Gipfel in Wolken gehüllt ist. Experten-Tipp: Nutzen Sie diese Alternative nur nach Rücksprache mit lokalen Piloten, da tiefere Startplätze im Waldschneisenbereich anfälliger für Rotoren sind.

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Flugtaktik und Streckenflug (XC)

Sobald der Pilot in der Luft ist, ändert sich die Taktik je nach Tageszeit und Ambition massiv. Der Almkopf bietet drei primäre "Spielwiesen".

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Soaring am Nordhang (Der "Local"-Modus)

Wenn am Nachmittag der Talwind mit 15-20 km/h aus Nordwest anströmt, verwandelt sich die Nordflanke des Almkopfes in ein dynamisches Aufwindband.

Die Technik: Piloten fliegen Achter direkt vor dem Startplatz und entlang des Grates Richtung Hochalm.

Der "Hausbart": Oft löst sich thermisch unterstützte Luft an der Waldkante unterhalb der Gondelbahn ab. Dies ist der "Hausbart", der ein Überhöhen des Gipfels ermöglicht.

Verkehrsregeln: Da der Raum begrenzt ist und oft von Tandems und Schulungspiloten genutzt wird, gilt strikte Disziplin: Ausweichen nach rechts, Hangflugregeln beachten (Berg zur Rechten hat Vorfahrt).

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Der Thermikeinstieg und Übergang zum Thaneller

Für XC-Piloten ist der Almkopf meist nur der Startpunkt. Das Ziel ist der Anschluss an die massiven Felswände der Lechtaler Alpen.

Die Transition: Nach dem Überhöhen am Almkopf (idealerweise 300-400 m über Start) erfolgt die Querung des Tales nach Westen zum Thaneller oder zum Roten Stein.

Warum? Der Thaneller ist ein riesiger Felskoloss, der zuverlässige und starke Thermik produziert. Er ist das Tor zum Lechtal.

Risiko: Die Talquerung führt durch den "Düsenbereich" des Zwischentoren. Ein Absaufen hier bedeutet eine Landung im Talwind, oft fernab des offiziellen Landeplatzes.

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Typische XC-Routen

Obwohl der Almkopf kein Weltrekord-Berg wie der Grente ist, sind FAI-Dreiecke zwischen 30 und 50 km gut machbar.

Die Lechtal-Route (West): Almkopf -> Thaneller -> Gartner Wand -> Hahnenkamm -> zurück. Dies ist eine klassische "Out-and-Return"-Strecke entlang der Bergkette.  

Die Zugspitz-Querung (Ost): Almkopf -> Lermoos/Grubigstein. Diese Route erfordert das Queren des Lermooser Beckens. Sie bietet spektakuläre Ausblicke auf die Zugspitze, ist aber aerologisch anspruchsvoll, da man gegen den oft vorherrschenden Westwind zurückfliegen muss.

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Der Landeplatz Bichlbach: Kritische Sicherheitsanalyse

Der Landeplatz in Bichlbach (1.062 m) ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob ein Flug sicher endet. Hier manifestieren sich die Tücken des Talwindsystems am stärksten.

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Lage und Infrastruktur

Der offizielle Landeplatz befindet sich südöstlich der Talstation der Almkopfbahn.

Koordinaten: N 47°24'55.70" E 10°45'57.24".

Beschaffenheit: Große, flache Wiese.

Erreichbarkeit: Fußläufig (wenige Minuten) zur Bahnstation und zum Parkplatz.

Windsack: Gut sichtbar am Rand des Feldes.

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Die Talwind-Falle und Hindernisse

Dies ist der wichtigste Sicherheitsabschnitt dieses Guides.

Windrichtung: Der Talwind weht im Zwischentoren fast immer von Reutte nach Lermoos (von Nordwest nach Südost).

Hindernis "Stromleitung": Hochspannungsleitungen verlaufen durch das Tal. Sie sind bei flachem Licht oder vor dunklem Waldhintergrund schwer zu erkennen. Ein gründlicher Check der Leitungsverläufe vor dem Flug (z.B. auf Google Earth oder vor Ort) ist lebenswichtig.  

Hindernis "Baumreihe" & Rotor: Am Landeplatz gibt es Baumreihen und Gebäude, die quer zur Windrichtung stehen können. Wenn der Talwind stark ist, bilden sich dahinter ausgeprägte Lee-Rotoren.

Gefahr: Wer zu tief hinter den Bäumen anfliegt, kann in abwindige Zonen geraten und unkontrolliert durchsacken.

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Lande-Taktik: Die "Krabben"-Technik

Aufgrund des starken Talwindes ist eine Standard-Landeeinteilung (Schulmäßig Rechteck) oft nicht möglich oder gefährlich.

Die Position: Setzen Sie den Abbauraum (Position) luvseitig (windwärts) des Landeunktes an. Lassen Sie sich keinesfalls hinter den Landepunkt treiben ("Point of no Return"), da Sie gegen den Starkwind oft nicht mehr vorwärts kommen.  

Achten statt Kreisen: Fliegen Sie keine Vollkreise im Endanflug. Nutzen Sie die "Achter"-Technik (Figure-Eight) gegen den Wind. Dabei "krabbt" man seitlich versetzt, hält die Nase aber immer im Wind. Dies verhindert, dass man mit hoher Geschwindigkeit windabwärts getrieben wird.

Vorhalten: Planen Sie die Landung im vorderen Drittel des Feldes. Dies gibt Ihnen Reserve, falls der Wind Sie weiter nach hinten schiebt als geplant.

Experten-Hinweis zur Volte: Während standardmäßig oft eine Linksvolte geflogen wird, kann der Talwind eine Anpassung erzwingen. In Pilotendiskussionen (u.a. zum Tannheimer Tal, aber physikalisch übertragbar) wird bei starkem Talwind oft eine Rechtsvolte empfohlen, wenn die Topographie dies begünstigt, um nicht in das Lee von Hindernissen gedrückt zu werden. Prüfen Sie immer die aktuelle Beschilderung am Landeplatz.

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Sicherheit, Luftraum und Regeln

Der Almkopf liegt zwar abseits der großen Kontrollzonen (CTR) von Innsbruck, erfordert aber dennoch Aufmerksamkeit bezüglich Luftraumstruktur und Naturschutz.

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Luftraumstruktur und LOIR

Der Flugplatz Reutte-Höfen (LOIR) liegt nur wenige Kilometer nordwestlich im Talkessel von Reutte.

Segelflug-Sektoren: Reutte ist ein sehr aktiver Segelflugplatz. Segelflieger nutzen die Kämme von Thaneller und Almkopf oft für den Einstieg in die Thermik. Begegnungen sind häufig. Das Prinzip "Sehen und Gesehen werden" ist überlebenswichtig.

Frequenzen: Es ist ratsam, die Frequenz des Flugplatzes Reutte (122.405 MHz) zumindest als Hörbereitschaft zu rasten, um über Windenbetrieb oder Anflüge informiert zu sein.  

Grenzbereich: Die deutsche Grenze verläuft nördlich des Kammes. Stellen Sie sicher, dass Sie Ausweispapiere mitführen, falls eine Außenlandung in Bayern erfolgt.

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Naturschutz und Landwirtschaft

Das Gebiet ist landwirtschaftlich genutzt.

Landeverbot in hohem Gras: Landen Sie strikt nur auf den gemähten Flächen oder dem offiziellen Landeplatz. Das Landen in hohem Futtergras ("Futterwiesen") führt zu Konflikten mit den Landwirten und kann zur Schließung des Geländes führen.

Wildschutz: Meiden Sie im Frühjahr (Setzzeit) tiefe Überflüge über Gratbereiche, um Gämsen und anderes Wild nicht zu stören.

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Notfallnummern

Alpiner Notruf: 140 (Österreich) oder 112 (Euro-Notruf).

Flugschule: Alex Rauter GmbH: +43 660 4616 505 (Für lokale Hilfe oder Informationen).

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Infrastruktur und Insider-Tipps

Um den Flugtag perfekt zu machen, lohnt sich ein Blick auf die lokalen Ressourcen und Geheimtipps.

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Flugschule und Tandem

Die Flugschule Alex Rauter ist der Platzhirsch vor Ort. Sie betreibt nicht nur den Shop in Lermoos, sondern ist auch Ansprechpartner für Tageszulassungen (sofern erforderlich für kommerzielle Tandems) und bietet Ausbildung sowie Tandemflüge an.

Kontakt: Juch 3, A-6631 Lermoos.

Service: Die Flugschule ist eine wertvolle Informationsquelle für aktuelle Wetterbedingungen, die über die allgemeinen Apps hinausgehen.

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Webcams und Wetter-Check

Verlassen Sie sich nicht nur auf die Prognose. Nutzen Sie die Webcams, um die reale Situation zu prüfen.

Sonnalmbahn Bergstation (1.622 m): Gibt Aufschluss über die Wolkenbasis und Windfahnen am Berg.

Egghof Sunjet (1.349 m): Zeigt die Situation im Mittelstationsbereich.  

Indikator Heiterwanger See: Ein Blick auf den Heiterwanger See (wenn sichtbar oder über Webcams in der Nähe) kann die Stärke des Talwindes verraten. Schaumkronen auf dem See sind ein klares "No-Go" für den Almkopf.

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Die "Magic Hour"

Im Spätsommer (August/September) beruhigt sich der aggressive Talwind oft gegen 17:30 Uhr. Was folgt, ist eine Phase der Ruhe, in der die Restwärme der Wälder und Wiesen ("Restitution") abgegeben wird. Dies ermöglicht butterweiches Soaring im goldenen Abendlicht – ein absoluter Geheimtipp für Fotografen und Genussflieger.

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Alternativen bei Starkwind (Föhn)

Wenn der Südföhn bläst, ist der Almkopf (wie fast alle Nordalpen-Spots) unliegbar und gefährlich.

Plan B: Besuchen Sie die Highline179 in Reutte – eine spektakuläre Hängebrücke.

Plan C: Ein Ausflug zum Plansee oder Heiterwanger See bietet Erholung am Wasser.

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Fazit: Ein Juwel für den denkbaren Piloten

Der Almkopf ist weit mehr als nur ein "Abgleiterberg" neben dem prominenten Grubigstein. Er ist ein Lehrsaal für Talwindsysteme und ein strategischer Ausgangspunkt für Flüge in die Lechtaler Alpen. Seine scheinbare Einfachheit täuscht über die komplexen aerologischen Mechanismen des Zwischentoren hinweg.

Für den Piloten, der bereit ist, sich mit der Meteorologie auseinanderzusetzen, die Startzeiten diszipliniert zu wählen (Thermik vor 13 Uhr, Soaring nach 16 Uhr) und die physische Hürde des Aufstiegs zu nehmen, bietet der Almkopf ein Flugerlebnis von seltener Qualität: weniger überlaufen als Lermoos, landschaftlich reizvoll und fliegerisch ehrlich.

Respektieren Sie die Düse, achten Sie auf die Leitungen und genießen Sie den Blick auf die Zugspitze aus der ersten Reihe – aber mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

Fly safe, land soft.

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