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Schleppwiese Vierruthenberg

Startplätze:1
Koord.:52.8558°N, 12.8043°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Schleppwiese Vierruthenberg

Start
Höhe43m ü. M.
Koord.52.8558, 12.8043
WindO, W
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Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Das Nirvana des Flachlands: Ein umfassendes Kompendium zur Schleppwiese Vierruthenberg

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Einleitung: Die Faszination der brandenburgischen Thermik

Die Wahrnehmung des Gleitschirmfliegens ist in der öffentlichen Vorstellung – und oft auch in der der Piloten selbst – untrennbar mit alpinen Panoramen, schroffen Felswänden und Bergbahnen verbunden. Doch abseits der massentouristischen Fluggebiete der Alpen, in den weiten, offenen Ebenen Norddeutschlands, existiert eine disziplinierte und taktisch anspruchsvolle Subkultur des Sports: das Flachlandfliegen. In diesem Kontext hat sich die Schleppwiese Vierruthenberg bei Langen, unweit von Neuruppin, als eine der herausragenden Startplätze etabliert.  

Dieser Ort ist kein gewöhnlicher Flugplatz. Er ist ein Brennglas für meteorologisches Verständnis. Hier, wo keine Bergflanke den Aufwind mechanisch erzwingt, ist der Pilot gezwungen, die Luftmasse zu lesen, die feinen Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit zu interpretieren und die unsichtbaren Zyklen der Natur zu verstehen. Die Schleppwiese Vierruthenberg, gelegen auf den Koordinaten 52°51'20"N, 12°48'15"O, bietet genau diese puristische Erfahrung.  

Dieser Bericht dient nicht nur als bloße Erweiterung des offiziellen DHV-Eintrags. Er ist eine tiefgehende Analyse der aerologischen, logistischen und regulatorischen Ökosysteme, die dieses Fluggebiet definieren. Er stellt das enorme Streckenflugpotenzial den spezifischen Herausforderungen der Region gegenüber – insbesondere der Nähe zu sensiblen Vogelschutzgebieten wie den Linumer Teichen und der komplexen Luftraumstruktur im Speckgürtel Berlins. Ziel ist es, dem erfahrenen Piloten wie auch dem ambitionierten Neueinsteiger im Flachland ein Werkzeug an die Hand zu geben, das weit über Basisinformationen hinausgeht.

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Die Landschaftsmorphologie des Ruppiner Landes

Der Startplatz liegt auf einer Höhe von 52 Metern über dem Meeresspiegel (MSL). Der umgebende Talboden in Langen befindet sich auf etwa 37 Metern, was eine topografische Höhendifferenz von lediglich 15 Metern ergibt. Diese Zahl mag für einen Alpenpiloten vernachlässigbar erscheinen, doch im Kontext des Windenschlepps ist die natürliche Erhebung irrelevant; der "Berg" wird hier durch die Winde und die Länge der Schleppstrecke künstlich erzeugt.  

Die Umgebung ist charakteristisch für das brandenburgische Havelland und das Ruppiner Land: eine Weichsel-kaltzeitlich geprägte Platten- und Niederungslandschaft. Das Gelände besteht aus weitläufigen Ackerflächen, durchzogen von Entwässerungsgräben und gesäumt von Baumreihen und Alleen. Diese fast hindernisfreie Topografie ist eines der größten Sicherheitsassets des Fluggebiets, da Außenlandungen praktisch überall stressfrei möglich sind. Der Boden ist typisch für die Region sandig bis lehmig. Sandböden haben die physikalische Eigenschaft, sich schnell zu erwärmen, aber Wärme auch schnell wieder abzugeben – ein entscheidender Faktor für die Thermikentstehung, auf den in Abschnitt 5 näher eingegangen wird.

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Die Infrastruktur der Schleppstrecke

Der Flugbetrieb auf der Schleppwiese Vierruthenberg wird als reiner Windenschleppbetrieb durchgeführt. Die technischen Parameter der Strecke sind variabel und hängen stark von der landwirtschaftlichen Nutzung ab, was eine dynamische Planung seitens der Piloten erfordert.

Schleppstreckenlänge: Die Standardlänge variiert, doch das wahre Potenzial des Geländes entfaltet sich nach der Ernte. Wenn die umliegenden Felder abgeerntet sind, kann die Schleppstrecke auf bis zu 1.500 Meter verlängert werden. Dies ist im Vergleich zu vielen anderen Schleppgeländen in Deutschland, die oft auf 800 bis 1.000 Meter begrenzt sind, ein enormer Vorteil.  

Ausklinkhöhe: Die Physik des Schlepps diktiert, dass eine längere Strecke (bei entsprechendem Wind) zu überproportional höheren Ausklinkhöhen führen kann. Unter optimalen Bedingungen auf der 1,5-km-Strecke sind Ausklinkhöhen von 450 Metern und mehr realistisch. Diese Höhe ist im Flachland oft die kritische Schwelle ("Magic Height"), um den Anschluss an die thermisch aktive Schicht zu finden, die oft erst ab 300 bis 400 Metern zuverlässig nutzbar ist.  

Ausrichtung: Die Hauptschlepprichtung verläuft Ost-West (O-W). Dies ist ideal auf die vorherrschenden Westwinde in Mitteleuropa abgestimmt. Ein Start gegen den Wind maximiert den Höhengewinn. Da die Strecke in beide Richtungen genutzt werden kann, ist das Gelände bei den meisten fliegbaren Wetterlagen nutzbar.

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Zertifizierung und Sicherheitsauflagen

Das Gelände ist vom DHV (Deutscher Hängegleiterverband) offiziell zugelassen und zertifiziert. Die Zulassung umfasst:

Geräte: Gleitschirme und Hängegleiter (Drachen).  

Betriebsart: Einsitzer und Doppelsitzer (Tandem) sowie Schulungsbetrieb.  

Ausschluss: UL-Schlepp (Ultraleichtflugzeug-Schlepp) ist an diesem spezifischen Standort laut einiger Quellen nicht möglich oder nicht die primäre Startart, obwohl benachbarte Plätze wie Segeletz dies anbieten.  

Spezifische Sicherheitsauflagen: Um die Sicherheit im Mischbetrieb mit der Landwirtschaft zu gewährleisten, gelten strikte Auflagen:

Hindernisabstand: Ein seitlicher Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern muss zu beweglichen Hindernissen auf der Schleppstrecke eingehalten werden. Dies betrifft insbesondere Strohrundballen, die während der Erntezeit oft kurzfristig auf den Feldern gelagert werden.  

Sichtverbindung: Eine ständige, ununterbrochene Sichtverbindung zwischen Startstelle und Winde ist zwingend vorgeschrieben. Dies dient der sofortigen Kommunikation (z.B. Startabbruch) und verbietet den Betrieb bei Bodennebel oder wenn hohe Maisschneisen die Sicht blockieren.  

Östliche Begrenzung: Zur Baumreihe an der östlichen Begrenzung ist ebenfalls ein Abstand von 50 Metern einzuhalten, um Leeverwirbelungen und Kollisionsrisiken zu minimieren.

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Die Suche nach dem "Hausbart"

Anders als in alpinen Fluggebieten, wo der "Hausbart" oft eine markante Felsnase oder eine besonnte Waldschneise ist, die zuverlässig und ortsfest funktioniert, ist der Einstieg in die Thermik am Vierruthenberg dynamischer. Im Flachland wird die Thermikablösung primär durch Bodenkontraste (Albedo) und Windkanten bestimmt.

Auslöser: Die Übergangszonen zwischen der grünen Wiese der Schleppstrecke und den angrenzenden, oft dunkleren Ackerflächen (nach der Ernte oder bei trockenen Sandböden) sind die primären Abrisskanten. Auch die Baumreihen und Knicks können bei Wind als mechanische Auslöser fungieren, die die warme Luftschicht am Boden "stolpern" lassen, sodass sie aufsteigt.  

Suchstrategie: Bei der vorherrschenden Ost-West-Ausrichtung suchen Piloten typischerweise im Lee der Ausklinkposition nach Steigen. Bei Ostwind verlagert sich die Suche tendenziell westlich des Platzes, bei Westwind östlich. Erfahrene Piloten beobachten Greifvögel oder landwirtschaftliche Maschinen (Staubentwicklung), die Thermik anzeigen können.

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Saisonale Dynamik

Die Nutzbarkeit und Qualität der Flugbedingungen variiert stark mit den Jahreszeiten:

Frühling (März-Mai): Dies ist die Zeit der "Hammerthermik". Die Luft in der Höhe ist noch kalt, während die Kraft der Sonne bereits stark genug ist, um den (oft noch feuchten) Boden zu erwärmen. Dies führt zu hohen Temperaturgradienten (Lapse Rate) und kräftigen, engen Bärten. Die Herausforderung besteht darin, dass die Felder oft noch grün sind und weniger Wärme speichern.  

Sommer (Juni-August): Die Thermik wird großflächiger und sanfter, die Basis (Wolkenuntergrenze) steigt an. Dies ermöglicht entspanntes Fliegen, aber die Gefahr von "Blauthermik" (Thermik ohne Wolkenanzeiger) steigt, was präzises Instrumentenfliegen erfordert.

Herbst (September-Oktober): Dies ist die "Goldene Saison" für den Schleppbetrieb am Vierruthenberg. Die Felder sind abgeerntet, was zwei Vorteile bringt: Erstens steht die volle 1.500m-Schleppstrecke zur Verfügung. Zweitens bieten die abgeernteten, oft dunklen Ackerflächen ideale Hitzekollektoren, die auch bei tieferem Sonnenstand noch zuverlässig Thermik produzieren.

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Windregime und Startgrenzen

Ostwind (O): Bringt oft stabile, kontinentale Luftmassen (Hochdruckwetter). Dies garantiert sonnige Tage, kann aber durch eine Inversion in der Höhe gedeckelt sein, was den Aufstieg begrenzt.

Westwind (W): Transportiert oft feuchtere, labilere Meeresluft heran. Dies begünstigt die Wolkenbildung (Cumulus) und die Thermikgüte, birgt aber auch das Risiko von schnellen Wetteränderungen (Schauerlinien).

Limits: Der Schleppbetrieb wird in der Regel eingestellt, wenn die Windgeschwindigkeit am Boden 20-25 km/h überschreitet. Stärkere Winde erhöhen die Gefahr eines "Lockouts" am Seil drastisch und machen die Landung turbulent. Aktuelle Messwerte zeigten beispielsweise Böen bis 45 km/h, was das Gelände unbefeigbar machte.

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Streckenflug (XC): Strategien und Korridore

Schleppwiese Vierruthenberg ist nicht nur ein Übungshang, sondern ein strategischer Ausgangspunkt für beachtliche Streckenflüge. Das Gelände wird in Pilotenkreisen als "sehr gut für Streckenflüge" bewertet.

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Historische Benchmarks

Das Potenzial des Geländes wird durch dokumentierte Flüge unterstrichen. Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Flug eines Piloten namens Michael aus dem Jahr 2012, der vom Vierruthenberg über Sachsen-Anhalt bis tief nach Niedersachsen flog. Solche Flüge beweisen, dass die Ausklinkhöhe von ca. 450 Metern ausreicht, um Anschluss an die im Flachland oft perfekt aufgereihten Wolkenstraßen zu finden.

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Taktische Routenoptionen

Die Planung eines Streckenfluges von Langen aus erfordert eine genaue Analyse der Lufträume und der Topografie.

Die West-Route (Der Sachsen-Korridor):

Szenario: Ostwindlage.

Wegführung: Start in Langen -> Richtung Stölln -> Havelberg -> Stendal.

Vorteile: Diese Route führt weg vom komplexen Berliner Luftraum (Luftraum C und Kontrollzone). Das Gelände bleibt flach und bietet unzählige Landemöglichkeiten. Der Sprung über die Elbe ist ein psychologischer Meilenstein.

Schlüsselstelle: Flugplatz Stölln (ca. 28 km entfernt). Dieser historische Ort am Gollenberg (Otto Lilienthals Wirkungsstätte) ist bekannt für seine sandigen Böden, die wie riesige Heizplatten wirken. Den Anschluss nach Stölln zu schaffen, ist oft das erste Etappenziel für XC-Piloten.  

Die Nord-Route (Seenplatte):

Szenario: Südliche Windkomponente (S/SW).

Wegführung: Langen -> Neuruppin -> Wittstock -> Müritz.

Herausforderung: Diese Route führt in Richtung der Mecklenburgischen Seenplatte. Während landschaftlich reizvoll, können große Wasserflächen (wie die Müritz) tagsüber als "Absaufer" (kalte Luft sinkt über dem Wasser) wirken. Piloten müssen hier strikt den Landbrücken folgen. Zudem ist der Luftraum um den Flugplatz Wittstock/Dosse zu beachten.

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Außenlandbarkeit

Ein enormer Vorteil des Brandenburger Umlands ist die Außenlandefreundlichkeit. Die Region wird als "weitestgehend hindernisfreie Feld- und Wiesenlandschaft" beschrieben. Im Gegensatz zum Gebirge, wo eine Außenlandung oft in einem engen Tal oder am Hang enden muss, stehen hier tausende Hektar Land zur Verfügung.  

Pilotenkodex: Trotz der Fülle an Flächen gilt der ungeschriebene Kodex: Landungen in hohem Bewuchs (Getreide, Mais kurz vor der Ernte) sind tabu. Es sollte immer gemähtes Grünland, Stoppelfelder oder Wege angepeilt werden, um den guten Ruf bei den Landwirten nicht zu gefährden.

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Naturschutz und Regulatorische Einschränkungen

Das Fliegen in dieser Region erfordert ein hohes Maß an ökologischem Bewusstsein. Das Gebiet liegt in unmittelbarer Nähe zu einem der bedeutendsten Rastplätze für Zugvögel in Europa.

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Vogelschutzgebiet Linumer Teiche

Etwa 15 km südlich des Startplatzes beginnt das sensible Ökosystem der Linumer Teiche und des Rhinluchs.  

Status: Diese Gebiete sind als ABA (Aircraft Relevant Bird Area) mit den IDs 006 (Linumer Teiche), 007 (Kremmener Luch) und 032 (Bützsee) klassifiziert.

Die unsichtbare Grenze: Die Straße zwischen Damkrug und Wustrau (L 164) gilt als die inoffizielle, aber strikt zu beachtende Grenze für Gleitschirmpiloten. Ein Überfliegen südlich dieser Linie ist während der Schutzzeiten unbedingt zu vermeiden.  

Die folgenden zeitlichen Beschränkungen gelten für diese Schutzgebiete, um die massenhafte Rast von Kranichen und Wildgänsen nicht zu stören. Die Einhaltung dieser Zeiten ist essenziell für den Fortbestand des Fluggeländes.

Zeitraum Status Grund der Beschränkung Februar – April Gesperrt / Meiden Frühjahrszug & Brutzeit (Rückkehr der Kraniche/Gänse) Mai – August Offen Brutgeschäft abgeschlossen, geringere Sensibilität September – November Gesperrt / Meiden Herbstzug (Zehntausende Vögel rasten vor dem Weiterzug) Dezember – Januar Offen Winterruhe (weniger Zugaktivität) Export to Sheets

Daten basierend auf und regionalen Naturschutzvorgaben. Piloten sollten im Herbst besonders wachsam sein, da große Kranichformationen auch thermische Aufwinde nutzen und sich die Flugwege kreuzen können.

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Luftraumstruktur

Obwohl Langen im unkontrollierten Luftraum G (bis 2500 ft GND in der Regel, darüber Luftraum E) liegt, erfordert die Nähe zu Berlin Wachsamkeit.

Berlin CTR & Luftraum C: Südöstlich beginnt der kontrollierte Luftraum von Berlin. XC-Flüge in diese Richtung enden schnell an der Luftraumgrenze (Deckel).

Flugplatz Fehrbellin (EDBF): Nur ca. 8 km entfernt liegt der Flugplatz Fehrbellin. Hier findet reger Fallschirmsprungbetrieb ("Funjump") statt.  

Gefahr: Absetzmaschinen (Turboprops) steigen und sinken steil.

Verhalten: Gleitschirmflieger müssen sich unbedingt von der Sprungzone fernhalten und idealerweise Funkkontakt halten oder zumindest optisch extrem wachsam sein.

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Die Organisation "Flugsucht"

Der Betrieb des Geländes wird nicht von einer klassischen kommerziellen Flugschule mit festen Öffnungszeiten organisiert, sondern von einer Interessengemeinschaft, die unter dem Namen "Flugsucht" (geführt von Frank Schlüter) firmiert.  

Charakter: Es handelt sich um eine Gemeinschaft von Enthusiasten. Die Organisation ist lockerer als bei einem strengen "e.V.", setzt aber Eigenverantwortung voraus.

Kommunikation: Der Flugbetrieb wird ad hoc geplant. Zentrales Steuerungsinstrument ist der "Schleppverteiler". Piloten, die teilnehmen möchten, müssen sich aktiv registrieren. Dies geschieht per E-Mail an flugsucht@web.de oder telefonisch unter Angabe von Name und Handynummer.  

Social Media: Aktuelle Updates, oft mit kurzfristigen "Morgen geht es los"-Nachrichten, finden sich auf der Facebook-Seite "Skyschlepp Langen". Dies ist oft die verlässlichste Quelle für den aktuellen Status der Windenbereitschaft.

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Regeln für Gastflieger

Im Gegensatz zu alpinen Gebieten, wo man oft einfach zum Startplatz fährt und ein Ticket löst, ist hier Voranmeldung Pflicht.

Anmeldung: Gastflieger müssen sich vor der Anreise melden. Eine spontane Anreise kann umsonst sein, wenn niemand vor Ort ist oder die Winde nicht besetzt ist.

Einweisung: Eine detaillierte Geländeeinweisung ist obligatorisch. Dabei werden die aktuellen Hindernisse (Strohballen, Weidezäune), die Lage der Landwirtschaftsflächen und die Luftraumsituation besprochen.

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Logistik: Unterkunft und Aufenthalt

Für Piloten, die ein Wochenende im Ruppiner Land planen, bietet die Infrastruktur solide Optionen, die vom einfachen Camping bis zum gehobenen Hotel reichen.

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Unterkunft

Pension "Alter Fehrbelliner Bahnhof": Direkt in Langen gelegen, bietet diese Pension Zimmer mit kleinen Küchenzeilen. Ideal für Selbstversorger. Wichtig: Es wird kein Frühstück angeboten, daher muss man sich selbst verpflegen.  

Hotel Rhin Inn (Fehrbellin): Eine komfortablere Option, etwa 8 km entfernt. Das Hotel bietet E-Bike-Verleih und Concierge-Service, was es attraktiv macht, wenn nicht-fliegende Begleitung dabei ist.  

Camping: Für das authentische Flieger-Erlebnis bietet sich der Abenteuerflugplatz Fehrbellin an. Hier gibt es Stellplätze für Wohnmobile. Man ist direkt am Geschehen der Fallschirmspringer und in fliegerischer Gesellschaft. Alternativ listen Portale Campingplätze in Wusterhausen oder am Rottstielfließ, die etwas weiter entfernt liegen.

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Gastronomie

Wustrau: Nur wenige Kilometer von Langen entfernt liegt der Ort Wustrau am See.

Erics Wirtschaft: Ein beliebter Biergarten und Restaurant mit klassischer deutscher Küche ("Die Klassiker der Freizeitküche"). Ein guter Ort für das "Landebier".  

Altfriesack: Etwas weiter entfernt liegt die Fischerhütte Altfriesack. Hier gibt es regionale Fisch- und Wildgerichte, passend zur wald- und wasserreichen Umgebung.

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Spezifische Gefahren beim Windenstart

Der Windenstart birgt Risiken, die sich vom Hangstart unterscheiden.

Lockout: Die größte Gefahr. Wenn der Schirm seitlich zu weit aus der Zugrichtung ausbricht, kann der Seilzug den Schirm in eine unkontrollierbare Kurve mit hohem Sinken zwingen. Die Vorschrift der ständigen Sichtverbindung und die Erfahrung des Windenführers sind hier die Lebensversicherungen.  

Seilriss: Bei einem Seilriss muss der Pilot sofort reagieren (Nachdrücken), um einen Strömungsabriss zu verhindern, und sich dann blitzschnell für Landung oder Weiterflug entscheiden.

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Wettergefahren im Flachland

Leewirkung: Auch im Flachland gibt es Lee. Die Baumreihen entlang der Felder können bei starkem Wind (insb. Querwind zum Start) erhebliche Turbulenzen in Bodennähe ("Rotoren") erzeugen. Der 50m-Abstand zur östlichen Baumreihe ist eine direkte Gegenmaßnahme.  

Gewitter: Die flache Topografie bietet keinen Schutz und keine "Vorschau" durch vorgelagerte Berge. Fronten und Gewitter können sehr schnell ziehen. Der Blick nach Westen (Wetterseite) muss permanent erfolgen.

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Fazit

Die Schleppwiese Vierruthenberg ist ein Juwel für Piloten, die das Gleitschirmfliegen in seiner puristischen Form erleben wollen. Es fehlt das Drama der Alpen, aber dafür bietet es eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Meteorologie. Hier wird Höhe doppelt verdient: erst durch die Spannung des Seils, dann durch das geschickte Auskreisen der oft zerrissenen Flachlandthermik.

Für den Streckenflieger bietet der Platz – besonders im Herbst nach der Ernte – ein riesiges Potenzial mit offener Landschaft und der Möglichkeit zu 100km+ Flügen. Für den Anfänger ist es ein kontrolliertes Umfeld, um Sicherheit am Seil zu gewinnen. Der Zugang erfordert jedoch Initiative: Man muss Teil der "Flugsucht"-Community werden, sich anmelden und die strikten Regeln des Naturschutzes respektieren. Wer diese Hürden nimmt, wird mit Flügen belohnt, die an Schönheit und technischer Finesse den Alpenflügen in nichts nachstehen.

Zusammenfassung der Kerndaten Merkmal Detail Name Schleppwiese Vierruthenberg Ort 16818 Langen, Brandenburg Koordinaten 52°51'20"N, 12°48'15"O Startart Windenschlepp Schlepplänge 900m (Standard) bis 1.500m (nach Ernte) Ausklinkhöhe ca. 450m (bei max. Strecke) Windrichtungen Ost (O), West (W) Kontakt flugsucht@web.de / Facebook "Skyschlepp Langen" Einschränkungen Vogelschutzgebiet (Süd), Luftraum Berlin (Südost) XC-Potenzial Sehr hoch (Flachlandthermik, Wolkenstraßen) Export to Sheets

Haftungsausschluss: Flugregeln, Lufträume und Geländebedingungen können sich jederzeit ändern. Dieser Guide ersetzt nicht die offizielle Flugvorbereitung. Konsultieren Sie immer die aktuellen NOTAMs und kontaktieren Sie den Geländehalter vor dem Flug.

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