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Schernfeld Lohe

Startplätze:1
Koord.:48.8991°N, 11.1273°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Lohe

Start
Höhe540m ü. M.
Koord.48.8991, 11.1273
WindO, W
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Umfassende Analyse und Piloten-Leitfaden: Das Fluggelände Schernfeld Lohe und Obereichstätt

Dieser Expertenbericht analysiert die komplexe Struktur, die aerodynamischen Bedingungen und das fliegerische Potenzial des Standorts Schernfeld Lohe im bayerischen Altmühltal. Er dient als primäre Informationsquelle für Piloten, die eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Gelände jenseits der rudimentären Daten der Geländedatenbanken anstreben.

Executive Summary für Piloten

Das Fluggebiet Schernfeld Lohe, unter der Ägide des Drachenfliegerclub Ingolstadt e.V. (DFCI) betrieben, repräsentiert eine hochspezialisierte Symbiose aus einem Plateau-Schleppgelände und einem unmittelbar angrenzenden Thermik-Hanggelände in Obereichstätt. Es zeichnet sich durch seine strategische Positionierung auf der südlichen Frankenalb aus, die es zu einem der leistungsstärksten Ausgangspunkte für den Streckenflug (XC) im bayerischen Jura macht, belegt durch einen beeindruckenden Geländerekord von 198 km.  

Die operative Nutzung des Geländes unterliegt strengen regulativen Vorgaben, wobei eine generelle B-Schein-Pflicht für alle Piloten gilt, was den anspruchsvollen Charakter der lokalen Aerologie unterstreicht. Gäste sind willkommen, müssen jedoch einen vollständig digitalisierten Registrierungsprozess sowie eine obligatorische Einweisung durch Vereinsmitglieder durchlaufen.  

Kategorie Spezifikation Eignung

Erfahrene Piloten (B-Schein Pflicht)

Startarten

Windenschlepp (Lohe), Hangstart (Obereichstätt)

Hauptstartrichtungen

Lohe: 113° (O) / 293° (W); Obereichstätt: S bis SW

Schleppkapazität

540 m Schleppstrecke, 150–350 m Ausklinkhöhe

XC-Potenzial

Exzellent (Rekord 198 km)

Reglement

Digitaler Check-in, 16 € Tagesgebühr, Einweisungspflicht

  Geografische und topografische Standortfaktoren

Das Fluggelände Schernfeld Lohe ist geografisch auf der Jurahochfläche eingebettet, einer geologisch bedeutsamen Region, die durch ihre Karstlandschaften und tief eingeschnittenen Flusstäler geprägt ist. Die Lage auf ca. 540 m ü. NN bietet eine signifikante Überhöhung gegenüber dem Altmühltal, was die Grundlage für komplexe thermische Ablöseprozesse bildet.  

Die Topografie der Lohe ist als weitläufiges, relativ ebenes Plateau zu beschreiben, das jedoch an seinen Rändern steil in die Täler abfällt. Diese Kanten fungieren als mechanische Hindernisse für die herannahenden Luftmassen und lösen dynamische Aufwinde sowie thermische Ablösungen aus, die für den Einstieg in den Streckenflug essenziell sind. Die Bodenbeschaffenheit, dominiert von Kalkgestein des Weißen Jura, begünstigt eine schnelle Erwärmung der Oberfläche, da die meist dünne Humusschicht und die steinigen Ackerflächen eine geringe thermische Trägheit aufweisen. Dies führt dazu, dass die Schernfelder Lohe oft bereits in den frühen Vormittagsstunden als aktiver Thermikmotor fungiert, während die tiefer gelegenen Täler noch unter stabilen Inversionsschichten liegen.  

Die räumliche Trennung zwischen dem Schleppgelände auf dem Plateau und dem Hangstartplatz Obereichstätt beträgt lediglich einige hundert Meter bis zu 1,5 km, was es Piloten ermöglicht, je nach Windentwicklung flexibel zwischen den Startarten zu wählen. Diese Flexibilität ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Region und macht den Standort zu einem robusten Ziel für meteorologisch unsichere Tage.  

Technische Infrastruktur und Startplätze

Die technische Ausgestaltung der Startplätze reflektiert die Professionalität des DFCI. Das Hauptaugenmerk liegt auf der präzisen Koordination des Windenschlepps und der Einhaltung der Hangstartregeln.

Das Schleppgelände Schernfeld Lohe

Das Schleppgelände ist primär für Gleitschirme konzipiert, bietet jedoch auch Drachenfliegern Möglichkeiten unter spezifischen Bedingungen.  

Parameter Wert Koordinaten

N 48°53'56.72" E 11°07'38.14"

Höhe NN

540 m

Startrichtungen

113° (Ost), 293° (West)

Schlepplänge

ca. 540 m

Max. Ausklinkhöhe

Bis zu 350 m

Besonderheit

Windenschleppschein erforderlich

 

Die Schleppstrecke verläuft entlang einer Achse, die sowohl Ost- als auch Weststarts ermöglicht, was eine hohe Nutzungsrate bei den in Mitteleuropa vorherrschenden Westwindlagen sowie bei stabilen Ostwind-Hochdrucklagen garantiert. Die Ausklinkhöhe von bis zu 350 m ist für Flachlandgelände beachtlich und platziert den Piloten oft direkt in die Schicht der aktiven Thermikablösung.  

Die Hangstartplätze Obereichstätt

Ergänzend zum Schleppbetrieb dienen die Hänge über Obereichstätt als klassische Thermik- und Soaring-Einstiege. Diese Plätze werden vom 1. Gleitschirmclub Donau-Altmühltal e.V. sowie dem DFCI gemeinschaftlich genutzt und gepflegt.  

Platz Koordinaten Ausrichtung Höhe NN Obereichstätt 1 N 48°53'48.13" E 11°08'06.18"

S-SW

520 m Obereichstätt 2 N 48°53'34.58" E 11°08'26.19"

SW-W

520 m Landeplatz N 48°53'24.98" E 11°08'01.39"

Variabel

370 m  

Der Höhenunterschied von ca. 120 bis 150 m zwischen Start- und Landeplatz ermöglicht auch an thermikschwachen Tagen einfache Abgleiter zur Landewiese im Altmühltal. Der Landeplatz befindet sich strategisch günstig östlich des Fußballplatzes, wobei beim Anflug die Überquerung der Altmühl mit ausreichender Sicherheitshöhe zwingend vorgeschrieben ist.  

Aerodynamik und meteorologische Besonderheiten

Die aerologische Situation in Schernfeld ist durch die Interaktion zwischen der Jurahochfläche und dem Altmühltal definiert. Das Verständnis dieser Dynamik ist für die Sicherheit und den fliegerischen Erfolg von entscheidender Bedeutung.

Thermikgenese und Auslösepunkte

Die Thermik in Schernfeld ist oft pulsierend und durch kleine, kernige Blasen charakterisiert, besonders in den unteren Schichten bis 300 m über Grund. Ein wesentlicher Mechanismus ist die sogenannte "Waldkanten-Thermik". Der Wind, der gegen die bewaldeten Hänge des Plateaus drückt, wird gezwungen, aufzusteigen. Wenn diese mechanische Hebung auf die thermisch aufgeheizte Luft der Hochfläche trifft, fungiert die Waldkante als zuverlässiger Auslösepunkt.  

Ein zweiter kritischer Faktor ist der lokale Steinbruch östlich des Geländes. Die exponierten hellen Kalkwände reflektieren die Sonnenstrahlung und erzeugen eine Überhitzung der lokalen Luftmasse. In Kombination mit der Kantenlage des Plateaus entsteht hier oft der erste verlässliche "Hausbart" des Tages. Lokale Piloten beobachten häufig, dass Thermikablösungen synchron mit dem Eintreffen von Windböen auftreten, was auf die mechanische Triggerung der bodennahen Warmluftschicht hindeutet.  

Windsysteme und Gefahrenlagen

Trotz der scheinbaren Einfachheit des Plateaus birgt das Gelände bei Starkwind signifikante Risiken. Ab Windgeschwindigkeiten von über 20 km/h wird die Situation als "sehr turbulent" eingestuft.  

Die primäre Gefahr liegt in der Rotorbildung an der Plateau-Kante. Wenn der Wind senkrecht auf die Kante trifft, entsteht im Lee der Kante eine turbulente Zone, die bis weit auf das Plateau hineinreichen kann. Dies ist besonders beim Windenschlepp kritisch, da der Pilot während der Steigphase diese Schichten durchfliegt. Ein weiteres Phänomen ist der hydraulische Sprung: Die Strömung wird über der Kante beschleunigt und kann mehrere hundert Meter hinter der Kante zu heftigen Turbulenzen und plötzlichem Sinken führen.  

Das Altmühltal selbst entwickelt an heißen Tagen ein eigenes Talwindsystem. Kühle Luftmassen fließen aus dem Talboden ab, was zu einer Verstärkung der Dynamik an den Südhängen von Obereichstätt führen kann. Piloten müssen darauf achten, dass ein starker Talwind den Landeanflug erschweren kann, da die Windgeschwindigkeit über Grund (Groundspeed) bei Gegenwindlandungen gegen Null tendieren kann.  

Logistik und operative Abläufe

Die Logistik in Schernfeld ist durch strikte Trennung von Fahrzeugverkehr und Flugbetrieb gekennzeichnet, um Konflikte mit Landwirten und Anwohnern zu vermeiden.

Anreise und Parkmanagement

Die Zufahrt zum Gelände erfolgt über die Hauptstraßen Richtung Schernfeld oder Obereichstätt. Entscheidend ist die Einhaltung der Parkregeln:

Be- und Entladen: Die Zufahrt über den Feldweg bis zur Kapelle ist ausschließlich für kurze Stopps zum Entladen der Ausrüstung gestattet.  

Dauerparken: Fahrzeuge müssen unmittelbar danach auf den offiziellen Parkplätzen an der Schernfelder Straße (nahe der Einmündung) oder am Steinbruch (nahe dem Erdwall der neuen Grube) abgestellt werden.  

Wiesenschutz: Die Schleppwiese darf keinesfalls mit Privatfahrzeugen befahren werden; dies ist dem Windenzugfahrzeug und dem Rückholmotorrad vorbehalten.  

Digitaler Flugbetrieb und Gebühren

Der DFCI hat den Flugbetrieb weitgehend digitalisiert, was die Verwaltung der Gastflieger effizient gestaltet.

Check-in: Jeder Pilot muss sich vor Ort über ein digitales Flugbuch einloggen.  

Tagesmitgliedschaft: Für Gäste wird eine Gebühr von 16 € erhoben, die den Zugang zum Gelände und die Versicherung über den Verein abdeckt.  

Qualifikation: Neben dem A-Schein und der Windenschleppberechtigung ist für alle DFCI-Gelände der B-Schein obligatorisch, was die Sicherheit im oft anspruchsvollen Luftraum und bei XC-Flügen erhöhen soll.  

Streckenflug-Potenzial und XC-Strategien

Die Schernfelder Lohe ist als eines der besten XC-Reviere im süddeutschen Flachland bekannt. Der Geländerekord von 198 km unterstreicht die Qualität der Thermik und die strategische Lage.  

Die Klassische Jura-Route

Die meistgeflogene Route führt entlang der Fränkischen Alb in Richtung Osten oder Südosten. Hierbei nutzen Piloten die Reihung von Thermikquellen entlang der Jura-Kante. Die Orientierung fällt leicht, da das Altmühltal als Leitlinie dient.

Ein kritischer Punkt bei XC-Flügen ab Schernfeld ist die Überquerung größerer Waldgebiete oder das Verlassen des schützenden Luvs der Startberge. Piloten müssen hier oft strategische Entscheidungen treffen, ob sie den Talwindsystemen folgen oder versuchen, über die Hochflächen zu springen. Ein GPS-Gerät mit aktueller Luftraumdarstellung ist unerlässlich, da die Region von militärischen und zivilen Lufträumen (z.B. Kontrollzonen von Ingolstadt/Manching) flankiert wird.  

Taktik für den Einstieg

Der Erfolg eines Streckenflugs in Schernfeld entscheidet sich oft in den ersten 15 Minuten nach dem Ausklinken.

Ausklinken: Piloten sollten nicht blind bis zum Ende des Seils schleppen, wenn sie bereits während des Schlepps einen starken Bart spüren. Das vorzeitige Klinken in einer kräftigen Ablösung kann den entscheidenden Zeitvorteil bringen.  

Zentrieren: In den oft engen und zerrissenen Bärten der unteren Schichten ist aktives Pitch-Management gefragt. Piloten, die ihre Thermik sauber zentrieren, können sich oft aus kritischen Höhen (unter 200 m) wieder "ausgraben".  

Geduld: Gerade im Flachland ist Geduld der Schlüssel. Es ist oft besser, in einem schwachen Steigen zu bleiben, als eine unsichere Vorfahrt in das nächste vermeintliche Heben zu riskieren.  

Insider-Informationen und Lokale Expertise

Der wahre Mehrwert des Geländes erschließt sich erst durch das Wissen der lokalen Piloten, das oft nicht in offiziellen Dokumenten festgehalten ist.

Die "Geheimen" Thermikquellen

Erfahrene DFCI-Piloten achten auf spezifische Indikatoren:

Staubteufel auf den Äckern: Im Frühjahr nach der Aussaat bilden die trockenen, dunklen Äcker ideale Thermikquellen. Kleine Staubwirbel sind hier oft die einzigen sichtbaren Anzeichen für starke Ablösungen.

Vogelbeobachtung: Bussarde und Milane sind an der Jura-Kante allgegenwärtig. Sie markieren die Bärte oft präziser als jedes Vario.  

Die Steinbruch-Kante: Bei leichtem Westwind bildet sich an der Kante des großen Steinbruchs oft eine stehende Welle oder ein sehr konstanter Aufwind, der den Einstieg erleichtert.

Webcams und Echtzeitdaten

Lokale Experten verlassen sich nicht auf allgemeine Wettervorhersagen, sondern nutzen spezifische Messstationen:

Holfuy Wetterstation Schernfeld DFCI: Liefert hochpräzise Daten direkt vom Wasserturm auf der Lohe. Besonders die Böenwerte (Gusts) geben Aufschluss über die thermische Aktivität und die Turbulenzgefahr.  

Webcam Böhming: Ein weiterer DFCI-Standort, der Rückschlüsse auf die Bewölkung und die Basishöhe im Altmühltal zulässt.  

Wetter.com Station Schernfeld: Eine zusätzliche Referenz für Temperatur- und Druckverläufe in unmittelbarer Nähe.  

Häufige Fehler von Gastpiloten

Falsches Parken: Führt unweigerlich zu Konflikten und gefährdet die Flugberechtigung des Vereins.

Unterschätzen der Kantenrotoren: Viele Piloten fliegen bei Starkwind zu nah an der Lee-Kante, was zu gefährlichen Klappern führen kann.  

Fehlender B-Schein: Die Kontrolle der Lizenzen wird ernst genommen; Fliegen ohne korrekte Qualifikation führt zum Ausschluss.  

Gastronomie, Unterkunft und "Drumherum"

Ein Flugtag in Schernfeld wird durch die exzellente lokale Infrastruktur abgerundet. Das Altmühltal ist bekannt für seine bayerische Gastfreundschaft.

Kulinarische Empfehlungen

Nach dem Flug treffen sich Piloten häufig in den umliegenden Gasthöfen. Die Region bietet eine hohe Dichte an traditionellen Betrieben.

Etablissement Typ Spezialität Distanz zum Start Schernfelder Hof Gasthof

Bayerische Klassiker, gemütliche Stube

< 1 km Brauereigasthof Trompete Hotel/Rest.

Altmühltaler Ochsenbraten, Krustenschäuferl

ca. 6 km (Eichstätt) Gasthof zum Reicherten Wirt Gasthof

Preiswerte regionale Küche

< 1 km (Schernfeld) Gut Ferdinandshof Eventgastron.

Gehobenes Ambiente für Feiern

< 2 km   Übernachtungsmöglichkeiten

Für mehrtägige Aufenthalte bietet Schernfeld und das nahe Eichstätt vielfältige Optionen.

Ferienwohnungen: Plapperer's Ferienwohnung in Schernfeld bietet moderne Ausstattung, WLAN und eine Bikegarage – ideal für Sportler.  

Hotels in Eichstätt: Das Hotel Adler oder das Wald- und Tagungshotel Geländer bieten gehobenen Komfort in der Nähe des Zentrums.  

Camping: Das Altmühltal verfügt über zahlreiche Campingplätze, die besonders bei Wanderern und Radfahrern beliebt sind.

Alternativen bei unpassendem Wetter

Sollte der Wind nicht für Schernfeld oder Obereichstätt passen, bieten sich Ausweichmöglichkeiten:

Pollenfeld Ätzleshofäcker: Ein weiteres Schleppgelände des DFCI mit einer Schleppstrecke von 1600 m, geeignet für N-S und O-W Lagen.  

Böhming: Ideal bei reinem Ostwind.  

Oberemmendorf: Für Nordwest-Lagen, jedoch anspruchsvoll beim Start.  

Sicherheit, Regeln und Notfallmanagement

Die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien ist oberstes Gebot, um den anspruchsvollen Flugbetrieb unfallfrei zu gestalten.

Besondere Flugregeln

Luftraum: Piloten müssen die Grenzen der Kontrollzone von Ingolstadt/Manching strikt beachten. Ein aktuelles Airspace-Overlay auf dem Vario ist dringend empfohlen.  

Abstand zur Straße: Beim Landeanflug in Obereichstätt ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zur Durchgangsstraße einzuhalten.  

Sauberkeit: Start- und Landeflächen sind absolut sauber zu halten; Abfallentsorgung ist Ehrensache.  

Notfall-Kontakte

Im Falle eines Unfalls oder einer Baumlandung ist schnelles Handeln erforderlich.

Organisation Kontakt Funktion Rettungsdienst 112 Allgemeiner Notruf DFCI e.V. info@dfci.de

Vereinsleitung / Geländehalter

Fliegerclub Eichstätt 0841 28-91

Koordination bei Flugplatznähe (Segelflug)

 

Piloten sollten stets ein aufgeladenes Mobiltelefon mit den gespeicherten Koordinaten des Geländes mit sich führen. Die genaue Standortangabe "Schleppgelände Schernfeld Lohe" oder "Hangstart Obereichstätt" ist für die Rettungskräfte essenziell.

Zusammenfassende Analyse und Zukunftsausblick

Das Fluggelände Schernfeld Lohe stellt eine tragende Säule des Gleitschirmsports in Bayern dar. Durch die kontinuierliche Modernisierung der Infrastruktur – insbesondere der Digitalisierung des Check-ins und der Installation präziser Wetterstationen – hat der DFCI einen Standard gesetzt, der weit über die Region hinaus strahlt.

Das XC-Potenzial der Jurahochfläche ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Neue Technologien in der Gleitschirmkonstruktion erlauben es heute, selbst schwächste Thermiken zu nutzen, was die Lohe auch an Tagen attraktiv macht, die früher als "unfliegbar" galten. Die größte Herausforderung der Zukunft wird die Balance zwischen dem steigenden Interesse von Gastpiloten und der Schonung der natürlichen Ressourcen sowie der Akzeptanz durch die Landwirtschaft bleiben.

Piloten, die den Standort besuchen, werden Teil einer Gemeinschaft, die Professionalität, sportlichen Ehrgeiz und bayerische Lebensfreude vereint. Wer die Regeln respektiert und sich auf die spezifische Aerologie des Plateaus einlässt, wird mit Flügen belohnt, die in ihrer Intensität und Schönheit mit alpinen Erlebnissen konkurrieren können. Schernfeld Lohe ist nicht nur ein Startplatz; es ist ein Kompetenzzentrum für Flachland-Thermik und Streckenflug-Abenteuer.

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