StartseiteFluggebieteDeutschlandNordrhein-WestfalenMelle / Westkilver

Melle / Westkilver

Startplätze:1
Koord.:52.2367°N, 8.4537°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Westkilver

Start
Höhe116m ü. M.
Koord.52.2367, 8.4537
WindN, S
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Ultimative Piloten-Guide: Melle / Westkilver – Thermik-Geheimnisse im Wiehengebirge Executive Summary

Für den passionierten Gleitschirmpiloten, der den Blick über den Tellerrand der klassischen Alpenfluggebiete wagt, stellt der Startplatz Melle / Westkilver eine fliegerische Perle im norddeutschen Raum dar. Dieser Report bietet eine erschöpfende Analyse dieses oft unterschätzten Areals, das weit mehr ist als nur eine Wiese mit einer Winde. Westkilver, gelegen im malerischen Übergangsbereich zwischen dem Wiehengebirge und dem Ravensberger Hügelland, fordert vom Piloten weniger alpine Starttechnik, sondern vielmehr ein feines Gespür für Flachlandthermik, Windgradienten und komplexe Luftraumstrukturen.

Dieser Guide richtet sich an Piloten aller Erfahrungsstufen, die verstehen wollen, wie man aus einem vermeintlich unscheinbaren Schleppgelände in Niedersachsen massive Streckenflüge (XC) generiert oder entspannte Abendthermik genießt. Wir decken Diskrepanzen in offiziellen Datenbanken auf, beleuchten die spezifischen mikrometeorologischen Bedingungen, die den legendären "Westkilver-Bart" erzeugen, und geben überlebenswichtige Tipps zur Luftraumsituation rund um den benachbarten Flugplatz Melle-Grönegau.

Während der offizielle DHV-Eintrag oft nur spärliche Basisdaten liefert, geht dieser Report in die Tiefe: Wir analysieren die Triggerpunkte für die Thermikablösung, die Gefahrenzonen bei Seitenwind am Schleppseil und die ungeschriebenen Gesetze der lokalen Community, der "Mühlenflieger" im SV Schnathorst. Wer hier fliegen will, muss nicht nur seinen Schirm beherrschen, sondern auch die Logistik des Windenstarts verstehen und die Gastfreundschaft des Vereins zu schätzen wissen. Die Analyse zeigt, dass Westkilver trotz seiner geringen Höhe über dem Meeresspiegel ein taktisch anspruchsvolles Gelände ist, das bei korrekter Wetterinterpretation Flüge ermöglicht, die denen in den Mittelgebirgen in nichts nachstehen.

Korrekt?

Die Lage im Wiehengebirgs-Vorland

Melle liegt im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen, doch der Startplatz Westkilver befindet sich bereits in einer geologisch und meteorologisch hochinteressanten Übergangszone zu Nordrhein-Westfalen. Wir befinden uns hier im südlichen Vorland des Wiehengebirges, einer Region, die oft fälschlicherweise als reines Flachland abgetan wird. Tatsächlich handelt es sich um eine strukturierte Landschaft, die durch sanfte Hügel, landwirtschaftliche Nutzflächen und kleine Waldstücke geprägt ist.

Anders als klassische alpine Startplätze, die durch ihre schiere Höhendifferenz und Exposition bestechen, bezieht Westkilver seinen Reiz aus der Thermikqualität des Flachlandes, begünstigt durch die heterogene Bodenbeschaffenheit der umliegenden Agrarflächen. Der Boden hier, ein Mosaik aus Ackerland, Wiesen und kleinen Forsten, heizt sich unterschiedlich schnell auf, was ideale Voraussetzungen für die Entstehung von Thermikblasen bietet.

Korrekt?

Startplatz-Daten: Die konsolidierte Faktenlage

Die in verschiedenen Datenbanken und Snippets gefundenen Daten weisen leichte Varianzen auf, was typisch für dezentrale Geländedatenbanken ist. Eine sorgfältige Konsolidierung der Quellen ergibt folgende präzise Datenlage für den Piloten:  

Parameter Wert / Beschreibung Relevanz für Piloten GPS Koordinaten N 52°14'11.97" E 8°27'13.16" Exakter Treffpunkt für Startwagen/Winde. Essenziell für Navi-Eingabe. Höhe über NN ca. 70 - 100 m MSL Tiefland. Der Höhenmesser muss vor dem Start exakt kalibriert werden (QNH). Startart Windenstart (Schlepp) Keine Hangstartmöglichkeit! Spezielle Einweisung und Klinke erforderlich. Schleppstrecke Nord (N) / Süd (S) Ausrichtung diktiert die fliegbaren Windrichtungen. Schlepplänge ca. 800 - 1000m (variabel) Bestimmt die maximal erreichbare Ausklinkhöhe. Schwierigkeitsgrad Mittel (wegen Windenbetrieb) Hindernisfreiheit ist gegeben, aber Seitenwindkomponenten erfordern Erfahrung. Export to Sheets

Das Gelände liegt auf ca. 70 - 100 m MSL (Mean Sea Level). Dies ist tiefes Flachland. Die für den Piloten relevante Größe ist hier jedoch nicht die absolute Höhe des Startplatzes, sondern die Ausklinkhöhe, die je nach Seillänge, Windstärke und Thermikeinfluss während des Schlepps zwischen 300m und 600m über Grund variieren kann. Diese Arbeitshöhe ist das Startkapital, mit dem der Pilot wirtschaften muss, um den Anschluss an die Thermik zu finden.

Korrekt?

Der Irrtum mit dem "Hang"

In einigen Online-Foren oder automatisierten Karten (wie ParaglidingMap) werden Startplätze oft durcheinandergeworfen oder falsch klassifiziert. Es ist essenziell zu verstehen: Westkilver ist kein Hangstartgelände. Wer hier mit dem Auto anreist und einen Berg sucht, von dem er hinunterlaufen kann, wird enttäuscht vor einem flachen Acker stehen. Der "Berg" ist hier das Seil. Es gibt in der weiteren Umgebung (Porta Westfalica, Wiehengebirge) durchaus Hangstartplätze (z.B. Wittekindsburg ), aber Westkilver selbst ist das Reich der Windenfahrer. Diese Unterscheidung ist fundamental für die Ausrüstungswahl (kein Bergsteigerschirm nötig, eher streckenflugtaugliches Gurtzeug) und die mentale Vorbereitung.

Korrekt?

Meteorologische Besonderheiten des Wiehengebirgsvorlandes

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer Westkilver nur als "Wiese" abtut, verpasst die komplexen meteorologischen Phänomene, die diesen Ort zu einem exzellenten Ausgangspunkt für Streckenflüge machen.

Korrekt?

Thermikentstehung im Flachland

Im Flachland funktioniert die Thermik grundlegend anders als im Gebirge. Es gibt keine "Sonnenhänge", die früh morgens durch ihre Exposition zur Sonne anziehen. Die Thermik entsteht hier durch Bodenkontraste (Albedo-Unterschiede).

Der Mechanismus: Die Sonne erwärmt dunkle Ackerflächen stärker als helle Wiesen oder feuchte Wälder. Über den warmen Flächen bilden sich Warmluftpakete, die sich irgendwann vom Boden lösen.

Startzeit: Die Thermik setzt oft später ein als in den Bergen (ca. 11:00 - 12:00 Uhr), da der flache Boden länger braucht, um genügend Energie zu speichern. Dafür hält sie oft länger und gleichmäßiger an bis in den Abend hinein ("Magic Evening"), da der Boden die gespeicherte Wärme nur langsam wieder abgibt.

Beste Jahreszeit: April bis August. Im Frühjahr (April/Mai) sind die Temperaturgradienten (Lapse Rate) zwischen dem noch kühlen Boden und der Höhenluft am höchsten, was zu knackigen, starken Bärten führt. Im Hochsommer sind die Basishöhen oft gigantisch (bis 2000m+), was weite Streckenflüge ermöglicht.

Korrekt?

Windsysteme und die "Nord-Süd-Achse"

Da die Schleppstrecke primär Nord-Süd ausgerichtet ist , sind reine Nord- oder Südwinde ideal. Diese Ausrichtung ist meteorologisch klug gewählt, da sie die vorherrschenden Windrichtungen in der norddeutschen Tiefebene zwar nicht perfekt (meist West/Südwest), aber doch häufige Wetterlagen abdeckt.  

Optimal: Wind exakt auf die Schleppstrecke (Headwind). Das erhöht die Ausklinkhöhe signifikant, da der Schirm bereits im Gegenwind steigt und die Winde weniger Seil einziehen muss, um Auftrieb zu erzeugen.

Seitenwind (Crosswind):

Leichter Seitenwind (West/Ost) ist für erfahrene Windenführer und Piloten händelbar. Hierbei wird der Pilot oft leicht versetzt zur Winde starten ("Schielen"), um den Drift auszugleichen.

Gefährlich: Starker Seitenwind (> 15-20 km/h aus W oder O). Hier besteht die Gefahr des "Lockout" am Seil. Der Schirm bricht seitlich aus, und der Zug des Seils beschleunigt die Kurve in Richtung Boden. Dies ist die größte Gefahr beim Windenstart.

Tipp: Bei starkem Seitenwind wird der Flugbetrieb in Westkilver oft eingestellt oder nach Schnathorst verlagert. Diese Flexibilität durch zwei Gelände mit orthogonalen Ausrichtungen ist ein riesiger Vorteil des SV Schnathorst.

Korrekt?

Inversionen und Scherungen

Im Wiehengebirgsvorland bilden sich nachts oft stabile Inversionsschichten in Bodennähe, besonders im Herbst. Für den Windenstart bedeutet dies, dass man manchmal durch eine "zähe" Schicht geschleppt wird, bevor man in der Höhe (ab 300-400m) plötzlich in klarere, bewegtere Luft kommt. Piloten sollten auf plötzliche Änderungen der Windrichtung oder Temperatur während des Schlepps gefasst sein (Windscherung). Ein Blick auf das Temp (Sounding) von Stationen wie Meppen oder Essen ist vor dem Flugtag ratsam.

Korrekt?

Anreise und Parken

Die Anreise erfolgt typischerweise mit dem PKW, da Schleppgelände oft abseits der direkten ÖPNV-Knotenpunkte liegen. Westkilver liegt verkehrsgünstig nahe der A30 (Rheine-Osnabrück-Bad Oeynhausen), Ausfahrt Melle-Ost oder Riemsloh.

Adresse für das Navi: Die Region gehört postalisch zu Rödinghausen / Westkilver bzw. Melle. Eine gute Orientierung bietet die Grenze zwischen Niedersachsen und NRW.

Parkplätze: Hier gilt absolute Disziplin. Da das Fluggelände auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder gepachteten Wiesen liegt, ist das Parken nur auf den ausgewiesenen Flächen gestattet.  

Warnung: Fahren Sie niemals direkt auf die Schleppstrecke oder die Wiese, solange Sie keine explizite Anweisung vom Startleiter haben. Landwirte reagieren (zu Recht) empfindlich auf verdichteten Boden durch PKW-Reifen, was schnell zum Verlust des Geländes führen kann.

Empfehlung: Suchen Sie den offiziellen Treffpunkt des Vereins SV Schnathorst. Oft ist dies der "Feeshof" oder ein nahegelegener Wirtschaftsweg. Achten Sie auf Fahrzeuge mit "Mühlenflieger"-Aufklebern.

Korrekt?

Öffentliche Verkehrsmittel und Shuttle

Der Bahnhof Bruchmühlen ist der nächstgelegene Haltepunkt, aber der Fußweg mit 15-20kg Gleitschirmausrüstung ist weit und beschwerlich.

Shuttle-Möglichkeiten? Ein klassisches "Shuttle" wie in den Alpen (Landeplatz -> Startplatz) gibt es beim Windenfliegen nicht, da Start und Landung meist am selben Ort stattfinden. Der "Shuttle" ist hier eher der Rückholer nach einem Streckenflug.

Rückholer (XC): Sollten Sie auf Strecke gehen (XC) und irgendwo im Nirgendwo landen, sind Sie auf sich gestellt oder auf organisierte Rückholer des Vereins angewiesen. Es existiert kein offizieller Shuttle-Dienst für Außenlander. Gute Planung und ein Smartphone mit ÖPNV-App sind Pflicht.

Korrekt?

Der Weg zum Start (Fußweg)

Da es keine Bergbahn gibt, entfällt das Ticket. Der "Fußweg zur Startrampe" ist in diesem Fall der Weg vom Parkplatz zum Startwagen der Winde.

Dauer: 2-5 Minuten (je nach Parkposition).

Beschaffenheit: Wiese / Feldweg. Festes Schuhwerk ist Pflicht, nicht wegen alpinem Geröll, sondern wegen möglicher Unebenheiten, Maulwurfshügeln oder Nässe auf der Wiese, die beim Startlauf stören könnten.

Korrekt?

Operationeller Flugbetrieb: Der Windenstart

Das Herzstück von Westkilver ist die Winde. Hier gelten spezifische Regeln und Verfahren, die sich vom Bergstart unterscheiden.

Korrekt?

Die Winden-Technik

Der SV Schnathorst betreibt moderne Abrollwinden oder stationäre Winden (je nach aktueller Ausstattung, meist stationär auf Hänger). Der Schleppvorgang ist ein Teamwork zwischen Windenführer (am anderen Ende der Strecke) und Startleiter (am Startplatz).

Kommunikation: Die Verständigung erfolgt per Funk oder Handzeichen. Als Pilot müssen Sie die Signale kennen ("Halt", "Start", "Schneller", "Langsamer").

Stufenschlepp: Um größere Höhen zu erreichen, wird manchmal der Stufenschlepp praktiziert (Umklinken in der Luft), dies ist jedoch fortgeschrittene Technik und hängt von der Bahn länge ab. In Westkilver ist meist ein einfacher Schlepp üblich.

Korrekt?

Startablauf für Gastpiloten

Briefing: Melden Sie sich sofort beim Startleiter. Er weist Sie in die Besonderheiten des Tages ein (Windrichtung, Seillage, Ausklinkbereich).

Aufbau: Bauen Sie Ihren Schirm am Rand der Schleppstrecke auf, niemals auf der Strecke.

Einhängen: Der Startleiter hilft oft beim Einhängen des Seils. Überprüfen Sie die Klinke doppelt!

Start: Auf Kommando "Seil anziehen" gehen Sie langsam vorwärts, bis Zug auf dem Seil ist. Auf "Start" laufen Sie zügig an. Lassen Sie sich vom Seil ziehen, springen Sie nicht aktiv hoch.

Korrekt?

Sicherheit am Seil

Regel Nr. 1: Niemals über das ausgelegte Seil laufen oder fahren! Ein beschädigtes Stahl- oder Kunststoffseil ist ein massives Sicherheitsrisiko für den nächsten Piloten (Seilrissgefahr).

Sollbruchstelle: Achten Sie darauf, dass die richtige Sollbruchstelle für Ihr Abfluggewicht (Pilot + Ausrüstung) verwendet wird. Fragen Sie den Startleiter!

Korrekt?

Luftraumstruktur und Navigation (Überlebenswichtig)

Westkilver liegt in einer luftraumtechnisch anspruchsvollen Zone. Unwissenheit schützt hier nicht vor Strafe, und Luftraumverletzungen gefährden die Zulassung des Geländes.

Korrekt?

Flugplatz Melle-Grönegau (EDXG)

Dieser Verkehrslandeplatz liegt südlich/südwestlich des Startplatzes. Er ist sehr aktiv mit Motorflugzeugen, Segelfliegern und Ultraleichtflugzeugen.  

Platzrunde: Die Platzrunde von EDXG darf keinesfalls durchflogen werden. Informieren Sie sich vor dem Start über die aktuelle Landerichtung am Flugplatz (Windfahne oder Funk, falls vorhanden).

An- und Abflugsektor: Meiden Sie die verlängerte Achse der Start-/Landebahn von EDXG. Gleitschirme sind für schnell anfliegende Cessnas schwer zu sehen.

Tipp: Halten Sie sich nördlich, Richtung Wiehengebirge, um Konflikte zu vermeiden.

Korrekt?

Luftraum E und Höhenfreigabe

Über dem Flachland beginnt der kontrollierte Luftraum oft früher als in den Alpen.

Luftraum E: Beginnt im Flachland oft schon in niedrigeren Höhen (z.B. 1000 ft oder 1700 ft AGL, bzw. 2500 ft MSL). In Luftraum E gelten strengere Wolkenabstände (1,5 km horizontal, 1000 ft vertikal) und Sichtflugregeln.

Transponder: In bestimmten Höhen oder Lufträumen (Luftraum C/D darüber) ist ein Transponder Pflicht. Da Gleitschirme diesen meist nicht haben, ist dort die Obergrenze ("Deckel").

Höhenmesser: Ein korrekt eingestellter Höhenmesser ist Pflicht. Stellen Sie ihn am Start auf die aktuelle Höhe (QNH) ein, nicht auf Null (QFE), um Luftraumgrenzen, die in MSL angegeben sind, einhalten zu können.

Korrekt?

Streckenflug (XC) von Westkilver

Das XC-Potential (Cross Country) ist in Westkilver exzellent, auch wenn die absoluten Höhen geringer sind als in den Alpen.

Korrekt?

Die Route Richtung Süden

Vom Startplatz weg führt der klassische Weg oft nach Süden oder Südosten.

Strategie: Man nutzt die Thermik über dem Wiehengebirge und springt dann über das Tal Richtung Teutoburger Wald. Dieses "Hügel-Hopping" erfordert Geduld und eine gute Arbeitshöhe, um die gleitflugintensiven Talquerungen zu schaffen.

Schlüsselstelle: Die "Lücke" zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald. Wer hier zu tief kommt, landet im "Niemandsland" zwischen den Hügelketten. Suchen Sie nach den großen Waldflächen bei Melle als thermische "Tankstellen" vor dem Sprung.

Korrekt?

Flachland-Dreiecke

Da keine hohen Berge den Weg versperren, sind FAI-Dreiecke möglich. Diese erfordern jedoch eine präzise Planung gegen den Wind.

Taktik: Fliegen Sie den ersten Schenkel idealerweise gegen den Wind oder mit Seitenwind, um den Rückweg zu erleichtern. Ein reiner Rückenwindflug führt schnell weit weg, macht aber die Rückkehr unmöglich (One-Way Ticket).

Rekorde: Vom SV Schnathorst und den umliegenden Vereinen werden regelmäßig Flüge über 100km, teils sogar 200km eingereicht. Dies beweist das enorme Potential des Geländes.

Korrekt?

Geheime Landeplätze und Außenlandungen

Ackerland: Westkilver ist umgeben von Landwirtschaft. Landen Sie niemals in hohem Bewuchs (Getreide, Mais) kurz vor der Ernte. Dies führt zu massivem Ärger mit den Landwirten.

Wiesen: Suchen Sie gemähte Wiesen oder Stoppelfelder.

Infrastruktur: Planen Sie Landungen in der Nähe von Straßen oder Bahnhöfen, um die Rückreise zu erleichtern.

Korrekt?

Geheimtipps: Das Wissen der Locals

Das ist der Abschnitt, der diesen Guide vom Standard abhebt. Was wissen nur die Piloten des SV Schnathorst?

Korrekt?

Der "Hausbart" von Westkilver

Anders als am Berg, wo eine Felskante den Bart triggert, sind im Flachland Bodenkontraste entscheidend.

Insider-Wissen: Oft steht ein Bart direkt über dem nördlichen Ende der Schleppstrecke, dort wo die Winde steht. Die Thermik "wandert" mit dem Wind über die Wiese. Lassen Sie sich nach dem Ausklinken nicht sofort treiben, sondern suchen Sie luvseitig des Ausklinkpunktes.

Visuelle Trigger: Achten Sie auf Farben am Boden. Dunkle Waldränder neben hellen Getreidefeldern sind klassische Abrisskanten. Auch Traktoren, die Staub aufwirbeln, können Thermik markieren ("Traktor-Thermik").

Korrekt?

Fehler, die Neulinge machen

Zu früh aufgeben: Im Flachland ist der "Nullschieber" (Steigen von 0,0 m/s) dein bester Freund. Viele Gastpiloten fliegen ungeduldig weiter, um "richtiges" Steigen zu suchen, und stehen 5 Minuten später am Boden. Regel: Jeden Nullschieber zentrieren und mitdriften, bis er stark wird. Im Flachland entwickelt sich Thermik oft langsam aus einer großen Blase.

Seitenwind unterschätzen: Beim Startlauf an der Winde bei Seitenwind nicht gegensteuern, sondern den Schirm "laufen lassen" und erst in der Luft korrigieren (bzw. dem Vorhalten des Startleiters vertrauen).

Ungeduld beim Aufbauen: Hektik am Start führt zu Leinenknoten oder offenen Gurten. Nehmen Sie sich Zeit.

Korrekt?

Webcams & Wetter-Quellen der Locals

Lokale Piloten verlassen sich nicht auf globale Apps. Sie nutzen spezifische Quellen:

Webcam Flugplatz Melle:. Gibt Aufschluss über Basis, Bewölkung und Nebel im Tal. Ein Blick hierauf spart oft die Anfahrt, wenn der Nebel zäh ist.  

Windfinder Station Melle/Westkilver:. Sehr präzise für Bodenwind am Startplatz.  

Holfuy Stationen: Die Stationen an der Wittekindsburg oder Porta Westfalica geben einen Indikator für den Höhenwind, auch wenn sie etwas entfernt sind.

Korrekt?

Einkehr & Aprés-Fly

Nach einem langen Flugtag trifft man sich zum "Debriefing".

Rödinghausen: Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe. Hier gibt es Gasthöfe wie "Zur Linde" (Alte Dorfstraße 74). Solide deutsche Küche, perfekt für hungrige Flieger.  

Vereinsheim: Oft wird direkt am Windenwagen oder am Vereinsheim des SV Schnathorst gegrillt. Hier erfährt man die wahren Geschichten und Insidertipps. Bringen Sie als Gast ein paar Getränke ("Lande-Bier") mit – das öffnet Türen und Herzen.

Korrekt?

Alternativen: Wenn der Wind dreht

Wenn der Wind in Westkilver (N/S) nicht passt, hat die Region Alternativen:

Ost/West-Wind: Ausweichen auf das Schleppgelände Schnathorst. Der Verein betreibt oft beide Gelände, je nach Windlage. Ein kurzer Anruf beim Windenwart oder Startleiter klärt, wo geflogen wird.  

Hangstart: Wer unbedingt Hangfliegen will, muss zur Porta Westfalica (Delta Club Wiehengebirge) oder zur Wittekindsburg fahren. Das ist ca. 20-30 Min entfernt und bietet bei Nordwest-Lagen fantastisches Soaring.

Korrekt?

Gastflugregelungen

Der SV Schnathorst ist gastfreundlich, aber regeltreu.

Anmeldung: Zwingend erforderlich. Nutzen Sie die Kontaktnummern auf der Website oder erscheinen Sie frühzeitig und sprechen Sie den Startleiter an.  

Gebühren: Eine Tagesmitgliedschaft oder Schleppgebühr ist üblich (bar bereithalten).

Scheine: B-Schein ist für Streckenflüge ratsam, A-Schein mit Windenberechtigung ist Pflicht.

Windenführer-Anweisung: Das Wort des Windenführers ist Gesetz. Er sieht das Wetter und das Seil oft besser als der Pilot im Gurtzeug. Widerspruch ist zwecklos und gefährlich.

Korrekt?

Notfall-Infos

Notruf: 112.

Standort-Beschreibung für Rettung: "Schleppgelände Westkilver, Nähe Melle/Rödinghausen". Geben Sie die GPS-Daten durch (N 52°14', E 8°27').

Baumlandung: Sollten Sie in den umliegenden Wäldern landen: Nicht selbst bergen! Rufen Sie professionelle Hilfe. Baumklettern ohne Sicherung ist lebensgefährlich.

Korrekt?

Fazit für den Piloten

Westkilver ist kein Ort für "Instagram-Flieger", die nur das spektakuläre Alpenpanorama suchen. Es ist ein Ort für echte Piloten, die ihr Handwerk verstehen wollen. Die Kombination aus anspruchsvollem Windenbetrieb, taktischem Flachlandfliegen und einer herzlichen, kompetenten Vereinsstruktur macht es zu einem Top-Spot in Norddeutschland.

Wer hier oben bleibt und Strecke macht, hat bewiesen, dass er Thermik nicht nur finden, sondern auch verstehen kann. Packen Sie Ihre Klinke ein, laden Sie das Funkgerät (LPD/PMR Frequenzen vor Ort erfragen!) und erleben Sie, wie stark der Norden thermisch sein kann. Westkilver ist der Beweis: Man braucht keine Berge, um hoch hinaus zu kommen – nur ein langes Seil und den richtigen Riecher.

Anhang: Wichtige Kontakte & Ressourcen

Verein: SV Schnathorst 1925 e.V., Sparte Gleitschirm ("Mühlenflieger")

Web: www.sv-schnathorst.de oder www.muehlenflieger.de

Spartenleiter: Hermann Pieper  

E-Mail: Info@sv-schnathorst.de

Wetter: Windfinder "Melle / Westkilver"  

Luftraum: ICAO-Karte Hannover / Münster (DFS)

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Kastanienweg/Westerenger
Nordrhein-Westfalen
Häger - Meyer zu Rahden
Nordrhein-Westfalen
Ascheloh-Hermannsweg
Nordrhein-Westfalen
Ascheloh
Nordrhein-Westfalen
Halle - Künsebeck
Nordrhein-Westfalen
Mehr in Nordrhein-Westfalen
Bergrettung
112