
1 Startplatz, 1 Landeplatz
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Der Hochgrat: Ultimativer Fluggebietsführer für Gleitschirm- und Drachenpiloten Executive Summary: Der Hochgrat auf einen Blick
Der Hochgrat ist mit 1834 Metern die höchste Erhebung der Nagelfluhkette im bayerischen Allgäu und stellt eines der anspruchsvollsten sowie landschaftlich reizvollsten Fluggelände für Gleitschirm- und Drachenflieger in Deutschland dar. Mit einer Höhendifferenz von rund 1000 Metern bietet er sowohl für Genussflieger als auch für ambitionierte Streckenpiloten ein Potenzial, das weit über das gewöhnliche Maß hinausgeht. Piloten finden hier zwei Hauptstartrichtungen vor: Nordwest (NW) an der Bergstation und Süd (S) direkt am Gipfel. Während der Nordwest-Startplatz ideal für die Nutzung des regionalen "Bayerischen Windes" am Nachmittag geeignet ist, ermöglicht der Südstartplatz den Einstieg in thermikstarke XC-Routen in den Bregenzerwald oder entlang der Kette Richtung Immenstadt.
Die logistische Erschließung ist durch die Hochgratbahn hervorragend, wobei Piloten von speziellen Tarifen profitieren. Dennoch ist das Gelände kein klassisches Anfängerrevier. Der Landeplatz gilt aufgrund seiner Lage in einem engen Tal und der Anfälligkeit für thermische Turbulenzen als schwierig. Zudem erfordern strikte Wildschutzzonen und spezifische Windfenster – insbesondere das absolute Flugverbot bei Ostwind – eine sorgfältige Flugvorbereitung. Wer jedoch die meteorologischen Besonderheiten wie den Bayerischen Wind versteht und die Lee-Fallen meidet, wird mit einer Aussicht belohnt, die vom Bodensee bis zur Zugspitze reicht.
Der Hochgrat ist nicht nur ein geografischer Grenzstein zwischen Deutschland und Österreich, sondern auch ein geologisches Unikum. Die Nagelfluhkette besteht aus einem Konglomeratgestein, das oft als "Herrgottsbeton" bezeichnet wird. Diese Struktur hat direkte Auswirkungen auf die Thermikbildung, da die dunklen, steilen Felsbänder der Nordflanke und die grasbewachsenen Steilhänge der Südseite unterschiedliche thermische Eigenschaften aufweisen.
Die präzise Orientierung beginnt mit den exakten Standortdaten. Der Hochgrat bietet eine signifikante vertikale Erstreckung, die für die Gleitwegplanung entscheidend ist.
Standort Funktion Koordinaten (WGS 84) Höhe (m ü. NN) Startplatz Bergstation NW-Start N 47°29'38.95" E 10°04'22.50" 1710 m Startplatz Gipfel S-Start N 47°29'40.50" E 10°04'35.20" 1820 m Hauptlandeplatz Talstation N 47°30'39.75" E 10°04'23.27" 820 m Übungshang Landeplatz Flugschule In der Nähe der Talstation ca. 840 m Export to Sheets
Die vertikale Differenz von 1000 Metern zwischen dem Gipfel und dem Talboden ermöglicht auch an thermisch schwächeren Tagen ausgedehnte Abgleiter, stellt jedoch bei Gegenwindlagen hohe Anforderungen an das Gleitmanagement der Piloten.
Die Startplätze am Hochgrat sind durch ihre alpine Exposition geprägt. Der Nordwest-Startplatz an der Bergstation ist eine großzügige Matte, die auch mehreren Schirmen gleichzeitig Platz bietet. Die Schwierigkeit wird hier als mittel eingestuft, wobei die größte Herausforderung in der Thermikablösung direkt vor dem Startplatz liegt. Der Südstartplatz am Gipfel hingegen erfordert eine höhere alpine Kompetenz. Da er ca. 15 bis 20 Minuten Fußmarsch von der Bergstation entfernt liegt, muss die Ausrüstung entsprechend getragen werden. Der Start erfolgt hier in steileres Gelände, wobei Piloten bei schwacher Thermik zwingend die Entscheidung treffen müssen, rechtzeitig über die Brunnenscharte auf die Nordseite zu wechseln, um den Landeplatz sicher zu erreichen.
Die Logistik am Hochgrat ist auf einen hohen touristischen Durchlauf optimiert, bietet aber für Flugsportler spezifische Erleichterungen. Die Talstation der Hochgratbahn im Weissachtal fungiert als zentraler Knotenpunkt für alle Aktivitäten.
Die Erreichbarkeit des Hochgrats ist über das gut ausgebaute Straßennetz des Oberallgäus gewährleistet. Piloten, die aus Richtung Norden kommen, nutzen die A7 bis zum Dreieck Allgäu und folgen der B19 Richtung Immenstadt sowie der B308 nach Oberstaufen.
Parkplatz Gebühr Erstattungssystem Hauptparkplatz Talstation 3,00 € pro Tag 2,00 € werden beim Kauf eines Bahntickets vergütet Export to Sheets
An Tagen mit hoher Frequenz, insbesondere an Wochenenden mit stabiler Hochdrucklage, ist eine frühzeitige Anreise dringend empfohlen, da der Parkplatz auch als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen dient. Ein Shuttle-Dienst im klassischen Sinne existiert nicht, da die Seilbahn die primäre Aufstiegshilfe darstellt.
Die Hochgratbahn ist eine Kleinkabinenbahn, die Piloten in wenigen Minuten zur Bergstation befördert. Für Gleitschirmflieger wurden attraktive Blockkarten-Modelle geschaffen, die den Sport wirtschaftlich tragbar machen.
Tickettyp Preis (Stand 2019) Nutzungshinweis 5er Block Gleitschirm 23,00 € Übertragbar und zeitlich flexibel 10er Block Gleitschirm 40,00 € Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Locals Export to Sheets
Für die Verfechter des "Hike & Fly" bietet der Aufstieg von der Talstation über den markierten Wanderweg eine sportliche Herausforderung. Mit einer Höhendifferenz von ca. 850 Metern und einer Gehzeit von etwa 1,5 bis 2 Stunden mit schwerem Gepäck ist dieser Weg als anspruchsvolles Training einzustufen. Der Weg führt über die Untere und Obere Lauch-Alpe und bietet bereits während des Aufstiegs Einblicke in die thermische Aktivität der Nordflanke.
Das Verständnis der meteorologischen Prozesse am Hochgrat ist die wichtigste Voraussetzung für einen sicheren und erfolgreichen Flugtag. Die Lage der Nagelfluhkette als erste große Barriere für nördliche Luftmassen sorgt für spezifische Strömungsmuster.
Eine der bedeutendsten Besonderheiten ist der "Bayerische Wind". Hierbei handelt es sich um eine thermisch induzierte Ausgleichsströmung aus dem Alpenvorland. Während sich die Nagelfluhkette tagsüber stark erwärmt, bleibt das nördlich gelegene Flachland kühler. Am Nachmittag setzt ein Strom kühlerer Luft ein, der gegen die Nordflanke des Hochgrats drückt. Dieses Phänomen erzeugt ein zuverlässiges Aufwindband, das stundenlanges Soaring entlang der Kette ermöglicht – oft bis in die späten Abendstunden hinein.
Der Hochgrat verzeiht keine Fehlentscheidungen bei der Windrichtung. Piloten müssen die folgenden Grenzwerte und Verbote strikt beachten:
Windrichtung Bewertung Begründung Nord / Nordwest Optimal Ideale Anströmung der Nordflanke, Bayerischer Wind Süd / Südost Gut (Gipfel) Thermikeinstieg an der Südseite möglich West Bedingt Oft turbulent durch vorgelagerte Grate Ost ABSOLUT VERBOTEN
Gesamtes Gebiet liegt im Lee der Nagelfluhkette
Bei Ostwind herrscht am Hochgrat ein generelles Flugverbot. Die Luft strömt in diesem Fall von Osten durch die Täler und über die Kämme, was auf der Westseite des Hochgrats und im Bereich der Startplätze massive Rotoren und unberechenbare Abwinde erzeugt. Ebenso ist bei Föhnlagen äußerste Vorsicht geboten. Der Hochgrat liegt exponiert in der Föhnschneise, und ein Durchbruch des Föhns bis in das Weissachtal kann innerhalb von Minuten zu lebensgefährlichen Flugbedingungen führen.
Die Thermik am Hochgrat folgt einem klassischen alpinen Muster, wird jedoch durch die Geologie beeinflusst. Die Südseite beginnt bereits am frühen Vormittag zu arbeiten, sobald die Sonne die steilen Grasflanken erreicht. Hier lösen sich die ersten Bärte oft im Bereich des Gelchenwanger Kopfs oder des Rindalphorns ab. An der Nordseite hingegen setzt die Thermik später ein, ist dann aber oft großflächiger und stabiler, insbesondere wenn sie durch den Bayerischen Wind unterstützt wird. Die beste Zeit für Streckenflüge beginnt meist ab Mai, wenn die Basis hoch genug ist, um die Sprünge entlang der Kette zu meistern.
Jeder Start am Hochgrat erfordert eine spezifische Vorbereitung. Die Wahl des Startplatzes hängt nicht nur vom Wind, sondern auch vom geplanten Flugziel ab.
Dieser Startplatz auf 1710 m ist der am häufigsten genutzte. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe der Bergstation und ist leicht abfallend.
Vorbereitung: Der Aufbauplatz ist großzügig, sollte jedoch bei hohem Pilotenaufkommen strukturiert genutzt werden.
Starttechnik: Bei schwachem Wind ist ein klassischer Vorwärtsstart problemlos möglich. Sobald der Bayerische Wind einsetzt, ist die Rückwärtsaufziehtechnik aufgrund der laminaren Strömung zu bevorzugen.
Besonderheit: Unmittelbar nach dem Start befinden sich oft thermische Ablösungen. Piloten sollten darauf vorbereitet sein, sofort aktiv zu fliegen, um nicht durch erste Heber überrascht zu werden.
Gefahr: Während der Schneeschmelze im Frühjahr bildet sich oft ein kräftiges Aufwindband an der NW-Seite, das im Bereich der Hangkante einen Rotor erzeugen kann. In dieser Phase ist der Start nur sehr erfahrenen Piloten zu empfehlen.
Der Gipfelstartplatz auf 1820 m ist das Tor zum Bregenzerwald. Er erfordert Disziplin und eine genaue Wetterbeobachtung.
Zugang: Der 20-minütige Aufstieg von der Bergstation führt über den Gratwanderweg. Piloten sollten ihr Packmaß optimieren.
Startbedingungen: Nur bei Wind aus Südost bis Südwest zu empfehlen. Der Startplatz ist steiler als der NW-Startplatz.
Flugtaktik: Wer hier startet, sucht meist den Anschluss an die Thermik der Südseite. Sollte kein Steigen gefunden werden, muss zwingend die Entscheidung zum Wechsel auf die Nordseite über die Brunnenscharte fallen. Dabei fliegt man kurzzeitig ins Lee der Brunnenscharte, was zu Turbulenzen führen kann.
Regel: Die Bergstation darf nur mit signifikanter Überhöhe überflogen werden, um den Seilbahnbetrieb und Wanderer nicht zu gefährden.
Der Landeplatz am Hochgrat ist oft die "Achillesferse" des Flugtages. Er befindet sich auf 820 m Höhe unmittelbar östlich der Talstation.
Die Einstufung als "schwer" kommt nicht von ungefähr. Mehrere Faktoren machen den Anflug anspruchsvoll:
Enge des Tals: Das Weissachtal ist an dieser Stelle schmal, was wenig Raum für eine ausgedehnte Landeeinteilung lässt.
Thermische Turbulenz: An sonnigen Tagen heizt sich der Talboden auf. Besonders im Bereich vor dem Parkplatz kann es zu starken Hebern kommen, die den Gleitpfad massiv verlängern.
Windsysteme: Der Talwind kann sich am Nachmittag verstärken. Gleichzeitig drohen Lee-Effekte durch die umgebenden Waldränder und Hänge.
Hindernisse: Eine kritische Strom- oder Telefonleitung verläuft an dem Weg mit der Brücke und wird von Neulingen oft übersehen.
Erfahrene Hochgrat-Piloten nutzen eine defensive Landestrategie. Bei thermischen Bedingungen wird empfohlen, die Landung eher im östlichen Bereich der Wiese anzusetzen, um mehr Puffer zum Parkplatz zu haben. Im Sommer sollte man "kürzer" einlanden, da die Luft über dem erhitzten Asphalt des Parkplatzes oft trägt und einen Schirm weit über den geplanten Landepunkt hinausheben kann. Der Landeplatz gilt offiziell als inoffiziell, weshalb höchste Rücksichtnahme auf die landwirtschaftliche Nutzung und andere Besucher geboten ist.
Der Hochgrat ist ein klassischer XC-Startplatz. Die Nagelfluhkette bietet eine natürliche Schiene für Streckenflüge nach Osten.
Die beliebteste XC-Route führt entlang der Nagelfluhkette zum "Mittag" bei Immenstadt.
Einstieg: Thermikgewinn am Hochgrat-Gipfel oder westlich der Bergstation beim Staufner Haus.
Erster Sprung: Übergang zum Rindalphorn (1821 m). Hier ist oft der zuverlässigste Bart der ersten Sektion zu finden.
Die Kette: Weiter über den Buralpkopf (1772 m) und den Stuiben (1749 m) Richtung Steineberg.
Ziel: Der Mittag (1456 m) dient oft als Wendepunkt oder Ziel einer 20-40 km Strecke.
Der Rückflug gegen den Bayerischen Wind ist am späten Nachmittag oft durch Soaring an der Nordflanke möglich, erfordert aber ein effizientes Vorankommen in den thermischen Kernen.
Bei schwachem Wind oder leichter Südströmung bietet sich der Flug nach Süden an. Hierbei überqueren Piloten die Grenze nach Österreich. Der Bregenzerwald bietet eine Vielzahl von Ausweichlandeplätzen, jedoch sollte man die dortigen Luftraumstrukturen genau kennen.
XC-Tipp Erläuterung Geduld im Hausbart
Oft ist es verlockend, zu früh abzufliegen. Ohne 300-500 m Überhöhung über Gipfel ist der Sprung zum Rindalphorn riskant.
Linienwahl
An der Nordflanke die Felsbänder suchen, an der Südseite die sonnenexponierten Kessel.
Teamflug
Gemeinsames Fliegen erhöht die Chance, Thermik schneller zu finden.
Fliegen im Allgäu bedeutet Fliegen in einem sensiblen Naturraum. Der Naturpark Nagelfluhkette beherbergt seltene Tierarten wie Birkhühner und Steinadler, die auf Ruhe angewiesen sind.
Es gibt strikte Auflagen, deren Missachtung den Fortbestand des Fluggeländes gefährden kann. Insbesondere die Bereiche nördlich der Weissach sind kritisch.
Prodelalm und Holzschlag: Diese Gebiete sind aus Wildschutzgründen vom Überflug auszunehmen. Sie sind auf den offiziellen Karten farblich markiert und müssen großräumig umflogen werden.
Abstand zum Gelände: Ein Mindestabstand von 300 Metern zum Boden sollte in den Schutzzonen auch bei XC-Flügen eingehalten werden.
Im Falle eines Unfalls oder bei Fragen zu den Regeln sind folgende Kontakte relevant:
Geländehalter: Hochgratbahn GmbH & Co..
Lokaler Verein: Westallgäuer Thermikzipfel e.V. (betreut das Gelände und gibt Einweisungen).
Notruf: 112 (Bergwacht Oberstaufen).
Funkfrequenz: Lokale Piloten nutzen oft die LPD-Kanäle zur Abstimmung, jedoch gibt es keine offizielle Flugplatzfrequenz.
Was den Hochgrat von anderen Geländen unterscheidet, sind die feinen Details, die nicht im DHV-Eintrag stehen. Hier spricht die Erfahrung derer, die den Berg seit Jahrzehnten befliegen.
Viele Piloten kommen am Hochgrat an und wollen sofort starten, sobald die Bahn sie nach oben gebracht hat. Erfahrene Piloten hingegen beobachten oft erst 30-60 Minuten die Wolkenentwicklung und die Windströmung an den Windsäcken der Bergstation und der Brunnenscharte. Ein zu früher Start in die morgendliche Inversion führt meist zu einem schnellen Absinken in das noch kühle Tal, während ein Start am Nachmittag oft stundenlange Flüge ermöglicht. Ein weiterer Fehler ist das Unterschätzen der "Leethermik". An der Südseite kann es bei Nordwind zu scheinbar guten Aufwinden kommen, die jedoch turbulent und gefährlich sind.
Die "Staufner Haus"-Thermik: Direkt westlich unterhalb der Bergstation, über den Steilhängen beim Staufner Haus, löst oft ein zuverlässiger Bart ab.
Der "Gipfel-Kessel": An der Südseite des Gipfels fängt sich die Wärme in einem Kessel und bietet oft einen kräftigen Einstieg.
Die "Nagelfluh-Kante": Bei aktivem Bayerischem Wind fungiert die gesamte Kante als dynamischer Auftriebsgeber, wobei die stärksten Heber oft an den markanten Vorsprüngen zu finden sind.
Lokale Experten verlassen sich nicht auf allgemeine Wetterberichte, sondern nutzen spezifische Kameras, um die Wolkenbasis und die Windsituation zu beurteilen.
Webcam Nutzen für Piloten Hochgrat Bergstation (360°)
Windrichtung am Grat, Sichtweite, Wolkenbasis
Oberstaufen - Rosenalp
Blick auf die Talinversion und den Talwind
Imberg-Steibis
Vergleich der Windverhältnisse in geringerer Höhe
Der Hochgrat ist eingebettet in eine touristisch voll erschlossene Region, die auch nach dem Flug keine Wünsche offen lässt.
Staufner Haus (DAV): Ein Muss für jeden Piloten. Nur 10 Minuten von der Bergstation entfernt auf 1634 m. Bekannt für die gute Verpflegung und die Terrasse mit Blick auf das Fluggeschehen. Warme Küche gibt es von 10:30 bis 16:00 Uhr.
Restaurant an der Talstation: Ideal für das Bier nach der Landung. Hier treffen sich oft die Piloten zum Debriefing.
Sennereien in Steibis: Für alle, die original Allgäuer Käse direkt vom Erzeuger mit nach Hause nehmen wollen.
Natur-Campingplatz Aach: Nur ca. 7 km entfernt. Ein familiengeführter Platz mit Seele. Besonders beliebt sind die "Schlaffässer" und "Wolpertinger Höhlen" für ein uriges Übernachtungserlebnis. Haustiere sind teils erlaubt, und es gibt eine Gaststätte am Platz.
Staufner Haus: Bietet Matratzenlager und Zimmer direkt am Berg – ideal für "Hike & Fly"-Wochenenden.
Oberstaufen: Bietet eine riesige Auswahl von Luxushotels bis zu privaten Ferienwohnungen, oft inklusive der "Oberstaufen Plus Card", mit der die Bergbahnfahrten kostenlos sind.
Der Hochgrat ist ein Fluggelände mit zwei Gesichtern. Einerseits bietet er majestätische Panoramaflüge und ein verlässliches Soaring-Band, andererseits fordert er dem Piloten volle Aufmerksamkeit bei der Landung und der meteorologischen Analyse ab. Wer das Gelände besucht, sollte sich nicht scheuen, Kontakt zum Verein "Westallgäuer Thermikzipfel" aufzunehmen. Die lokalen Piloten sind stolz auf ihr Revier und teilen gerne ihr Wissen, um die Sicherheit am Berg zu erhöhen.
Für einen erfolgreichen Tag am Hochgrat gilt:
Wettercheck: Ostwind? Dann direkt zu Hause bleiben oder alternative Gebiete wie den Diedamskopf anfahren.
Timing: Nicht zu früh auf den Berg. Der Nachmittag ist die "Goldene Stunde" des Hochgrats.
Sicherheit: Die Stromleitung am Landeplatz im Kopf behalten und die Wildschutzzonen respektieren.
Genuss: Die Aussicht auf den Bodensee genießen – es gibt kaum einen schöneren Ort im Allgäu, um lautlos durch die Lüfte zu gleiten.
Der Hochgrat mag heute in einem "Dornröschenschlaf" liegen , doch für den informierten und verantwortungsbewussten Piloten ist er eines der besten Reviere, die der nördliche Alpenrand zu bieten hat.