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Hinang-Schöllang

Startplätze:2
Landungen:1
Koord.:47.4705°N, 10.3024°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 1 Landeplatz

Hinang-Schöllang Startplatz

Start
Höhe1460m ü. M.
Koord.47.4705, 10.3024
WindS-W
Korrekt?

Hinang Landeplatz

Landung
Höhe820m ü. M.
Koord.47.4723, 10.2943
Korrekt?

Gehwinde Startplatz

Start
Höhe1460m ü. M.
Koord.47.4714, 10.3364
WindW
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Gleitschirm-Startplatz Hinang-Schöllang: Ein Experten-Kompendium für das Oberallgäu Executive Summary für Piloten

Der Startplatz Hinang-Schöllang (1460 m NN) stellt in der dichten Fluggebietslandschaft des Oberallgäus eine Besonderheit dar, die weit über die standardmäßigen Informationen einer Geländedatenbank hinausgeht. Es handelt sich um ein exklusives, nicht-öffentliches Gelände, das primär der Flugschule Markus Milz vorbehalten ist, was es für den durchschnittlichen Gastpiloten zunächst unzugänglich erscheinen lässt. Doch genau diese Restriktion sichert die Qualität und Ruhe eines der thermisch interessantesten Westhänge der Region. Mit einer beachtlichen Höhendifferenz von 640 m bietet das Gelände optimale Bedingungen für die fortgeschrittene Ausbildung sowie für spezialisierte Hike-and-Fly-Aktivitäten. Der Startplatz ist nach Südwesten ausgerichtet und fängt somit die kräftige Nachmittagsthermik der Sonnenköpfe-Kette ein, was ihn zu einem idealen Sprungbrett für Streckenflüge in Richtung Rubihorn und Nebelhorn macht. Piloten müssen jedoch die Komplexität des lokalen Talwindsystems, insbesondere den sogenannten "Bayerischen Wind", und die damit einhergehenden Lee-Gefahren am Schattenberg präzise einschätzen können. Wer über eine Sondergenehmigung verfügt oder im Rahmen der Flugschule agiert, findet hier ein Übungsgelände vor, das durch seine landschaftliche Einbettung am Hinanger Wasserfall und seine thermische Zuverlässigkeit besticht.  

Die geomorphologische und flugtaktische Bedeutung des Standorts

Das Fluggelände Hinang-Schöllang liegt an der Nahtstelle zwischen dem flacheren Voralpenland und den hochalpinen Kalkmassiven der Allgäuer Alpen. Geografisch betrachtet befindet sich der Startplatz an den Westhängen der Sonnenköpfe, einer Bergkette, die sich nordöstlich von Oberstdorf erstreckt. Diese Positionierung ist von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der aerologischen Abläufe im Illertal. Das Tal weitet sich hier deutlich auf, was zu einer spezifischen Ausprägung der Talwindsysteme führt.  

Geologische Beschaffenheit und thermische Initialzündung

Die Hänge unterhalb der Sonnenköpfe bestehen aus einer Mischung aus Flysch und Kalkgestein, bedeckt von alpinen Weideflächen und Nadelwäldern. Diese Kombination ist für Gleitschirmflieger von hohem Wert. Während die dunklen Waldflächen bereits am Vormittag als Absorber für Sonnenenergie dienen, fungieren die darüber liegenden Almwiesen im Bereich des Startplatzes als ideale Auslösekanten für thermische Ablösungen. Die Neigung des Geländes begünstigt einen rechtwinkligen Einstrahlungswinkel der Sonne ab etwa 11:00 Uhr, was die thermische Aktivität im Vergleich zu reinen Südhanglagen zwar zeitlich verzögert, aber am Nachmittag für eine stabilere und kräftigere Thermik sorgt.  

Technische Daten und Standortparameter

Die präzise Kenntnis der geografischen und technischen Daten ist die Grundlage für jede Flugvorbereitung. Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Parameter für den Start- und Landeplatz Hinang-Schöllang zusammen, die über die Standardeinträge hinausgehen.

Parameter Startplatz Hinang-Schöllang Landeplatz Hinang/Schöllang GPS-Koordinaten

N 47°28'13.86" E 10°18'08.75"

N 47°28'20.12" E 10°17'39.39"

Höhe über NN

1460 m

820 m

Maximale Höhendifferenz

640 m

- Hauptstartrichtung

Süd-West (SW) bis West (W)

- Zulassung

1-sitzig / Schulung / Hängegleiter

Nur Flugschule / Kein öffentlicher Platz

Geländetyp

Wiesenhang, mittelsatt

Ebene Wiese, hindernisfrei

  Logistik, Zugang und das Hike-and-Fly-Erlebnis

Im Gegensatz zu den großen Bergbahnen im Oberallgäu, wie der Nebelhorn- oder Fellhornbahn, ist Hinang-Schöllang ein Gelände der "stillen Logistik". Es gibt keine direkte Seilbahnanbindung zum Startplatz, was die Spreu vom Weizen trennt und das Gelände primär für Piloten attraktiv macht, die bereit sind, den Berg aus eigener Kraft zu bezwingen oder im Rahmen des organisierten Schulungsbetriebs aufzusteigen.  

Anreise und Parkraummanagement

Die Anfahrt erfolgt über die Bundesstraße B19, wobei man kurz vor Oberstdorf in Richtung Schöllang/Hinang abbiegt. Da Hinang ein kleines, idyllisches Bergdorf ist, ist das Parkraummanagement sensibel zu betrachten. Piloten sollten die offiziellen Parkplätze nutzen, um Konflikte mit der lokalen Bevölkerung zu vermeiden.  

Parkmöglichkeit Standort/GPS Kapazität / Besonderheit Wanderparkplatz Hinang

Dorfmitte / Nähe Kapelle

Begrenzt; Ausgangspunkt für Wasserfall-Wanderung

Berggasthof Sonnenklause

Oberhalb Hinang

Privatparkplatz; Nutzung meist an Einkehr gebunden

Fischinger Kurhaus (P+R)

Fischen im Allgäu

Kostenlos; ideal für Anreise mit Bahn/Bus

  Der Aufstieg: Ein Naturereignis für sich

Der Weg zum Startplatz ist einer der landschaftlich schönsten im Allgäu und wird oft als "Hike-and-Fly"-Klassiker bezeichnet. Es gibt zwei primäre Aufstiegsvarianten, die je nach Kondition und Zeitbudget gewählt werden können.  

Die Tobel-Variante (über den Hinanger Wasserfall): Diese Route startet im Ort Hinang. Der Weg führt durch eine beeindruckende Schlucht, in der der Hinanger Wasserfall über eine hohe Felskante stürzt. Besonders im Frühsommer sorgt die Gischt für eine willkommene Abkühlung während des schweißtreibenden Aufstiegs mit Gleitschirmrucksack. Die Gehzeit bis zur Sonnenklause beträgt etwa 40 bis 50 Minuten, von dort aus sind es weitere 45 bis 60 Minuten bis zum Startplatz.  

Die Fahrweg-Variante: Von der Sonnenklause aus kann man dem breiteren Forstweg folgen, der weniger steil, aber etwas länger ist. Diese Route ist besonders für Piloten mit schwerer Ausrüstung oder für den Materialtransport der Flugschule relevant.  

Die gesamte Aufstiegszeit von Hinang aus beträgt ca. 1,5 bis 2 Stunden. Dies erfordert eine gewisse Grundkondition, wird aber durch den Umstand belohnt, dass man am Startplatz oft völlig alleine ist oder nur auf eine kleine Gruppe von Flugschülern trifft.  

Meteorologische Analyse: Thermik, Wind und die Tücke des Illertals

Das Verständnis der Aerologie ist in Hinang-Schöllang wichtiger als an vielen anderen Startplätzen, da das Gelände in einem Bereich liegt, in dem sich verschiedene Luftmassen treffen und gegenseitig beeinflussen.  

Das Phänomen "Bayerischer Wind"

Ein für das Oberallgäu typisches, aber für Gastpiloten oft schwer berechenbares Phänomen ist der Talwind, der hier fast ausnahmslos aus nördlichen Richtungen weht. Dieser Wind entsteht durch das Aufheizen der großen Ebenen im Alpenvorland und saugt die Luft massiv in die Alpentäler hinein. Da das Illertal bei Sonthofen einen Flaschenhals bildet und sich bei Schöllang wieder weitet, kann der Talwind hier beträchtliche Geschwindigkeiten erreichen.  

Für den Piloten in Hinang bedeutet dies: Während am Startplatz (1460 m) oft ein angenehmer Westwind weht, kann im Tal (820 m) bereits ein kräftiger Nordwind mit 20–30 km/h stehen. Dies führt zu einer Windscherung, die beim Landeanflug in Schöllang turbulente Bedingungen erzeugen kann. Lokale Piloten beobachten daher stets die Windsäcke im Tal und vergleichen sie mit den Werten am Nebelhorn-Gipfel.  

Thermikzyklen und saisonale Highlights

Die Sonnenköpfe sind als hervorragende Thermikquelle bekannt, allerdings mit einer spezifischen zeitlichen Signatur.  

Frühjahr (März bis Mai): Dies ist die Zeit der stärksten Thermik. Die noch schneebedeckten Gipfel der Sonnenköpfe bilden einen harten Kontrast zu den bereits aperen (schneefreien) Westflanken. Dies führt zu sehr stabilen und kräftigen Ablösungen, die oft bis weit über 2500 m NN reichen.  

Sommer (Juni bis August): Die Thermik beginnt erst spät, oft erst gegen 13:00 Uhr, wenn die Sonne weit genug nach Westen gewandert ist. In dieser Zeit ist die Thermik oft großflächiger, kann aber durch aufkommende Gewitterneigung am Nachmittag riskant werden.  

Herbst (September bis Oktober): Die Zeit der "sanften Riesen". Die Thermik ist weniger aggressiv, ermöglicht aber stundenlanges Soaring an der Hanglage, da die Luftmassen im Tal bereits stabiler werden.  

Rechtliche Exklusivität und der Zugang für Piloten

Der vielleicht wichtigste Aspekt dieses Guides ist die Klärung der Nutzungsrechte. Wer einfach nach Hinang fährt und seinen Schirm ausbreitet, riskiert Ärger mit dem Geländehalter und den Landwirten.  

Warum ist Hinang kein öffentliches Gelände?

Die Zulassung für Hinang-Schöllang liegt explizit bei der Flugschule Markus Milz (ehemals Rohrmeier). Dies hat mehrere strategische und rechtliche Gründe:  

Schulungsbetrieb: Das Gelände ist primär auf die Bedürfnisse von Flugschülern ausgelegt. Um diese nicht durch erfahrene, aber oft schnelle und dynamische Gastpiloten zu gefährden, wurde der öffentliche Betrieb ausgeschlossen.  

Landwirtschaftliche Verträge: Die Lande- und Startwiesen sind Privatbesitz. Die Pachtverträge sind oft an eine begrenzte Nutzung gekoppelt. Ein unkontrollierter Massenansturm würde diese Verträge gefährden.  

Naturschutz: Die Region um die Sonnenköpfe ist ein Rückzugsgebiet für Wildtiere. Die Flugschule hat mit den Forstbehörden spezifische Flugzeiten und Korridore vereinbart, die von Gastpiloten oft unbewusst missachtet würden.  

Der "Geheimweg" zum legalen Fliegen

Es gibt dennoch Möglichkeiten, legal in Hinang zu fliegen, ohne ein Schüler im Grundkurs zu sein. Die Flugschule bietet ein sogenanntes "Rundum-Sorglos-Paket" an. Piloten, die ihre Ausrüstung über die Schule beziehen, erhalten oft eine mehrjährige Gastflugberechtigung für alle schuleigenen Gelände, inklusive Hinang und Gehwinde. Dies ist ein Insider-Modell, das besonders für Wiedereinsteiger oder Piloten, die nach dem A-Schein eine sichere Basis suchen, äußerst attraktiv ist.  

Flugtaktik für Fortgeschrittene und XC-Potential

Wer die Hürde der Zugangsberechtigung genommen hat, findet in Hinang ein Gelände vor, das taktisch äußerst anspruchsvoll sein kann.  

Der Weg aus dem "Schöllanger Kessel"

Ein typisches Problem in Hinang ist das "Versinken" im Talwind, wenn man den Absprung vom Startplatzhang nicht rechtzeitig schafft. Erfahrene XC-Piloten nutzen folgende Strategie:  

Aufsoaren an der Ridge: Nach dem Start gilt es, sofort Höhe an der Westflanke der Sonnenköpfe zu gewinnen. Man fliegt dabei die Kante in Richtung Süden (Richtung Rubihorn) ab.  

Der Rubihorn-Sprung: Sobald man Gratniveau erreicht hat, ist das Rubihorn das nächste Ziel. Hier stehen fast immer kräftige Bärte, da die markante Felswand die Wärme optimal speichert.  

Anschluss ans Nebelhorn: Vom Rubihorn aus ist der Sprung in das Nebelhorn-Massiv möglich. Dies ist der Einstieg in die großen XC-Routen des Allgäus.  

XC-Routen im Überblick Route Schwierigkeit Beschreibung / Landmarken Sonnenköpfe-Ridge Leicht

Klassisches Soaring entlang der Kette bis zum Sonnenkopf-Gipfel.

Talquerung Weiherkopf Mittel

Flug über das Illertal zur Hörnerbahn. Achtung auf den Talwindversatz!

Schattenberg-Traverse Hoch

Flug Richtung Oberstdorf. Kritisch wegen Lee-Gefahr bei Nordwind.

  Sicherheit und Gefahrenprävention: Was Neulinge wissen müssen

Die Idylle von Hinang täuscht oft über die alpinen Gefahren hinweg. Es gibt drei Hauptrisiken, die jeder Pilot kennen muss.  

Die Lee-Falle am Schattenberg

Südlich von Hinang liegt der Schattenberg (bekannt durch die Skisprungschanze). Wenn der Nord-Talwind ("Bayerischer Wind") stark weht, wird dieser über den Grat des Schattenbergs gedrückt. Auf der Südseite entsteht ein massives, turbulentes Leegebiet. Piloten, die versuchen, von Hinang aus zu tief nach Oberstdorf einzufliegen, geraten unweigerlich in dieses Sinken. Es gilt die goldene Regel: Bei starkem Nordwind niemals südlich der Rubihorn-Flanke fliegen, ohne mindestens 500 m Überhöhung zum Grat zu haben.  

Hindernisse und Außenlandungen

Das Illertal zwischen Fischen und Oberstdorf ist von zahlreichen Hindernissen geprägt.  

Materialseilbahnen: Viele Alpen im Bereich der Sonnenköpfe verfügen über kleine Materialseilbahnen, die oft kaum markiert sind.  

Stromleitungen: Entlang der Bahnlinie und der Iller verlaufen Hochspannungsleitungen, die bei einer Außenlandung unbedingt großräumig umflogen werden müssen.  

Landeverbot Zonen: Bestimmte Wiesen sind aufgrund von Naturschutzauflagen (Brutgebiete) während der Sommermonate absolut tabu.  

Notfall-Management

Im Falle eines Baumtreffers oder einer harten Landung ist die Rettungskette im Allgäu gut organisiert. Die Bergwacht Sonthofen oder Oberstdorf ist über den Notruf 112 erreichbar. Da das Gelände jedoch teilweise im Funkloch liegen kann (besonders im Tobel), wird die Mitnahme eines Satelliten-Notrufsystems für Solo-Hiker empfohlen.  

Insider-Tipps: Die "Geheimnisse" lokaler Piloten

Was in keinem DHV-Eintrag steht, sind die feinen Nuancen der lokalen Wetterbeobachtung und die besten Thermikquellen.  

Webcams und Real-Time Daten

Lokale Piloten nutzen nicht die Standard-Wetter-Apps, sondern spezialisierte Webcams, um die Windsituation zu beurteilen:

Webcam Schöllang (Südansicht): Diese Kamera zeigt direkt in das Talbecken von Oberstdorf. Wenn man hier sieht, dass die Wolkenfetzen schnell nach Süden ziehen, ist der Talwind bereits zu stark für Hinang.  

Webcam Nebelhorn (Seealpe): Zeigt die Windsituation auf mittlerer Höhe. Ist hier ein deutlicher Nord-West-Wind erkennbar, funktioniert Hinang meist exzellent.  

Windstation Hinhang: Es gibt eine kleine, private Wetterstation direkt am Landeplatz, deren Daten oft über Netzwerke wie "Holfuy" oder "Windy" geteilt werden.  

Die "Vormittags-Thermik" an der Burg

Ein kleiner Geheimtipp ist die Schöllanger Burg (eine Kapelle auf einem Hügel westlich von Schöllang). Da dieser Hügel isoliert im Tal steht, wird er am Vormittag sehr schnell von allen Seiten erwärmt. Oft findet man hier die erste thermische Ablösung des Tages, die einen hoch genug spült, um an die Hauptwand der Sonnenköpfe zu queren.  

Das Drumherum: Kulinarik und Übernachtung

Ein gelungener Flugtag endet nicht am Landeplatz. Hinang und Schöllang bieten eine hohe Dichte an authentischer Gastronomie und Unterkunftsmöglichkeiten.  

Gastronomische Highlights Lokalität Typ Empfehlung Berggasthof Sonnenklause Alpengasthof

Legendärer Kaiserschmarrn und die beste Aussicht auf das Illertal.

Gästehaus Engel Pension/Café

Hausgemachte Kuchen und eine sehr fliegerfreundliche Atmosphäre.

Gasthof zur Post (Schöllang) Traditionell

Deftige Allgäuer Kässpatzen; ideal nach einem langen Hike-and-Fly Tag.

  Übernachtung für Piloten

Für Piloten, die länger bleiben wollen, empfiehlt sich das "Haus Johanna" oder das "Gästehaus Engel". Beide Häuser sind auf Wanderer und Naturliebhaber eingestellt und bieten oft spezielle Konditionen für Gäste an, die kein Auto nutzen wollen, da die Busanbindung im Tal hervorragend ist.  

Flugschulen und Ausbildung vor Ort

Neben dem Hauptgeländehalter gibt es im Umkreis weitere Akteure, die für Piloten relevant sind.  

Flugschule Markus Milz: Der Platzhirsch in Hinang. Bekannt für professionelle Grundausbildung und ein sehr breites Angebot an Fortbildungen (Thermik-Training, B-Schein).  

Oase Flugschule (Oberstdorf): Operiert primär am Nebelhorn, bietet aber oft interessante Tandemflüge in der gesamten Region an.  

Paragliding Academy (Chris Geist): Nutzt oft das nahegelegene Segelfluggelände Agathazeller Moos für Windenschulung.  

Zusammenfassung und abschließende Bewertung

Der Startplatz Hinang-Schöllang ist kein Gelände für den Gelegenheitsbesucher, sondern ein Refugium für engagierte Piloten und Flugschüler. Die Kombination aus einem landschaftlich reizvollen Aufstieg durch den Hinanger Tobel, einer thermisch aktiven Westhanglage und der relativen Einsamkeit macht den Platz zu einem der wertvollsten Geländestücke im Oberallgäu.  

Wer die rechtlichen Hürden über die Flugschule Markus Milz meistert, wird mit einem Fluggebiet belohnt, das sowohl für die ersten Höhenflüge als auch für anspruchsvolle Streckenflüge ein enormes Potenzial bietet. Die wichtigste Lektion für Hinang bleibt jedoch der Respekt vor dem Talwindsystem: Nur wer den "Bayerischen Wind" versteht, wird hier sicher und glücklich landen. In einer Welt des Massentourismus an den großen Bergbahnen ist Hinang-Schöllang ein Ort, an dem das ursprüngliche Fliegen – die Kombination aus Bergsteigen und Gleitschirmsport – noch in seiner reinsten Form gelebt werden kann.

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