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Erlau

Startplätze:2
Landungen:3
Koord.:49.7428°N, 8.8220°E
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Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 3 Landeplatzätze

Erlau Ost-SP

Start
Höhe383m ü. M.
Koord.49.7428, 8.8220
WindO
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Erlau LP Pfeifer

Landung
Höhe223m ü. M.
Koord.49.7397, 8.8317
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Erlau LP Schaffnit

Landung
Höhe211m ü. M.
Koord.49.7422, 8.8336
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Erlau Holunderhof ÜH

Start
Höhe302m ü. M.
Koord.49.7408, 8.8245
WindO
Korrekt?

Erlau Holunderhof (Ausweich-LP)

Landung
Höhe291m ü. M.
Koord.49.7422, 8.8253
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Ultimative Pilotenguide: Gleitschirm-Startplatz Erlau (Odenwald) – Eine Umfassende Analyse

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Die Signifikanz von Erlau in der deutschen Mittelgebirgsfliegerei

Erlau, gelegen im Herzen des vorderen Odenwalds nahe Fränkisch-Crumbach, repräsentiert weit mehr als nur einen simplen Startplatz für Gleitschirmflieger. In der komplexen Topographie der südhessischen Mittelgebirge nimmt dieses Fluggelände eine strategische Schlüsselrolle ein. Während die Region geologisch und meteorologisch oft von westlichen Windströmungen dominiert wird – exemplarisch sei hier der Melibokus genannt –, füllt Erlau die kritische Lücke für Ostwetterlagen. Für den ambitionierten Streckenpiloten (XC-Pilot) sowie den genussorientierten Soaring-Flieger ist Erlau oft die einzige valide Option in einem weiten Umkreis, wenn kontinentale Hochdruckgebiete beständige Ostströmungen nach Mitteleuropa führen.  

Die Bedeutung dieses Geländes lässt sich nicht nur an seiner Popularität messen, sondern auch an der technischen und logistischen Infrastruktur, die der lokale Verein, der Erste Odenwälder Drachen- und Gleitschirmflieger Club e.V. (1. ODC), über Jahrzehnte etabliert hat. Es handelt sich um ein Gelände, das durch "gigantischen Aufwand" und das Engagement der Mitglieder, inklusive der Rodung von 0,5 Hektar Wald, optimiert wurde, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten. Diese historisch gewachsene Struktur verleiht dem Gelände einen besonderen Charakter: Es ist kein kommerziell glattgebügelter Tourismus-Hotspot, sondern ein von Piloten für Piloten geschaffenes technisches Terrain.

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Zielsetzung und methodischer Ansatz dieses Reports

Dieser Bericht zielt darauf ab, über die oberflächlichen Informationen offizieller Datenbanken wie der des DHV (Deutscher Hängegleiterverband) hinauszugehen. Während Standardquellen oft nur Basisdaten wie Koordinaten und Windrichtungen liefern, erfordert die sichere und erfolgreiche Befliegung von Erlau ein tiefgreifendes Verständnis der mikrometeorologischen Besonderheiten, der aerodynamischen Effekte der Startschneise und der strikten sozio-logistischen Regeln, die den Fortbestand des Geländes sichern.

Die folgende Analyse basiert auf einer detaillierten Auswertung verfügbarer Flugdaten, Vereinskommuniqués, topographischer Kartenanalysen und Erfahrungsberichten erfahrener Piloten. Sie dient als definitive Entscheidungsgrundlage für Piloten der B-Schein-Kategorie (und höher), die das maximale Potenzial dieses anspruchsvollen Geländes ausschöpfen möchten, ohne dabei Sicherheitsmargen zu verletzen oder Konflikte mit der lokalen Bevölkerung zu riskieren.

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Die Geodaten und ihre fliegerische Relevanz

Das Fluggebiet Erlau definiert sich durch präzise geografische Eckdaten, die jeder Pilot vor der Anreise in sein Variometer oder Navigationsgerät einspeichern sollte.

Parameter Daten Detaillierte Analyse & Implikation Koordinaten Startplatz

49° 44' 34,7" N, 08° 49' 20,5" E

Der Startplatz liegt nicht auf einer freien Kuppe, sondern eingebettet in eine Waldstruktur. Dies erschwert die Einschätzung der überregionalen Windströmung vom Boden aus. Höhe Start (MSL)

390 m

Mit knapp 400 Metern liegt der Startplatz im unteren Bereich typischer Mittelgebirgshöhen. Dies bedeutet, dass die Inversion im Winter oft über dem Startplatz liegen kann, was den Start bei "Suppe" im Tal unmöglich macht. Höhe Landeplatz (MSL)

210 m

Der Landeplatz liegt am Ortsrand. Die Höhendifferenz ist gering. Höhendifferenz

ca. 180 m

Kritischer Faktor: 180 Meter sind fliegerisch wenig "Fleisch". Ein Pilot hat nach dem Start nur sehr wenig Zeit (oft nur 1-2 Suchkreise), um den thermischen Anschluss zu finden. Misslingt dies, muss sofort die Landeeinteilung geplant werden. Startrichtung

70° – 110° (Ost)

Das Fenster ist mit 40 Grad relativ schmal. Abweichungen führen zu Turbulenzen durch die seitliche Bewaldung.

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Die Morphologie der Startschneise ("Die Schneise")

Das markanteste Merkmal von Erlau ist die künstlich geschaffene Waldschneise. Anders als auf weiten Almwiesen der Alpen starten Piloten hier in einem aerodynamischen Korridor. Diese Topographie hat signifikante Konsequenzen für die Startphase:

Der Venturi-Effekt (Kanalisierung): Die dichte Bewaldung links und rechts der Schneise wirkt wie ein Trichter. Ein Wind, der auf dem freien Feld mit 10 km/h weht, kann in der Schneise auf 15-18 km/h beschleunigt werden. Dies führt dazu, dass Piloten die Windstärke am Startplatz oft unterschätzen, wenn sie nur auf die Windfahnen im Tal schauen.

Asymmetrische Hangneigung: Das Gelände "hängt" in Startrichtung leicht nach links. Physikalisch bedeutet dies, dass die projizierte Fläche des Schirms beim Aufziehen ungleichmäßig angeströmt wird. Der Flügel tendiert dazu, nach links auszubrechen und den Piloten in die dort stehenden Bäume oder Büsche zu ziehen.  

Taktische Gegenmaßnahme: Erfahrene Piloten legen ihren Schirm antizipatorisch leicht asymmetrisch aus oder positionieren sich so, dass sie im Laufweg aktiv nach rechts korrigieren können, um die Mitte der Schneise zu halten.  

Die "Point of No Return" Abbruchkante: Unterhalb der eigentlichen Startfläche fällt das Gelände steil ab, teils durchsetzt mit Felsformationen und Gestrüpp. Es existiert eine imaginäre, oft auch physisch markierte Entscheidungslinie etwa 5 Meter vor der Hangkante.

Sicherheitsimperativ: Wenn der Schirm an dieser Linie nicht stabil über dem Piloten steht, vollständig gefüllt ist und trägt, muss der Start zwingend abgebrochen werden. Ein "Herauswürgen" des Starts über diese Kante hinaus führt fast zwangsläufig zu einem Unfall oder einer Baumlandung in den Baumwipfeln unterhalb des Starts.

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Die Landeplatz-Topographie

Der Landeplatz liegt auf ca. 210 m MSL am Ortsrand von Fränkisch-Crumbach/Erlau.  

Lage: Koordinaten 49° 44' 31,4" N, 08° 50' 03,3" E.  

Charakteristik: Es handelt sich um Wiesenflächen, die oft landwirtschaftlich genutzt werden.

Hindernisse: Der Anflug ist nicht hindernisfrei. Piloten müssen auf Stromleitungen, Zäune und begrenzende Baumreihen achten.

Historische Entwicklung: Früher wurde oft auf einem Bereich gelandet, der als "altes Dreieck" bekannt war. Dieser Bereich ist mittlerweile für Landungen streng verboten, da er Sicherheitsrisiken barg und zu Konflikten führte. Piloten müssen sich zwingend an den aktuellen, offiziellen Landeplatz in Richtung Rodenstein halten.

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Meteorologische Rahmenbedingungen und Aerologie

Das Verständnis der unsichtbaren Luftmassenbewegungen ist in Erlau der Unterschied zwischen einem 10-Minuten-Abgleiter und einem 4-Stunden-Streckenflug.

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Das Windfenster: Freund und Feind

Das Gelände ist explizit für Ostlagen (70°–110°) zugelassen und optimiert. Doch Ostwind ist im Odenwald nicht gleich Ostwind.  

Der ideale Ostwind (Bise/Hochdruck): Bei stabilen Hochdrucklagen im Frühjahr (oft "Russland-Hoch" Ausläufer) strömt die Luft laminar an. In diesem Fenster (ca. 80°-100°) funktioniert die Schneise wie ein Tragflächenprofil. Der Aufwind ist gleichmäßig und trägt schon kurz vor der Kante.

Der kritische Süd-Einschlag (Süd-Ost): Dreht der Wind auf über 120° (Südost), wird die Situation kritisch.

Das Lee-Problem: Rechts vom Startplatz (in Blickrichtung Tal) befindet sich ein dichter, hochgewachsener Buchenwald. Bei einer südlichen Windkomponente liegt die Startschneise im aerodynamischen Schatten (Lee) dieses Waldes.  

Die Turbulenz: Statt laminarer Strömung herrschen dann Rotoren und "Duster" (kleine Windhosen) vor. Ein Start kann ruhig wirken, doch wenige Meter nach dem Abheben trifft der Pilot auf die Scherungsschicht der Lee-Walze. Klapper in Bodennähe sind die Folge. Regel: Bei starker Südkomponente ist Erlau unstartbar, auch wenn der Wind schwach scheint.  

Nord-Komponente (Nord-Ost): Ein leichter Nord-Einschlag ist oft unproblematischer als Süd. Die Thermik kann durch die Kaltluftadvektion sogar "knackiger" sein, und das Gelände wird freier angeströmt als bei Süd.

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Thermische Zyklen und Tageszeiten

Erlau unterliegt als Osthang einem spezifischen thermischen Tagesgang.

Die "Morgenthermik" (Vormittag): Aufgrund der Exposition trifft die Sonne früh auf den Hang. Bei schwachem überregionalem Wind kann sich bereits am Vormittag ein lokales, anabatisches Windsystem (Hangaufwind) entwickeln, das stärker ist als der Meteowind. Dies ist die sicherste Zeit für weniger routinierte Piloten, da die Thermikblasen noch nicht die brutale Kraft des Mittagshochs haben.  

Die Mittagszeit: Im Frühjahr (März-Mai) kann die Thermik in der Schneise sehr bockig werden. Die Ablösungen kommen impulsiv.

Das "Abend-Phänomen" (Katabatik): Ein oft unterschätzter Effekt in Erlau ist das frühe "Einschlafen" des Hangs. Da die Sonne im Westen untergeht, liegt der Osthang inklusive des Waldes im Rücken des Startplatzes bereits am späten Nachmittag im Schatten.

Der Effekt: Die Luft im Wald kühlt sich ab, wird schwerer und beginnt als katabatischer Fallwind (Rückenwind) die Schneise hinunterzufließen.

Die Täuschung: Im Tal, das noch länger besonnt sein kann, zeigen Windfahnen eventuell noch leichten Ostwind an. Am Startplatz herrscht jedoch bereits Rückenwind oder Nullwind. Ein Start ist dann unmöglich oder extrem gefährlich ("Sacken" nach dem Start).

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Saisonale Besonderheiten

Beste Zeit: Frühjahr (April bis Juni) für Thermik und Streckenflug. Die Temperaturgradienten sind hoch, die Vegetation noch nicht voll transpirierend.

Winter: Im Winter ist das Gelände oft thermisch inaktiv, bietet aber bei starker Bise exzellente Soaring-Bedingungen. Achtung: Beachten Sie die strikte Wintersperre für Gäste (siehe Abschnitt Sicherheit & Regeln).

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Zugang, Logistik und Infrastruktur

Die Logistik in Erlau ist ein politisch hochsensibles Thema. Das Gelände existiert nur durch Duldung der Anwohner und Landwirte. Ein einziger Falschparker kann den Flugbetrieb für alle gefährden.

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Die Parkplatz-Situation: Eine Frage der Existenz

Es gibt in Erlau keine Toleranz für Falschparker. Die Regeln sind binär: Richtig parken oder Flugverbot riskieren.

Der "Holunderhof"-Irrtum: Viele Navigationssysteme leiten Piloten direkt zum Gasthaus Holunderhof, das in unmittelbarer Nähe zum Startplatz liegt.

WARNUNG: Das Parken am Holunderhof ist für Gleitschirmflieger strengstens verboten. Die Parkplätze dort sind ausschließlich den Restaurantgästen vorbehalten. Ein "Ich trink ja nachher noch was" gilt nicht als Ausrede.  

Wald- und Feldwege: Auch das Abstellen von Fahrzeugen an Waldrändern, in Feldzufahrten oder entlang der Zufahrtsstraße ist illegal und führt zu Konflikten mit Forstwirtschaft und Jagdpächtern.  

Die korrekte Parkstrategie:

Zielort: Fahren Sie nach Fränkisch-Crumbach (Talort).

Parkzonen: Nutzen Sie die offiziell ausgewiesenen Parkplätze an der Flugschule (Erlenhof) oder öffentliche Parkflächen im Ort.  

Vermeidung: Meiden Sie die Anfahrt über den Ortsteil Nonrod über Feldwege Richtung Erlau. Die Staubentwicklung auf den trockenen Feldwegen verärgert die Anwohner massiv. Fahren Sie langsam und rücksichtsvoll, wenn Sie unvermeidbar diese Wege nutzen müssen.

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Der Zustieg: Shuttle vs. Hike & Fly

Da man nicht am Startplatz parken darf, muss die Höhendifferenz überwunden werden.

Der Vereins-Shuttle: An guten Flugtagen (Wochenende, fliegbares Wetter) organisiert der 1. ODC oft einen Shuttle-Dienst.

Treffpunkt: Meist am Landeplatz oder der Flugschule Erlenhof.

Kosten: Ca. 1,50 € pro Auffahrt (Stand der Daten, Kleingeld bereithalten!).  

Frequenz: Bedarfsabhängig. Fragen Sie am Landeplatz andere Piloten oder schauen Sie nach dem Vereinsbus.

Hike & Fly (Fußweg):

Dauer: Ca. 20–30 Minuten bei normaler Kondition.

Wegbeschaffenheit: Gut ausgebaute Waldwege.

Nutzen: Der Aufstieg dient nicht nur dem Transport, sondern auch der mentalen Vorbereitung und der ersten Einschätzung des Windes anhand der Baumwipfelbewegung im oberen Drittel.

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Flugtechnik und Taktik: Vom Start bis zum Streckenflug

Erlau ist ein technisches Gelände. Rohe Kraft hilft hier nicht, Präzision ist gefragt.

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Die Startphase: Psychologie der Schneise

Der Start in der Schneise kann klaustrophobisch wirken.

Vorbereitung: Nutzen Sie den großen Aufbauplatz im Wald (Achtung: Rote Waldameisen! ). Sortieren Sie die Leinen penibel. Äste und Wurzeln sind "Leinenfänger".  

Aufziehen: Impulsiv, aber gefühlvoll. Da der Wind durch den Düsen-Effekt in der Schneise stärker ist als im Wald dahinter, schießt der Schirm oft schnell hoch. Ein beherztes Anbremsen am Scheitelpunkt ist essenziell, um ein Überschießen oder einen Frontklapper zu verhindern.

Korrektur: Wie erwähnt, zieht der Schirm oft nach links. Seien Sie bereit, sofort unter den Schirm zu laufen (Side-Step nach rechts), um die Kappe mittig über sich zu halten.

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Taktik "Hausbart": Wo steht die Thermik?

Viele Neulinge machen den Fehler, nach dem Start sofort geradeaus ins Tal zu fliegen ("auf gut Glück"). In Erlau ist das oft ein Garant für eine schnelle Landung.

Der "Rechts-Drall": Die Erfahrung lokaler Piloten zeigt, dass die zuverlässigsten Thermikquellen ("Hausbärte") oft rechts vom Startplatz zu finden sind.  

Die Abrisskante: Orientieren Sie sich an der Kante des Buchenwaldes. Dort, wo die Schneise endet und der dichte Wald beginnt, reißt die Thermik oft ab.

Geduldspiel (Soaring vs. Thermik): Oft muss man zunächst im dynamischen Hangaufwind (Soaring) Höhe halten ("kratzen"), bis eine thermische Ablösung durchzieht. Wer zu ungeduldig vom Hang wegfliegt, verliert den Anschluss.

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XC-Potential: Streckenflug im Odenwald

Erlau ist ein exzellenter Ausgangspunkt für Streckenflüge, wenn man die Luftraumstruktur kennt.

Die Route: Klassischerweise wird zunächst Höhe gemacht (mindestens 200-300m über Start), um dann entweder nach Norden Richtung Darmstadt oder – häufiger – entlang der Hangkante nach Süden zu fliegen.

Luftraum-Management (Frankfurt): Dies ist der limitierende Faktor. Erlau liegt unter dem komplexen Luftraumgeflecht des Flughafens Frankfurt (EDDF).

Vertikale Grenzen: Über dem Startplatz und in der direkten Umgebung gelten Höhenbeschränkungen. Oft beginnt der kontrollierte Luftraum (bzw. Sektoren mit Transponderpflicht oder Flugverbotszonen für Luftsportgeräte) schon in Höhen um 3500 ft MSL oder 4500 ft MSL.  

Navigation: Ein modernes Vario mit aktueller Luftraumkarte ist PFLICHT. Ein Einfliegen in den Luftraum C oder D von Frankfurt führt nicht nur zu massiven Bußgeldern, sondern gefährdet die Zulassung des gesamten Geländes.

Sektoren: Beachten Sie, dass die Untergrenzen Richtung Osten (5500 ft) oft höher sind als Richtung Norden/Westen (3500 ft). Ein Versatz der Flugroute nach Osten kann also wertvolle Höhenmeter "freischalten".

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Geheimtipps und Insider-Wissen

Dieser Abschnitt basiert auf den impliziten Informationen und Erfahrungen, die nicht in den offiziellen Bulletins stehen.

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Die "Baumwipfel-Regel" (Überlebenswichtig)

Es gibt eine ungeschriebene, aber physikalisch fundierte Regel in Erlau: "Sobald du unter die Höhe der Baumwipfel des Startplatzes sinkst, flieg zum Landeplatz!". Viele Piloten versuchen, unterhalb der Hangkante noch verzweifelt zu soaren. Da das Gelände steil und bewaldet ist, und der Wind dort oft durch die Bäume gebrochen wird, endet dies häufig in einer Baumlandung. Die Feuerwehr Fränkisch-Crumbach ist zwar geübt in der Bergung, aber es ist teuer und peinlich.

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Webcams und Live-Wetter Interpretation

Verlassen Sie sich nicht blind auf Wetter-Apps. Nutzen Sie lokale Quellen.

Holfuy Station "Erlau": Der Verein betreibt eine eigene Holfuy-Station am Startplatz.

Insider-Wissen: Der Sensor hängt in Baumwipfelhöhe in der Schneise. Die angezeigten Werte sind durch die Kanalisierung oft höher als der freie Wind, oder bei falscher Anströmung (Süd) niedriger (Abschattung).  

Interpretation: Zeigt die Station Ostwind mit moderaten Böen an, ist es gut. Zeigt sie starke Schwankungen in der Richtung oder Böen über 25 km/h, ist Vorsicht geboten.

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Das "Landebier"

Kultur gehört zum Fliegen. Nach dem Flug trifft man sich im Holunderhof (direkt oberhalb des Landeplatzes, aber Anfahrt beachten!) oder im Erlenhof (bei der Flugschule). Im Erlenhof gibt es einen historischen, 160 Jahre alten Lehmkeller, der für das kühle After-Flight-Bier legendär ist.

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Die Gastflugregelung (Saisonale Sperre & B-Schein)

Der 1. ODC reglementiert den Gastflugbetrieb strikt, um das Gelände zu schützen.

Lizenz: Gastpiloten benötigen zwingend den B-Schein (Überlandberechtigung). Mit A-Schein ist kein freies Fliegen als Gast möglich.  

Wintersperre: Vom 01. Oktober bis 31. März ist das Gelände für Gastpiloten gesperrt. Dies dient dem Naturschutz (Wildruhezonen) und der Schonung der durch Nässe aufgeweichten Wege.  

Ausnahmen: Mitglieder benachbarter Vereine (z.B. Bergsträßler, Lindenfelser) haben oft Sonderregelungen.

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Gebühren und Anmeldung

Tageskarte: Muss vor dem Flug erworben werden.

Verkaufsstelle: Gasthaus Holunderhof (Familie Wendel).  

Kosten: 5,00 € für den oberen Startplatz, 3,00 € für den Übungshang.  

Jahreskarte: Für Vielflieger (60,00 €) erhältlich.  

Einweisung: Erstbesucher müssen sich von einem Clubmitglied in das Gelände einweisen lassen.

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Notfall-Infos

Notruf: 112.

Standort-Bezeichnung: "Gleitschirmstartplatz Erlau bei Fränkisch-Crumbach".

Bergung: Bei Baumlandungen nie selbst ungesichert klettern. Warten Sie auf professionelle Hilfe (Bergwacht/Feuerwehr).

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Alternativen und Regionaler Kontext

Sollte Erlau aufgrund der Windrichtung (z.B. West) oder der Wintersperre nicht fliegbar sein, bietet der Odenwald Alternativen, die man kennen muss.

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Westwind: Das Melibokus-Problem

Bei Westwind schauen Gleitschirmflieger im Odenwald oft in die Röhre. Der Melibokus, der klassische Westberg der Region, ist fast ausschließlich für Drachenflieger (HG) zugelassen (Rampe, steiles Gelände).

Alternative: Für Gleitschirme bieten sich bei West/Nordwest die Nonroder Höhe (Übungsgelände, gut für Groundhandling) oder der Bierbach (Nordwest) an.

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Nord- und Südwind

Lindenfels (Süd): Ein wunderschönes Gelände über der Burg Lindenfels. Oft anspruchsvoll beim Toplanden, aber eine gute Alternative bei Südlagen, wenn Erlau im Lee liegt.

Beedenkirchen (Nord): Ein kleineres Gelände für Nordlagen.

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Groundhandling

Wer seine Schirmbeherrschung trainieren will (essentiell für den Erlau-Start!), findet am Groundhandlinggelände Nonrod (offen für alle Richtungen, flach) oder am Übungshang Erlau Südwest (direkt bei der Flugschule) ideale Bedingungen.

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Fazit und Zusammenfassung

Erlau ist ein Fluggebiet für den "kompletten" Piloten. Es verlangt:

Disziplin: Beim Parken und Einhalten der Lufträume.

Können: Beim Start in der Schneise und der Thermiksuche.

Wissen: Über die mikrometeorologischen Fallen (Lee bei Süd, Abwind am Abend).

Wer diese Anforderungen erfüllt, findet in Erlau eines der leistungsfähigsten Ost-Gelände Deutschlands. Die Kombination aus technischer Herausforderung und der Möglichkeit, stundenlang über den grünen Hügeln des Odenwalds zu kreisen, macht jeden Flug hier zu einem Erfolgserlebnis.

Checkliste für den perfekten Erlau-Tag:

[ ] B-Schein vorhanden?

[ ] Jahreszeit checken (April-Sept für Gäste).

[ ] Wetter: Ostwind (70-110°), keine Südkomponente.

[ ] Anfahrt nach Fränkisch-Crumbach (nicht Holunderhof!).

[ ] Ticket im Holunderhof kaufen & Einweisung holen.

[ ] Luftraumkarte auf dem Vario checken (Frankfurt!).

[ ] Starten, rechts halten, aufdrehen.

[ ] Landebier im Erlenhof.

Dieser Bericht wurde auf Basis umfangreicher Recherchen erstellt (Stand Februar 2026). Bitte konsultieren Sie vor jedem Flug die aktuellen Aushänge des 1. ODC und die Wetterdaten.

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