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Ellerbach

Startplätze:1
Koord.:48.4969°N, 10.5597°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Ellerbach

Start
Höhe496m ü. M.
Koord.48.4969, 10.5597
WindO, W
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Gleitschirm-Guide Ellerbach: Eine umfassende Expertise für den bayerischen und österreichischen Raum

Der vorliegende Bericht analysiert detailliert das Fluggelände Ellerbach im bayerischen Holzheim sowie die relevanten alpinen Alternativen im österreichischen Pinzgau, wie etwa Hollersbach, die aufgrund topographischer Ähnlichkeiten und regionaler Vernetzung oft in einem gemeinsamen fliegerischen Kontext betrachtet werden. Für Piloten, die eine fundierte Entscheidung über den Besuch dieser Standorte treffen möchten, bietet diese Analyse eine tiefgreifende Untersuchung der technischen, logistischen und meteorologischen Rahmenbedingungen.  

Executive Summary: Strategische Entscheidungsgrundlage für Piloten

Das Fluggelände Ellerbach bei Holzheim in Bayern stellt ein herausragendes Beispiel für die Effizienz des modernen Windenschleppbetriebs im deutschen Flachland dar. Mit einer Schleppstrecke von 1.200 Metern und einer regelmäßig erreichbaren Ausklinkhöhe von bis zu 500 Metern bietet es eine überdurchschnittliche Basis für den Einstieg in die Thermik des Donaurieds. Es eignet sich primär für Piloten, die das Handwerk des Thermikfliegens im Flachland verfeinern möchten oder gezielte Streckenflug-Aspirationen (XC) in Richtung Schwäbische Alb oder Alpenvorland verfolgen.  

Im Gegensatz dazu ist das oft im gleichen Atemzug genannte Gelände Hollersbach im österreichischen Pinzgau ein rein alpiner Standort. Dieser erfordert ein deutlich höheres Maß an technischem Können, insbesondere bei der Beherrschung von Schneisenstarts und dem Verständnis komplexer Talwindsysteme. Während Ellerbach als gutmütig und logistisch unkompliziert gilt, ist Hollersbach ein anspruchsvolles Ziel für erfahrene Alpin-Flieger, die den Nordwind strategisch nutzen wollen.  

Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick über die primären Standortdaten des bayerischen Ellerbachs:

Parameter Spezifikation Datenwert / Information Geländetyp Windenschleppgelände

Flachland / Donauried

Startrichtung Ost / West

O (90°), W (270°)

Schleppstrecke Länge

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m

Ausklinkhöhe Durchschnittlich

450 m - 500 m

Höhe NN Start / Landung

ca. 496 m - 500 m

Schwierigkeit Piloten-Einstufung

Mittel (Windenschlepp-Berechtigung erforderlich)

GPS (Start West) Koordinaten

N 48°29'50" E 10°33'37"

GPS (Start Ost) Koordinaten

N 48°29'50" E 10°32'42"

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Startplatz-Analyse und Geographie

Das bayerische Ellerbach liegt eingebettet in den Naturpark Augsburg-Westliche Wälder, circa 3 Kilometer südöstlich von Holzheim im Landkreis Dillingen. Die geographische Lage am Übergang zwischen der Donauniederung und der hügeligen Landschaft des Naturparks erzeugt spezifische mikroklimatische Bedingungen, die für Gleitschirmflieger von hohem Interesse sind.  

Topographie und Bodenbeschaffenheit

Die Start- und Landeflächen befinden sich auf einer Höhe von circa 496 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Umgebung ist geprägt durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und angrenzende Waldgebiete, die als thermische Triggerpunkte fungieren. Die Ebenheit des Geländes ist für den Windenschleppbetrieb essenziell, da sie eine hindernisfreie Auslegung des Schleppseils über die gesamte Distanz von 1,2 Kilometern ermöglicht.  

Startrichtungen und deren Relevanz

Das Gelände ist konsequent auf Ost-West-Betrieb ausgelegt. Diese Orientierung ist strategisch wertvoll, da sie die vorherrschenden Windströmungen in Süddeutschland optimal nutzt. Der Weststart (270°) wird bei den typischen atlantischen Tiefdrucklagen beflogen, während der Oststart (90°) bei stabilen Hochdruckwetterlagen mit kontinentaler Luftströmung zum Einsatz kommt. Ein Start bei reinem Nord- oder Südwind ist aufgrund der Schleppkonfiguration nicht möglich bzw. aerodynamisch riskant, da Seitenwindkomponenten die Spurtreue des Schirms während der Schleppphase massiv beeinträchtigen können.

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Zugang, Logistik und Infrastruktur

Die logistische Erreichbarkeit von Ellerbach ist für Tagestouristen und Vereinsmitglieder gleichermaßen vorteilhaft gestaltet. Dennoch erfordert die Nutzung des Geländes eine strikte Einhaltung der lokalen Ordnung, um Konflikte mit der Landwirtschaft und den Anwohnern zu vermeiden.

Anreise und Parkplatzsituation

Die Anfahrt erfolgt über die Staatsstraße 2032 (Verbindung Augsburg – Dillingen a.d. Donau). In der Ortsmitte von Ellerbach ist die Abzweigung in die Wiedenfeldstraße nach Westen zu nehmen. Nach etwa 150 Metern erreicht man das Zentrum des Flugbetriebs. Ein kritischer Aspekt der Logistik ist die Parkordnung: Piloten wird dringend geraten, die Fahrzeuge nicht entlang der Zufahrtsstraßen oder am unmittelbaren Startplatz abzustellen, sondern die ausgewiesenen Flächen beim Vereinslokal oder nach Anweisung des Startleiters zu nutzen. In der Vergangenheit führte unkontrolliertes Parken zu Spannungen mit den lokalen Landwirten, deren Bewirtschaftungswege jederzeit frei bleiben müssen.  

Windenschlepp-Technik

Im Gegensatz zu alpinen Startplätzen mit Seilbahnanbindung ist in Ellerbach die Seilwinde der einzige "Lift" in den Himmel. Zum Einsatz kommt eine stationäre Doppelwinde des Typs Koch. Diese Technik erlaubt eine hohe Frequenz an Starts, da zwei Seile abwechselnd eingezogen werden können. Die Betreuung erfolgt durch erfahrene Windenfahrer der "Ellerbacher Thermikfreunde e.V.", die oft auch Gastpiloten hilfreiche Tipps für die erste Phase nach dem Ausklinken geben können.  

Gebühren und Mitgliedschaft

Der Betrieb wird durch den Verein Ellerbacher Thermikfreunde e.V. getragen. Für Gastpiloten ist in der Regel eine Tagesmitgliedschaft oder eine Schleppgebühr zu entrichten, die zur Deckung der Betriebskosten der Winde und der Pachtzahlungen für das Gelände dient. Es ist ratsam, vor der Anreise Kontakt mit dem Vorstand (z.B. Bruno Günther) aufzunehmen, um die aktuellen Kapazitäten und Flugzeiten zu erfragen.

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Flugbedingungen und Aerodynamik

Die Qualität eines Flugtages in Ellerbach hängt massiv von der thermischen Aktivität und der großräumigen Windsituation ab. Als Flachlandgelände bietet es eine andere fliegerische Herausforderung als die Alpen: Die Thermik muss aktiv gesucht und oft aus geringer Höhe mühsam erarbeitet werden.

Thermikzyklen und saisonale Optimierung

Die thermische Saison beginnt in Ellerbach typischerweise im April und reicht bis in den September hinein. Die besten Bedingungen für weite Streckenflüge finden sich im Mai und Juni, wenn die Temperaturdifferenz zwischen den noch kühlen Nächten und der intensiven Sonneneinstrahlung am Tag am größten ist. An thermisch aktiven Tagen lösen sich die ersten nutzbaren Bärte meist gegen 11:00 Uhr ab. Ein zweites Aktivitätsmaximum ist oft am späten Nachmittag zu beobachten, wenn die umliegenden Waldflächen die gespeicherte Wärme abgeben.  

Wind und Turbulenz

Ideale Bedingungen herrschen bei einem laminaren Bodenwind von 5 bis 15 km/h aus Ost oder West. Gefährlich werden Situationen mit starkem überregionalem Wind (über 25 km/h in 500 m Höhe), da dieser die Thermik "zerschneidet" und das Zentrieren der Bärte extrem erschwert. Zudem ist bei Westwind auf die Lee-Wirkung der Waldkanten zu achten, die beim Landeanflug in Bodennähe zu plötzlichem Sinken oder Turbulenzen führen kann.  

Luftraumstruktur und Beschränkungen

Die fliegerische Freiheit in Ellerbach wird durch die Nähe zu kontrollierten Lufträumen definiert. Piloten müssen die Grenzen des Luftraums D (nicht kontrolliert) und E beachten. Insbesondere die Nähe zur Kontrollzone von Augsburg und die Flugbewegungen des Verkehrsflughafens erfordern eine aufmerksame Luftraumbeobachtung. Ein Flugfunkgerät und eine aktuelle ICAO-Karte (digital oder analog) sind für XC-Flüge obligatorisch, um nicht versehentlich in kontrollierten Luftraum C oder D einzudringen.

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Streckenflug-Potenzial (XC)

Ellerbach hat sich trotz seiner Flachlandlage als Ausgangspunkt für beachtliche Streckenflüge etabliert. Die hügelige Topographie des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder bietet zahlreiche Aufwindquellen, die als Sprungbrett für weitere Ziele dienen.

XC-Routen und Strategien

Beliebte XC-Routen führen von Ellerbach aus nach Südwesten in Richtung der Schwäbischen Alb. Erfahrene Piloten nutzen die Thermikkette entlang der Donau oder queren das Ried in Richtung der Alpen. Flüge von über 50 Kilometern sind an guten Tagen keine Seltenheit, und Spitzenpiloten haben bereits Distanzen von über 100 Kilometern dokumentiert.  

Zielregion Richtung Herausforderung Schwäbische Alb West / Nordwest

Luftraum Stuttgart beachten

Alpenvorland Süd

Thermische Überbrückung der Donauniederung

Donautal Ost / Nordost

Winddrift und Außenlandemöglichkeiten im Ried

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Geheimtipps und Experten-Insights

Der wahre Mehrwert für einen Piloten liegt oft in dem Wissen, das nicht in offiziellen Datenbanken steht. Lokale Piloten in Ellerbach haben über Jahrzehnte hinweg spezifische Verhaltensmuster der Atmosphäre beobachtet.

Thermikquellen (Hausbärte)

Eine der zuverlässigsten Thermikquellen in Ellerbach ist die Waldkante südwestlich des Startplatzes bei Westwindlagen. Die dunklen Waldflächen absorbieren die Sonnenenergie effizient und geben sie als warme Ablösungen ab, sobald eine leichte Brise darüberstreicht. Ein weiterer Insider-Tipp ist der Bereich über den landwirtschaftlichen Lagerhallen am Ortsrand, die aufgrund ihrer Blechdächer oft schon früh am Tag erste "Nullschieber" oder leichte Steigwerte produzieren.  

Typische Fehler von Neulingen

Neulinge neigen oft dazu, den Schleppvorgang zu früh abzubrechen, wenn sie das Gefühl haben, bereits in der Thermik zu sein. Experten raten jedoch dazu, den Schlepp bis zur maximalen Ausklinkhöhe von 500 Metern durchzuziehen, um einen größeren Suchradius für den ersten stabilen Bart zu haben. Ein weiterer Fehler ist die Unterschätzung der Drift: Im Flachland versetzt der Wind den Piloten während des Thermikkreisens oft schneller, als man es aus den Bergen gewohnt ist. Wer hier nicht konsequent nach Luv korrigiert, verliert schnell den Anschluss an das Gelände.  

Webcams und Wetterquellen

Lokale Piloten verlassen sich nicht allein auf den offiziellen DHV-Wetterbericht. Eine der wichtigsten Quellen für Ellerbach ist die Live-Webcam von Bernd Schläger in Dillingen (www.wetter-dillingen.de/webcam.htm), die einen direkten Blick auf die Bewölkungssituation und die Windsäcke der Umgebung ermöglicht. Zudem wird oft der bayerische Segelflugwetterbericht (Videotext Bayern 3, Tafel 622) konsultiert, da dieser präzise Vorhersagen für das Flachland und die Voralpen liefert.

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Sicherheit, Regeln und Notfallmanagement

Sicherheit ist in Ellerbach kein Zufall, sondern das Ergebnis strikter Einhaltung von Regeln und einer professionellen Flugvorbereitung.

Flugregeln und Zulassung

Der Startplatz in Ellerbach ist für Gleitschirme zugelassen, wobei Piloten mindestens über einen A-Schein mit Windenschlepp-Erweiterung verfügen müssen. Für Gastpiloten ist eine Einweisung durch ein Vereinsmitglied zwingend vorgeschrieben. Diese umfasst die Signale beim Schleppvorgang, das Verhalten bei Seilrissen und die Platzrunde für die Landung.  

Gefahr: Windpark Holzheim

Ein aktuelles und ernst zu nehmendes Hindernis für die Luftfahrt in der Region ist der geplante Windpark Holzheim im Weisinger Forst. Mit Anlagen einer Gesamthöhe von bis zu 262 Metern (Nabenhöhe 174,5 m plus 175 m Rotordurchmesser) entstehen massive vertikale Hindernisse im direkten Umfeld des Fluggeländes. Piloten müssen sich der Turbulenzgefahr (Wake Turbulence) im Lee dieser Anlagen bewusst sein. Der Mindestabstand sollte bei starkem Wind mindestens das Zehnfache des Rotordurchmessers betragen, um gefährliche Klapper des Gleitschirms zu vermeiden.  

Notfall-Infos

Im Falle eines Unfalls ist die Rettungskette über den Startleiter organisiert. Das flache Gelände erleichtert den Zugang für Rettungskräfte im Vergleich zu alpinen Lagen erheblich. Dennoch sollte jeder Pilot ein Erste-Hilfe-Set und ein Mobiltelefon mitführen. Die Koordinaten für den Rettungsdienst sollten den Piloten bekannt sein (N 48°29'49" E 10°33'35").

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Die alpine Alternative: Hollersbach (Österreich)

Für Piloten, die den Namen "Ellerbach" mit Österreich assoziieren, ist Hollersbach im Pinzgau der Ort der Wahl. Dieses Gelände bietet eine völlig andere Charakteristik und dient oft als Ausweichziel für Piloten aus dem bayerischen Raum, wenn alpine Bedingungen gesucht werden.

Hollersbach Gelände-Steckbrief Merkmal Detail Lage

Gegenüber dem Pass Thurn, oberhalb von Hollersbach

Höhe NN

Startplatz: 1.145 m / Landeplatz: 807 m

Höhendifferenz

338 m

Charakter

Schneisenstartplatz in Waldschneise

Beste Zeit

Mai - August, besonders ab 16:00 Uhr

  Fliegerische Besonderheiten in Hollersbach

Der Startplatz liegt unterhalb eines Heustadels in der letzten Kurve vor dem Gasthof Berghof. Die größte Gefahr in Hollersbach ist der Seitenwind. Da der Startplatz in einer Waldschneise liegt, verursachen die Bäume bei nicht frontalem Wind unangenehme Leerotoren. Piloten sollten hier nur starten, wenn der Wind sauber von vorne die Schneise heraufzieht. Der Landeplatz befindet sich auf einer großen Wiese bei den Sportanlagen in der Nähe des Badesees.  

Organisation in Österreich

Das Gelände wird vom DFC Wildkogelfalken betreut. Gastpiloten benötigen zwingend eine Tagesmitgliedschaft, die online (www.wildkogelfalken.at) oder vor Ort erworben werden kann. Da Hollersbach kein offizieller Schulungsberg mit Seilbahnanbindung wie das Brauneck ist, ist der Flugbetrieb oft ruhiger und individueller geprägt.

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Kulinarik, Übernachtung und Freizeitgestaltung

Ein Flugtag endet in Ellerbach idealerweise mit einer Einkehr in eines der regionalen Gasthäuser, die für ihre bayerisch-schwäbische Gemütlichkeit bekannt sind.

Top-Empfehlungen für die Einkehr

Die Region um Holzheim bietet eine beachtliche Vielfalt an Gastronomie, die weit über das übliche Maß an Flugplatz-Imbissen hinausgeht.

Alp Altenbaindt (Holzheim): Ein deutsches Restaurant mit mediterranem Einschlag. Es ist bekannt für seine Themenabende wie "Viva Las Vegas" oder "Mamma Mia Dinner" und bietet einen schönen Außenbereich, um den Flugtag Revue passieren zu lassen.  

Trattoria La Locanda (Holzheim): Wer italienische Küche bevorzugt, findet hier in der Dorfstraße eine hervorragende Auswahl an Pizzen und Pasta. Besonders hervorzuheben ist der idyllische Außenbereich.  

Restaurant La Vigna (Holzheim): Gelegen am Aartal-Radweg nahe der Burg Aardeck. Es bietet gehobene italienische Küche und ist aufgrund der Parkmöglichkeiten direkt vor der Tür auch für Piloten mit viel Ausrüstung gut erreichbar.  

Gasthaus Adler (Holzheim): Ein traditionelles Haus mit einem urigen Gewölbekeller ("Winzerstüberl"), das ein Stück Südtiroler Flair in die Region bringt.  

Gasthaus Euler (Holzheim): Deutsche Küche mit regionalen Gerichten und einem Fokus auf Gastfreundschaft. Ein idealer Treffpunkt für Vereine und Gruppen.  

Übernachtungsmöglichkeiten

Für Piloten, die ein ganzes Wochenende in der Region verbringen möchten, bieten sich neben den Gästezimmern der oben genannten Gasthöfe auch Campingmöglichkeiten in der weiteren Umgebung an. Der Landeplatz in Hollersbach (Österreich) liegt beispielsweise direkt bei einem Badesee, was oft mit Campingmöglichkeiten kombiniert wird. Im bayerischen Holzheim sind private Pensionen die gängigste Wahl für Übernachtungen.  

Flugschulen vor Ort

Zwar wird das Gelände in Ellerbach primär durch den Verein betrieben, doch für die Ausbildung und Fortbildung sind mehrere renommierte Schulen in der erweiterten Region aktiv. Die Paragliding Academy im Allgäu bietet Sicherheitstrainings und Reisen an, während die Bayerische Drachen- und Gleitschirmschule in Penzberg Kurse in unmittelbarer Nähe von München durchführt. Für Piloten aus der Region Holzheim ist auch die Flugschule Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb eine wichtige Anlaufstelle für die Windenschlepp-Ausbildung.

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Vergleich mit benachbarten Fluggebieten

Um die Bedeutung von Ellerbach richtig einzuordnen, ist ein Vergleich mit anderen Schleppgeländen und alpinen Startplätzen in Süddeutschland hilfreich.

Ellerbach vs. Greiling (Bad Tölz)

Das Schleppgelände Greiling wird von der Luftsportvereinigung Greiling e.V. betrieben und liegt direkt am Alpenrand. Während Greiling durch seine beeindruckende Kulisse und die Nähe zum Brauneck besticht, bietet Ellerbach durch seine Lage im Donauried oft stabilere thermische Bedingungen im Hochsommer, wenn die Alpen bereits zu Gewittern neigen. In Greiling ist der Betrieb komplexer, da dort auch Segelflieger und Elektro-ULs starten, was eine strikte Trennung der Platzrunden erfordert.  

Ellerbach vs. Elfer (Stubaital)

Wer von Ellerbach aus den Sprung in die Hochalpen wagt, landet oft im Stubaital am Elfer. Der Elfer ist ein Weltklasse-Gelände mit 850 Metern Höhendifferenz und einer Seilbahnanbindung. Der Vergleich zeigt deutlich den Charakter von Ellerbach: Während der Elfer für maximales Airtime-Vergnügen mit minimalem Aufwand steht, ist Ellerbach das Gelände für den "Ehrgeiz-Piloten", der sich jede Sekunde Flugzeit durch thermisches Verständnis erkämpfen muss.

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Fazit und Handlungsempfehlungen

Das Fluggelände Ellerbach bei Holzheim ist weit mehr als nur ein einfacher Schleppplatz. Es ist ein thermisch aktives Zentrum im bayerischen Donauried, das durch eine engagierte Vereinsstruktur und exzellente technische Bedingungen besticht.

Für einen erfolgreichen Besuch sollten Piloten folgende Punkte beherzigen:

Vorbereitung: Windenschlepp-Berechtigung prüfen und Kontakt zum Verein aufnehmen.  

Wettermanagement: Webcam Dillingen nutzen und auf laminare Ost- oder Westwinde warten.  

Flugtechnik: Den Schlepp voll ausnutzen und gezielt die Waldkanten nach Thermik absuchen.  

Sicherheit: Luftraumgrenzen und die neuen Windkraftanlagen im Weisinger Forst strikt beachten.  

Socializing: Den Tag in einem der lokalen Gasthäuser wie der Alp Altenbaindt ausklingen lassen, um die Integration des Flugsports in der Region zu unterstützen.  

Ob man nun die Ruhe und thermische Herausforderung im bayerischen Ellerbach sucht oder die alpine Pracht in Hollersbach vorzieht – beide Standorte bieten einzigartige Möglichkeiten, die Faszination des Gleitschirmfliegens in all ihren Facetten zu erleben. Der bayerische Standort Ellerbach bleibt dabei ein unverzichtbarer Geheimtipp für alle Flachland-Enthusiasten und Streckenflug-Aspiranten im süddeutschen Raum.

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