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Dertingen

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:49.7722°N, 9.6162°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Dertingen Startplatz

Start
Höhe263m ü. M.
Koord.49.7722, 9.6162
WindSO-S
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Dertingen Landeplatz

Landung
Höhe182m ü. M.
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebietsexpertise: Dertingen (Mandelberg) – Eine monografische Analyse des Gleitschirmfliegens im Taubertal

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Einleitung: Die Signifikanz des Mikro-Fluggeländes

In der Topografie der deutschen Gleitschirm-Landschaft nehmen alpine Startplätze oft die prominente Rolle ein. Doch für den versierten Piloten, der die Nuancen der Aerologie und die Feinheiten der meteorologischen Beurteilung schätzt, bieten die Mittelgebirgslagen und insbesondere die Weinbauregionen eine Herausforderung von gänzlich anderer Qualität. Der Startplatz Dertingen, lokal und in Fliegerkreisen respektvoll als „Mandelberg“ bekannt, ist ein solches Exemplar. Gelegen im nördlichen Baden-Württemberg, unweit der bayerischen Grenze bei Wertheim, repräsentiert dieses Gelände weit mehr als nur eine lokale Übungswiese. Es ist ein komplexes System aus mikroklimatischen Besonderheiten, anspruchsvoller Start- und Landetechnik und einer tiefen kulturellen Einbettung in die Weinbauregion Taubertal.

Dieser Bericht zielt darauf ab, über die rudimentären Datenblätter der DHV-Datenbanken hinauszugehen. Er dekonstruiert das Fluggebiet in seine atomaren Bestandteile – von der geologischen Beschaffenheit des Muschelkalks bis hin zu den psychologischen Anforderungen an den Piloten beim Landeanflug unter Starkwindbedingungen. Während der Höhenunterschied mit knapp 80 Metern auf dem Papier vernachlässigbar erscheint, beweist die Praxis, dass gerade diese geringe Arbeitshöhe eine unerbittliche Schule für Präzision darstellt. Wer am Mandelberg thermischen Anschluss findet, hat das „Handwerk“ des Flachlandfliegens verstanden.

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Die geologische Basis: Muschelkalk als Wärmespeicher

Um das thermische Potenzial des Mandelbergs zu verstehen, muss man den Boden betrachten, über dem man fliegt. Dertingen liegt im Grenzbereich zwischen dem Spessart, der durch Buntsandstein geprägt ist, und den fränkischen Platten, die aus Muschelkalk bestehen. Der Mandelberg selbst ist ein klassischer Weinbergshang auf Muschelkalkbasis.

Für den Gleitschirmpiloten ist diese geologische Unterscheidung essenziell. Muschelkalkböden besitzen eine andere Wärmeleitfähigkeit und Albedo (Rückstrahlvermögen) als beispielsweise die Sandsteinböden des Spessarts oder reine Grasnarben. Die steinigen Strukturen der Weinbergsmauern und der helle Kalksteinboden heizen sich unter Sonneneinstrahlung schnell auf, geben die Wärme aber auch pulsierend ab. Im Gegensatz zu dunklen Waldflächen, die Wärme lange speichern und erst spät am Tag freigeben (sogenannte „Abendthermik“), reagiert der Mandelberg als Südhang sehr direkt auf die Insolation. Dies führt dazu, dass bereits früh im Jahr, wenn die Luftmassen noch kalt sind (hohe Labilität), nutzbare Ablösungen entstehen können, sobald die Sonne den Hang trifft.

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Topografisches Profil und Exposition

Der Startplatz befindet sich auf einer Höhe von 263 Metern über Normalnull (NN). Die Exposition ist Süd-Südost (SO-S). In der Topografie Deutschlands ist eine reine Südlage oft ein zweischneidiges Schwert. Während sie energetisch die maximal mögliche Sonneneinstrahlung garantiert, korrespondiert sie selten mit den vorherrschenden Westwindströmungen der atlantischen Tiefdruckgebiete. Dertingen ist somit ein klassisches „Schönwetter-Gelände“ oder ein Spot für spezielle Wetterlagen, wie sie oft nach dem Durchzug von Kaltfronten (Rückseitenwetter) oder bei stabilen Hochdrucklagen mit östlichem Einschlag auftreten.  

Der Hang selbst ist nicht homogen. Er ist durch die terrassierte Struktur des Weinbaus geprägt. Diese Terrassen wirken aerodynamisch als „Rauigkeit“. Der Wind streicht nicht laminar wie an einer Küstendüne hinauf, sondern wird durch Rebenzeilen, Mauern und Böschungen mikroturbulent verwirbelt. Dies erfordert beim Start eine erhöhte Aufmerksamkeit, da die Kappe in Bodennähe unterschiedliche Anströmungswinkel erfahren kann.

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Die Limitierung der Höhe

Mit einer Höhendifferenz von nur ca. 80 Metern zum Landeplatz auf 182 Metern NN fällt Dertingen in die Kategorie der Übungshänge. Doch diese Klassifizierung ist trügerisch. Ein Pilot hat nach dem Start nur wenige Sekunden Zeit, um zu entscheiden, ob er tragende Luft findet oder den Landeanflug einleiten muss. Es gibt keinen „Suchraum“ von mehreren hundert Metern wie in den Alpen. Die Entscheidungsprozesse müssen hier extrem beschleunigt ablaufen. Dies macht den Mandelberg zu einem hervorragenden Trainingsgelände für mentales Flugmanagement und Reaktionsschnelligkeit.

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Meteorologische Analyse und Flugfenster

Die Meteorologie im Taubertal unterscheidet sich signifikant von der der Rhön oder des Schwarzwaldes. Wir befinden uns hier in einer tief eingeschnittenen Flusslandschaft, was spezifische aerologische Phänomene begünstigt.

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Das Windfenster: Süd-Ost bis Süd

Die offizielle DHV-Datenbank gibt die Startrichtung mit SO-S an.  

Idealbedingungen: Ein moderater Südostwind ist oft die ergiebigste Wetterlage. Er strömt den Hang direkt an und wird durch das Tal nicht zu stark abgelenkt.

Gefahr bei Westeinschlag: Dreht der Wind auf Südwest oder gar West, gerät der Mandelberg in den lee-artigen Einflussbereich der westlich vorgelagerten Hügelketten. In diesem Fall wird der Startplatz oft von Rotoren oder unruhiger Luft bestrichen, obwohl der Windmesser vielleicht fliegbare Stärken anzeigt. Lokale Piloten weichen in solchen Fällen oft auf das nahegelegene Gelände in Urphar aus , welches für Nordwest- bis Nordostlagen optimiert ist.  

Die Ost-Komponente (Bise): Bei starkem Ostwind kann es im Maintal und seinen Zuflüssen (wie dem Taubertal) zu Düseneffekten kommen. Der Wind wird kanalisiert und beschleunigt. Am Mandelberg kann dies dazu führen, dass der Wind parallel zum Hang weht („Crosswind“), was einen sicheren Start unmöglich macht, da die Kappe seitlich wegkippt und keine Auftriebskomponente generiert wird.

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Thermische Charakteristik: Die „Weinberg-Thermik“

Die Thermik am Mandelberg ist kleinteilig und „ruppig“. Anders als über großen, homogenen Kornfeldern, wo sich weite Thermiksäulen bilden, entstehen über den Weinbergen oft enge, intensive Blasen.

Der Auslösemechanismus: Die Weinbergsmauern und die Wechsel zwischen Reben und Wegen wirken als mechanische Abrisskanten. Die Luft erwärmt sich zwischen den Reben (die wie ein Windschutz wirken) und löst sich dann pulsierend ab.

Taktik für Piloten: Es gilt, diese kleinen Kerne eng zu zentrieren. Flaches Drehen ist oft nicht möglich, da man sonst aus dem engen Aufwindbereich herausfällt. Ein aggressiveres, aber gefühlvolles Nachzentrieren ist erforderlich.

Saisonale Aspekte: Die beste Zeit ist das Frühjahr (März bis Mai). Wenn die Reben noch kaum Laub tragen, trifft die Sonne direkt auf den dunklen Boden und das Gestein. Die Aufheizung ist maximal. Im Hochsommer, wenn das Laubdach dicht ist, verschattet sich der Boden selbst, und die Thermikqualität kann abnehmen, wird aber oft durch die allgemein höhere Umgebungstemperatur kompensiert.

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Die Inversionsproblematik

Ein spezifisches Risiko des Taubertals ist die Inversionsneigung. Gerade im Herbst bilden sich Kaltluftseen im Tal. Da der Startplatz auf 263 Metern NN relativ niedrig liegt, kann er sich genau an der Grenzschicht befinden.  

Das Szenario: Oben am Startplatz spürt man einen leichten, warmen Luftzug und Sonnenschein. Unten im Tal liegt jedoch zähe, kalte Luft.

Die Gefahr: Beim Einflug in die kältere Schicht (oft kurz vor der Landung) verliert der Schirm plötzlich an Auftrieb, oder es treten starke Scherwind-Turbulenzen an der Grenzfläche auf. Ein aufmerksamer Blick auf Rauchfahnen im Dorf Dertingen ist essenziell: Steigt der Rauch senkrecht auf oder wird er in einer bestimmten Höhe flach gedrückt (Inversionsdeckel)?

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Zugang, Logistik und Infrastruktur

Der Zugang zum Fluggelände Dertingen spiegelt den Charakter des Sports wider: Er ist naturnah und erfordert körperlichen Einsatz. Es handelt sich nicht um ein kommerzialisiertes Fluggebiet mit Liftinfrastruktur.

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Anreise und Navigation

Dertingen ist ein Ortsteil von Wertheim und verkehrstechnisch gut über die Autobahn A3 (Abfahrt Wertheim/Lengfurt) oder die A81 angebunden.

Zieladresse für das Navigationsgerät: 97877 Wertheim-Dertingen.

Parkplatzsituation: Hier ist höchste Sensibilität gefordert. Es gibt keinen dedizierten „Gleitschirm-Parkplatz“ direkt am Start. Piloten müssen ihre Fahrzeuge im Ort oder an den vom Verein ausgewiesenen Flächen (z.B. nahe der Mandelberghalle oder am Sportplatz) abstellen.  

No-Go: Das Befahren der Wirtschaftswege in den Weinbergen ist für Unbefugte strikt untersagt. Dies dient nicht nur dem Naturschutz, sondern auch dem reibungslosen Ablauf der landwirtschaftlichen Arbeiten. Konflikte mit Winzern führen schnell zur Gefährdung der Aufstiegserlaubnis für alle.

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Der Aufstieg (Hike & Fly)

Der Weg zum Startplatz muss zu Fuß bewältigt werden. Dies klassifiziert Dertingen als „Hike & Fly“-Spot im Light-Format.

Dauer und Wegbeschaffenheit: Der Aufstieg dauert je nach Kondition und Gepäck zwischen 15 und 20 Minuten. Er führt über befestigte Wirtschaftswege durch die Weinberge.

Logistik: Da keine Bergbahn vorhanden ist , müssen Piloten ihre Logistik selbst planen. An gut fliegbaren Tagen organisieren sich Vereinsmitglieder oft mit einem Shuttle-Fahrzeug (sofern eine Sondergenehmigung vorliegt, was direkt beim Verein zu erfragen ist). Für Gastpiloten gilt in der Regel: Laufen ist Pflicht. Dies dient auch als natürlicher Filter, der den Andrang am Startplatz reguliert.

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Webcams und Wettercheck vor Ort

Da am Startplatz selbst keine Webcam installiert ist, nutzen lokale Piloten die Infrastruktur der Umgebung für ihre Einschätzung („Wind-Dummy“-Ersatz):

Flugplatz Altfeld: Die Webcams des südwestlich gelegenen Flugplatzes Altfeld liefern wertvolle Bilder über die Bewölkungssituation und die Sichtweite in der Region Main-Spessart.  

Windmesswerte: Stationen wie Holfuy in der weiteren Umgebung können Tendenzen anzeigen, doch die lokale Talwindsystematik in Dertingen (Kanalisierungseffekte) macht einen persönlichen Augenschein unabdingbar.

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Flugpraxis: Start, Flug und die kritische Landung

Dieser Abschnitt behandelt die operative Durchführung des Fluges und beinhaltet sicherheitskritische Informationen, die über Standardbeschreibungen hinausgehen.

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Starttechnik: Der Schneisenstart

Der Startplatz ist eine in den Bewuchs eingeschnittene Schneise. Dies hat aerodynamische Konsequenzen.

Kanalisierung: Der Wind wird in der Schneise leicht komprimiert (Düsenwirkung), was beim Aufziehen helfen kann.

Seitenwind-Problematik: Kommt der Wind nicht exakt von vorne (Süd), sondern leicht von der Seite, entstehen an den Rändern der Schneise (durch Bäume oder Büsche) Lee-Wirbel und Rotoren. Ein Start bei starkem Seitenwind ist in einer Schneise deutlich riskanter als auf einer freien Kuppe, da der Schirm asymmetrisch entlastet werden kann (Klappergefahr noch am Boden).

Startabbruch: Aufgrund der geringen Höhe und der unterhalb liegenden Rebanlagen muss eine klare Entscheidungslinie (Point of no Return) definiert werden. Ein Fehlstart, der im Weinberg endet, bedeutet nicht nur mühsames Bergen, sondern oft auch Sachschaden an den Rebanlagen (Spanndrähte!).

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Flugtaktik im Hangaufwind

Nach dem Start gilt es, sofort Höhe zu gewinnen oder zu halten. Da der Hang nicht sehr hoch ist, ist das „Soaring-Fenster“ schmal.

Achter-Fliegen: Bei reinem Hangaufwind ohne Thermik fliegt man in Achterschleifen vor dem Hang. Wichtig: Die Wenden immer vom Hang weg ausführen, um Kollisionen und Lee-Effekte zu vermeiden.

Vorfahrtsregeln: Da der Raum begrenzt ist, müssen die Hangflugregeln (Hang rechts vor links, Überholen rechts etc.) strikt eingehalten werden. Bei mehr als 3-4 Schirmen in der Luft wird es am Mandelberg schnell eng.

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Die Landung: Gefahrenanalyse

Die Landung in Dertingen erfordert höchste Konzentration. Recherchen und Videoanalysen zeigen spezifische Gefahren auf, die in der allgemeinen Beschreibung oft untergehen.

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Die Hochspannungsleitung: Die tödliche Grenze

Das signifikanteste Risiko am Landeplatz ist eine Hochspannungsleitung, die in unmittelbarer Nähe verläuft.  

Position: Die Leitung begrenzt den Landeraum oft nach Norden oder Osten hin (abhängig von der genauen Position auf der Wiese).

Gefahr: Bei starkem Wind besteht die akute Gefahr, in die Leitung abgetrieben zu werden („Verblasen werden“). Es gilt die eiserne Regel: Niemals hinter die Leitung geraten. Der Anflug muss so geplant werden, dass man sich immer luvseitig (windzugewandt) der Leitung befindet.

Sichtbarkeit: Drähte sind vor dem Hintergrund von dunklem Wald oder Ackerboden oft fast unsichtbar. Piloten müssen sich die Position der Masten einprägen und gedachte Verbindungslinien ziehen.

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Hindernisse: Obstbäume und Turbulenz

Der Landeplatz ist nicht steril. Er ist oft mit Obstbäumen bestanden oder von ihnen umgeben.  

Aerodynamische Wirkung: Jeder Baum erzeugt bei Wind eine Lee-Schleppe, die je nach Windstärke das 5- bis 10-fache der Baumhöhe betragen kann. Ein Landeanflug, der dicht hinter oder über Bäumen führt, führt oft zu abruptem Höhenverlust („Durchsacken“).

Hindernisberührung: Die Bäume sind physische Hindernisse. Ein präzises Anpeilen der freien Gassen ist notwendig.

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Starkwind-Landetechnik

Wie im Video „Gleitschirmstarts und Landungen bei Starkwind“ dokumentiert, ist die klassische Landevolte (Position, Gegenanflug, Queranflug, Endanflug) bei viel Wind in Dertingen oft nicht sicher umsetzbar, da man im Gegenanflug zu weit abgetrieben werden könnte (Richtung Stromleitung!).  

Alternativtechnik: Erfahrene Piloten nutzen bei Starkwind die „Achter-Einteilung“ oder bauen Höhe durch S-Kurven gegen den Wind vor dem Landeplatz ab.

Aufrichten: Aufgrund der Turbulenzen sollte man sich frühzeitig aufrichten, um aktiv auf Kappenstörungen reagieren zu können, ohne durch das Gurtzeug in eine passive Rückenlage gezwungen zu werden.

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XC-Potenzial: Streckenflug im Flachland

Dertingen mag klein sein, aber es ist ein Tor zum Streckenflug (XC) für jene, die die Geduld des Flachlandfliegens beherrschen.

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Die Theorie des „Low Save“

Im Flachland ist die Basis (Wolkenuntergrenze) oft niedriger als in den Alpen. Man hat weniger vertikalen Arbeitsraum. Der Schlüssel zum Erfolg in Dertingen ist der „Low Save“ (das Retten aus geringer Höhe).

Taktik: Ein Vario-Piepsen von 0,0 m/s („Nullschieber“) darf niemals verlassen werden. Es zeigt an, dass die Luftmasse steigt (da das Eigensinken des Gleitschirms von ca. 1,0–1,2 m/s kompensiert wird). Wer hier ungeduldig weiterfliegt, landet. Wer einkreist und wartet, wird oft belohnt, wenn die Blase sich ablöst und stärker wird.

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Routenoptionen

Norddrift: Bei Südwind treibt man fast automatisch Richtung Norden/Nordwesten. Der Flug führt über den Main. Hier ist Vorsicht geboten: Große Wasserflächen können thermisch dämpfend wirken („blaues Loch“). Es ist ratsam, vor der Mainquerung maximale Höhe zu machen.

Anschluss an den Spessart: Gelingt die Querung des Maintals, erreicht man die Ausläufer des Spessarts. Hier ändert sich die Charakteristik von Feld-Wald-Mix zu größeren Waldflächen, die andere thermische Zyklen aufweisen.

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Dokumentierte Leistungen

Auch wenn Dertingen oft im Schatten großer Winden-Schleppgelände steht, zeigen Flüge der lokalen Vereine (Gleitschirmfreunde Taubertal), dass im Taubertal und angrenzenden Regionen Strecken von über 100 km möglich sind, oft gestartet an der Winde oder benachbarten Hängen wie Urphar. Dertingen dient an Tagen mit zu viel Wind für die Winde oft als thermischer Einstiegspunkt.

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Alternativen und Umgebungsanalyse

Ein guter Pilot hat immer einen Plan B. Im Taubertal liegt dieser Plan oft nur wenige Kilometer entfernt.

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Ausweichgelände Urphar

Wenn der Wind in Dertingen zu westlich wird oder zu stark ist, ist Urphar die logische Alternative.

Ausrichtung: Nordwest bis Nordost (NW-NO).  

Synergie: Dertingen (Südsektor) und Urphar (Nordsektor) decken zusammen fast alle fliegbaren Windrichtungen ab.

Besonderheit: Urphar ist bekannt für strenge Auflagen (Einweisungspflicht!). Toplanden ist dort verboten, und der Abstand zur Straße muss strikt eingehalten werden.

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„Parawaiting“ und Kultur: Die Heckenwirtschaften

Das Fliegen in Dertingen ist untrennbar mit der lokalen Weinkultur verbunden. Die sogenannten „Heckenwirtschaften“ (temporäre Ausschänke der Winzer) sind der soziale Treffpunkt.  

Saisonale Öffnungszeiten: Diese Wirtschaften haben nur wochenweise geöffnet. Ein Blick in den „Heckenkalender“ ist für die Planung des Après-Fly essenziell.  

Kulinarik: Empfehlenswert sind lokale Spezialitäten wie „Blaue Zipfel“ (in Essigsud gegarte Bratwürste) oder der „Kochkäse“, oft serviert im Winzerhof Baumann oder Weingut Oesterlein. Diese Orte dienen oft als informelles Debriefing-Center, wo Flugerlebnisse ausgetauscht werden.

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Rechtlicher Rahmen und Vereinsstruktur

Das Fliegen in Deutschland unterliegt strengen regulativen Vorgaben. Dies gilt besonders für kleine Vereinsgelände, deren Zulassung oft von der Akzeptanz der Anwohner und Naturschutzbehörden abhängt.

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Der Geländehalter

Das Gelände wird von den Gleitschirmfreunden Taubertal e.V. betrieben.  

Kontakt: Der 1. Vorsitzende, Ingo Hübner, ist oft der erste Ansprechpartner.  

Webseite: Aktuelle Informationen und kurzfristige Sperrungen (z.B. wegen Jagd oder Landwirtschaft) finden sich auf www.gleitschirmfreunde-taubertal.de.

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Gastflugregelung

Gäste sind willkommen, müssen sich aber an Regeln halten.

Lizenz: Mindestanforderung ist der A-Schein (beschränkter Luftfahrerschein).  

Einweisung: Eine Einweisung in die Geländebesonderheiten (besonders Landeanflug und Stromleitungen) ist in der Regel obligatorisch. Es wird dringend empfohlen, vor dem ersten Besuch Kontakt mit dem Verein aufzunehmen. Einfaches „Wildfliegen“ gefährdet den Geländestatus.

Gebühren: Tagesmitgliedschaften oder Landegebühren sind üblich und dienen dem Erhalt des Geländes (Pacht, Pflege).

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Luftraumstruktur

Dertingen liegt im unkontrollierten Luftraum G, der bis 2500 ft GND (über Grund) reicht. Darüber beginnt der Luftraum E.

Relevanz: Für den lokalen Hangflug ist dies unproblematisch. Wer jedoch auf Strecke geht, muss die Lufträume von Frankfurt (Klasse C) im Nordwesten und die Kontrollzone von Würzburg im Osten beachten. Auch militärische Übungsgebiete (TRA) können in der weiteren Region aktiv sein, sind aber für den reinen Mandelberg-Flieger meist nicht limitierend.

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Fazit: Für wen ist Dertingen geeignet?

Der Mandelberg in Dertingen ist ein faszinierendes Beispiel für die Nischenqualität des deutschen Gleitschirmsports. Er ist kein Gelände für den absoluten Anfänger, der ohne Fluglehrer unterwegs ist. Die Kombination aus Schneisenstart, geringer Höhe und anspruchsvollem Landeanflug (Hindernisse, Stromleitungen) verlangt eine solide Schirmbeherrschung.

Doch für den fortgeschrittenen Piloten, der seine Sensibilität für schwache Thermik schulen will und präzises Landen trainieren möchte, ist Dertingen Gold wert. Es ist ein Ort der Entschleunigung, an dem ein 20-Minuten-Flug oft mehr fliegerisches Können erfordert als ein stundenlanger „Abgleiter“ in den Alpen. Gepaart mit der herzlichen Gastfreundschaft der lokalen Winzer und der landschaftlichen Schönheit des Taubertals, bietet Dertingen ein ganzheitliches Flugerlebnis abseits des Mainstreams.

Hinweis: Alle meteorologischen und fliegerischen Angaben ersetzen nicht die eigene Beurteilung vor Ort. Die Bedingungen können sich kurzfristig ändern. Kontaktieren Sie vor der Anreise stets den Geländehalter.

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